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Tourismus in Entwicklungsländern am Beispiel der Dominikanischen Republik mit einer Analyse möglicher Alternativen zum gängigen "all-inclusive"-Tourismus

Tourismus in Entwicklungsländern am Beispiel der Dominikanischen Republik mit einer Analyse möglicher Alternativen zum gängigen "all-inclusive"-Tourismus
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Linda Robel, Susanne C. Schulz
  • Abgabedatum: September 2001
  • Umfang: 191 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Stralsund Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4892-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4892-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4892-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Linda Robel, Susanne C. Schulz September 2001: Tourismus in Entwicklungsländern am Beispiel der Dominikanischen Republik mit einer Analyse möglicher Alternativen zum gängigen "all-inclusive"-Tourismus, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Tourismus, SPSS-Analyse, Dominikanische Republik, Entwicklungsländer, all-inclusive

Diplomarbeit von Linda Robel, Susanne C. Schulz

Einleitung:

Wer träumt nicht von einem einsamen Strand mit schneeweißem Sand, türkisfarbenem Wasser und den zwei Palmen, zwischen denen die Hängematte gespannt ist?

Trotzdem die Dominikanische Republik genau dies in Hülle und Fülle bietet, ist es nicht das Bild, das die meisten Menschen im Kopf haben, wenn sie an das Land denken. Leider ist es geprägt von „all-inclusive“-Hochburgen, die es niemand wagt, zu verlassen, Massentourismus und verbreiteten „Billigimage“.

Die Dominikanische Republik ist nicht nur ein beliebtes Urlaubsland, sondern in erster Linie ein Entwicklungsland, welches mit den damit verbundenen Problemen zu kämpfen hat. Der Tourismus sollte einer der Auswege aus dieser Zwangslage sein und er hat sich durchgesetzt. Fast drei Millionen Menschen verbrachten voriges Jahr ihren Urlaub in der Dominikanischen Republik. Trotzdem wurden aufgrund verschiedener Umstände die wirtschaftlichen Erwartungen nicht erfüllt.

Voraussetzung für einen ökonomischen Erfolg ist eine gezielte Tourismuspolitik mit vielfältigeren Alternativen, die momentan noch nicht praktiziert wird. Die Dominikanische Republik lebt hauptsächlich vom Tourismus, engagiert sich jedoch unverständlicherweise nicht in angemessenem Rahmen. Damit sollte sich das Land dennoch nicht abfinden. Die Nachfrage nach dem karibischen Urlaubsland ist definitiv vorhanden. Einige Veränderungen und Bemühungen sind allerdings vonnöten, um dem Tourismus zusätzliche Anreize abzugewinnen.

Ziel unserer Arbeit ist es, den Tourismus in dem Entwicklungsland Dominikanische Republik zu analysieren und daraus Schlußfolgerungen für mögliche Alternativen zum bisher hauptsächlich praktizierten „all-inclusive“-Tourismus zu ziehen. Dabei ist es von großer Bedeutung, verschiedene Aspekte im Voraus zu erläutern.

Gang der Untersuchung:

Die Dominikanische Republik ist ein Entwicklungsland. Daher soll im ersten Teil auf die spezielle Problematik des Tourismus` in Entwicklungsländern eingegangen werden.

Erstellt wurde Teil I von Susanne C. Schulz.

Ein allgemeiner Überblick über die Dominikanische Republik und eine spezielle Betrachtung der Tourismusentwicklung und derzeitigen Situation bilden den zweiten Teil, der von Linda Robel bearbeitet wurde.

Ausgehend von Teil I und II werden in Teil III die Hauptwettbewerber der Dominikanischen Republik, die Angebots- und Nachfragesituation analysiert und sich daraus ergebende Alternativen für den Tourismus entwickelt.

Gezeigt werden weitere Möglichkeiten, die das Land neben dem „all-inclusive“ bietet, um durch ein breitgefächerteres Angebot mehr Zielgruppen anzusprechen.

Der Teil III wurde von Susanne C. Schulz und Linda Robel zu gleichen Teilen bearbeitet und ist daher nicht konkret zwischen beiden Verfasserinnen aufteilbar.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis VII
Abbildungsverzeichnis IX
Tabellenverzeichnis XI
Danksagungen
Linda Robel XII
Susanne C. Schulz XIII
Vorwort XIV
Ziel und Aufbau der Arbeit XV
I. Tourismus in Entwicklungsländern
1. Entwicklung und Aufbau des internationalen, globalen Tourismus 1
1.1 Ursachen für den Zuwachs des internationalen Tourismus 2
1.2 Die Konkurrenzproblematik der Länder 6
1.3 Der Globalisierungstrend im internationalen Tourismus 7
2. Entwicklung und Aufbau von Tourismus in Entwicklungsländern 10
2.1 Entwicklungstheorien und Tourismus 10
2.2 Stellung der EL im Weltreiseverkehr 12
2.3 Gründe für die Expansion des EL-Tourismus 15
2.4 Restriktionen des EL-Tourismus 18
3. Wirkungen und Kriterien des Tourismus in Entwicklungsländern 19
3.1 Auswirkungen des Tourismus auf die Bereiche 19
3.1.1 Ökonomie 19
3.1.2 Sozio-Kulturelle Aspekte 25
3.1.3 Ökologie 28
II. Dominikanische Republik - Generelle Aspekte, ein makroökonomischer Überblick und die Tourismusentwicklung -
1. Allgemeiner Überblick 33
1.1 Geographische Lokalisierung, Topographie und Klima 33
1.2 Geschichte der Dominikanischen Republik 35
1.3 Demographischer Überblick 39
1.3.1 Bevölkerung 40
1.3.1.1 Sprache 41
1.3.1.2 Religion 41
1.3.1.3 Bildung 42
1.3.1.4 Gesundheitswesen 43
1.4 Ökonomische Entwicklung und heutige Situation 44
1.5 Politische Situation 48
1.6 Infrastruktur 49
2. Tourismus in der Dominikanischen Republik 52
2.1 Tourismusentwicklung 52
2.2 Entwicklung der Hotels 57
2.3 “all-inclusive“-Tourismus 60
2.2.1 Entwicklung des „all-inclusive“-Tourismus 62
2.4 Tourismuszonen 67
2.4.1 Die Tourismuszone an der Nordküste: Puerto Plata 67
2.4.2 Die Tourismuszone Ost: Punta Cana 70
2.4.3 Die Tourismuszone Süd: La Romana 71
2.4.4 Die Tourismuszone Hauptstadt und Umgebung: Santo Domingo und Boca Chica/Juan Dolio 73
2.4.5 Weitere Tourismuszonen 75
2.4.5.1 Die Wale von Samaná 76
2.5 Nationalparks 78
2.6 Hauptsächliche Einreisemöglichkeiten 79
2.6.1 Flughäfen 79
2.6.2 Schiffsverkehr 81
2.7 Einnahmen durch den Tourismus 84
2.8 Schulden durch Tourismus 86
2.9 Entwicklung der ausländischen Investitionen 89
2.10 Auswirkungen auf die Bevölkerung 91
III. Analyse der Nachfrage- und Angebotssituation in der Dominikanischen Republik und daraus entwickelte touristische Maßnahmen und Angebote
1. Hauptwettbewerber der Dominikanischen Republik 95
1.1 Mexiko 96
1.2 Kuba 99
1.3 Jamaika 101
1.4 Bahamas 103
1.5 Abschließender Vergleich der Konkurrenzländer 104
2. Analyse der Angebotssituation in den einzelnen Tourismusregionen 107
2.1 Tourismuszone Nord: Puerto Plata 111
2.2 Tourismuszone Ost: Punta Cana 113
2.3 Tourismuszone Süd: La Romana 115
2.4 Tourismuszone Hauptstadt und Umgebung: Santo Domingo und Boca Chica/Juan Dolio 116
2.5 Weitere Tourismuszonen 118
3. Analyse der Nachfragesituation 121
3.1 Motive der Touristen für die Wahl der Dominikanischen Republik 121
3.2 Unterscheidung des Nachfragemarktes nach Entsendeländern 124
3.3 Image der Dominikanischen Republik in den deutschen Medien 127
3.4 Auswertung der Befragung von 263 deutschen „all-inclusive“-Touristen 131
3.4.1 Statistische Grundsätze 132
3.4.2 Statistische Auswertung 134
4. Eventuelle touristische Maßnahmen und Angebote 140
4.1 S.W.O.T.-Analyse 140
4.2 Vorschläge für die Erreichung einer Imageveränderung 141
4.3 Kreuzfahrttourismus 143
4.4 Golftourismus 146
4.5 Abenteuertourismus 147
4.6 Tagungs- und Kongreßtourismus 148
4.7 Behindertengerechter Tourismus 150
4.8 Weitere Erschließung der Tourismuszone Samaná 150
4.9 Ferienwohnungen und -häuser 152
5. Grenzen und Chancen der Umsetzung 154
6. Zusammenfassung 157
Quellenverzeichnis XVI
Anhang: Fragebogen XXIII
Eidesstattliche Erklärungen:
Linda Robel XXX
Susanne C. Schulz XXXI

Automatisiert erstellter Textauszug:

2.4.4 Die Tourismuszone Hauptstadt und Umgebung : Santo Domingo und Boca Chica/Juan Dolio Diese Tourismuszone umfaßt neben der Landeshauptstadt Santo Domingo auch die nahegelegenen Badeorte Boca Chica und Juan Dolio. Die Hauptstadt Santo Domingo bildet mit ihren drei Millionen Einwohnern das unangefochtene wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Aufgrund ihrer spanischen Kolonialgeschichte bietet die Metropole zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten, wie der „Alcázar de Colón“94 oder die Kolumbusstatue. Für die Kolumbusfeierlichkeiten im Jahre 1992 wurde die gesamte Altstadt Santo Domingos, „Ciudad Colonial“, restauriert. Vor allem ziehen die historischen Gebäude aus dem 16. Jahrhundert die Touristen an, die auf einer Tagesexkursion die Altstadt erkunden wollen. Auch steht ein Einkaufsbummel in einem der vielen Souvenir- und Schmuckgeschäfte in der Innenstadt auf dem Programm. [...]

An einem Hang hoch über dem „Rio Chavón“ gelegen, wurde es im Jahre 1977 geschaffen. Das Künstlerdorf, in dem dominikanische und ausländische Künstler leben und arbeiten, bildet mit seinem 5.000 Plätze umfassenden Amphitheater und dem archäologischen Museum einen touristischen Anziehungspunkt. An der Südküste finden Touristen heute noch einige anziehende Paradiese, wie „Bayahibe“ oder die Inseln Saona und Isla Catalina. Da es hier weder Hotelketten noch unzählige Restaurants gibt, konnte den traumhaften Stränden und der tropischen Vegetation der Tourismus noch nicht geschadet werden. Wenn man zum Beispiel der Insel Saona einen Besuch per Boot abstattet, wird von der Reiseleitung ausdrücklich darauf hingewiesen, keinen Abfall zurückzulassen. [...]

Steuerhinterziehungen in Millionenhöhe von der dominikanischen Regierung vor die Wahl gestellt, den Betrag zurückzuzahlen oder in „Projekte mit gesellschaftlichem Wert für das Land zu investieren“92. So baute „Gulf & Western“ mehr oder minder freiwillig die Ferienluxusanlage „Casa de Campo“.93 Im „Casa de Campo“ stehen den Gästen insgesamt über 900 Zimmer zur Verfügung. Ziel des damaligen Chefs und „Schöpfer“ Charles Bluhdorn war es, eine erstklassige Anlage in totaler Abgeschiedenheit für die Zerstreuung der gestreßten internationalen Finanzelite zu errichten. Die Anlage breitet sich über 2.800 Hektar aus und soll mit ihrem eigenen Flughafen, 1.500 Villen mit eigenem Hauspersonal und etlichen Ferienhäusern, zwei Golf- und 17 Tennisplätzen, vier Polofeldern, 14 Swimmingpools und über 2.500 Pferden sowie vielen andern Sport- und Unterhaltungsmöglichkeiten, die beste und größte im karibischen Raum sein. Sie wirkt wie eine eigene Siedlung mit eigenen Stadtvierteln, Straßen und Transportverbindungen, die durch Stacheldrahtverschläge und bewaffneten Wachposten von der Außenwelt isoliert wird. Diese Luxusanlage, zum Teil vom Superdesigner Oscar de la Renta mitentworfen, kann berühmte Leute wie zum Beispiel Michael Jackson als seine Gäste bezeichnen. Ebenfalls wird Charles Bluhdorn als geistiger Urheber von „Altos de Chavón“ bezeichnet, einem künstlichen italienischem Dorf aus dem Mittelalter acht Kilometer östlich von La Romana und in unmittelbarer Nähe des „Casa de Campo“ gelegen. [...]

Arbeit zitieren:
Linda Robel, Susanne C. Schulz September 2001: Tourismus in Entwicklungsländern am Beispiel der Dominikanischen Republik mit einer Analyse möglicher Alternativen zum gängigen "all-inclusive"-Tourismus, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Tourismus, SPSS-Analyse, Dominikanische Republik, Entwicklungsländer, all-inclusive

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