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Theaterbau - Planung und Ausführung

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Theaterbau - Planung und Ausführung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Martin Hornauer
  • Abgabedatum: Januar 2003
  • Umfang: 259 Seiten
  • Dateigröße: 20,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Regensburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7727-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7727-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7727-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hornauer, Martin Januar 2003: Theaterbau - Planung und Ausführung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Bauingenieur, Architekt, Akustik, Sicht, Brandschutz

Diplomarbeit von Martin Hornauer

Einleitung:

Was den heutigen Theaterbau besonders interessant macht, ist die Vielfältigkeit der Planungsfaktoren die berücksichtigt werden müssen. Nicht nur Akustik und Sichtverhältnisse sollten geklärt werden, sondern auch die Integration diverser maschineller Einrichtungen, die sich im Gegensatz zu den beiden erstgenannten Faktoren im Laufe der Geschichte rapide gewandelt und weiterentwickelt haben.

Diese Arbeit soll überwiegend die theaterspezifischen Planungsaufgaben erläutern aber gleichzeitig anhand der baubegleitenden Bilder den Bauablauf des Bühnenhauses in Straubing dokumentieren. Somit wird nicht nur auf die Planung eines Theaters, sondern auch auf die Bauweise des Objekts eingegangen.

Um die große Fülle des Themas kurz und bündig wiederzugeben wurde der Diplomarbeit eine zusammenfassende PowerPoint Präsentation mit den wichtigsten Schlagworten beigelegt.

Zusammenfassung:

Diese Diplomarbeit befasst sich mit den gesamten Planungsfaktoren eines modernen Theaters, so wie der Bauausführung am Beispiel des Neubaus „Stadttheater am Hagen, Straubing“.

Zusammenfassend sind folgende Punkte bei der Planung eines Theaters am wichtigsten:

- Raumkonzept:

Zunächst sollte festgelegt werden, für welche Zwecke das Theater genutzt wird. Daraus ergibt sich ein gewisses Raumkonzept, welches die Größe von Bühne, Nebenbühnen, Zuschauerraum, sanitäre Einrichtungen, Garderoben, Lager und andere Räume beeinflusst.

- Akustik:

Auch hier ist das Anwendungsgebiet des Theaters entscheidend. Den größten Einfluss hat die Nachhallzeit, welche durch die Raumgeometrie und diverse Reflexionsflächen bestimmt wird.

- Sichtverhältnisse:

Ausschlaggebend sind vor allem die maximale Entfernung der hintersten Reihen zur Bühne (wiederum abhängig von der Art der Nutzung) und die Sichtüberhöhung des einzelnen Zuschauers.

- Mechanische Einrichtungen:

Die mechanischen Einrichtungen haben einen sehr großen finanziellen Einfluss auf das Bauobjekt. Des weiteren sollte bereits beim Rohbau feststehen, welche Installationen später vorgenommen werden und auf welche verzichtet werden kann.

- Brandschutz:

Der Brandschutz ist in diversen Vorschriften genau geregelt. Er beinhaltet nicht nur Einrichtungen zum Bekämpfen von Feuer und Rauch (Sprinkleranlage, Rauchabzüge), sondern auch präventive Installationen wie den Eisernen Vorhang.

Des weiteren behandelt diese Diplomarbeit speziell die Planung des Stadttheaters am Hagen in Straubing und dessen Bauablauf in Form einer Fotodokumentation.

Inhaltsverzeichnis:

I. ZUSAMMENFASSUNG 1
II. VORWORT 3
III. PLANUNG 4
1. Übersicht 4
2. Historische Entwicklung des Theaters 6
3. Raumkonzepte 10
3.1 Guckkastenbühne 10
3.2 Arenatheater 12
3.3 Raumspielfläche 12
3.4 Mehrzweckräume 13
3.5 Komponenten eines Theaters 18
3.5.1 Vorbühne 18
3.5.2 Der eiserne Vorhang 21
3.5.3 Das Zuschauerhaus 22
3.5.4 Zuführungen zum Zuschauerraum 24
3.5.5 Publikumsräume außerhalb des Zuschauerraums 25
3.5.6 Bühnenhaus 27
4. Akustik 31
4.1 Grundlagen der Akustik 32
4.1.1 Einleitung 32
4.1.2 Schallfelder 32
4.1.3 Schallgeschwindigkeit 34
4.1.4 Bezeichnungen in der Akustik 34
4.2 Schallwahrnehmung des Menschen 36
4.2.1 Das menschliche Gehör 36
4.2.2 Frequenzabhängigkeit 36
4.2.3 Zeiteinflüsse 37
4.2.4 Richtungswahrnehmung 38
4.3 Formen des Schalls 39
4.3.1 Töne 39
4.3.2 Klänge 40
4.3.3 Geräusche 40
4.4 Richtung des Schalls 42
4.4.1 Schallbeugung 42
4.4.2 Schallbrechung 43
4.4.3 Einfluss des Wetters 43
4.5 Hörsamkeit 45
4.5.1 Hörsamkeit durch Reflexionen 45
4.5.2 Schädliche und nützliche Reflexionen 46
4.6 Schallreflexion- und Absorption 49
4.6.1 Schallreflexion 49
4.6.2 Schallabsorption 51
4.7 Nachhall 55
4.7.1 Nachhallzeit 55
4.7.2 Einfluss des Nachhalls auf die Klangcharakteristik 57
4.8 Flatterecho 58
4.9 Stehende Welle 59
4.10 Schallmessung 60
4.11 Problematik der Musik 61
4.11.1 Intervalle und Harmonien 61
4.11.2 Musik und Raumakustik 62
4.12 Akustische Anforderungen eines Theaters 63
4.12.1 Sprechtheater 63
4.12.2 Musiktheater 65
4.12.3 Mehrzwecktheater 66
4.12.4 Bühnenanlage 67
4.12.5 Lärmschutz 67
4.13 Beschallungstechnik 68
4.13.1 Anforderungen an eine Beschallungsanlage 69
4.13.2 Bausteine einer modernen Beschallungsanlage 69
4.13.3 Überlagerung von Schallwellen 72
4.13.4 Schallpegelverteilung 73
4.14 Berechnungsbeispiel: Mehrzweckraum 77
5. Sichtverhältnisse 80
5.1 Sichtüberhöhung 81
5.2 Sichtwinkel 85
5.3 Bühneneinsichttiefe 86
5.4 Sehweite 87
5.5 Sichtliniendifferenzen 88
5.6 Bühnenaufsichtwinkel 89
6. Mechanische Einrichtungen 90
6.1 Bühnensysteme 91
6.2 Geräte und Installationen 94
6.2.1 Hubpodien 96
6.2.1.1 Klassifikation von Hubpodien 96
6.2.1.2 Podienantriebe 99
6.2.2 Bühnenwagen 106
6.2.2.1 Klassifikation von Bühnenwagen 106
6.2.2.2 Bühnenwagenantriebe 108
6.2.3 Drehscheiben und Drehbühnen 109
6.2.4 Schnürboden 111
6.2.5 Arbeitsgalerien 112
6.2.6 Vorhangskonstruktionen 112
6.2.7 Hubzüge 113
6.2.8 Einrichtungen zur Spielraumbegrenzung 115
6.2.9 Beleuchtungstechnik 116
7. Einrichtungen des Brandschutzes 117
7.1 Schutzvorhänge 117
7.2 Rauchabzuganlagen 118
7.3 Löschanlagen 119
IV. AUSFÜHRUNG - STADTTHEATER IN STRAUBING 120
1. Übersicht 120
2. Bestand 121
2.1 Gebäude 121
2.1.1 Nutzung des Theaters 121
2.1.2 Bestandsaufnahme 122
2.1.3 Beurteilung 123
2.2 Bühnentechnik und Ausstattung 124
3. Planung des Bühnenhauses 126
3.1 Grundsätzliches 126
3.2 Gesetze und Vorschriften 127
3.3 Raumprogramm 127
3.4 Einteilung der Bühne 129
3.5 Statik 130
3.6 Bodenmechanik 132
3.6.1 Beschreibung des CSV-Verfahrens 132
3.6.2 Ausführung der Bodenverbesserung 133
3.7 Bühnentechnische Einrichtungen 134
3.7.1 allgemein anerkannte Regeln der Technik 134
3.7.2 Komponenten der Bühnentechnik 136
4. Baubegleitende Fotodokumentation 140
V. SCHLUSSWORT 157
VI. LITERATURVERZEICHNIS 158

Automatisiert erstellter Textauszug:

Schall ist der Oberbegriff für verschiedene Arten von akustischen Signalen und deren Kombinierung. Im Wesentlichen spricht man von drei unterschiedlichen Formen des Schalls: Töne, Klänge und Geräusche. Im Fortlauf dieses Kapitels sollte beachtet werden, dass es bei den Definitionen dieser Begriffe Unterschiede zwischen Physikern und Musikern gibt! Wenn ein Musiker von einem Ton spricht, so meint er nur eine bestimmte Tonhöhe, bzw. Frequenz. Unter Klang versteht beispielsweise ein Pianist, wie sich sein Instrument durch das Einwirken von Dynamik, Obertönen oder Spielweise für den Betrachter anhört. Auch wenn sein Instrument gelegentlich absichtlich oder auch ungewollt Geräusche verschiedener Art von sich gibt, so gehört dieses Nebengeräusch oft zum gewünschten Klang des Instruments. Beispielsweise der hörbare Anschlag beim Zupfen einer Gitarre ist nicht selten vom Musiker gewollt und wird sogar von guten Gitarristen gezielt eingesetzt. Ein Physiker hingegen hat von Ton, Klang und Geräuschen ganz genau definierte Vorstellungen, welche im folgenden geschildert werden. 4.3.1 Töne Unter „Töne“ versteht der Physiker die einfachste und gleichmäßigste Form einer Schwingung, den Sinuston (siehe Abb. 4.7). Da dieses Schallereignis in der Natur kaum vorkommt, ist der Sinuston nur von theoretischer Bedeutung. Trotzdem ist er für die Grundlagen der Akustik wichtig, um zu verstehen, [...]

Richtungswahrnehmung Die Richtungswahrnehmung des Menschen kommt dadurch zustande, dass ein ankommender Schall zuerst das eine und dann das andere Ohr erreicht. Eine Auswertung im Gehirn gibt der Person die Information, woher der Schall kommt. In vertikaler Richtung kann der Schall theoretisch durch die geometrischen Gegebenheiten leider nicht geortet werden. Zieht man allerdings in Betracht, dass sich der Kopf immer in einer leichten Schrägneigung befindet, kann jede Richtung des Schalls hinreichend genau bestimmt werden. Hinter dem Kopf ergeben sich in bestimmten Frequenzen geringfügig höhere bzw. niedrigere Schallpegel. Diese Gegebenheit weist wiederum darauf hin, dass es sich um einen von hinten ankommenden Schall handeln muss. Diese Tatsachen spielen eine große Rolle in der Raumakustik. Befindet man sich im gleichen Abstand zwischen zwei gleich lauten Schallquellen, so empfindet man ein gewisses „ich bin in der Mitte“- Gefühl. Erhöht sich die Lautstärke einer Seite, so hat der Hörer den Eindruck, diese würde sich nähern. Diesen Effekt macht man sich nicht nur in Konzertsälen oder im Theater, sonder auch bei der Stereowiedergabe (2 Schallquellen) von aufgezeichnetem Musikmaterial oder 5.1 Dolby Digital Filmen (6 Schallquellen) zu nutze. Diese Vorgänge nennt man „Summenlokalisationseffekt“. [...]

Schallgeschwindigkeit Die Schallgeschwindigkeit ist vor allem abhängig von der Art des Ausbreitungsmediums und dessen Temperatur. In Gasen verbreitet sich Schall je nach Art des Mediums mit Geschwindigkeiten von ca. 209 m/s (Chlor) bis etwa 1258 m/s (Wasserstoff). Für unsere Betrachtungen ist in aller Regel nur die Schallgeschwindigkeit von C=332 m/s für Luft bei 0°C von Bedeutung. Wesentlich schneller gestaltet sich die Schallausbreitung in flüssigen Medien mit Geschwindigkeiten von bis zu 1449 m/s für Wasser (destilliert). Um nicht zu weit ausholen zu müssen wird auf die Untersuchung der Schallausbreitung in Feststoffen nicht weiter eingegangen. Vielleicht sollte man trotzdem erwähnen, dass beispielsweise in Stahl Schallgeschwindigkeiten von bis zu 6000 m/s erreicht werden. [...]

Arbeit zitieren:
Hornauer, Martin Januar 2003: Theaterbau - Planung und Ausführung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Bauingenieur, Architekt, Akustik, Sicht, Brandschutz

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