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Tourismusbarometer Allgäu als strategisches Monitoring- und Analyseinstrument

Tourismusbarometer Allgäu als strategisches Monitoring- und Analyseinstrument
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Timo Zebisch, Ellen Csizmadia
  • Abgabedatum: Mai 2004
  • Umfang: 114 Seiten
  • Dateigröße: 4,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Kempten Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8294-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8294-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8294-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Timo Zebisch, Ellen Csizmadia Mai 2004: Tourismusbarometer Allgäu als strategisches Monitoring- und Analyseinstrument, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marktbeobachtung, Wertschöpfung, Satellitenkonto, Wetterstationen, Tourismus

Diplomarbeit von Timo Zebisch, Ellen Csizmadia

Zusammenfassung:

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (Berlin) ermittelte erstmals 1999 in einem sogenannten Tourismus-Satellitenkonto den Anteil der Tourismuswirtschaft an der Wirtschaftsleistung der Bundesrepublik Deutschland. Demnach kommt der Tourismus auf einen Anteil von ca. 8 % am BIP. Dieses Instrument in Anlehnung an die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung erlaubt zwar aufgrund mittlerweile erfolgter Harmonisierungsbestrebungen internationaler Organisationen wie zum Beispiel WTO, OECD und EUROSTAT, Vergleiche auf zwischenstaatlicher Ebene, jedoch wurde eine entsprechende Datengrundlage für Entscheidungsträger auf regionaler Ebene bislang in größerem Umfang nicht realisiert. Solche Daten sind aber essentiell für eine zielgerichtete und effiziente Vermarktung von touristischen Regionen, vor allem vor dem Hintergrund einer stetig wachsenden Konkurrenz im In- und Ausland. Auch sich ständig ändernde Rahmenbedingungen, der internationale Terrorismus und globale Epidemien machen schnell verfügbare und aktuelle Daten zur angemessenen Reaktion notwendig.

Einen Vorstoß in diese Richtung unternahm 1981 das österreichische Bundesland Vorarlberg mit dem sogenannten Vorarlberger Tourismusbarometer. Seitdem gab es zahlreiche Ansätze in mehreren Staaten, die alle das Ziel verfolgten, ein über die Beherbergungsstatistik hinausgehendes Datenset zu ermitteln und kontinuierlich fortzuschreiben. Problematisch hierbei ist jedoch die Tatsache, dass fast alle als Tourismusbarometer bezeichneten Projekte eine unterschiedliche Herangehensweise aufweisen, verschiedene Daten erheben und voneinander abweichende Zielvorstellungen haben.

Nach einer eingehenden Betrachtung der volkswirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus (u. a. Tourismussatellitenkonto für Deutschland des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, touristische Wertschöpfungsstudien) sowie der Darstellung der touristischen Datenlage (amtliche Tourismusstatistik, DIHK – Saisonumfrage Tourismus, Erhebungen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, u. a.) in Deutschland, ist es das Ziel dieser Arbeit, aufbauend auf einer Stärken – Schwächen - Analyse bestehender Tourismusbarometer (z.B. S-Tourismusbarometer Ostdeutschland, IHK – Freizeitbarometer, FIF – Tourismusbarometer (Schweiz), le Baromètre Tourisme (Côte d`Azur) u. a.) (Teil A), ein entsprechendes Modell – Barometer für das Allgäu (Teil B) zu entwickeln. Hierbei wird die Struktur der Tourismusdestination Allgäu dargestellt, bei der Konzeption berücksichtigt und somit eine Argumentationsgrundlage für ein Tourismusbarometer im Allgäu geschaffen. Die Studie liefert nicht nur eine Anleitung zur möglichen Ausgestaltung dieses Instruments mit Basis- und Spezialmodulen, sondern setzt sich auch kritisch mit den potentiellen Untersuchungsgegenständen (z.B. Gastronomie) auseinander. Darüberhinaus beinhaltet der Teil B die Darstellung des Aufbaus einer Datenbank für touristisch relevante Freizeiteinrichtungen, hervorgehend aus einer Internetrecherche der Grundgesamtheit (alle Gemeinden der vier Allgäuer Landkreise). Weitere Untersuchungsgegenstände des praktischen Teils sind der Einbezug einer qualitativen Komponente, bei der der Tourismus im Allgäu monetär bewertet wird, sowie notwendige Maßnahmen (rechtlich, technisch, sonstige) zur Realisation des Projektes. Die Studie schließt mit Empfehlungen für ein Tourismusbarometer im Allgäu und einem Fazit, wobei die Inhalte der Arbeit fast ausnahmslos auch auf andere Destinationen übertragbar sind.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Darstellungsverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VII
A Allgemeine Darstellung und theoretische Grundlagen
1. Abgrenzung des Themas und themenbezogene Definitionen 1
1.1 Ausgangslage und Thematik 1
1.2 Begriffsdefinitionen 2
1.2.1 Tourismus 2
1.2.2 Tourismusbarometer 4
1.2.3 Monitoring 5
2. Volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus 6
2.1 Tourismus als Querschnittsbranche 6
2.2 Wirtschaftsfaktor Tourismus in Deutschland 7
2.2.1 Touristisches Angebot 7
2.2.2 Touristische Nachfrage 9
2.3 Touristische Wertschöpfung 11
2.3.1 Berechnung der Wertschöpfung 11
2.3.2 Induzierte touristische Wertschöpfung 13
2.3.3 Multiplikatoreffekt 14
2.3.4 Wertschöpfungskette und Erhebungsmethoden 14
2.4 Satellitenkonto Tourismus 16
2.4.1 Grundlagen 16
2.4.2 Satellitenkonto Tourismus für Deutschland 17
3. Marktbeobachtung im Tourismus 20
3.1 Die amtliche Tourismusstatistik in Deutschland 20
3.1.1 Methodik 22
3.1.2 Gliederungsebenen 23
3.1.3 Bewertung der amtlichen Tourismusstatistik 24
3.2 Erhebungen von Verbänden und sonstigen Institutionen 26
3.2.1 DIHK - Saisonumfrage Tourismus 26
3.2.2 Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) 27
3.2.3 Hotelverband Deutschland (IHA) - Hotelmarkt Deutschland 28
3.2.4 Nachfrageseitige Erhebungen 29
4. Zweck und Grundlage eines Tourismusbarometers 31
5. Darstellung nationaler und internationaler Konzepte 33
5.1 Inhalte und Aufbau 33
5.1.1 Tourismusbarometer aus Deutschland 33
5.1.1.1 S - Tourismusbarometer 33
5.1.1.2 IHK - Freizeitbarometer Baden-Württemberg 37
5.1.1.3 Tourismusbarometer Ostbayern 38
5.1.2 Europäische Tourismusbarometer 39
5.1.2.1 FIF - Tourismusbarometer (Schweiz) 39
5.1.2.2 WIFO - Tourismusbarometer (Südtirol) 41
5.1.2.3 Vorarlberger Tourismusbarometer 42
5.1.2.4 Tiroler Tourismusbarometer 42
5.1.2.5 Le Baromètre Tourisme (Côte d`Azur) 46
5.1.3 Tourismusbarometer - weltweit 46
5.1.3.1 World Tourism Barometer (WTO) 47
5.1.3.2 Arizona Tourism Barometer 48
5.2 Vergleich der Instrumente 48
5.3 Beurteilung der einzelnen Konzepte 52
6. Auswahl von Partnern für das Tourismusbarometer sowie die Integration derer Wünsche, Vorstellungen und Ziele 56
7. Finanzierungsmöglichkeiten von Tourismusbarometern 57
B Tourismusbarometer Allgäu als Modell
1. Notwendigkeit eines Tourismusbarometers für das Allgäu 59
1.1 Struktur der Tourismusdestination Allgäu 59
1.2 Argumentationsgrundlagen für ein Tourismusbarometer im Allgäu 61
2. Ausgestaltung und Aufbau des Allgäuer Tourismusbarometers 63
2.1 Räumliche Abgrenzung 63
2.2 Inhalte und modularer Aufbau 63
2.2.1 Basismodul 64
2.2.1.1 Nachfrageanalyse 65
2.2.1.2 Angebotsanalyse 68
2.2.1.3 Integration bestehender Erhebungen 70
2.2.1.4 Touristische Wetterstationen 70
2.2.1.5 Einbezug der Gastronomie 71
2.2.2 Mögliche Themen im Rahmen des Spezialmoduls 72
2.2.3 Kurzresümee zur modularen Gestaltung 73
3. Bestimmung und Gruppierung touristisch relevanter Freizeiteinrichtungen im Allgäu (Wetterstationen) 75
3.1 Aufbau einer Datenbank 76
3.2 Akquisition von Einrichtungen als Wetterstationen 76
3.3 Arten der Datensammlung 77
4. Monetäre Bewertung des Tourismus im Allgäu als qualitative Komponente 79
5. Weitere qualitative Untersuchungen als Benchmarking-Instrument im Rahmen des Tourismusbarometers 82
6. Maßnahmen zur Realisation des Projektes 84
6.1 Rechtliche Maßnahmen 84
6.2 Technische Maßnahmen 85
6.3 Sonstige Maßnahmen 86
7. Empfehlungen für das Tourismusbarometer und Fazit 87
Anhang I Modell Tourismus-Tableau 89
Anhang II Ergebnistabelle Tourismus-Tableau für Deutschland 1995 90
Anhang III Anschreiben Wetterstationen und Betriebserfassungsbogen 91
Anhang IV Datenerfassungsbogen 94
Literaturverzeichnis 96
Quellenverzeichnis 105
Ehrenwörtliche Erklärung 106

Automatisiert erstellter Textauszug:

Vor der Implementierung des aktuellen Arizona Tourism Barometer gab es bereits zwei Vorläufer in den Jahren 1978 und 1984, die entweder wieder eingestellt wurden, oder als einmaliges Projekt konzipiert waren. Durchgeführt wird das Arizona Tourism Barometer seit Dezember 2002 vom Bank One Economic Outlook Center an der W.P. Carey School of Business der Arizona State University. Darstellung 9 zeigt die vier statistischen Säulen, auf denen das Barometer basiert. Dies sind die Zahl der Landungen auf den insgesamt 14 nationalen und internationalen Flughäfen in Arizona, die Besucherzahlen der 21 Nationalparke des Bundesstaates (darunter der Grand Canyon National Park), die Umsätze aus dem Hotel- und Motelbereich und die Besucher aus Übersee. Weiterhin ist jeweils die erfassende Behörde in der Darstellung aufgeführt. [...]

5.1.3.1 World Tourism Barometer (WTO) Im Juni 2003 wurde das WTO World Tourism Barometer zum ersten Mal veröffentlicht. Für die Zukunft sind drei Ausgaben pro Jahr, im Januar, Juni und Oktober, geplant. Die Projektleitung für dieses Instrument liegt beim „Market Intelligence and Promotion Department“ der WTO. Ziel des Barometers ist es, ein Monitoring der kurzfristigen Entwicklung des Tourismus zu liefern um den Tourismussektor mit ausreichenden und rechtzeitigen Informationen zu versorgen.1 Auch dieses Barometer verfügt über einen modularen Aufbau mit den drei folgenden Elementen: Überblick über kurzfristig verfügbare Tourismusdaten von Ziel- und Quellgebieten und den Lufttransport (Datengrundlage: Veröffentlichte Daten der verschiedenen Länder und Gebiete auf Webseiten, Presseveröffentlichungen oder direkte Übermittlung der Daten durch offizielle Stellen), • die WTO – Expertenumfrage mit einer rückblickenden und in die Zukunft schauenden Bewertung der Tourismusentwicklung (Datengrundlage: Email – Umfrage unter Tourismusexperten des öffentlichen und privaten Sektors in zur Zeit 88 Staaten), • ausgewählte wirtschaftliche Daten mit Relevanz für den Tourismus (z.B. Ölpreisentwicklung, Beschäftigung, Wechselkurse, Wirtschaftswachstum).2 Angestrebt wird zukünftig eine Ausweitung der behandelten Themen sowie die Vergrößerung der Datengrundlage durch Einbezug weiterer Staaten. [...]

Auch das Baromètre Tourisme, das ein Bestandteil des öffentlichen touristischen Informationssystems „Observatoire du tourisme de la Côte d`Azur“ ist, kann man zu den Pionieren unter den Tourismusbarometern zählen, da es bereits seit 17 Jahren vom Comité Régional du Tourisme durchgeführt wird. In diesem Barometer werden monatlich die wichtigsten statistischen Daten zur touristischen Nachfrage an der Côte d`Azur, hierzu zählen das Département Alpes - Maritimes und das Fürstentum Monaco, zusammengefasst. Im einzelnen sind dies die Besucherfrequenzen der Tourismusbüros, die Gästeankünfte mit dem Flugzeug am Flughafen Nizza – wobei diese getrennt nach Geschäfts- und Privatreisenden ausgewiesen werden - die Besucher in Museen und Freizeiteinrichtungen, die Übernachtungszahlen in Hotels, sowohl von Ausländern als auch von Franzosen und schließlich die Übernachtungszahlen von Ferienzentren.1 Daneben werden unter der Überschrift „Tendenzen“ die Zahlen des laufenden Jahres bis zum Berichtsmonat mit denen des vorangegangenen Jahres verglichen sowie die aktuellen Entwicklungen kurz analysiert. Das Baromètre Tourisme ist also nur eine Komponente der sehr umfangreichen „Touriscope – Datenbank“, die alle relevanten Zahlen zum Tourismus an der Côte d`Azur vereint. Neben den bereits oben erwähnten Informationen findet man noch weitere Erhebungen und Analysen zur Angebotsstruktur der Beherbergung, zum Preisniveau und Ausgabeverhalten und zum touristischen Arbeitsmarkt. Datengrundlage für diese Erhebungen sind zum einen die offizielle Statistik und zum anderen eigene Untersuchungen.2 [...]

Arbeit zitieren:
Timo Zebisch, Ellen Csizmadia Mai 2004: Tourismusbarometer Allgäu als strategisches Monitoring- und Analyseinstrument, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marktbeobachtung, Wertschöpfung, Satellitenkonto, Wetterstationen, Tourismus

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