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Transformation der Baubranche durch Einsatz digitaler Technologien

Transformation der Baubranche durch Einsatz digitaler Technologien
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Holger Graetz
  • Abgabedatum: März 2001
  • Umfang: 124 Seiten
  • Dateigröße: 716,2 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität München Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9581-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9581-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9581-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Graetz, Holger März 2001: Transformation der Baubranche durch Einsatz digitaler Technologien, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: digitale Technologie, Bauwesen, Betriebswirtschaft, digital economy, Lebenszyklus

Diplomarbeit von Holger Graetz

Einleitung:

Nach einer von Start-up-Unternehmen dominierten Zeit der Internet-Euphorie ist die ‚neue Wirtschaft’ von den Regeln der ‚alten’ eingeholt worden. Dennoch haben gravierende Veränderungen in den Unternehmen dazu geführt, dass der Einsatz digitaler Technologien verstärkt auch in den etablierten Wirtschaftsbereichen Einzug hält.

Dies bleibt nicht ohne Folgen – auch nicht für den Bausektor, der mit einem Bauvolumen im Jahr 1999 von mehr als 520 Milliarden DM in der Bundesrepublik Deutschland zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen unserer Gesellschaft gehört.

Der Funktions- und Leistungsbereich rund um den Lebenszyklus von Bauwerken zählt jedoch auch zu den Wirtschaftssektoren mit den größten Effizienzpotenzialen. Digitale Technologien sind daher als Chance zu sehen, die Baubranche nach dem Motto „make the elephant dance“ in einen effizienten Wirtschaftsbereich zu transferieren.

Verstärkte Nutzung der Internettechnologie und das Aufkommen innovativer Prozessmodelle verändern bereits heute das Umfeld der Beteiligten und unterstreichen die Aktualität und Notwendigkeit, dieses Themengebiet ganzheitlich zu erforschen.

Problemstellung:

Die Arbeit adressiert diese Herausforderungen mit Hilfe der Einteilung des Lebenszyklus von Bauwerken in vier Phasen. Zusammen mit einer fundierten Beschreibung der beteiligten Funktions- und Leistungsträger sowie der Zusammenstellung eines Portfolios digitaler Technologien bildet das Lebenszykluskonzept die Basis für die sich anschließende Untersuchung der Einflüsse dieser Technologien auf Prozesse der Bauherrn, Ingenieurdienstleister, Projektsteuerer, Aufsichtsbehörden und andere Beteiligte am Lebenszyklus von Bauwerken.

Die gewonnenen Ergebnisse wurden als Prüfbasis für die Durchführung einer Unternehmensstudie mit einem Ingenieurdienstleister, einem Logistikunternehmen sowie einem Technologieunternehmen verwendet.

Auf Basis der theoretischen und praktischen Erkenntnisse wurde ein Modell einer Internetplattform für die erforderlichen Tätigkeiten im Lebenszyklus von Bauwerken entwickelt, anhand dessen Trends zu möglichen Veränderungen des Umfeldes der Beteiligten am Lebenszyklus von Bauwerken erläutert werden konnte.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss digitaler Technologien auf die Leistungsbereiche der Beteiligten am Bauprozess. Dabei wird das Transformationspotenzial in der Baubranche untersucht und den Beteiligten rund um den Lebenszyklus von Bauwerken in Form einer Situationsanalyse zur Verfügung gestellt.

Der erste Abschnitt des theoretischen Teils ist die strukturierte Definition und Erläuterung der Funktionen und Leistungen der Beteiligten anhand der Darstellung des Lebenszyklus eines Bauwerks als Prozess in vier Phasen.

Anschließend erfolgt die Beschreibung der Leistungs- und Funktionsträger, womit Ansatzpunkte für die Transformation mittels digitaler Technologien dargelegt werden. Die Untersuchung und Darstellung des bauspezifischen Technologieportfolio ermöglicht eine Übersicht, welche digitalen Technologien bislang zur Optimierung bestehender Prozesse verwendeten werden und welche Trends sich bei neuartigen Prozessmodellen abzeichnen. Zur Erläuterung des Einflusses digitaler Technologien auf die Baubranche werden die mit den Technologieentwicklungen zusammenhängenden Veränderungen in den verschiedenen Leistungs- und Funktionsbereichen der Beteiligten am Lebenszyklus erläutert. Sie bilden den Abschluss des theoretischen Teils.

Im zweiten Teil dieser Arbeit werden im Rahmen von Fallstudien aktuelle Tendenzen sowie Unternehmensstrategien einiger am Bauprozess beteiligten Unternehmen beleuchtet.

Die Vorstellung eines Zukunftsmodell auf Basis einer Internetplattform für den Lebenszyklus von Bauwerken bildet mit der Zusammenfassung der Ergebnisse den Schluss dieser Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS VI
1. DIE BAUBRANCHE UND DIGITALE TECHNOLOGIEN 1
1.1 Aktuelle Trends 1
1.2 Charakteristik der „Digital Economy“ 5
1.3 Vorgehensweise und Zielsetzung dieser Arbeit 8
2. VIER-PHASEN-MODELL DES LEBENSZYKLUS EINES BAUWERKS 10
2.1 Definitionsphase als Basis für den Lebenszyklus 11
2.2 Planungs- und AVA-Phase des entstehenden Bauobjekts 12
2.3 Herstellungsphase zur Realisierung des Bauwerks 13
2.4 Nutzungs- und Betriebsphase zur Erfüllung der Bauwerksfunktion 14
2.5 Hauptprobleme des klassischen Lebenszyklus eines Bauwerks 15
3. LEISTUNGS- UND FUNKTIONSTRÄGER RUND UM DEN BAULEBENSZYKLUS 16
3.1 Tätigkeiten der Leistungs- und Funktionsträger 17
3.1.1 Bauherr - Autorität der ersten drei Phasen 17
3.1.2 Tätigkeitsfelder der Ingenieurdienstleister 19
3.1.3 Projektsteuerer für Organisation und Überwachung 21
3.1.4 Aufsichtsbehörden als Vertreter öffentlicher Interessen 22
3.1.5 Bauausführende als Hauptelement der Herstellungsphase 24
3.1.6 Bauüberwachungsorgane zur Gewährleistung einer vertragsgemäßen Umsetzung 25
3.1.7 Baunebengewerbe als Lieferant baunaher Leistungen 26
3.1.8 Logistikdienstleister für die Waren- und Informationsströme 27
3.1.9 Tätigkeiten der Beteiligten der Nutzungs- und Betriebsphase 28
3.2 Organisationsformen zur Optimierung der Schnittstellen 29
3.2.1 Kooperationen horizontaler Integration 30
3.2.2 Organisationsformen vertikaler Integration 30
3.3 Effizienzpotenziale bei allen Aufgabenträgern 31
4. PORTFOLIO DIGITALER TECHNOLOGIEN IM LEBENSZYKLUS VON BAUWERKEN 32
4. 1 Prozessoptimierung durch Entwicklung der Datenverarbeitung 34
4.1.1 Softwarenutzung rund um den Bauprozess 34
4.1.2 Entwicklungen von Hardwareanwendungen im Bauprozess 40
4.1.3 Internettechnologie: Ursache weitreichender Veränderungen 41
4. 2 Neuartige Prozessmodelle mit digitalen Technologien 42
4.2.1 Internettools zur Informationsbeschaffung und Softwaretransfer 43
4.2.2 Internetservices zur Unterstützung einzelner Prozessphasen 45
4.2.3 „Collaboration“, „E-Plan- und E-Projektmanagement“ 47
4.2.4 E-Marktplätze und E-Portale 51
5. EINFLUSS DIGITALER TECHNOLOGIEN AUF DEN LEISTUNGSBEREICH EINZELNER AUFGABENTRÄGER 55
5.1 Bauherren im Einflussbereich digitaler Technologien 57
5.1.1 Optimierungspotenzial bei bestehenden Prozessen 58
5.1.2 Vereinfachte Arbeitsbedingungen durch neue Prozessmodelle 59
5.2 Einflüsse auf Aufgabengebiete der Ingenieurdienstleister 60
5.2.1 Software, Hardware sowie Internet beeinflussen bestehende Leistungen der Ingenieurdienstleister 60
5.2.2 Einfluss neuartiger Prozessmodelle auf die Ingenieurdienstleister 62
5.3 Einfluss digitaler Technologien auf die Projektsteuerungsfunktion 66
5.4 Aufsichtsbehörden im Einflussbereich digitaler Technologien 67
5.5 Bauausführendeim Einflussbereich digitaler Technologien 68
5.5.1 Optimierung bestehender Prozesse bei Bauausführenden 69
5.5.2 Einfluss digitaler Technologien auf innovative Prozessmodelle der bauausführenden Unternehmen 70
5.6 Einfluss digitaler Technologien auf die Bauüberwachungsorgane 72
5.7 Baunebengewerbe im Einflussbereich digitaler Technologien 73
5.8 Beteiligten der Nutzungs- und Betriebsphase im direkten und indirekten Einflussbereich digitaler Technologien 74
5.9 Technologieunternehmen als einflussreiche Produzenten durch Know-how im Bereich Digitaler Technologien 75
5.10 Logistikdienstleister als Know-how-Träger im Prozessmanagement 76
6. UNTERNEHMENSSTUDIE 77
6.1 Ingenieurbüro Krebs & Kiefer Beratende Ingenieure für das Bauwesen GmbH in Karlsruhe 78
6.1.1 Informationen über den Ingenieurdienstleister Krebs & Kiefer 78
6.1.2 Treibende Faktoren im Marktumfeld und entsprechende Maßnahmen des Unternehmens 80
6.1.3 Erwartungen an zukünftige Entwicklungen im Leistungsbereich des Unternehmens 84
6.2 Logistikdienstleister Rhenus AG und Co. KG mit Sitz der Hauptverwaltung in Dortmund 85
6.2.1 Informationen über den Logistikdienstleister 85
6.2.2 Treibende Faktoren im Leistungsbereich und entsprechende Aktivitäten des Unternehmens 88
6.2.3 Strategische Ausrichtung der zukünftigen Aktivitäten 89
6.3 Ingenieurbüro und Generalunternehmer ITS Gebäudelösungen & Infrastruktur (Site Services) der IBM Deutschland GmbH in Böblingen 92
6.3.1 Informationen über das Gesamtunternehmen und den Geschäftsbereich 92
6.3.2 Treibende Faktoren im Tätigkeitsfeld und entsprechende Aktivitäten des Geschäftsbereich 93
6.3.3 Strategische Ausrichtung der Aktivitäten 95
6.4 Zusammenfassung der Ergebnisse der drei Studien 95
7. ZUKUNFTSIDEAL - INTERNETPLATTFORM: EIN MODELL FÜR DEN DIGITALGESTÜTZTEN LEBENSZYKLUS VON BAUWERKEN 99
7.1 Modellbeschreibung 99
7.2 Betrachtung des Modells unter aktuellen Trends 101
8. ZUSAMMENFASSUNG DER ARBEIT 103
LITERATURVERZEICHNIS 106
BAUPORTALE 113
INDEX 114
EHRENWÖRTLICHE ERKLÄRUNG 116

Automatisiert erstellter Textauszug:

abzuwarten, welche Rolle bisherige Ingenieurdienstleister im Rahmen dieser Foren spielen werden. Zusammenschlüsse wie Mybau.com mit Congate lassen darauf schließen, dass in der Zusammenarbeit von IT-Dienstleistern und Branchenkennern ein großes Erfolgspotenzial erwartet wird. Neben der Wertsteigerung der Prozesse ist insbesondere das Gebiet des globalen Angebots von Ingenieurdienstleistungen interessant. Untersuchungen der Verfügbarkeit und des Austausches verschiedener Serviceleistungen auf dem Gebiet der Ingenieurdienstleister unter dem Gesichtspunkt der Anwendung neuer Informationstechnologien haben ergeben, dass sich insbesondere die Bereiche der Detailplanung sowie der Machbarkeitsstudien dafür eignen. Dabei werden speziell die Unternehmen Wettbewerbsvorteile generieren, die die Fähigkeit besitzen, das Planungs- und Baumanagement in den Gesamtprozess integrieren zu können. 3) Leistungsfähige Kommunikationsunternehmensinterne und sowie [...]

5.2.2 Einfluss neuartiger Prozessmodelle auf die Ingenieurdienstleister Die Internettechnologie als Basis zahlreicher neuartiger Prozessmodelle beeinflusst in vielen Bereichen die Ingenieurdienstleister. Sie ermöglicht grundsätzlich als Informationssystem den Aufbau neuer Kontakte sowie die ortsunabhängige und unverbindliche Beschaffung von Informationen aller Art.1) Bei der Informationsbeschaffung in einem Unternehmen stellt sich die Frage, ob diese Arbeit zentral oder von jedem Mitarbeiter einzeln durchgeführt werden soll. Beachtung sollte hierbei vor allem der Grundsatz finden, dass Mitarbeiter, die in der Informationsbeschaffung geschult werden und durch ständige Anwendung entsprechende Erfahrung auf diesem Gebiet vorweisen, häufig effizienter arbeiten als Unerfahrene. Des Weiteren sind Faktoren wie die Häufigkeit der Inanspruchnahme, Fachwissen sowie die zur Verfügung stehenden Nutzungsmöglichkeiten professioneller Datenbanken bei [...]

5.1.2 Vereinfachte Arbeitsbedingungen durch neue Prozessmodelle Neben der Leistungssteigerung der Hard- und Softwareprodukte tragen vor allem neuartige Prozessmodelle zu erhöhter Reichhaltigkeit und Wertigkeit der Prozesse bei. Die Internettechnologie ermöglicht in vielen Fällen neben einer sehr hohen Informationsdichte die Integration und Transparenz der Prozesse. So können sich potenzielle Bauherrn, Investoren oder Immobilienmakler beispielsweise einen Überblick über freies Bauland oder alte Bausubstanz verschaffen, indem sie spezielle Internetdienste mit diesem Angebot nutzen. 1) Ebenso lässt sich mit Hilfe von Produkt- und Firmenkatalogen eine Auswahl verschiedener Anbieter für die Dienstleistungen ermitteln. Dabei ist jedoch zu beachten, dass zwar einerseits ein größeres Informationsangebot besteht, der Bauherr häufig jedoch damit überfordert sein dürfte, die notwendigen Auswahlkriterien zu bestimmen und zu bewerten. Die Nutzung von [...]

Arbeit zitieren:
Graetz, Holger März 2001: Transformation der Baubranche durch Einsatz digitaler Technologien, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
digitale Technologie, Bauwesen, Betriebswirtschaft, digital economy, Lebenszyklus

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