Tracking- und Tracingsysteme der Transportlogistik
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Elisabeth Wolfond
- Abgabedatum: Juni 2003
- Umfang: 125 Seiten
- Dateigröße: 2,9 MB
- Note: 3,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschul-Studiengang Internationale Wirtschaftsbeziehungen Eisenstadt Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7224-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7224-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7224-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Wolfond, Elisabeth Juni 2003: Tracking- und Tracingsysteme der Transportlogistik, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Telekommunikation, Sendungsverfolgung, Kosten, Satelliten, Spediteur
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Diplomarbeit von Elisabeth Wolfond
Einleitung:
In den vergangenen Jahren waren die Rahmenbedingungen für Transportunternehmen einem starken Wandel unterzogen. Wichtige Faktoren dieses Wandels, die sich direkt auf die Dienstleister auswirken, sind einerseits der Trend zur Globalisierung und andererseits der rasche Fortschritt auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien.
Wie in allen Wirtschaftsbereichen steigen auch in der Logistikbranche die Anforderungen an Unternehmen. Eine der entscheidendsten Veränderungen der letzten Jahre ist der Wechsel vom Verkäufer- zum Käufermarkt, der eine Manifestierung des Kundenwunsches als oberstes Prioritätsziel mit sich brachte. Gefragt sind heutzutage Schnelligkeit, Genauigkeit und Verlässlichkeit bei vorliegendem Service- und Informationsbedarf von Seiten des Kunden. Um einen hohen Servicegrad in diesem Bereich aufweisen zu können, sind Kommunikationsnetze mit kurzen Reaktions- und Informationszeiten notwendig.
Nahezu jedes Transportunternehmen steht heute der Anforderung gegenüber, jederzeit aktuelle Informationen über den Transportstatus liefern zu müssen. Informationslogistik wird immer mehr zum Schlagwort. Oft durch das Kürzel ECR (efficient consumer response) definiert, ist das Hauptziel das Generieren einer vollständigen Datentransparenz. In der Vergangenheit wurden innerhalb einer Transportkette Statusinformationen mit unterschiedlichen Endgeräten, an unterschiedlichen Orten von unterschiedlichen Mitarbeitern erfasst. Die Informationen waren meist über viele Systeme verteilt und für den Kunden nicht direkt zugänglich. Der Kunde musste telefonisch über einen Sachbearbeiter den aktuellen Transportstatus erfragen. Ein Großteil der Personalressourcen ging in Auskunfts- und Recherchetätigkeiten auf.
Logistikdienstleister haben daher Investitionen im Bereich der Entwicklung individueller IT- Systeme unternommen, um den gestiegenen Kundenanforderungen entsprechen zu können. Verschiedenste Tracking und Tracing Systeme, die aktuelle Statusinformationen über den Sendungsverlauf bieten, waren die Folge. Heutzutage sind Tracking und Tracing Systeme fixe Bestandteile in der Logistik. Ebenso wie sich die Anforderungen an die Logistik ständig weiterentwickeln, gibt es auch im Bereich des Tracking und Tracing Entwicklungen - von relativ einfachen Systemen der Vergangenheit zu „High Tech“ Lösungen der Zukunft.
Diese kontinuierliche Weiterentwicklung auf dem Sektor der Informationstechnologien bietet Transportunternehmen sich ständig ändernde und komplexere Möglichkeiten. Um einen Überblick über die am Markt gängigen Systeme zu erhalten und den Einsatz eines geeigneten Sendungsverfolgungssystems zu rechtfertigen, muss eine betriebswirtschaftliche Argumentationsbasis für den Aufwand und Nutzen einer Implementierung eines Tracking und Tracing Systems geschaffen werden.
Ziel der Arbeit ist es, Tracking und Tracing Systeme in einen direkten, Technik, Kosten und Leistung betreffenden Vergleich zu stellen. Es soll aufgezeigt werden, welche aktuellen Systeme sich für welche Art von Transportunternehmen eignen. Der daraus resultierende Nutzen ist eine klare Klassifizierung der am Markt bestehenden Tracking und Tracing Systeme hinsichtlich ihrer Eignung für Unternehmen. Ein Transportunternehmen kann je nach Art der Güterbeförderung und des technischen Status seiner Unternehmenslogistik erkennen, welche Tracking und Tracing Systeme für es geeignet sind. Die Arbeit soll keinen Vergleich von Softwareanbietern im Bereich der Tracking und Tracing Systeme darstellen, sowie keine universale optimale Lösung für die Implementierung eines spezifischen Systems aufzeigen.
Gang der Untersuchung:
Da bei einer allgemeinen Literaturrecherche keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt werden konnten, wurde mit mehreren Unternehmen (Speditionen, Logistikdientsleistern, Softwareanbietern) Kontakt aufgenommen. Dabei wurde besonders nach Möglichkeiten der Kommunikation und nach Realisierungsmöglichkeiten eines Sendungsverfolgungssystems gefragt. Die erhaltenen Informationen geben Auskunft über die von den Unternehmen verwendeten Sendungsverfolgungssysteme, deren technischen Implementierungsaufwand und damit verbundene Kosten und Nutzen gewonnen.
Die Ergebnisse der Literaturrecherche bilden die Grundlage für einen Kriterienkatalog zur Klassifizierung der Transportunternehmen und der verschiedenen Tracking und Tracing Systeme. Eine Matrix, die alle Klassifizierungen beinhaltet, wird in tabellarischer Form generiert.
Aufbau der Arbeit:
Kapitel 2 definiert die Bedeutung der Begriffe „Tracking“ und „Tracing“ und gibt Auskunft über die dafür nötigen Identifikations- und Informationsprozesse. Es wird auf die unterschiedliche Bedeutung der beiden Begriffe, die im Deutschen unter dem Terminus Sendungsverfolgung zusammengefasst werden, hingewiesen. Die Termini „Systeme“ und „Transportlogistik“ werden abgegrenzt, da beide eine sehr weitreichende Bedeutung haben können. Die Notwendigkeit sowie der Nutzen der Implementierung eines Tracking und Tracing Systems für ein Transportunternehmen wird erläutert. Die dafür notwendigen Identifikationsprozesse der Waren, von Bar Code Systemen bis hin zur Biometrie, werden dargestellt, Informationsflüsse mittels lokaler, globaler und auf Satellitentechnik basierender Übertragungssysteme werden aufgezeigt. Im Abschnitt „negative Informationssysteme“ wird der für ein Unternehmen äußerst nachteilige Fall aufgezeigt, der eintritt wenn ein Kunde Informationen nachfragt und man diese auf Grund fehlender Transparenz und Datenmangels der Transportkette nicht bereitstellen kann.
Es folgt in Kapitel 3 eine Darstellung gängiger Sendungsverfolgungssysteme. Manuelle Systeme, AEI und AVI Systeme, Satelliten und terrestrische Systeme werden vorgestellt und erläutert.
Für die Eignung der einzelnen Systeme für verschiedene Arten von Transportunternehmen erfolgt in Kapitel 4 eine Analyse. Zunächst werden die Begriffe Frächter, Spediteur und Logistikdienstleister unterschieden. Es wird ein Kriterienkatalog erstellt, der die Klassen Transport, Unternehmenslogistik, Technik, Kosten und Implementierung eines Systems betrifft. Die Kriterien, auf denen die Analyse basiert, werden in diesem Kapitel erläutert, Entscheidungshilfen werden aufgezeigt. Am Ende des Kapitels erfolgt ein fiktives Szenario über die Auswahl eines geeigneten Tracking und Tracing Systems für ein exemplarisch gewähltes Unternehmen.
Die Arbeit schließt in Kapitel 5 „Resümee/Ausblick“ mit einer Zusammenfassung und einem Ausblick auf die weiteren Entwicklungen im Bereich der Tracking und Tracing Systeme der Transportlogistik.
Inhaltsverzeichnis:
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | I | |
| TABELLENVERZEICHNIS | II | |
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | Einführung | 1 |
| 1.2 | Ziel und Nutzen | 2 |
| 1.3 | Vorgehensweise und Methodik | 3 |
| 1.4 | Aufbau der Arbeit | 3 |
| 2. | BEGRIFFLICHE ABGRENZUNGEN | 5 |
| 2.1 | Tracking und Tracing | 5 |
| 2.2 | Systeme und Systemumfang | 6 |
| 2.3 | Transport und Transportlogistik | 8 |
| 2.4 | Frächter | 11 |
| 2.5 | Spediteur | 12 |
| 2.6 | Logistikdienstleister | 14 |
| 3. | GRUNDLAGEN UND TECHNIKEN VON TRACKING U. TRACING | 17 |
| 3.1 | Identifikationsprozesstechniken | 17 |
| 3.1.1 | Telefontechniken | 17 |
| 3.1.2 | Bar Code | 20 |
| 3.1.3 | RFID | 24 |
| 3.1.4 | Videokameras und OCR | 27 |
| 3.1.5 | Kartentechnologien | 31 |
| 3.1.6 | Radarsysteme | 35 |
| 3.1.7 | GPS | 38 |
| 3.1.8 | Biometrie | 44 |
| 3.2 | Informationsflusstechniken | 45 |
| 3.2.1 | Lokale Datenübertragungssysteme | 46 |
| 3.2.2 | Globale terrestrische Datenübertragungssysteme | 48 |
| 3.2.3 | Satellitenübertragungssysteme | 52 |
| 4. | TRACKING UND TRACING SYSTEME | 56 |
| 4.1 | Manuelle Systeme | 56 |
| 4.2 | AEI und AVI Systeme | 57 |
| 4.3 | Satelliten Systeme | 57 |
| 4.4 | Terrestrische Systeme | 62 |
| 5. | Eignungsanalyse | 65 |
| 5.1 | Kriterien der Klassifizierung von Transportunternehmen | 65 |
| 5.1.1 | Eigenschaften des Transports | 65 |
| 5.1.1.1 | Kriterien der Transportmittel | 65 |
| 5.1.1.2 | Kriterien des Transportweges | 68 |
| 5.1.2 | Status der Logistik | 69 |
| 5.1.2.1 | Kriterien der logistischen Grundzüger der Unternehmen | 70 |
| 5.1.2.2 | Kriterien der gut ausgebauten Logistik der Unternehmen | 70 |
| 5.1.2.3 | Kriterien der First Class Logistikunternehmen | 71 |
| 5.2 | Kriterien der Klassifizierung von Tracking und Tracing Systemen | 74 |
| 5.2.1 | Technik und Leistung | 74 |
| 5.2.1.1 | Kriterien der Technik- Leistungsklasse „gering“ | 78 |
| 5.2.1.2 | Kriterien der Technik- Leistungsklasse „mittel“ | 79 |
| 5.2.1.3 | Kriterien der Technik- Leistungsklasse „hoch“ | 80 |
| 5.2.2 | Kosten des Systems | .80 |
| 5.2.2.1 | Kriterien der Kostenklasse „gering“ | 86 |
| 5.2.2.2 | Kriterien der Kostenklasse „mittel“ | 87 |
| 5.2.2.3 | Kriterien der Kostenklasse „hoch“ | 87 |
| 5.2.3 | Aufwand der Implementierung des Systems | .88 |
| 5.2.3.1 | Kriterien der Aufwandsklasse „gering“ | 88 |
| 5.2.3.2 | Kriterien der Aufwandsklasse „mittel“ | 89 |
| 5.2.3.3 | Kriterien der Aufwandsklasse „hoch“ | 89 |
| 5.3 | Grundlagen zur Entscheidungsfindung | 90 |
| 5.4 | Exemplarisches Beispiel | 93 |
| 6. | Resümee und Ausblick | 95 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 98 | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | 102 | |
| ANHANG | 105 |
3.2.1 Lokale Datenübertragungssysteme Bei lokalen Datenübertragungssystemen können Informationen von einem fixen, lokalen Punkt (zum Beispiel bei RFID oder Videoüberwachung mit OCR bei Ein- und Ausgangsportalen) zu einem zentralen Management System transferiert werden. Dieser Transfer kann über Leitungen erfolgen, die die lokale Stelle mit dem Management System verbinden oder drahtlos, mit Hilfe verschiedenster Technologien, wie zum Beispiel Laser. Die lokale Stelle muss aber nicht zwangsweise ein Fixpunkt sein. Im Transportwesen viel weiter verbreitet sind mobile Stellen und Objekte, von denen der Informationsfluss ausgeht. Das Prinzip basiert auf der Nutzung der Atmosphäre. Signale, wie zum Beispiel elektromagnetische Wellen, werden ausgesendet, wodurch die Kommunikation zwischen einem mobilen Objekt und einem Datennetzwerk ermöglicht wird. Es gibt verschiedene Systeme und Technologien, die hierbei zur Anwendung kommen.101 Ein häufig verwendetes System ist Bluetooth, ein digitaler 2- Wege Radiostandard für Kurzstrecken (von 10cm bis 10m und durch Erhöhung der Übertragungskraft auf 100m ausdehnbar), der über Breitbandverbindungen läuft. Das System ist einerseits ideal für Punkt- zu Mehrpunktkommunikation, andererseits auch geeignet für Stimmkommunikation.102 [...]
Datenschutzes relativ unproblematisch erscheint, ist jenes, in dem Daten dezentral - etwa auf einer Chipkarte - gespeichert sind. Üblicherweise werden dabei die Daten der biometrischen Ersterfassung durch entsprechende Verfahren reduziert und als sogenanntes "Template" abgelegt. Dieses Template ist die Referenz bei den nachfolgenden Nutzungen. Aus einem Template kann das Original nicht wieder hergestellt werden. Abgesehen von der Problematik des Datenschutzes birgt dieses Verfahren eine weitere Unzulänglichkeit: Derselbe Finger (oder dasselbe Auge, dieselbe Hand) liefert bei zwei Vermessungen mit dem Computer nie exakt gleiche Daten. Die Übereinstimmung kann also immer nur ungefähr festgestellt werden. Moderne Biometrie-Systeme sind sogar so eingestellt, dass der Computer Alarm schlägt, wenn die Daten exakt übereinstimmen denn dahinter kann sich ein Manipulationsversuch verbergen. [...]
Ganz ausgereift ist GPS derzeit noch nicht. An der Lösung folgender Problembereiche wird gearbeitet: 1. Für Eisenbahnunternehmen birgt eine Einzelortung über GPS den Vorteil, dass Stellwerke, Leitstände und Bahnhöfe jederzeit wissen, wo die einzelnen Züge sich gerade befinden. die Da jedoch eine Unterführungen und vor allem Tunnels zu Empfangsabrissen (Phasensprünge oder „cycle slips") führen, wieder Neuorientierung des Systems („Akquisition") erforderlich machen, sucht man hier ebenfalls noch nach Lösungen.97 2. Auf hoher See hat man bereits frühzeitig auf GPS gesetzt. Um jedoch die strengen Sicherheitsbestimmungen zu erfüllen, die für die Seefahrt gelten und schließlich als Hauptnavigationssystem zulässig zu sein, sind vor allem noch Verbesserungen in der Empfangssicherheit [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832472245
Arbeit zitieren:
Wolfond, Elisabeth Juni 2003: Tracking- und Tracingsysteme der Transportlogistik, Hamburg: Diplomica Verlag
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Telekommunikation, Sendungsverfolgung, Kosten, Satelliten, Spediteur



