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Die Transformation des Finanzsektors

Eine neue Zielstruktur für österreichische Banken im europäischen Wettbewerb

Die Transformation des Finanzsektors
Über dieses Buch
  • Art: Studienarbeit
  • Autor: Johann Sebastian Kann
  • Abgabedatum: Dezember 2002
  • Umfang: 213 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 3,0
  • Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7917-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7917-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7917-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kann, Johann Sebastian Dezember 2002: Die Transformation des Finanzsektors, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Europa, Investment Banking, Transformation, Fusion, Bankwirtschaft

Studienarbeit von Johann Sebastian Kann

Einleitung:

Aus einer Reihe von Finanzkrisen über die letzten Jahrzehnte konnten wertvolle Erkenntnisse über das Verhalten von Banken gewonnen werden. Die Fachliteratur ist sich einig, dass die Vielschichtigkeit der heute global agierenden Finanzakteure, die Komplexität der heutigen Finanz- und Kapitalmärkte keine stereotypen Lösungen zur Risikovermeidung zulassen. Aus nahe liegenden Gründen hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass wertvolle Anregungen für die Bankenwirtschaft nur in Form von Reformprojekten umsetzbar sind. Die vorliegende Arbeit möchte mit der Ausarbeitung einer neuen Zielstruktur, welche auf neuersten Erkenntnissen der Fachliteratur (neue Finanzintermediationstheorie, Effizienzmessungen und Beiträgen von Haiss (Bankenstrategien), Tichy (Bankenfusionen) und Mooslechner (Bankenstruktur)) beruht, für die österreichische Bankenwirtschaft weitreichende Reformen zur Risikovermeidung vorstellen.

Die Motivation für die vorliegende Arbeit lag im folgenden: Die analytische Einsicht wird oft im Bankenwesen vor der operativen Ausführung vermisst. Für die erfolgreiche Umsetzung von Reformen, gilt es in Zukunft im österreichischen Bankenwesen verstärkt vorausschauend zu denken und Herausforderungen von Morgen zu erkennen. Der Erfolg lässt sich dann „planen“, wenn Entscheidungsträger wesentliche Trends zu erkennen bereit sind und Entwicklungen vorantreiben wollen.

Die Herausforderung für diese Aufgabe lässt sich am treffendsten mit einem Zitat von Hermann Hesse beschreiben: „Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.“ Problemstellung:

Es kann zweifelsfrei behauptet werden, dass Bankenreformen in der heutigen Finanzwelt dringender gebraucht werden, als noch vor einigen Jahren. Aus diesem Grund wird die Arbeit zunächst eine Analyse für die Gründe der Transformation des Finanzsektors vornehmen: Auf Grund des in den vergangenen Jahrzehnten immer schneller voranschreitenden Strukturwandels im europäischen Bankensektor, sei es in Form von Finanzmarktliberalisierungen, Fusionen, bis hin zu neuen Finanzinnovationen in Verbindung mit einem sich ständig ändernden Anlegerverhaltens, kam es zu Reformen in überschaubaren Stufen, um eine Anhäufung von Risikofaktoren zu verhindern bzw. auftretende Probleme schrittweise zu lösen. Österreich hat der Reform des Finanzsektors ein antizyklisches Timing verpasst. In Zeiten rückläufiger Nachfrage wurden Liberalisierungsschritte gesetzt, während in Zeiten konjunktureller Erholung die Aufsicht verschärft wurde. Nicht zuletzt scheint das österreichische Bankensystem intern stabiler geworden zu sein als andere. Ein solches Bankensystem tendiert dazu konjunkturbedingte Schwankungen zu glätten. Damit verringert sich die Notwendigkeit seitens der Behörden korrigierend einzugreifen. Banken, die eine kurzfristige Maximierung der Gewinne anstreben, weisen eher ein prozyklisches Verhalten auf. Sie neigen dazu, die Schwankungen der Konjunktur zu verstärken. In dieser Arbeit wird auf die negativen stabilitätsdämpfenden Auswirkungen durch Bankencrashs nicht näher eingegangen werden, sondern auf die Wachstumschancen durch Banken mit Hilfe von langfristiger Effizienz.

Europäische Institute stehen derzeit vor dem Problem, bestmögliche Produkte im zunehmend globalen Wettbewerb zu finden. Produktivität und Effizienz sind in diesem Zusammenhang die beiden wichtigsten Erfolgsfaktoren. Der Autor ist der Ansicht, dass Banken in Zukunft durch veränderte Technologien und Deregulierungen auf den Märkten insgesamt unverzichtbar werden, um Systemkrisen zu bewältigen und eventuelle ökonomische Krisen zu stabilisieren. Dies lässt sich insofern begründen, als zwar Wertpapiermärkte die Banken ersetzen können, aber die „anhaltende Präsenz“ von Banken in einer hoch entwickelten Volkswirtschaft darauf hinweist, dass sie bestimmte Aufgaben erfüllen, die Märkte nicht bieten können.

Der Autor möchte im weiteren Verlauf der Arbeit zeigen, dass ein operativer Vergleich der Banken mit Kennzahlen wie der Cost Income Ratio (CIR), dem Return on Investment (ROI) oder dem Return on Equity (ROE) für eine wettbewerbsbezogene Analyse der Banken heute alleine nicht mehr ausreicht. Hiezu sollen neue Effizienzanalysen im Bankenwesen herangezogen werden, welche mit Hilfe von ökonometrischen Analysen neue Implikationen für die Zukunft bringen können. Aus diesem Grund wollen wir in Bezug auf Österreich zwei aktuelle Untersuchungen über das Bankenwesen in Österreich und Deutschland zwischen 1990 und 2002 durchgeführt von Gstaach (2000) und Hauner (2001) vorstellen.

Das Ziel dieser Arbeit ist es aus den aktuellen Bankenstrategien, aus den Erkenntnissen der neueren Theorie der Finanzintermediation, aus den Implikationen zweier aktueller Effizienzanalysen zum Bankenwesen in Österreich und anhand wissenschaftlicher Beiträge zum Forschungsgebiet (Haiss, Tichy und Mooslechner), für die Praxis Möglichkeiten für Anpassungen an die neuen Rahmenbedingungen festzustellen. Die Bedeutung dieser Arbeit liegt in der Entwicklung einer neuen Zielstruktur (Bankenstrategie und Bankenstruktur) für die Zukunft aller österreichischer Banken in Europa.

Das internationale Bankenwesen hat in den vergangenen Jahren einige massive strukturelle Veränderungen erfahren. Haiss bemerkte dazu bereits 1993: „Banken sind keine Produktions-, sondern Dienstleistungsunternehmen und gehorchen allein schon deshalb anderen Gesetzen ..... Sie sind geprägt durch die Kundenstruktur, durch Konjunkturzyklen, denen die Kunden unterliegen, durch Kostenänderungen in den Produktionsfaktoren und durch den rechtlichen Ordnungsrahmen.“ Es kam zu zahlreichen Konsolidierungen (Bereinigungen), strategischen Fusionen und Kooperationen in den USA, Europa und Asien. Im wesentlichen haben sich in den letzten Jahren die Produkte der verschiedenen Bankeninstitute angeglichen (Standardisierung und Automatisierung), sodass der Wettbewerb härter geworden ist. Als Folge der positiven amerikanischen Finanzmarkt und Kapitalmarktentwicklung in den 80-er und frühen 90-er haben die privaten und institutionellen Investitionen in Aktien und Anleihen massiv an Bedeutung hinzugewonnen (Disintermediation und Securitization), sodass als Konsequenz die klassischen Bankgeschäfte, wie Kreditvergabe und Spareinlagen weniger wichtig geworden sind. Dies kann als wesentliche Strukturveränderung im Anlegerverhalten angesehen werden.

Inhaltsverzeichnis:

ABSTRACT 1
VORWORT 5
A. EINLEITUNG 6
I. Problemstellung 6
1. Literaturüberblick: Finanzintermediation 10
2. Strukturwandel im Bankensystem und Strukturveränderungen im Anlegerverhalten 13
3. Aktuelle Strategische Wahlmöglichkeiten für Banken in Europa 18
3.2 INVESTMENTBANK - SPEZIALBANK 18
3.2 MULTI PRODUKT BANKING - UNIVERSALBANK 19
3.3 ALLFINANZDIENSTLEISTER - ALLFINANZKONGLOMERAT 22
3.4 RESUMÉ 22
II. Aufbau der Arbeit 23
B. THEORETISCHER HINTERGRUND: DEFINITIONEN 24
4. Begriffsdefinitionen 24
4.1 KLASSIFIKATION VON BANKEN 24
4.1.1 INVESTMENTBANKEN (SPEZIALBANKEN) 25
4.1.1.1 CORPORATE FINANCE/FIRMENKUNDENGESCHÄFT 26
4.1.1.2 EQUITY / DEBT CAPITAL MARKETS 27
4.1.1.3 SALES / TRADING / BROKERAGE DES ANLEIHEN- UND AKTIENHANDELS 28
4.1.1.4 PRIVATE INVESTMENTS – VC / PRIVATE EQUITY 29
4.1.1.5 ASSET MANAGEMENT / RESEARCH 30
4.1.1.6 DERIVATIVE/ RISKMANAGEMENT 30
4.1.1.7 CORPORATE BUY SIDE: UNTERNEHMEN 32
4.1.1.8 SELL SIDE: ZINS- UND WÄHRUNGSMANAGEMENT 34
4.1.1.9 BESONDERHEITEN DES ZINSMANAGEMENT 34
4.1.1.10 FOWARD RATE AGREEMENTS 35
4.1.1.11 CROSS CURRENCY INTEREST RATE SWAP 36
4.1.1.12 ZINSFUTURES 37
4.1.1.13 BESONDERHEITEN DES WÄHRUNGSMANAGEMENT 37
4.1.1.14 DEVISENTERMINGESCHÄFTE 38
4.1.1.15 DEVISENSWAPS 38
4.1.1.16 WÄHRUNGSFUTURES 39
4.1.1.17 WÄHRUNGSOPTIONEN 39
4.1.2 COMMERCIALBANKS (UNIVERSALBANKEN) 41
4.1.3 UNIVERSALBANKENSYSTEM VERSUS TRENNBANKENSYSTEM 41
4.3.1 ECONOMIES OF SCOPE – ECONOMIES OF SCALE 42
4.2 EFFIZIENZ IN DER BWL 44
4.2.1 OPERATIVE EFFIZIENZ 46
4.3 EFFIZIENZ IN DER VWL 48
C. THEORETISCHER HINTERGRUND: EFFIZIENZANALYSE IM BANKENWESEN 50
5. Operative Effizienzanalyse 50
5.1 KENNZAHLENVERGLEICHE 50
5.2 ERTRAGSWERTMETHODEN 52
6. Effizienzmessungen in Banken anhand der Data Envelopment Analysis 56
6.1 DATEN DER EFFIZIENZMESSUNG: INPUTS UND OUTPUTS 57
6.2 IMPLIKATIONEN VON GSTAACH - DEA 61
6.3 IMPLIKATIONEN VON HAUNER - DEA 63
D. THEORETISCHER HINTERGRUND: MAKROÖKONOMISCHE ROLLE DER FINANZINTERMEDIATION 65
7. Theoretische Erklärungsansätze zur Rolle von Finanzintermediären 65
7.1 BEGRÜNDUNG VON INTERMEDIATION 66
7.2 URSPRÜNGLICHE FUNKTIONEN VON INTERMEDIÄREN 69
7.3 ANSÄTZE ZUR ERKLÄRUNG DER INTERMEDIATION 70
7.4 FINANZINTERMEDIATION UND NEUE WACHSTUMSTHEORIEN 74
7.4.1 ENDOGENES WACHSTUM DURCH TECHNISCHEN FORTSCHRITT 75
7.4.2 ENDOGENES WACHSTUM DURCH KAPITALAKKUMULATION 77
7.5 POSITIVE AUSWIRKUNGEN – FINANZINTERMEDIATION UND STABILITÄT 79
7.6 NEGATIVE AUSWIRKUNGEN - SPEKULATION 79
7.7 FINANZINTERMEDIATION IM ENGEREN SINNE: FUNKTIONEN 84
7.7.1 BANKEN - INSTITUTIONELLE BETRACHTUNGSWEISE 84
7.7.2 BANKEN - NEOKLASSISCHE BETRACHTUNGSWEISE 84
7.7.3 BANKEN - NEOINSTITUTIONELLE BETRACHTUNGSWEISE 85
7.8 NEUERE ERKLÄRUNGSTHEORETISCHE ANSÄTZE ZUR FUNKTION VON FINANZINTERMEDIÄREN 85
E. ZIELSTRUKTUR FÜR ÖSTERREICHISCHE BANKEN IN EUROPA 91
8. Marktumfeld 92
8.1 MARKTSTRUKTUR: „UNIVERSALBANKENSYSTEM“ UND „SEKTORTRADITION“ 93
8.2 MARKTERGEBNIS: „GROßE LÄNDER GROßE BANKEN, KLEINE LÄNDE KLEINE BANKEN“ 95
8.3 ZIELKONFLIKT: NATIONALER STREUBESITZ- INTERNATIONALE KERNAKTIONÄRE 97
9. Kernaussagen der neuen Zielstruktur 98
9.1 ARBEITSHYPOTHESEN 99
9.1.1 WERTFALLE – EINMAL DRINNEN, NIE MEHR RAUS 100
9.1.2 WERTKRITISCHE AUFWAND-ERTRAGS-RELATIONEN 102
9.1.3 WERTTREPPE – ZIEL FÜR BANKEN IST DAS WACHSTUM 103
9.2 NEUES BANKENSTRUKTURMODELL : – EIN SÄULEN PRINZIP 104
9.3 NEUES BANKENSTRUKTURMODELL : FUSIONEN IM INLAND SCHAFFT EFFIZIENZ 106
9.4 NEUES BANKENSTRUKTURMODELL : OFFENSIVE POSITIONIERUNG 115
9.5 NEUE BANKENSTRATEGIE: RATIONALISIERUNG 118
9.6 NEUE BANKENSTRATEGIE: RENTABILITÄTSORIENTIERTE RE-SPEZIALISIERUNG 119
10. Probleme und Risiken bei der Umsetzung einer neuen Zielstruktur 121
10.1 GLOBALISIERUNGSDRUCK AUF EUROPA 121
10.2 ÖIAG UND WIENER BÖRSE 125
10.3 KEINE KLASSENÜBERTRITTE UND KEIN FINANZAKZELERATOREFFEKT 126
10.4 KEINE DIVERSIFIKATION: GROSSBANKEN SETZEN INVESTITIONSSTRATEGIE AUF ZENTRAL- UND OSTEUROPA (CEE) 129
10.5 HAUSBANKENPRINZIP 133
10.6 NOTWENDIGKEIT EINER NEUEN CORPORATE GOVERNANCE FÜR BANKEN 134
11. Chancen und Vorteile bei der Umsetzung einer neuen Zielstruktur 135
11.1 KUNDENNUTZEN 136
11.2 KEINE ÄHNLICHE ENTWICKLUNG WIE IN JAPAN ZU BEFÜRCHTEN 138
11.3 BANK BASED MODELL SCHAFFT FINANZMARKTSTABILITÄT 140
11.4 NATIONALE BEREINIGUNGEN SCHAFFEN EFFIZIENZGEWINNE 145
11.5 NEUE REGULIERUNG UND FINANZMARKTAUFSICHT IN EUROPA UND ÖSTERREICH 149
11.6 OUTSOURCING, STANDARDISIERUNG UND AUTOMATISIERUNG STATT PERSONALABBAU 153
11.7 NEUE GESAMTBANKSTEUERUNG – NEUES RISKMANAGEMENT 154
11.8 DIVERSIFIKATION 159
11.9 ÖSTERREICH AM WEG ZU DEN BIG 5 161
F. CONCLCUSIO 163
12. Zusammenfassung der Arbeit 163
13. Ertragslage der Österreichischen Banken per 3.Q 2002 172
14. Schlussbemerkung 175
III. Literaturverzeichnis 178
IV. Anhang: 191

Automatisiert erstellter Textauszug:

174 Revell,J. (1987): Mergers and the Role of Large Banks, Institute of European Finance, Research Monographs in Banking and Finance. 175 Die RZB hatte beispielsweise 2002 einen starken Anstieg im Personalstand. Im Vergleich zu 2001 wurden zum Jahresende 2002 rund 16.800 Mitarbeiter beschäftigt, was entgegen dem Branchentrend und der wissenschaftlichen Empfehlungen ein Plus von 16,1 Prozent bedeutete! Die RZB hat 2002 per Saldo rund 1.800 Arbeitsplätze geschaffen, rund 500 sind durch Akquisitionen hinzugekommen! (RZB prolongiert Wachstumskurs bei stabilem Ergebnis: RZB Presseaussendung 19.12.2002, RZB Konzern 2002. 176 Insgesamt hat sich das Zweigstellennetz der BA-CA in Österreich im Jahr 2002 um rund 70 Geschäftsstellen auf knapp 400 reduziert. Die Zahl der Mitarbeiter im Inland soll bis 2003 von 12.000 auf rund 11.000 verringert werden. (Standard, BA-CA mit Straffung des Filialnetzes fertig Österreichweit nur noch 400 Zweigstellen, 21.12.2002 177 Büschgen,H.(1993): Strategische Allianzen von Banken im internationalen Finandienstleistungsmarkt, mimeo. [...]

Revell vertrat 1987 in seiner Arbeit die Hypothese, dass die Größe des Heimmarktes einen wichtigen Einfluss auf die Größe der Banken in einer Volkswirtschaft hat.174 In seiner Arbeit bestätigte sich die These, dass große Länder große Banken und kleine Länder kleine Banken haben. Vergleicht man die 1987 aufgestellten Erkenntnisse etwas genauer mit der bisherigen Situation am österreichischen Bankenmarkt, wird man feststellen, dass tatsächlich eine „durchschnittliche“ österreichische Bank (im europäischen Vergleich) vergleichsweise (zu) klein war. Man wird erkennen, dass zwischen den Messgrößen Bilanzsumme, Betriebserträge und Beschäftigung auf dem österreichischen Bankenmarkt bis heute ein grobes Missverhältnis vorherrscht. (siehe für genaue Vergleiche – Finanzmarktstabilitätsbericht der OenB) [...]

In Österreich hat es in den vergangenen Jahren zahlreiche Zusammenschlüsse von Banken gegeben. Die größte innerösterreichische Bankenfusion fand im Jahr 1997 durch die Fusion der Bank Austria (vormals Z und Länderbank) mit der Creditanstalt Bankverein statt. Kurz danach kam die Übernahme der Giro Credit durch die Erste Bank und vor 2 Jahren kam es zur bisher letzten großen Veränderung im österreichischen Bankensektor, nämlich dem Zusammenschluss zwischen der BAWAG und der PSK zu einer Gruppe. Im Rückblick (per Ende 2002) kann gesagt werden, dass es im Sparkassensektor die größte Bereinigung gegeben hat, wohingegen im größten Sektor (mit 80.000 Beschäftigten), nämlich dem Raiffeisensektor, keine bis kaum Konsolidierung stattgefunden haben. [...]

Arbeit zitieren:
Kann, Johann Sebastian Dezember 2002: Die Transformation des Finanzsektors, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Europa, Investment Banking, Transformation, Fusion, Bankwirtschaft

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