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Tinnitus und Stress

Eine Untersuchung mit Biofeedback

Tinnitus und Stress
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Mario Piskernig
  • Abgabedatum: Oktober 1996
  • Umfang: 143 Seiten
  • Dateigröße: 4,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Klagenfurt Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6153-9
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Piskernig, Mario Oktober 1996: Tinnitus und Stress, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Ohr, Medizin, Ohrsausen, Selbsthilfe, Erkrankung

Diplomarbeit von Mario Piskernig

Einleitung:

Durch den Besuch der Vorlesung „Gesundheitspsychologie: Grundlagen des Biofeedback“ und weiters durch die Teilnahme an den Seminaren „Methoden in der Biofeedbackberatung“ und „Methoden in der Neurofeedbackberatung“ bei Prof. SCHOFNEGGER Josef am Institut für Psychologie animiert, wuchs bei mir Neigung und Interesse zu diesem im Spannungsfeld zwischen Medizin und Psychologie angesiedelten Fachbereich: die Psycho-Physiologie.

Als Chemie-Ingenieur und damit mit der naturwissenschaftlichen Denkweise vertraut, waren für mich die objektiv meßbaren physiologischen Parameter (mit Hilfe des Biofeedbackgerätes) ausschlaggebend mich mit dieser relativ neuen Biofeedback-Methode zu beschäftigen.

Anlaß dazu gab es ausreichend, da ich mit dem Gedanken befaßt war eine „sinnvolle“ Diplomarbeit durchzuführen, und eventuell meiner Mutter (chronischer Tinnitus) weiterzuhelfen. Relativ kurze Zeit darauf, nachdem ich den Entschluß gefaßt hatte Tinnitus und Biofeedback im Rahmen der Diplomarbeit zu verknüpfen wurde ich selbst, verbunden mit einer viralen Infektion, zum Tinnitus-Patienten.

In ganz Österreich liegen noch keine Forschungsergebnisse mit Biofeedback bei einer Tinnitus-Therapie vor, erste Ansätze gibt es in Amerika und Deutschland.

Durch diesen Tatbestand angeregt, bekräftigte mich Prof. Schofnegger dieses Thema aufzugreifen und unterstützte mich, so gut er es konnte. Ich will ihm dafür meinen herzlichsten Dank aussprechen. Er mußte mich aber trotzdem an medizinische Fachkräfte verweisen, da seiner Aussage nach diese Arbeit zu 90% eine medizinische ist und er als Psychologe sich außerstande sieht diese medizinisch-fachlich zu betreuen. Daß er damit recht hat, wurde mir bei der Literaturzusammenstellung bestätigt, deren Autoren in der überwiegenden Mehrzahl Mediziner sind.

Zum jetzigen Zeitpunkt, die Diplomarbeit ist abgeschlossen, sehe ich aber in meiner Arbeit zwei ausgewogen gleich große Anteile, sowohl der Medizin als auch der Psychologie (da beide Disziplinen beim Tinnitus unmittelbar verknüpft sind).

Wenn sich jemand mit der Thematik des Tinnitus beschäftigt hat, wird er wissen, daß es sehr viele Behandlungsmöglichkeiten gibt, wobei aber jede davon meist nur geringe Erfolge aufzuweisen hat. Dies war mir schon vor dem Beginn der Diplomarbeit bekannt und bewußt.

Die Chance jemanden zu helfen bestand nach meiner eigenen Einschätzung vor dem Start der Untersuchung bei bestenfalls 10%. Wenn aber auch nur einer Person das Leiden ein wenig gelindert werden kann, hat sich die Mühe auf alle Fälle bezahlt gemacht.

Gang der Untersuchung:

Die Diplomarbeit ist in drei Teile und diese sind wiederum in Kapitel gegliedert.

1. Teil: Als Grundvoraussetzung für eine Beschäftigung mit dem Tinnitus ist wohl eine genauere Kenntnisnahme der Anatomie und des Hörsystems (Funktionsweise) des Ohres anzusehen; dies entspricht dem 1. Kapitel.

Ebenso für unumgänglich halte ich eine solides Wissen im Zusammenhang mit dem Nervensystem, im speziellen dem vegetativen Nervensystem, welches uns einen Einblick in die Verknüpfung Körper und Psyche gibt und aus diesem Grunde besonderes wertvoll für die Arbeit ist, weil es zum Streß und seine Folgen hinführt, der als Kern der Arbeit angesehen werden muß. Auf das physiologische Wissen kann in diesen zweiten Kapitel nicht verzichtet werden, da dieses oft in späteren Abschnitten als Bedingung für ein besseres Verständnis dient und von mir als absolutes Muß einer psycho-physiologischen Arbeit angesehen wird.

Das dritte Kapitel: Streß und Tinnitus widmet sich dem Streß (und seinen Einfluß auf den Tinnitus) der nach Meinung vieler Wissenschaftler bei einer großen Anzahl von Tinnituspatienten ausschlaggebend für die Entstehung dieses Krankheitsbildes ist und sich für mich als Grundlage der Theorienbildung darstellt.

2. Teil: Im zweiten Teil widme ich mich kurz der Psycho-Physiologie und vollständig dem Biofeedback.

Dabei stelle ich das Biofeedback und zwar die Grundlagen, Technik (Sensoren) Anwendungsgebiete und die wesentlichen Parameter die im praktischen Teil (3. Teil) Anwendung gefunden haben genauer vor.

3. Teil: Hier wird der experimentelle Abschnitt und zwar die Planung, Durchführung und die Auswertung dargestellt, die sich in Laufe der praktischen Arbeit ergeben haben.

Es wird dabei der Versuch in Angriff genommen, einen potentiellen Auslöser für Tinnitus, den Streß, mit verschiedenen Methoden, in diesem Fall mit der Unterstützung von Biofeedback, zu begegnen.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS 1
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 6
VORWORT 8
STRUKTUR DER DIPLOMARBEIT 10
EINLEITENDER GEDANKE 12
TEIL A 13
Medizinische Grundlagen 13
1. DAS OHR 14
Allgemeine Sinnesphysiologie 15
1.1 ANATOMIE DES OHRES 16
1.1.1 Äußeres Ohr (Auris externa) 17
1.1.2 Mittleres Ohr (Auris media) 17
1.1.3 Das Innenohr (Auris interna) 19
1.1.3.1 Das knöcherne Labyrinth 19
1.1.3.2 Das häutige Labyrinth 20
1.2 DAS HÖRSYSTEM 21
1.2.1 Die Empfindlichkeit des Ohres 21
1.2.2 Psychophysik des Hörens (Psychoakustik) 22
1.2.2.1 Der Schall und seine Messung 22
1.2.3 Signalauswertung im akustischen System 25
1.2.3.1 Das Mittelohr 26
1.2.3.2 Das Innenohr mit dem Cortischen-Organ 28
1.2.3.3 Signalverarbeitungstheorien 29
1.2.4 Gehörbahn zum Gehirn 31
1.2.5 Gehörbahn im Gehirn 32
1.2.6 Die Klick Fusion 35
2. DAS NERVENSYSTEM 36
Einleitung: Rezeptoren 36
Die nervöse Erregung 37
2.1 DAS NEURON 37
2.1.1 Dendriten 38
2.1.2 Neurit 39
2.1.3 Perikaryon 39
2.2 ERREGUNG VON NERVENZELLEN 40
2.2.1 Ruhepotential 40
2.2.2 Aktionspotential 42
2.2.3 Nervale Informationsübertragung 44
2.2.4 Synaptische Übertragung 44
2.2.4.1 Arten von Synapsen 45
2.2.4.2 Funktionsweise der Synapsen 46
2.2.4.3 Funktionen von Synapsen 49
2.2.5 Gliederung des Nervensystems 49
2.2.6 Aufgaben des Nervensystems 50
2.3 VEGETATIVES NERVENSYSTEM 52
2.3.1 Sympathisches Nervensystem 54
2.3.1.1 Überträgerstoffe 55
2.3.2 Parasympathisches Nervensystem 55
2.3.1.1 Übertägerstoffe 55
3. TINNITUS UND STRESS 57
3.1 WAS IST TINNITUS? 57
3.1.1 Wie viele Menschen sind betroffen? 57
2.1.2 Erscheinungsformen 58
3.2 PHYSIOLOGISCHER STRESSKREISLAUF 60
3.2.1 Die Nebenniere 60
3.2.1.1 Das Nebennierenmark 62
3.2.1.2 Die Nebennierenrinde 62
3.3 TINNITUS ALS STRESSFOLGE? 64
3.3.1 Nackenmuskulaturverspannung und Kopfdurchblutungsstörung 64
3.3.2 Mikrozirkulationsstörung 65
3.3.3 Die sog. neurale und die neuronale Theorie 66
3.3.4 Andere Ursachen 68
3.3.5 Medizinische Behandlungsformen 68
TEIL B 72
Psychophysiologie - Biofeedback 72
1. PSYCHOPHYSIOLOGIE 73
2. BIOFEEDBACK 75
2.1 ERKLÄRUNG DER BIOFEEDBACK-METHODE 75
2.1.1 Die kybernetische Sicht 77
2.1.2 Das Biosignal 79
2.1.2.1 Direkte bioelektrische Signale 79
2.1.2.2 Indirekte bioelektrische Signale 79
2.1.2.3 Nichtelektrische Biosignale 80
2.1.3 Einsatzgebiete des Biofeedback 80
2.1.4 Sensoren 81
2.2. FEEDBACKMODI 82
2.2.1 Visuelle Darstellung 83
2.2.1.1 Linie oder Balken 83
2.2.1.2 Kreis-Tunnel 83
2.2.1.3 Fußballspiel 83
2.2.2 Akustisches Feedback 84
2.2.2.1 Brillenfeedback 85
2.2.2.2 Akustisches versus optisches Feedback 85
2.3 BIOFEEDBACKPARAMETER 86
2.3.1 Atemfeedback 87
2.3.1.1 Die Atmung 87
2.3.1.2 Psychophysiologie der Atmung 87
2.3.2 Hautleitwertfeedback 89
2.3.2.1 Der Hautleitwert 89
2.3.2.2 Psychophysiologie des Hautleitwertes 90
2.3.3 Elektromyographisches Feedback 91
2.3.1 Das EMG 91
2.3.2 Psychophysiologie des EMG's 92
4.2 Temperaturfeedback 94
4.2.1 Die Temperatur 95
4.2.2 Psychophysiologie der Temperatur 95
TEIL C 97
Experimenteller Teil 97
1. ZEITLICHER ABLAUF 98
2. DURCHFÜHRUNG 101
2.1 BIOFEEDBACKGERÄT 101
2.1.1 Software 101
21.2 Sensoren 103
2.1.3 Diagramme 103
2.1.4 Neue Varianten der Auswertung 103
2.2 ARBEITSTHESEN 104
2.2.1 Trainingsbausteine 105
2.2.1.1 Trainingsbaustein 1: Richtige ATMUNGSTECHNIK 105
2.2.1.2 Trainingsbaustein 2: EMG-Feedback des oberen Trapezius 107
2.2.1.3 Trainingsbaustein 3: Mentale Regulation 109
2.3 SETTING 110
2.3.1 Die erste Sitzung 111
2.3.2 Die zweite Sitzung 112
2.3.3 In der dritten Sitzung 114
2.3.4 Training 114
3. AUSWERTUNG 117
3.1 PATIENTEN 117
3.1.1 Patient 1 117
3.1.1.1 Anamnese 117
3.1.1.2 Entspannungstraining mit EMG- und Atemfeedback 119
3.1.1.3 Zusammenfassende Beurteilung 121
3.1.2 Patient 2 122
3.1.3 Patient 3 122
3.1.3.1 Anamnese 122
3.1.3.2 Entspannungstraining mit EMG- und Atemfeedback 123
3.1.3.3 Zusammenfassende Beurteilung 124
3.1.4 Patient 4 125
3.1.4.1 Anamnese 125
3.1.4.2 Entspannungstraining mit EMG- und Atemfeedback 126
3.1.4.3 Zusammenfassende Beurteilung 126
3.1.5 Patient 5 127
3.1.5.1 Anamnese 127
3.1.5.2 Entspannungstraining mit EMG- und Atemfeedback 128
3.1.5.3 Zusammenfassende Beurteilung 129
3.2 ZUSAMMENFASSUNG 130
3.3 KONKLUSION 132
Literaturverzeichnis 133

Arbeit zitieren:
Piskernig, Mario Oktober 1996: Tinnitus und Stress, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Ohr, Medizin, Ohrsausen, Selbsthilfe, Erkrankung

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