Theoretische Grundlagen und Analyse der Besucherstrukturen des Theaters Nordhausen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Annett Gernhardt
- Abgabedatum: Juli 1997
- Umfang: 121 Seiten
- Dateigröße: 7,3 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Lausitz Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1305-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1305-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1305-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Gernhardt, Annett Juli 1997: Theoretische Grundlagen und Analyse der Besucherstrukturen des Theaters Nordhausen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Marketing, Theater Nordhausen, Besucherstruktur
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Diplomarbeit von Annett Gernhardt
Problemstellung:
Die Theaterlandschaft Deutschlands sowie Kunst und Kultur in Deutschland allgemein befinden sich derzeit in einer schwierigen Situation. Die öffentlichen Kassen sind leer, die Wirtschaft befindet sich in einer Rezession. Die deutschen Theater werden aus öffentlichen Geldern finanziert und müssen starke Einsparungen verkraften. Hinzu kommen sinkende Zuschauerzahlen. woraus wiederum negative öffentliche Kritiken resultieren. Im ersten Teil dieser Diplomarbeit sollen Einflußfaktoren und Bedingungen. die zu der Theaterkrise führten, aufgezeigt werden.
Weiterhin soll im zweiten Teil dieser Arbeit der Anspruch begründet werden, daß Marketing auch für die Theaterkunst unverzichtbar im Wettbewerb um Zuschauer und Finanzierungsmöglichkeiten ist. Durch den bewußten Einsatz des Marketing können die Bedürfnisse und Wünsche des Publikums analysiert und besser beachtet werden. Marketing ist daher eine Denkweise, eine menschliche Tätigkeit mit Führungsanspruch, um Publikum zu gewinnen und die ldentifikation desselben mit dem Theater zu verstärken, indem man Bedürfnisse befriedigt.
Künstler sind oft der Meinung, daß man Kunst nicht vermarkten und Theater nicht den Marktgesetzen unterwerfen darf. Es bestehe nämlich die Gefahr der Beeinflussung, der Manipulation und Zensur der künstlerischen Freiheit. Sehr groß ist in Kunstkreisen die Angst, daß die Qualität der dargebotenen Programme Schaden nehmen könnte.
In dieser Arbeit soll dargestellt werden, warum diese Befürchtungen nicht haltbar sind, wenn Theater "am Zuschauer vorbei" gemacht wird, wenn die Bedürfnisse des Publikums nicht beachtet werden. Andererseits ist es unabdingbar, Financiers zu gewinnen, um die Existenz von Kunst und Kultur gerade in Krisenzeiten, in denen die öffentlichen Haushalte sparen müssen, zu sichern. Ohne zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten leiden Qualität und Quantität der Theater-Programme, womit sich automatisch der Effekt einstellt, der laut obiger Aussage vermieden werden soll.
Um diese Diskussionspunkte zu analysieren, sollen der Marketing-Begriff sowie die Marketing-Instrumente allgemein definiert werden. Es soll weiterhin ersichtlich werden, welche Marketinginstrumente im Theaterbereich zur Anwendung kommen können.
Die Theater Nordhausen/Loh Orchester Sondershausen GmbH zeigte Interesse an einer Besucherbefragung und -analyse. Die Betrachtung dieses Thüringer Theaters unter Marketinggesichtspunkten erfolgt im dritten Teil dieser Diplomarbeit.
Die Vielzahl ostdeutscher Theater hatte es nach dem Beitritt 1990 besonders schwer. Die ehemalige DDR tätigte enorme Ausgaben für Kunst und Kultur und unterhielt für ca. 16 Millionen Menschen 65 Theater. Zum Vergleich: Das Bundesland Nordrhein Westfalen unterhält für ungefähr die gleiche Einwohnerzahl 24 Theater. Trotz dieses "Sprunges ins kalte Wasser" mit dem Beitritt der DDR zur BRD bestehen noch 61 der 65 ostdeutschen Theater.
Speziell für die Theater Nordhausen/Loh Orchester Sondershausen GmbH soll die derzeitige Marketingsituation geschildert werden. Anhand einer Besucherbefragung sollen die Nutzerstrukturen des Theaters untersucht, die Bedürfnisse der Zuschauer analysiert und auf dieser fundierten Grundlage weitere bzw. tiefergehende Möglichkeiten für Marketingaktivitäten aufgeführt werden.
Inhaltsverzeichnis:
| Einleitung | ||
| 1. | Theoretische Grundlagen | 2 |
| 1.1 | Das Theater und seine Aufgaben | 2 |
| 1.2 | Die Institutionen und Formen | 3 |
| 1.3 | Die Nutzerstrukturen | 3 |
| 1.4 | Der Deutsche Bühnenverein (DBV) und seine Aufgaben | 4 |
| 1.5 | Die Selbstbetitelung Deutschlands als Kulturstaat | 4 |
| 1.6 | Die Strukturen von Theatern | 5 |
| 1.6.1 | Deutschland | 5 |
| 1.6.2 | United States of Amerika (USA) | 5 |
| 1.6.3 | Großbritannien | 6 |
| 1.6.4 | Frankreich | 8 |
| 1.6.5 | Italien | 8 |
| 1.6.6 | Schweiz | 9 |
| 1.6.7 | Polen | 10 |
| 1.6.8 | Europa, Europäische Gemeinschaft | 10 |
| 1.6.9 | Schlußbemerkung | 12 |
| 1.7 | Die Situation des deutschen Theaters in den 90er Jahren | 13 |
| 1.7.1 | Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen | 13 |
| 1.7.2 | Die konzeptionellen Überlegungen des DBV | 14 |
| 1.7.3 | Die Diskussions-/Analyse-Ansätze | 16 |
| 2. | Marketing für Theater | 21 |
| 2.1 | Das Marketing und seine Instrumente | 21 |
| 2.1.1 | Das Marketing | 21 |
| 2.1.2 | Die Instrumente | 25 |
| 2.1.2.1 | Die Produktpolitik, Product | 26 |
| 2.1.2.2 | Die Preispolitik, Price | 27 |
| 2.1.2.3 | Die Distributionspolitik, Place | 28 |
| 2.1.2.4 | Die Kommunikationspolitik, Promotion | 30 |
| 2.1.2.5 | Die Marketing-/Marktforschung | 32 |
| 2.1.3 | Das Marketing-Controlling | 33 |
| 2.2 | Das Marketing für Theater | 36 |
| 2.2.1 | Wiederholung der Diskussionspunkte deutscher Theater | 37 |
| 2.2.2 | Ansätze und Marketingmaßnahmen | 38 |
| 2.2.2.1 | Das Prozeßmodell | 39 |
| 2.2.2.2 | Möglichkeiten und Beispiele | 44 |
| 2.2.3 | Die Kulturförderung als Marketinginstrument | 47 |
| 2.2.3.1 | Die Kulturförderung | 48 |
| 2.2.3.2 | Motive unternehmerischer Kunstförderung | 48 |
| 2.2.3.3 | Instrumente und Formen | 50 |
| 2.2.3.4 | Beispiele aus Deutschland | 52 |
| 2.2.3.5 | Internationale Beispiele | 54 |
| 3. | Grundsätze zur Durchführung einer Besucherbefragung | 56 |
| 4. | Analyse der Besucherstrukturen der Theater Nordhausen/LOH-Orchester Sondershausen GmbH | 60 |
| 4.1 | Allgemeine Betrachtungen | 60 |
| 4.1.1 | Die Stadt Nordhausen und ihr Theater | 60 |
| 4.1.1.1 | Zur Geschichte von Stadt und Theater | 60 |
| 4.1.1.2 | Die Theater GmbH | 61 |
| 4.1.2 | Die aktuelle Situation von Stadt und Theater GmbH | 63 |
| 4.1.3 | Die Marketingaktivitäten des Theaters | 65 |
| 4.1.3.1 | Product | 65 |
| 4.1.3.2 | Price | 66 |
| 4.1.3.3 | Place | 67 |
| 4.1.3.4 | Promotion | 68 |
| 4.2 | Die Besucherbefragung | 70 |
| 4.2.1 | Die Ziele | 70 |
| 4.2.2 | Die Methodik | 71 |
| 4.2.2.1 | Die Gestaltung der Befragung | 71 |
| 4.2.2.2 | Der Aufbau des Fragebogens | 71 |
| 4.2.2.3 | Die Auswahl der Stichprobe | 73 |
| 4.2.3 | Die Auswertung | 75 |
| 4.2.3.1 | Die allgemeine Auswertung | 83 |
| 4.2.3.2 | Die spezielle Auswertung | 83 |
| 4.2.4 | Einschätzung und Zusammenfassung | 85 |
| 5. | Schlußbemerkungen | 88 |
| Literaturverzeichnis | 89 | |
| Anlagenverzeichnis | 92 | |
| Eidesstattliche Erklärung |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832413057
Arbeit zitieren:
Gernhardt, Annett Juli 1997: Theoretische Grundlagen und Analyse der Besucherstrukturen des Theaters Nordhausen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Marketing, Theater Nordhausen, Besucherstruktur



