Tourismus in Andalusien, Schwerpunkt Malaga
Die Auswirkungen des Tourismus auf die andalusische Wirtschaft, Kultur und Immigration sowie die Frage des "Turismo residencial"
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jennifer Böhm
- Abgabedatum: November 2007
- Umfang: 136 Seiten
- Dateigröße: 13,2 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) Deutschland
- Bibliografie: ca. 73
- ISBN (eBook): 978-3-8366-1506-8
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Böhm, Jennifer November 2007: Tourismus in Andalusien, Schwerpunkt Malaga, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Tourismus, Andalusien, Immigration, Turismo residencial, Malaga
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Diplomarbeit von Jennifer Böhm
Einleitung:
Durch diese Diplomarbeit soll der Tourismus in Andalusien näher untersucht werden. Das Ziel ist es jedoch nicht, den Tourismus Andalusiens/Malagas allein zu untersuchen, sondern ihn im Zusammenhang mit seiner Wirkung auf Land und Leute zu betrachten und hierzu insbesondere die unterschiedlichen Auswirkungen zu analysieren, die der Tourismus auf Andalusien bzw. die Stadt Malaga und Umgebung hat. Die Arbeit soll schwerpunktmäßig auf die Auswirkungen auf Andalusiens/Malagas Wirtschaft, Kultur und Immigration eingehen und so neue Einsichten ermöglichen.
Es soll herausgearbeitet werden, ob der Tourismus auch negative Effekte auf die Wirtschaft Andalusiens hat und genauso, ob das Zusammentreffen der Touristen aus verschiedensten Ländern mit den Einwohnern Malagas bzw. Andalusiens, durch evtl. Veränderungen des Umfeldes (Bebauung, Verkehr, Infrastruktur, Handel), einen entscheidenden Einfluss auf die Kultur und das alltägliche Leben der Einwohner haben kann oder nicht.
Ebenfalls wird versucht zu klären, ob die Immigration nach Andalusien bzw. die Stadt Malaga maßgeblich durch den Tourismus beeinflusst wird.
Die „Modeerscheinung“ des Tourismus, der „Turismo residencial“ (ein in Spanien weit verbreitetes Phänomen von ausländischen Touristen, die sich „am Ferienort“ niederlassen und dort bleiben), soll vorgestellt und als Tourismus-, bzw. aufgrund des permanenten Verweilens im Zielland, eventuell sogar als Immigrationsformeingeordnet werden.
Diese Diplomarbeit wurde in Malaga geschrieben, um vor Ort die notwendige Recherche durchführen zu können. Zuvor wurde in Deutschland, in Magdeburg, Braunschweig und Umgebung recherchiert, in Bibliotheken und Universitäten nach Büchern, zuerst zum Thema Tourismus allgemein, zu Andalusien, dessen Wirtschaft, Kultur und Immigration gesucht, um einen Gesamtüberblick zu erhalten.
Vor Ort in Malaga wurden die Institutionen mit Tourismusbezug konsultiert, die Junta de Andalucía - Consejería de Turismo, Comercio y Deporte, die Consejería de Cultura, das Statistikzentrum in Malaga IET (Instituto de estadísticas turísticas) sowie einige weitere Einrichtungen, um an geeignete Statistiken und Informationen zu kommen. Die Consejería de Turismo stellte die „Balance del Año Turístico de Andalucía 2005“ zur Verfügung. Statistische Informationen der INE und CEM (Cultura, Economía, Medio Ambiente) etc. waren im Onlinekatalog am besten zu finden, auf direkte Nachfrage in deren Informationsbüros und Bibliotheken wurde darauf hingewiesen, dass Bücher und Publikationen leider nicht ausgeliehen werden können.
Die Recherche in Bezug auf die Effekte des Tourismus auf die Kultur Andalusiens stellte sich als besonders schwierig heraus, da niemand über Informationen verfügte, da dazu noch keine Publikationen vorlagen. Hier waren die Seiten im Internet über Malagas Tourismus (webmalaga.com, IET, SAETA -Sistema de Análisis y Estadística del Turismo de Andalucía-, costadelsol.net, info-spanienbotschaft.de, cem-malaga.es etc.) eine große Hilfe.
Aus Mangel an geeigneten Informationen zu einigen Kernpunkten der Arbeit und zur Bestätigung der Recherchen, wurden Umfragen zu den behandelten Themen mit Fragen zum „Zeitwohnsitz in der Region Malaga“ und „Meinungen über den Tourismus in Malaga“ erstellt. Diese sollten Aufschluss über kulturelle Auswirkungen geben sowie allgemeine Bevölkerungsmeinungen zum Tourismus und Anpassungsweisen der Zweitresidenz-Bewohner reflektieren.
Spanien ist ein beliebtes, europäisches Tourismusland, das Millionen von Touristen mit seiner herrlichen Landschaft, den Bergen und den zahlreichen Stränden anzieht. Der WTO (World Tourism Organization) nach, ist es das von Touristen zweit meist bereiste Land der Welt, gleich nach Frankreich. Mit 7% des Welttourismus setzt sich Spanien sogar vor die USA und Italien.
Viele Touristen kommen nach Andalusien, um Sonne, Strand und Meer zu genießen, doch auch das reiche gastronomische Angebot, die Tapas, Paella, der frische Fisch und der vor Ort angebaute Wein, ziehen Touristen an. Der Süden Spaniens, mit seinem maurisch-kulturellen Erbe verfügt zudem über einige brillante, kulturhistorisch wichtige Sehenswürdigkeiten, wie die „Alhambra de Granada“, die bei der Wahl der neuen Weltwunder in diesem Jahr leider ausschied. Spaniens Süden ist mit fast 300 Sonnentagen im Jahr und einer Temperatur zwischen 20 und 40 Grad in der Hochsaison für viele Europäer durch die geographische Nähe und dem daraus resultierenden ökonomischen Faktor das ideale Urlaubsziel.
Laut Vorhersagen der WTO wird sich der Tourismus in Spanien in den nächsten 20 Jahren noch einmal um 5% steigern, was auf 75 Mio. ausländische Touristen in Spanien im Jahr 2020 schätzen lässt, fast 20 Mio. mehr als noch 2005. Der Tourismus und die Agrikultur sind Spaniens Haupteinnahmequellen. In Andalusien gilt der Tourismus, obwohl gerade in Andalusiens Wirtschaft die Landwirtschaft eine tragende Rolle spielt, sogar als die Haupteinnahmequelle.
Inhaltsverzeichnis:
| Bibliographische Beschreibung und Referat | 1 | |
| Vorwort | 2 | |
| Ziel- und Aufgabenstellung der Arbeit, theoretische Ausgangsposition | 3 | |
| Materialgrundlage und methodologisches Vorgehen | 4 | |
| Einleitung | 5 | |
| 1. | Tourismus - ein Weltphänomen | 6 |
| 1.1 | Überblick | 6 |
| 1.2 | Tourismusnachfrage | 7 |
| 1.3 | Der Faktor Umwelt | 8 |
| 2. | Andalusien und Malaga | 11 |
| 2.1 | Tourismus in Andalusien und Malaga: Zahlen und Fakten | 13 |
| 2.2 | Tourismusarten in Andalusien | 17 |
| 2.2.1 | Turismo de sol y playa | 17 |
| 2.2.2 | Turismo cultural | 19 |
| 2.2.3 | Turismo rural | 25 |
| 2.2.4 | Turismo de golf | 27 |
| 2.2.5 | Turismo de flamenco29 | |
| 2.3 | Haupt-“Sendeländer“ und ihre Charakteristiken | 32 |
| 2.3.1 | Großbritannien | 32 |
| 2.3.2 | Deutschland | 33 |
| 2.3.3 | Spanien | 34 |
| 2.4 | Nachhaltigkeit und Wettbewerb in Malaga | 35 |
| 3. | Tourismus und die Wirtschaft in Andalusien/Malaga | 36 |
| 3.1 | Andalusiens Tourismuswirtschaft | 36 |
| 3.2 | Die Wirtschaft in Malaga und Umgebung | 40 |
| 3.3 | Auswirkungen des Tourismus auf die andalusische Wirtschaft | 42 |
| 4 | Tourismus und die andalusische Kultur | 54 |
| 4.1 | Kultur und „andalusische Kultur“ | 54 |
| 4.2 | Andalusische „Mentalität“ | 56 |
| 4.3 | Auswirkungen des Tourismus auf die andalusische Kultur | 57 |
| 5. | Tourismus und die Immigration nach Andalusien/Malaga | 66 |
| 5.1 | Die Immigration in Spanien - ein Wandel | 66 |
| 5.1.1 | Eintritt in die EU | 68 |
| 5.1.2 | „Ley de Extranjería“ – Spaniens Ausländergesetz | 69 |
| 5.1.3 | Spanien heute | 69 |
| 5.1.3.1 | Aufenthaltsgenehmigung, Asyl und Staatsbürgerschaft | 71 |
| 5.1.3.2 | Illegale Einwanderung | 73 |
| 5.1.3.3 | Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit | 76 |
| 5.2 | Immigration nach Andalusien und Malaga | 76 |
| 5.3 | Auswirkungen des Tourismus auf die Immigration nach Andalusien/Malaga | 78 |
| 6. | Das Phänomen „Turismo residencial“ -“Turismo de segunda residencia“ | 82 |
| 6.1 | „Turismo residencial“ - ein positiver Faktor? | 87 |
| 6.2 | „Turismo residencial“ - Tourismus oder Immigration? | 89 |
| 7 | Zusammenfassung | 90 |
| 8 | Schlussfolgerungen und offene Fragen | 94 |
| iteraturverzeichnis | 98 | |
| Quellenverzeichnis | 98 | |
| Weitere Hilfsmittel | 109 | |
| Internetquellen | 100 | |
| Abbildungs- und Grafikverzeichnis | 102 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 106 | |
| Kurzer Lebenslauf | 107 |
Textprobe:
Kapitel 3.1, Andalusiens Tourismuswirtschaft:
„Tourismus als Wirtschaftstätigkeit ist eine Form des Handels. In ihm werden zwar primär keine Güter sondern Eindrücke und Dienstleistungen gehandelt, und anders als Güter, die der Händler zum Kunden bringt, kann der Konsum des touristischen Angebotes nur dadurch erfolgen, dass sich der Abnehmer selbst an den Ort seiner Nachfrage begibt und damit zwangsläufig zum Fremden wird. Diese Austauschbeziehung zwischen Fremden und Gastgebern führt dazu, dass der Gast nicht mehr nur als Person sondern auch als Einkommensquelle gesehen wird.“ „Der Tourismus ist [...] ein sehr komplexer Wirtschafts- und Sozialbereich, dessen ökonomische Bedeutung zwar in einem globalen Sinne gesehen („eine der größten Industrien der Welt“), im Speziellen aber meist verkannt wird, weil seine Relevanz nicht so sehr in Branchen und Betrieben sondern in seiner Vernetzung sichtbar wird. In vielen Wirtschaftsbereichen macht die Befriedigung direkt oder indirekt touristisch bedingter Nachfrage zudem nur einen Teil der Gesamtnachfrage aus.“ Andalusien wurde besonders ab den 60er Jahren durch den Klimawandel, die Naturbeschaffenheit und die niedrigen Preise zum Touristenmagnet. Besonders die Costa del Sol wurde Anziehungspunkt des Welttourismus.
Seit dieser Zeit ist der Bereich des Dienstleistungssektors in Andalusien enorm gestiegen. Gleichzeitig begann der Rückgang der Landwirtschaft, die der Industrie weicht, aber als Wirtschaftssektor immer noch mit an der Weltspitze liegt (30% der Weltproduktion). Bei der Produktion von Zitrusfrüchten, Wein und Olivenöl ist Spanien und besonders Andalusien eines der 4 wichtigsten Produktionsländer, zusammen mit Italien, Frankreich und der USA.
Spaniens makroökonomische Wirtschafts- und Finanzpolitik bestand aus einer Kombination einer gemäßigt restriktiven Steuerpolitik und einer orthodoxen und expansiven Geldpolitik. Zudem kamen Stabilisierungsmaßnahmen der Staatsausgaben, Strukturreformen, sowie Liberalisierungs- und Flexibilisierungsmaßnahmen. Die Reduzierung von Zinssätzen und Inflationsraten war ebenfalls ein wichtiger Faktor.
Die spanische Wirtschaft hängt sehr vom Tourismus ab und von den auf Produktion und Unternehmen bezogenen Dienstleistungen, vom Transport und vom öffentlichen Dienst. Der Tourismus spielt in Andalusien eine zentrale Rolle.
1999 wurde in Andalusien ein Gesetz zur Förderung und Ordnung des Tourismus verabschiedet um den Tourismus generell zu regeln, da in Spanien die Zuständigkeit für den Tourismussektor bei den Autonomen Gemeinschaften liegt.
Zurzeit ist der Dienstleistungsbereich einer der einträglichsten Faktoren der spanischen Wirtschaft, kontinuierlich steigend. 2/3 des BIP (Bruttoinlandproduktes) und gut die Hälfte die Arbeitsplätze in Spanien sind dem Tourismus zu verdanken. Darunter fallen natürlich auch der Handel, das Transport- und das Bankwesen.
2005 waren in Andalusien ca. 374.939 Arbeitsplätze besetzt, 59,1% dieser Arbeitsplätze im Bereich Hotelwesen (13,3% in Hotels und 45,8% Restaurants) und 40% in anderen, in der Tourismusindustrie wichtigen Sektoren. Im selben Jahr kamen 23,6 Millionen Touristen nach Andalusien (ein Anstieg von 7,4%).
Die Befriedigung der touristischen Nachfrage geht auf die Produktion von Gütern und Dienstleistungen zurück. Die andalusische Wirtschaft hat einen Wert von 12.500 Millionen Euro in die Produktion gesteckt, das sind 11% (2005) des BIPs.
Es mussten in Andalusien 12,5 Mio. Euro für die Produktion ausgegeben werden, um die direkte touristische Nachfrage zu decken. Der Multiplikator war 1,5; für jeden für Touristen ausgegebenen Euro musste die andalusische Wirtschaft also anderthalb ausgeben, das heißt, die Einnahmen aus dem Tourismus im Jahr 2005 waren defizitär.
93% der touristischen Produktion beläuft sich auf den Servicesektor Hotel und Restauration, der 51% der Gesamtproduktion ausmacht. Beeinflusst durch indirekte Effekte, reduziert sich diese Prozentzahl auf 46% im Fall der Zusammenlegung der Services und auf 2% der Hotels und Restaurants.
Man kann nicht von einer eigenständigen Tourismusindustrie sprechen, da es keinen allgemeinen Tourismusmarkt gibt, sondern viele Einzelsektoren. Da ist der Sektor Unterkunft, der der Reisebüros und Organisationsfirmen, der Restaurants, Cafés und anderen Restaurationsetablissements, der Sektor der Transportfirmen (Luft-, Land- und Erdweg), der Industrie- und Handwerksfirmen, die hauptsächlich für Touristen produzieren. Hinzu kommen die Sektoren sportliche Anlagen, Anbieter von Freizeitmöglichkeiten sowie der Abteilungen der Regierung, der Öffentlichkeitsarbeit oder die sich hauptsächlich mit Tourismus beschäftigenden Abteilungen. „Tourismusindustrie“ ist als Begriff verbreitet, obwohl Tourismus eigentlich eine Dienstleistung und keine Industrie ist. Sie ist aber sehr wohl ein Industriefaktor, da sie Angebot und Nachfrage koordiniert und auch produziert. Die Tourismusindustrie ist ein Teilbereich aus anderen Industriezweigen, sie wird in 3 verschiedene Hauptbereiche eingeteilt:
Die typische Tourismusindustrie, also Tourismus im engeren Sinne, die verschiedenen Tourismusarten wie Inlands-, Auslands-, Nah-, Fern-, Tagungs- und Kongresstourismus. Der Tourismus umfasst hier alle in direktem Zusammenhang mit Tourismus bzw. der Reise stehenden Betriebe. Nur im Ausnahmefall profitieren auch Nicht-Reisende von diesen Betrieben.
Die ergänzende Tourismuswirtschaft, also Bereiche, die anderen Wirtschaftsbereichen zugeordnet sind. Diese Betriebe stellen typische Tourismusprodukte her, wie z.B. Souvenirs, oder Reiseführer etc.
Die touristische Randindustrie, also die Bereiche, die Produkte oder Dienstleistungen, die keine typischen Fremdenverkehrsleistungen darstellen, umfassen bzw. Betriebe, die zeitweise, z.B. in der Hochsaison, für den Tourismus, sonst aber für „gewöhnliches“ Klientel, produzieren.
Die Beschreibung eines Marktes ist mehr als das normale Gegenüberstellung von „Angebot und Nachfrage“ (Produktion und Dienstleistungen stehen dem Kunden gegenüber), denn neben dieser Marktabgrenzung gibt es auch Annahmen und Aussagen über die Verhaltensweisen der Marktteilnehmer, also über Anbieter und Nachfrager sowie über Informations- und Koordinationsmechanismen am Markt.
Internationaler Tourismus ist ein Bereich der Exportwirtschaft, die die Devisen, Aus- und Einnahmen und somit die Wirtschaft und den Welthandel beeinflusst.
Zu den wirtschaftlichen kommen auch die politischen Tendenzen in Sachen Tourismus. Terrorismus, Kriege und soziale Unordnung schränken das touristische Ausmaß ein, da die Menschen nicht in „Krisengebiete“ reisen, sondern nur in friedliche, sichere Länder. Die Costa del Sol ist darum ein beliebter Urlaubsort, weil viele Leute sie z.B. der Türkei und allgemein moslemischen Ländern aufgrund ihrer geographischen Nähe, dem Klima und der „westeuropäischen“ Sicherheit vorziehen.
Osteuropäische Länder sind wegen ihrer niedrigen Preise anziehend und „im Kommen“, auch wenn sie immer noch große wirtschaftliche Probleme haben. Besonders im Kulturtourismus sind sie sehr interessant. Da die Lebensqualität allerdings noch nicht so gut ist, ziehen viele Menschen die warmen, mediterranen Länder, wie Spanien vor.
Die Nachfrage des Tourismus ändert sich, auch verursacht durch den vermehrten Zugang zu Informationen und Qualitätseinschätzungen im Internet, durch Reisebüros etc. und auch durch die starke Nachfrage nach Qualität der touristischen Produkte im Feriengebiet.
Nicht aber nur der internationale, sondern auch der nationale Tourismus ist in Andalusien wesentlicher Faktor. Vor allem junge Spanier kommen an die Küste, um das „schnelle Geld“ zu verdienen.
Auch entschließen sich besonders viele Deutsche und Engländer in Andalusien in einem Zweit- oder sogar im Erstwohnsitz zu überwintern.
Eine Folge ist, dass der Immobilienmarkt floriert. Da auch die Kreditzinsen relativ niedrig sind, steigt die Nachfrage nach Eigentumswohnungen, besonders an der Küste, stetig. Die Preise für Wohnungen und Häuser sind ins Unermessliche gestiegen. Heute ist zu beobachten, dass deutsche Touristen ihre Wohnungen eher verkaufen, während Briten kaufen. Die Preise stagnieren derzeit, es wird ein baldiger Preisverfall befürchtet. Es muss abgewartet werden, wie sich hier die Lage in Zukunft entwickelt.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836615068
Arbeit zitieren:
Böhm, Jennifer November 2007: Tourismus in Andalusien, Schwerpunkt Malaga, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Tourismus, Andalusien, Immigration, Turismo residencial, Malaga




