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Das Thema 'Klonen' in der modernen Jugendliteratur

Ein Vergleich zwischen Rabischs "Dunlik Jonas 7" und Eschbachs "Perfect Cony"

Das Thema 'Klonen' in der modernen Jugendliteratur
Über dieses Buch
  • Art: Staatsexamensarbeit
  • Autor: Timo Saß
  • Abgabedatum: April 2002
  • Umfang: 92 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6941-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6941-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6941-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Saß, Timo April 2002: Das Thema 'Klonen' in der modernen Jugendliteratur, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Klonvorgang, Klonverfahren, Unterrichtsvorschläge, Rechtslage, Biologische Grundlagen

Staatsexamensarbeit von Timo Saß

Einleitung:

Im Sommersemester 2002 besuchte ich das Hauptseminar mit dem Titel „Science-Fiction“ unter der Leitung von Prof. Dr. Biesterfeld. Dort wurde von einer Kommilitonin der Klassiker „Brave New World“ der Autorin Aldous Huxley vorgestellt, der mich aufgrund der ebenso exakten wie menschenverachtenden Schilderung einer zukünftigen Gesellschaft, die ihren Bestand an Bewohnern durch Klonieren sicherstellt, fasziniert hat. Durch dieses Referat angeregt, fasste ich den Entschluss, das Thema „Klonen“ in das Zentrum meine Examensarbeit stellen zu wollen. Es kam mir deshalb gelegen, dass Prof. Biesterfeld im Laufe des Seminars mehrfach anbot, einen Vergleich zweier Romane, die das Thema „Klonen“ behandeln, als Thema einer Examensarbeit anzunehmen. In den auf das Seminar folgenden Semesterferien meldete ich mein Interesse an diesem Thema an und bekam eine Auswahl an Werken vorgestellt, aus denen ich mir zwei aussuchen sollte. Meine Wahl fiel auf Birgit Rabischs „Duplik Jonas 7“ und auf Andreas Eschbachs „Perfect Copy“. „Duplik Jonas 7“ wählte ich, weil dieses Werk, das 1996 erstmals erschien, das erste hochwertige Jugendbuch darstellt, dass sich ernsthaft mit dem Thema „Klonen“ auseinandersetzt. „Perfect Copy“ dagegen ist erst im Juli 2002 erschienen, so dass ich bei der Bearbeitung dieses Werkes relativ frei war, da bislang keine Sekundärliteratur zu diesem Werk erschienen ist.

Den Leser dieser Arbeit erwartet zunächst eine umfassende Darstellung der biologischen Grundlagen des Klonens, gefolgt von den Erläuterungen des Klonvorganges. Diesen Kapiteln habe ich bewusst viel Raum gegeben, da ich davon ausgehe, dass sich nicht jeder Leser dieser Arbeit bislang ausführlich mit dem Thema „Klonen“ beschäftigt hat. Ein weiteres Kapitel stellt die momentane rechtliche Situation des Klonens in Deutschland dar. Dieses Kapitel habe ich eingefügt, da mir aufgefallen ist, wie wenig die Öffentlichkeit über die Schlupflöcher in der deutschen Rechtssprechung weiß. Ich bin zwar kein Jurist, aber ich denke, dass es mir gelungen ist, den Leser auf die recht verworrene Rechtslage aufmerksam zu machen. Nach diesem Kapitel stelle ich ausführlich die aktuelle öffentliche Diskussion über das Thema „Klonen“ dar. Dabei trenne ich zwischen der Diskussion in der Öffentlichkeit und der Diskussion innerhalb der medizinischen Fachliteratur, wobei ich letzteres nur kurz darstelle, da sich die ausgetauschten Argumente die moralisch- ethische Dimension des Klonens betreffend nur im Detail von den Argumenten, die die seriöse Presse publiziert, unterscheiden. Auch werde ich hier kurz auf die Geschichte des Themas „Klonen“ in der Literatur eingehen. Ich stelle mehrere Werke unterschiedlicher Autoren vor, die sich seriös mit dem Thema „Klonen“ und seinen Folgen auseinandersetzen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den Werken liegt, die der Jugendliteratur zuzuordnen sind.

Danach beginne ich mit der Bearbeitung der beiden von mir ausgewählten Werke. Zuerst stelle ich den Inhalt von Rabischs „Duplik Jonas 7“ dar und interpretiere dieses Werk. Danach bearbeite ich Eschbachs „Perfect Copy“ in derselben Reihenfolge und stelle zum Schluss des Kapitels die Aussagen beider Werke gegenüber.

Im nächsten Abschnitt beschäftige ich mich dann mit den didaktischen Aspekten beider Romane. Zunächst stelle ich einen aus dem Internet unter www.dtv.de herunterladbaren Unterrichtsvorschlag zum Roman „Duplik Jonas 7“ vor, um dann seine Anwendbarkeit im schleswig-holsteinischen Realschulunterricht unter Berücksichtigung der Erfordernisse des Lehrplans zu überprüfen. Danach entwickle ich Verbesserungsvorschläge, die die Handhabbarkeit des Romans im Unterricht weiter erleichtern sollen. Dann entwerfe ich einen eigenen detaillierten Unterrichtsvorschlag zu Eschbachs „Perfect Copy“. Bei dieser Entwicklung habe ich besonderen Wert auf die Berücksichtigung der Erfordernisse des Lehrplans gelegt. Das Kapitel beende ich mit einer Bewertung der Verwendbarkeit beider Werke für den Realschulunterricht.

Die gesamte Examensarbeit beende ich dann mit einer Zusammenfassung des erarbeiteten Materials. Hier versuche ich die wichtigsten Aspekte meiner Arbeit noch einmal kurz und prägnant herauszuarbeiten und ein persönliches Fazit zu ziehen.

Mein Ziel dieser Arbeit ist es, den Leser so detailliert wie nötig aber so knapp wie möglich mit der grundlegenden Bedeutung des Begriffes „Klonen“ vertraut zu machen, ihm die rechtliche Situation zu schildern und ihm zu zeigen, wie die Öffentlichkeit über das Klonen denkt. Auch hoffe ich, sowohl mit der inhaltlichen als auch mit der unterrichtsrelevanten Bearbeitung von Rabischs „Duplik Jonas 7“ und Eschbachs „Perfect Copy“ einige Leser zu ermutigen, das Thema „Klonen“ in ihren Klassen zu unterrichten.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Das Thema „Klonen“ aus medizinischer Sicht 3
2.1 Biologische Grundlagen des Klonens 3
2.2 Erläuterungen des Klonvorgangs 5
3. Rechtliche Aspekte des Themas „Klonen“ 9
4. Das Thema „Klonen“ in der öffentlichen Diskussion 12
4.1 Diskussion des Themas „Klonen“ in der Öffentlichkeit und Darstellung der öffentlichen Meinung 12
4.2 Diskussion des Themas „Klonen“ in der medizinischen Fachliteratur 16
4.3 Geschichte des Themas „Klonen“ in der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenliteratur 18
5. Vergleich von Rabischs „Duplik Jonas 7“ mit Eschbachs „Perfect Copy“ 21
5.1 Inhaltsangabe von Rabischs „Duplik Jonas 7“ 21
5.2 Interpretation von Rabischs „Duplik Jonas 7“ 24
5.3 Inhaltsangabe von Eschbachs „Perfect Copy“ 27
5.4 Interpretation von Eschbachs „Perfect Copy“ 31
5.5 Vergleich der Aussagen beider Werke 34
6. Didaktische Aspekte der beiden Werke 36
6.1 Vorstellung des vom dtv angebotenen Unterrichtsvorschlags zu Rabischs „Duplik Jonas 7“ 36
6.2 Kritik am vorgestellten Unterrichtsvorschlag 38
6.3 Einige Verbesserungen und Ergänzungen bzw. Anpassungen an den Schleswig- Holsteinischen Lehrplan zum vorgestellten Unterrichtsvorschlag 40
6.4 Entwurf eines Unterrichtsvorschlags zu Eschbachs „Perfect Copy“ 44
6.5 Kritik am erarbeiteten Unterrichtsvorschlag 50
6.6 Abschließende Bemerkungen zu der Verwendbarkeit beider Werke im Realschulunterricht 51
7. Zusammenfassung 53
8. Literaturnachweis 54
9. Grafiknachweis 56
10. Anhang 56

Automatisiert erstellter Textauszug:

6.3 Eigene Verbesserungen und Ergänzungen bzw. Anpassungen an den Schleswig- Holsteinischen Lehrplan zum vorgestellten Unterrichtsvorschlag Da es sich bei dem Roman „Duplik Jonas 7“ um ein Werk mit einer anspruchsvollen Wortwahl und einem sehr komplexen Thema handelt, denke ich, dass die Schüler es in Teilstücken über eine Woche hindurch lesen sollten. Das lässt sich auch mit Lautleseübungen in der Schule verbinden, auch bieten sich die Enden der Teilstücke, die jeder Lehrer selber im Hinblick auf seine Lernziele festlegen sollte, jeweils gut an, um handlungs- und produktionsorientierte Verfahren anzuwenden; sehr vielfältige Aufgaben finden sich im vorgestellten Unterrichtsvorschlag. Wie schon erwähnt, halte ich die im Lehrplan geforderte handlungs- und produktionsorientierte Arbeitsweise bei der Behandlung einer Ganzschrift für sinnvoll. Allerdings sollte diese nicht „spaßeshalber und um des Spielens willen [angewendet werden], sondern soll dem produktiven Verstehen literarischer Texte, ihrer Inhalte und Formen, ihrer Funktionen, Wirkungen und Leistungen dienen“ (Waldmann, S. 502). Dazu gehört auch, sich in angemessener Form mit erbrachten Schülerleistungen im Klassenverband auseinanderzusetzen. Da die Schüler aber meist nicht gewohnt sind, die Arbeiten anderer Schüler treffend zu bewerten und nur selten bereit sind, ihre eigenen Produktionen der Klasse zu präsentieren und da der Unterrichtsvorschlag sich zu diesem Problem nicht äußert, stelle ich jetzt fünf Methoden vor, wie man im Unterricht mit Schülertexten umgehen kann. Methode eins nennt sich „Autorenfolter“. Dabei trägt der Autor seinen Text vor, muss aber bei der gesamten Diskussion über seinen Text innerhalb der Klasse schweigen. Am Ende der Diskussion kann er dann eine persönliche Stellungnahme abgeben. [...]

unterschiedliche Fragen zum Wechsel seiner Einstellung zur Duplikhaltung im Vordergrund stehen und für Ilka ihre Einstellung zur Duplikhaltung, zum eigenen Vater und ihrem Umgang mit Jonas 7 bearbeitet werden sollen. Daneben sollen die Schüler Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Jonas 7 und Jonas Helcken erarbeiten, Argumente für und gegen die Duplikhaltung aus dem Buch heraussuchen und nicht zuletzt die Frage beantworten, warum sich zwischen Jonas 7 und Jonas Helcken keine Freundschaft entwickelt. Zu einigen Aufgabenstellungen lassen sich, wie oben bereits erwähnt, im Anhang einige gute Schülerarbeiten finden. Der zweite Teil der „Didaktischen Überlegungen“ befasst sich mit „Methodischen und kreativen Anregungen zum Umgang mit dem Text“ (www.dtv.de, S. 29). Hier gibt Fritz sowohl mehrere Fragestellungen als auch unterschiedliche Arbeitsformen an, um die genannten Frage zu lösen. So können die Schüler den Text verändern, beispielsweise unter der Fragestellung was geschehen würde, wenn man Jonas Helcken irrtümlich im Hort leben ließe. Auch könnte man die Frage diskutieren, was geschähe, wenn man Gehirne transplantieren könnte. Würde dann eine Duplik im Körper des Menschen weiterleben? Ein weiteres Diskussionsthema könnte die Frage sein, wie sich eine befreite Duplik in unserer Welt fühlen würde. Auch wird angeregt, unterschiedliche Zeitungsberichte über den „Fall Jonas“ zu verfassen. Die Schüler könnten daneben auch eine Gerichtsverhandlung entwerfen, in der geklärt wird, ob Duplikhaltung legal ist oder sie könnten zuletzt ein Fortsetzungskapitel schreiben, in dem beschrieben wird, was nach der Fernsehsendung mit Jonas 7 geschieht. [...]

Aufgabenstellungen von Schülern einer siebten Gymnasialklasse erarbeitet worden sind. Im Kapitel „Didaktische Überlegungen“ sagt Fritz, dass der Wertediskussion, die durch die Lektüre von „Duplik Jonas 7“ ausgelöst wird, eine „besondere didaktische Relevanz“ (www.dtv.de, S. 17) zukommt. Er gibt an, dass die vorgestellten Unterrichtseinheiten erfolgreich mit einer siebten Klasse des Theresien- Gymnasiums in München bearbeitet wurden, dass es aber genauso möglich sei, den Text in den Klassen acht bis zehn zu bearbeiten, wichtig sei lediglich eine große Bereitschaft von Seiten der Schüler sich intensiv mit den moralischen Wertvorstellungen unserer bzw. der in der Lektüre geschilderten Gesellschaft auseinanderzusetzen. Auch biete sich dieser Text an, um ihn Fächer übergreifend z.B. in Verbindung mit dem Ethikunterricht zu bearbeiten. Zuletzt gibt Fritz an, dass er bei seinem Unterrichtsvorschlag großen Wert auf die Identifikation der Schüler mit den Hauptpersonen gelegt hat, um die damit verbundenen Möglichkeiten des kreativen Schreibens bestmöglich zu nutzen. In dem auf das Kapitel „Didaktische Überlegungen“ folgenden Abschnitt „Methodische Anregungen“ geht es um konkrete Tipps zur Unterrichtsgestaltung. Im ersten Teil werden „Mögliche Aufgabenstellungen (auch in Partner- oder Gruppenarbeit) in thematischer Hinsicht“ (www.dtv.de , S. 28) dargestellt. Fritz läst offen, ob die dargestellten Aufgaben auch in der Reihenfolge, wie sie beschrieben sind, unterrichtet werden sollen; es spricht aber zunächst nichts dagegen, die Aufgaben in der angegebenen Reihenfolge zu stellen. Auch erwähnt er nicht, ob er alle Fragen selbst unterrichtet hat, oder ob er lediglich theoretische Überlegungen angestellt hat, welche Fragen ein Lehrer potentiell im Unterricht stellen könnte. Zunächst möchte Fritz ein Übersichtsraster erstellen lassen, in dem für jedes Kapitel geklärt werden soll, welche Personen dort dargestellt werden, was dort geschieht und welche Frage dort behandelt wird. Danach möchte er Personenskizzen zu Jonas 7, Jonas Helcken und Ilka Helcken anfertigen lassen, wobei die Fragestellungen zu den einzelnen Personen variieren. Beispielsweise soll für Jonas 7 u. a. geklärt werden, wie er sich in seiner Hortgemeinschaft verhält, wie er auf die Operation reagiert und warum er sich am Schluss nicht retten möchte, während für Jonas Helcken 37 [...]

Arbeit zitieren:
Saß, Timo April 2002: Das Thema 'Klonen' in der modernen Jugendliteratur, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Klonvorgang, Klonverfahren, Unterrichtsvorschläge, Rechtslage, Biologische Grundlagen

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