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Die Transaktionskosten - Theorie und ihre Anwendung auf die Ausgliederung von Verwaltungsfunktionen in der öffentlichen Verwaltung am Beispiel des Ressorts Personal und Organisation der Stadt Wuppertal

Die Transaktionskosten - Theorie und ihre Anwendung auf die Ausgliederung von Verwaltungsfunktionen in der öffentlichen Verwaltung am Beispiel des Ressorts Personal und Organisation der Stadt Wuppertal
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Udo Daxbök
  • Abgabedatum: November 2002
  • Umfang: 68 Seiten
  • Dateigröße: 851,9 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Düsseldorf Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6931-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6931-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6931-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Daxbök, Udo November 2002: Die Transaktionskosten - Theorie und ihre Anwendung auf die Ausgliederung von Verwaltungsfunktionen in der öffentlichen Verwaltung am Beispiel des Ressorts Personal und Organisation der Stadt Wuppertal, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Williamson, Coase, Neue Institutionenökonomie, Outsourcing, Dienstleistungsverwaltung

Diplomarbeit von Udo Daxbök

Einleitung:

Nicht zuletzt die Finanzknappheit von Bund und Ländern und die hohe Staatsquote zwingen die öffentlichen Verwaltungen Kosten einzusparen, um ihre Handlungsfähigkeit zu erhalten. Wichtigste Überlegungen sind hierzu die Überprüfung aller übernommenen Aufgaben, um den Wandel zur effizienten und moderne Dienstleistungsverwaltung zu vollziehen. Er gilt zu untersuchen, inwieweit Aufgaben der Verwaltung kostengünstiger über externe Anbieter abzuwickeln sind.

Im Rahmen der Arbeit wird der Transaktionskostenansatz der Neuen Institutionenökonomie auf seine Anwendbarkeit zur Prüfung der Ausgliederungsfähigkeit von Verwaltungsfunktionen am Beispiel des Ressorts Personal und Organisation der Stadtverwaltung Wuppertal untersucht.

Hierzu gliedert sich die Arbeit in fünf Kapitel. Die Einleitung problematisiert die Themenstellung und zeigt den Aufbau und die Zielsetzung der Arbeit auf. Im zweiten Abschnitt wird die Transaktionskosten—Theorie sowie verwandte Ansätze der Neuen Institutionenökonomie beschrieben und die wesentlichen Einflußgrößen herausgearbeitet. Im dritten Abschnitt wird die Aufbauorganisation des zu untersuchenden Ressorts beschrieben und eine Ausgliederungsfähigkeit von Funktionen qualitativ untersucht.

Aufbauend auf dem im zweiten Kapitel erarbeiteten theoretischen Grundgerüst wird im vierten Kapitel die Ausgliederungsfähigkeit an drei Funktionen exemplarisch geprüft. Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse im letzten Kapitel.

Inhaltsverzeichnis:

A. Einleitung 1
1. Ausgangssituation 1
2. Problemdefinition 3
3. Ziele und Aufbau dieser Arbeit 5
B. Die Transaktionskosten-Theorie 6
1. Einordnung des Transaktionskosten-Ansatzes (Neoklassische Theorie vs. Neue Institutionenökonomie) 6
2. Historie der Transaktionskosten-Theorie 7
2.1 Das Grundmodell nach Coase 7
2.2 Die Williamson-Konzeption 9
3. Einführung in die Basis der Transaktionskostentheorie 11
3.1 Definition des Begriffes Transaktion 11
3.2 Definition des Begriffes institutionelles Arrangement 12
3.3 Phasen einer Transaktion 12
3.4 Property rights als Ausgangspunkt der Transaktion 13
3.5 Agency-theory als verwandter Ansatz der property rights-theory 15
4. Begriff und Klassifizierung von Transaktionskosten 18
5. Transaktionskostenbestimmende Elemente 19
5.1 Entscheidungsirrelevante Transaktionskosten 19
5.2 Entscheidungsrelevante Transaktionskosten 19
5.3 Zeitliche Klassifikation 20
5.4 Einflussvariablen auf die Transaktionskosten 21
5.5 Verhaltensannahmen der Akteure 22
5.6 Transaktionsbedingungen 23
5.7 Informationsverkeilung 28
5.8 Transaktionsatmosphäre 28
5.9 Charakteristika institutioneller Arrangements 29
C. Die Ausgliederung von Verwaltungsfunktionen 34
1. Verwaltungsfunktionen des R 404 34
2. Formen möglicher Funktionsausübung 38
3. Voraussetzung der Ausgliederungsfähigkeit selbstausgeübter Funktionen 39
3.1 Zu berücksichtigende Nebenbedingungen 40
3.2 Motive für die Überprüfung der Ausgliederungsfähigkeit selbstausgeübter Verwaltungsfunktionen 42
D. Beispiele für die Ausgliederung von Verwaltungsfunktionen 43
1. Übertragung der Aussagen der Transaktionskosten-Theorie auf die Verwaltungsfunktion Organisationsentwicklung 43
2. Übertragung der Aussagen der Transaktionskosten-Theorie auf die Verwaltungsfunktion Referat Recht 48
3. Übertragung der Aussagen der Transaktionskosten-Theorie auf die Verwaltungsfunktion Buchhaltung 52
E. Zusammenfassung 56
Abkürzungen zum Literaturverzeichnis 58
Literaturverzeichnis 59
Abbildungsverzeichnis 63
Tabellenverzeichnis 64

Automatisiert erstellter Textauszug:

Anhand dieses von Williamson entwickelten Überwachungs- und Durchsetzungsschemas lässt sich für die zu betrachtende Transaktion -nach Zuordnung der Einflussgrößen Transaktionshäufigkeit und Transaktionsspezifität- die vergleichsweise günstigste Koordinationsform ableiten und damit auch die Frage beantworten, in welchen Fällen durch eine Ausgliederung Kosteneinsparungen zu erzielen sind. Die für die Durchführung von Transaktionen als dritte, mit entscheidende Größe von Williamson klassifizierte Transaktionsunsicherheit ist in seinem o.a. Überwachungs- und Durchsetzungsschema nicht speziell aufgeführt. Er unterstellt, dass sie in genügendem Maße vorhanden ist114. Speziell bei der Beurteilung der Ausgliederung von Verwaltungsfunktionen aus industriellen Unternehmen zeigt Fuchs auf, dass das Transaktionsmerkmal der (Faktor-) Spezifität bei der Ermittlung der günstigsten Koordinationsform dann seinen Einfluss verliert, wenn sich sowohl in der Selbstausübung als auch im Fremdbezug die (Faktor-) Spezifität als gleich hoch darstellt. Er begründet dies damit, dass die sich zur Funktionsübernahme geeignete Transaktionspartner in vielen Fällen erst eine hohe Faktorspezifität aufbauen müssen, bevor sie in der Lage sind, die Funktionsübernah113 114 [...]

Wie bereits ausgeführt, ist es das Ziel der Transaktionskosten-Theorie darzulegen, warum bestimmte Transaktionen in bestimmten institutionellen Arrangements mehr oder weniger effizient abgewickelt und organisiert werden. Das Problem der ökonomischen Organisation sieht Williamson als Vertragsproblem108, indem er in seinem Modell dabei alternative institutionelle Arrangements auf vertragstheoretischer Basis definiert und differenziert109. Jeder Austausch basiert danach auf einem expliziten Vertrag (ausdrücklich, durch genaue Ausformulierung) oder impliziten Vertrag (stillschweigend, durch entsprechendes Handeln der Vertragsparteien. Die Einhaltung bestimmter Regeln und Normen ist ihnen zwar bekannt. Eine schriftlich Fixierung kann oder soll aber nicht erfolgen) Vertrag. Hierbei systematisiert Willisamson die Vertragsbeziehungen in drei Formen110: 1. Klassische Vertragsbeziehungen (marktliche Koordination) Hierbei erfolgt die Abwicklung von Transaktionen über den Markt zwischen autonomen Transaktionspartnern. Die Vertragsbeziehungen kennzeichnen sich durch kurze Dauer (Standardvertrag als Grundlage für den einmaligen Kauf). Der Gegenstand der Transaktion ist präzise bestimmt. Die Konditionen der Transaktion genau gekennzeichnet. Evtl. auftretende Konflikte lösen die Transaktionspartner über den Rechtsweg. Die Identiät des Transaktionspartners ist belanglos, da sein möglicher Wechsel/Austausch aufgrund der geringen Transaktionsspezifität mit nur geringen Transaktionskosten verbunden ist. [...]

spezialisierte Technologien und Anlagen91, die nur für die Produktion eines spezifischen Produktes eingesetzt werden können92. 3. Investitionen in spezifisches Humankapital (human asset specifity )93 Darunter werden Investitionen der Transaktionspartner in spezifiziertes Know-how und Qualifikation der Mitarbeiter94, z.B. durch das Erlernen wenig spezifizierter, unternehmensinterner Verfahren95 subsumiert. 4. Abnehmerspezifische Investitionen (dedicated assets)96 So gelten dazu Kapazitätserweiterungen, die nur für die Bedienung der Aufträge eines Kunden vorgenommen werden97. 5. 6. Investitionen in die Reputation98 Als Beispiel wird dabei der Aufbau eines Markennamens angeführt. Terminspezifische Investitionen Definiert werden darunter Saisonware, Güter und Leistungen für die just-in-time-Produktion99. Gleichzeitig können sie jedoch zu höheren Transaktionskosten Anlass geben, da über sie zwischen den Transaktionspartnern eine besondere Abhängigkeit begründet wird100. Die Spezifität stellt damit einen Indikator für den Grad der Abhängigkeit dar. Die Spezifität splittet sich nach Williamson auf in: ex-ante Spezifität, bei der die Transaktion bereits von vornherein spezifische Investitionen voraussetzt und ex-post Spezifität, [...]

Arbeit zitieren:
Daxbök, Udo November 2002: Die Transaktionskosten - Theorie und ihre Anwendung auf die Ausgliederung von Verwaltungsfunktionen in der öffentlichen Verwaltung am Beispiel des Ressorts Personal und Organisation der Stadt Wuppertal, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Williamson, Coase, Neue Institutionenökonomie, Outsourcing, Dienstleistungsverwaltung

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