Theorie und Praxis des Wissensmanagements: Erfolgskriterien der Implementation von Wissensmanagementsystemen im Krankenhauswesen
Am Beispiel der Kliniken Oberallgäu gGmbH
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Martin Geckle
- Abgabedatum: März 2007
- Umfang: 226 Seiten
- Dateigröße: 5,1 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Hochschule der Medien (ehem. Hochschule für Druck und Medien Stuttgart (FH)) Deutschland
- Bibliografie: ca. 105
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0329-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8366-0329-4 P - ISBN (CD) :978-3-8366-0329-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Geckle, Martin März 2007: Theorie und Praxis des Wissensmanagements: Erfolgskriterien der Implementation von Wissensmanagementsystemen im Krankenhauswesen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Unternehmenskultur, Gesundheitsreform, Anreizsysteme, Wissensmanagement, Krankenhauswesen
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Diplomarbeit von Martin Geckle
Einleitung:
Das erklärte Ziel und Aufgabenstellung dieser Diplomarbeit ist es, die Chancen, Risiken und Anwendungsmöglichkeiten von Wissensmanagement für die Betriebspraxis allgemein, dann vertieft für den Krankenhausbereich darzustellen. Es wird zunächst erläutert, weshalb Wissensmanagement überhaupt notwendig, was unter Wissen zu verstehen ist und wie sich der Umgang mit Wissen auf die Gesellschaft und die Unternehmen konkret auswirken kann.
Hiervon ausgehend wird das Wissensmanagement näher beschrieben und die wichtigsten Modelle und Ansätze zum Wissensmanagement umfassend dargestellt. Aufgezeigt wird ergänzend, wie Unternehmen Wissensmanagement erfolgreich einführen und betreiben können.
Eines der Kernthemen dieser Arbeit ist die Untersuchung des Handlungsbedarfs für Organisationen, um das Wissen ihrer Mitarbeiter wirtschaftlich erfolgreich nutzen zu können. Hierbei wird in besonders ausführlicher Weise auf die organisationalen Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Wissensmanagement eingegangen. Der Fokus liegt in diesem Zusammenhang in den Aufgaben, Rollen, Funktionen und Verantwortlichkeiten seitens der Mitarbeiter. Es werden also weniger technische Voraussetzungen für das Wissensmanagement beschrieben, vielmehr steht der Mensch als Teil der Organisation im Mittelpunkt der Betrachtung. Denn hierin liegt die wohl größte „Herausforderung“ bei der Auseinandersetzung mit dem Wissensmanagement. Für eine systematische Gesamtbetrachtung schließt sich eine Untersuchung der vorhandenen Erkenntnisse zur Unternehmenskultur an. Aufgezeigt werden die Wechselwirkungen und Zusammenhänge zwischen dem Wissensmanagement und der Kultur in Unternehmen.
Auf eine umfassende Darstellung typischer technischer Wissensmanagementwerkzeuge wird wegen der Ausrichtung und Zielsetzung dieser Arbeit verzichtet. Erläutert werden dennoch die sog. Wissensgemeinschaften (Communities of Practice), da diese für den praktischen Teil der Arbeit von besonderer Bedeutung sind.
Aus dem praxisorientierten Teil dieser Abhandlung wird nachvollziehbar, weshalb Wissensmanagement gerade im Krankanhausbereich sinnvoll und notwendig ist. Hierbei werden zunächst die aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation sowie die vorhandenen Rahmenbedingungen im Krankenhaussektor erläutert. Ergänzend werden auch die derzeit bekannten Vorgaben und Auswirkungen der Gesundheitsreform wegen des Sachzusammenhangs dargestellt.
Ein vertiefter Praxisbezug erfolgt anhand des laufenden Forschungsprojektes „know-IT“ in den Kliniken Oberallgäu gGmbH. Beschrieben werden im Einzelnen die beteiligten Projektpartner, die Ziele und der derzeitige Verlauf des Projektes. Im Anschluss hieran wird das bereits zu Teilen eingeführte Wissensmanagement-System in seinem Aufbau und seiner Wirkungsweise vorgestellt. Entsprechend der Aufgabenstellung soll die Ableitung der Erfolgskriterien durch eine Zufallsbefragung sowie über die Auswertung von zusätzlich durchgeführten persönlichen Interviews mit ausgewählten Verantwortlichen/Entscheidungsträgern erreicht werden. Des Weiteren werden geeignete Fragen bzw. Fragebögen entwickelt, um die onlinebasierte Zufallsbefragung und die persönlichen Interviews erfolgreich durchführen und auswerten zu können. Es wird demnach ermittelt welche Maßnahmen und Anstrengungen im Zuge der bereits fortgeschrittenen Implementation des Wissensmanagement-Systems getroffen und umgesetzt worden sind sowie wie sich diese ausgewirkt haben. Aus diesen gewonnenen Erkenntnissen soll es zudem ermöglicht werden, die Erfolgsaussichten und Perspektiven der Implementation des Wissensmanagement-Systems in den Kliniken Oberallgäu gGmbH einzuschätzen.
Das Ergebnis dieser Arbeit ist die Ermittlung von Erfolgskriterien für die Implementation und den Betrieb des Wissensmanagement-Systems innerhalb der Kliniken Oberallgäu. Auf der Grundlage der hieraus gewonnen Erfahrungswerte wird zudem versucht, einen geeigneten Modellansatz für ein nachhaltiges Wissensmanagement aufzuzeigen. Die Arbeit wird mit einer Würdigung, Einschätzung und Bewertung des bisherigen Projektverlaufs und der Bedeutung des Wissensmanagements für den Krankenhaussektor abgeschlossen.
Inhaltsverzeichnis:
| Kurzfassung | 2 | |
| Abstract | 2 | |
| Inhaltsverzeichnis | 4 | |
| Abbildungsverzeichnis | 6 | |
| Tabellenverzeichnis | 7 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 8 | |
| 1. | Einleitung | 9 |
| 2. | Wissensmanagement | 11 |
| 2.1 | Die Wissensgesellschaft und ihre Auswirkungen | 13 |
| 2.2 | Gründe für das Wissensmanagement | 18 |
| 2.3 | Was ist Wissen und welche Eigenschaften besitzt es? | 21 |
| 2.4 | Die Abgrenzung von Zeichen, Daten, Informationen und Wissen | 28 |
| 2.5 | Definition von Wissensmanagement und Darstellung der verschiedenen Wissensmanagementansätze | 35 |
| 2.5.1 | Die Bausteine des Wissensmanagements | 37 |
| 2.5.2 | Das Münchner Modell des Wissensmanagement | 39 |
| 2.5.3 | Das Modell des integrativen Wissensmanagement | 41 |
| 2.5.4 | Das Lebenszyklusmodell des Wissensmanagement | 43 |
| 2.5.5 | Das TOM Modell | 46 |
| 2.5.6 | Das Modell der Wissensnetzwerke nach v. Krogh, Seufert und Back | 48 |
| 2.5.7 | Die vier Akte zum Aufbau eines Wissensmanagements nach Schüppel | 49 |
| 2.5.8 | Das APQC-Rahmenkonzept | 51 |
| 2.5.9 | Das Wissensmarktkonzept | 53 |
| 2.5.10 | Die Spirale des Wissens | 55 |
| 2.6 | Die organisationale Wissensbasis oder wie ein Unternehmen sein Wissen nutzbar machen kann | 57 |
| 2.7 | Wissensmanagement als organisatorische Herausforderung für Unternehmen und damit verbundene Aufgabenstellungen | 67 |
| 2.7.1 | Management: Eingrenzung eines weiten Begriffs | 70 |
| 2.7.2 | Aufgaben, Funktionen, Rollen und Verantwortungsbereiche für ein erfolgreiches Wissensmanagement auf der Ebene des Top-Managements | 76 |
| 2.7.3 | Aufgaben, Funktionen, Rollen und Verantwortungsbereiche für ein erfolgreiches Wissensmanagement auf der Ebene des mittleren Managements | 82 |
| 2.7.4 | Aufgaben, Funktionen, Rollen und Verantwortungsbereich für ein erfolgreiches Wissensmanagement auf der Mitarbeiter-Ebene | 87 |
| 2.7.5 | Die besondere Bedeutung der Unternehmenskultur, der damit zusammenhängenden Motivationsinstrumente und Anreizsysteme | 95 |
| 2.8 | Communities of Practice: Begrifflichkeit, Entwicklung und Gestaltung | 126 |
| 3. | Untersuchung zu den Erfolgskriterien der Implementation von Wissensmanagementsystemen im Krankenhauswesen, dies am Beispiel der Kliniken Oberallgäu gGmbH | 144 |
| 3.1 | Zur allgemeinen Entwicklung und erkennbare Tendenzen im Krankenhaussektor | 145 |
| 3.2 | Darstellung der beteiligten Institutionen und Unternehmen am Forschungsprojekt „know-IT“ | 154 |
| 3.2.1 | Die private Universität Witten/Herdecke gGmbH | 155 |
| 3.2.2 | Die GWI AG | 155 |
| 3.2.3 | Die Kliniken Oberallgäu gGmbH | 157 |
| 3.3 | Die Ziele des Forschungsprojektes „know-IT“ | 160 |
| 3.4 | Zum Verlauf des Forschungsprojektes „know-IT“ | 163 |
| 3.5 | Beschreibung der eingesetzten Wissensmanagement-Software | 169 |
| 3.6 | Darstellung der gemeinsam erarbeiteten Zufallsumfrage zum Thema Wissensmanagement in Krankenhaussektor | 179 |
| 3.7 | Evaluation und Interpretation der Ergebnisse der Zufallsumfrage | 182 |
| 3.8 | Entwicklung der Leitfragen für die Interviews | 186 |
| 3.9 | Zusammenfassende Darstellung und Interpretation der Interview-Ergebnisse | 188 |
| 3.10 | Erfolgskriterien für eine erfolgreiche Implementation und den Einsatz von Wissensmanagement-Systemen im Krankenhaus | 192 |
| 4. | Fazit | 198 |
| Literaturverzeichnis | 200 | |
| Anhang A: Die Ergebnisse der Ergebnisse der Online-Umfrage (Stand vom 01.03.2007) | 217 | |
| Anhang B: Aufbau des Leifragebogens für die Interviews | 226 |
Inhaltsverzeichnis:
| Kurzfassung | 2 | |
| Abstract | 2 | |
| Inhaltsverzeichnis | 4 | |
| Abbildungsverzeichnis | 6 | |
| Tabellenverzeichnis | 7 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 8 | |
| 1. | Einleitung | 9 |
| 2. | Wissensmanagement | 11 |
| 2.1 | Die Wissensgesellschaft und ihre Auswirkungen | 13 |
| 2.2 | Gründe für das Wissensmanagement | 18 |
| 2.3 | Was ist Wissen und welche Eigenschaften besitzt es? | 21 |
| 2.4 | Die Abgrenzung von Zeichen, Daten, Informationen und Wissen | 28 |
| 2.5 | Definition von Wissensmanagement und Darstellung der verschiedenen Wissensmanagementansätze | 35 |
| 2.5.1 | Die Bausteine des Wissensmanagements | 37 |
| 2.5.2 | Das Münchner Modell des Wissensmanagement | 39 |
| 2.5.3 | Das Modell des integrativen Wissensmanagement | 41 |
| 2.5.4 | Das Lebenszyklusmodell des Wissensmanagement | 43 |
| 2.5.5 | Das TOM Modell | 46 |
| 2.5.6 | Das Modell der Wissensnetzwerke nach v. Krogh, Seufert und Back | 48 |
| 2.5.7 | Die vier Akte zum Aufbau eines Wissensmanagements nach Schüppel | 49 |
| 2.5.8 | Das APQC-Rahmenkonzept | 51 |
| 2.5.9 | Das Wissensmarktkonzept | 53 |
| 2.5.10 | Die Spirale des Wissens | 55 |
| 2.6 | Die organisationale Wissensbasis oder wie ein Unternehmen sein Wissen nutzbar machen kann | 57 |
| 2.7 | Wissensmanagement als organisatorische Herausforderung für Unternehmen und damit verbundene Aufgabenstellungen | 67 |
| 2.7.1 | Management: Eingrenzung eines weiten Begriffs | 70 |
| 2.7.2 | Aufgaben, Funktionen, Rollen und Verantwortungsbereiche für ein erfolgreiches Wissensmanagement auf der Ebene des Top-Managements | 76 |
| 2.7.3 | Aufgaben, Funktionen, Rollen und Verantwortungsbereiche für ein erfolgreiches Wissensmanagement auf der Ebene des mittleren Managements | 82 |
| 2.7.4 | Aufgaben, Funktionen, Rollen und Verantwortungsbereich für ein erfolgreiches Wissensmanagement auf der Mitarbeiter-Ebene | 87 |
| 2.7.5 | Die besondere Bedeutung der Unternehmenskultur, der damit zusammenhängenden Motivationsinstrumente und Anreizsysteme | 95 |
| 2.8 | Communities of Practice: Begrifflichkeit, Entwicklung und Gestaltung | 126 |
| 3. | Untersuchung zu den Erfolgskriterien der Implementation von Wissensmanagementsystemen im Krankenhauswesen, dies am Beispiel der Kliniken Oberallgäu gGmbH | 144 |
| 3.1 | Zur allgemeinen Entwicklung und erkennbare Tendenzen im Krankenhaussektor | 145 |
| 3.2 | Darstellung der beteiligten Institutionen und Unternehmen am Forschungsprojekt „know-IT“ | 154 |
| 3.2.1 | Die private Universität Witten/Herdecke gGmbH | 155 |
| 3.2.2 | Die GWI AG | 155 |
| 3.2.3 | Die Kliniken Oberallgäu gGmbH | 157 |
| 3.3 | Die Ziele des Forschungsprojektes „know-IT“ | 160 |
| 3.4 | Zum Verlauf des Forschungsprojektes „know-IT“ | 163 |
| 3.5 | Beschreibung der eingesetzten Wissensmanagement-Software | 169 |
| 3.6 | Darstellung der gemeinsam erarbeiteten Zufallsumfrage zum Thema Wissensmanagement in Krankenhaussektor | 179 |
| 3.7 | Evaluation und Interpretation der Ergebnisse der Zufallsumfrage | 182 |
| 3.8 | Entwicklung der Leitfragen für die Interviews | 186 |
| 3.9 | Zusammenfassende Darstellung und Interpretation der Interview-Ergebnisse | 188 |
| 3.10 | Erfolgskriterien für eine erfolgreiche Implementation und den Einsatz von Wissensmanagement-Systemen im Krankenhaus | 192 |
| 4. | Fazit | 198 |
| Literaturverzeichnis | 200 | |
| Anhang A: Die Ergebnisse der Ergebnisse der Online-Umfrage (Stand vom 01.03.2007) | 217 | |
| Anhang B: Aufbau des Leifragebogens für die Interviews | 226 |
Textprobe:
Kapitel 2.5, Definition von Wissensmanagement und Darstellung der verschiedenen Wissensmanagementansätze:
Nachdem auf die Gründe, Voraussetzungen und Besonderheiten von Wissen und seiner Bestandteile eingegangen wurde, erfolgt nun die Darstellung der verschiedenen Definitionen von Managementansätzen und Konzepten zum WM. Wirft man einen Blick in die, zweifellos zahlreiche Literatur zum Thema WM, so fällt auf, dass es eine Vielzahl von Definitionen gibt. Weiter wird klar, dass sich viele Autoren scheuen, eine exakte und nachvollziehbare Definition hierzu vorzulegen. Kreidenweis/Steinecke und auch Roßkopf beziehen sich auf Wendt und beschreiben WM so, dass dies den Erwerb, die Entwicklung, die Verteilung und Nutzung von Kenntnissen und Fähigkeiten in Organisationen steuert. Steinmann/Schreyögg betrachten WM als eine Erweiterung der kognitiven Umorientierung in der Theorie des organisationalen Lernens über eine stärkere Bedeutung des Wissens.
Die Verfasser gelangen damit zu einem neuen Gestaltungsansatz, der in das WM mündet. Der Schwerpunkt liegt hierbei in dem Ansatz, die Aufnahme und Bildung neues Wissens mit Methoden und der Bereitstellung von Wissen zu verknüpfen, dies speziell durch die Verschmelzung von Lernkonzepten mit IUK-Technologien. Sie unterteilen das WM in die Bestandteile Wissenserwerb, Wissenssystematisierung, Wissensbereitstellung und –nutzung. Lack beschreibt WM als ein bewusstes Bemühen, die Ressource Wissen im Unternehmen verbessert zu entwickeln, einzusetzen, zu bewahren und damit transparent darzustellen.
In den Mittelpunkt stellt er den Menschen, den konkreten Nutzen für Unternehmen und Organisationsmitglieder sowie Vorteile und Akzeptanz von Führungskräften und den Mitteleinsatz. Picot/Reichwald/Wigand beschreiben WM als einen Prozess, der in unterschiedliche Phasen aufgeteilt werden kann, dies von der Wissensidentifizierung über die Strukturierung von Wissen hin zum Wissensaufbau; dieser Prozess wird um Regelungen für Wissenszugang-, pflege und -schutz ergänzt.
Die Liste von Definitionen und Ansichten zum WM lässt sich problemlos fortsetzen, führt jedoch zu keinen eindeutigen Ergebnissen. Schaut man in die freie Enzyklopädie Wikipedia so findet man dort folgende Definition von WM: „Wissensmanagement beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, auf die Wissensbasis eines Unternehmens Einfluss zu nehmen Wissensmanagement kann daher als ein Interventionsmechanismus verstanden werden, der auf den Theorien der Organisationslehre und des organisationalen Lernens (kurz: OL) beruht und diese systematisch nutzt.“ Betrachtet man WM aus der Sicht von Unternehmen, ist zweifellos das Konzept des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young hervorzuheben. Ernst & Young hat im Jahr 2000 zum dritten Mal in Folge den MAKE Award (Most Amired Knowledge Enterprise) hierfür gewonnen. Die Ziele des WM sind danach in sog.
Professional Service Firms aufzugliedern:
- Vermeidung von Doppelspurigkeiten bei der Wissensproduktion.
- Steigerung der Qualität von (Wissens-)Produkten durch intelligente Kombination verschiedener Kompetenzfelder.
- Beschleunigung von Dienstleistungsprozessen durch gezielte Bereitstellung von Wissen entlang von Standartprozessen und Methodologien.
- Verringerung von Risiken durch wissensbasierte Review- und Feedbackprozesse. Der Einstieg in diese Konzeption erfolgte Anfang 1993, als das Center for Business Knowledge (CBK) gegründet wurde, um firmeninterne Informations- und Wissensprozesse besser organisieren zu können. Heute sind weltweit rund 550 Mitarbeiter für WM-Prozesse und Infrastruktur zuständig.
Deutlich wird, dies nach der Würdigung einiger Definitionen, dass Unternehmen den Wert von Wissen erkannt haben und diesem mehr Aufmerksamkeit zu kommen lassen. Auch die Erkenntnis, dass Wissen in Unternehmen ungleich und an verschiedenen Stellen verteilt sein kann, scheint insoweit logisch und konsequent. Die Tatsache, dass Wissen sich nicht einfach managen lässt und es auch große Missverständnisse im Umgang mit dem WM gibt, ist zumindest in der Lehre grundsätzlich anerkannt.
Nicht ohne Grund zählen dafür stellvertretend Seiler/Reimann vier feststellbare Missverständnisse auf:
- Wird Wissen in Sprache veräußert, liegt es für alle offen.
- Sprache erlaubt eine vollständige und eindeutige Veräußerung von persönlichem Wissen.
- Wissen ist ein rationales Gebilde.
- Wissen ist machbar.
Daher plädieren Seiler/Reimann für eine humanes WM.
Zutreffend erscheint hierbei die sich auf einem Zitat von Sturz (dem Herausgeber der Zeitschrift Wissensmanagement) beziehende Aussage bei Götz/Schmid, dass er keine Definition kenne, welche allen Facetten des WM gerecht werden würde.71. Die Auswertung des umfangreichen wissenschaftlichen Schrifttums und den sich hieraus ergebenden wichtigsten Lösungsansätzen, Modellen und Definitionen ergibt sich aus der nachfolgenden Darstellung – dies jedoch zunächst ohne eine konkrete Einzelbewertung oder Würdigung. Wobei erkennbar wird, dass die zahlreichen Meinungen und Modelle für sich betrachtet sicherlich logisch völlig zutreffend sind, aber wegen der verschiedenen theoretischen Lösungsansätze zu unterschiedlich sind, um eine konkrete Differenzierung vornehmen zu können.
Demnach liegt es an jedem Unternehmen selbst, an der jeweiligen Situation und Rahmenbedingung, wie man das WM begreift und praxisorientiert umsetzt. Die nachfolgenddargestellten Ansätze können aber insgesamt durchaus hilfreich sein und inspirierend wirken. Sicherlich kann dies auch dazu beitragen, angesichts einer Meinungsvielfalt unternehmensspezifische Lösungsansätze herauszufinden und diese an die konkreten Bedürfnisse eines Unternehmens anzupassen und letztendlich praxisorientiert umzusetzen.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836603294
Arbeit zitieren:
Geckle, Martin März 2007: Theorie und Praxis des Wissensmanagements: Erfolgskriterien der Implementation von Wissensmanagementsystemen im Krankenhauswesen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Unternehmenskultur, Gesundheitsreform, Anreizsysteme, Wissensmanagement, Krankenhauswesen



