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Tendenzen der Farbnamengebung

Sprachwissenschaftliche Untersuchung zu Bezeichnungen für Autolackfarben

Tendenzen der Farbnamengebung
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Kornelia Dittmar
  • Abgabedatum: August 1996
  • Umfang: 196 Seiten
  • Dateigröße: 16,1 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2696-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2696-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2696-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Dittmar, Kornelia August 1996: Tendenzen der Farbnamengebung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kompositum, Farbnamen, Konnotation, Denotation, Farbe

Magisterarbeit von Kornelia Dittmar

Einleitung:

Farbbezeichnungen bilden seit jeher einen interessanten Untersuchungsbereich für Sprachwissenschaftler; sprachhistorische und -systematische, psycholinguistische und soziokulturelle Fragestellungen haben zu einer unübersehbaren Menge von Literatur zu diesem Themenbereich geführt - ganz abgesehen von Arbeiten anderer Fachbereiche wie Kunst, Optik usw.

Aufgabe dieser Arbeit war ein spezieller Aspekt, nämlich der Farbnamengebung, in einem speziellen Sachbereich, nämlich dem der Autolackfarben.

Anlaß für diese Themenstellung war die Beobachtung, daß offenbar aus werbetechnischen Gründen immer neue Farbnamen „erfunden“ werden müssen und daß bei vielen dieser Namen die Motivierung der Namensgebung unklar und unverständlich zu bleiben scheint. Dieses anhand der von deutschen Autoherstellern gewählten Farbnamen zu untersuchen, war Aufgabe der Arbeit.

Der eigentlichen Materialuntersuchung ist eine grundlegende Darstellung zum Phänomen „Farbe“ vorangestellt. Ebenfalls werden Daten zur Entstehung von Farbnamen und etymologische Erläuterungen zur Geschichte der Farbnamen gegeben. Einer Untersuchung der Denotate der einzelnen Primärfarben folgt eine Gliederung der Farbwörter, von denen vor allem Oksaars Typeneinteilung verwendet wird, um ein eigenes System von Farbbezeichnungen zu schaffen, das zunächst wortbildungsmäßig erläutert und in einer Graphik zusammengefaßt wird. Diese Typisierung bildet die Grundlage für die späteren Untersuchungen von Farbbezeichnungen bei Autolackfarben; Eine diachrone Untersuchung für eine Automarke zu den Farbbezeichnungen von 1963 bis 1996 wird angestellt, die deutliche Veränderungen in der Tendenz zur Komplexität erkennen läßt:. Simplizia verschwinden weitgehend; stattdessen finden sich modewellenartig nacheinander Komposita mit Bevorzugungen verschiedener Sachbereiche (US-Städte, Mittelmeer, Weltall...).

Gang der Untersuchung:

Im Hauptteil der Arbeit wird die Beziehung des Bestimmungswortes bzw. Farbnamens zur Farbe untersucht. Es wird ein schrittweises Verfahren angewandt: zuerst werden die recht eindeutigen Vergleiche behandelt, dann (nach einem Abschnitt, der die die Aussichtslosigkeit des Hinzuziehens von Denotatsbeschreibungen in Wörterbüchern demonstriert) werden die Konnotationen der Primärfarbwörter anhand der Ergebnisse von 5 farbpsychologischen Untersuchungen (u.a. Goethe) zusammengestellt und zusammenfassend interpretiert. Für die verbleibenden ungeklärten Farbbezeichnungen wird ein Verfahren entwickelt, um einen Zusammenhang der individuellen Assoziationen, die mit den Bestimmungswörtern verbunden werden, mit den kollektiven Konnotationen der Primärfarbwörter zu überprüfen; hierzu ist ein Test mit einer größeren Gruppe von Versuchspersonen durchgeführt worden. Die Ergebnisse dieses Tests werden sehr anschaulich (mit Graphiken) dargestellt und verbal interpretiert; von den 54 zunächst ungeklärten Farbwörtern konnten bei 31 Wörtern mithilfe der Assoziationen Beziehungen zwischen Bestimmungswort und Farbe nachgewiesen werden, sodaß nur noch 23 Wörter als unmotiviert nachbleiben, von denen weitere 5 auf andere Weise „geklärt“ werden. - Schließlich werden die Farbnamen nach den einzelnen Firmen geordnet dargeboten; Hinweise auf besondere Vorlieben können so herausgearbeitet werden.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 7
2. Farbe 10
2.1 Phänomen Farbe 10
2.2 Licht 10
2.3 Additive Farbmischung 12
2.4 Farbsehen 12
3. Entstehung der Farbnamengebung 15
3.1 Entwicklung der Verwendung von Farben 15
3.2 Geschichte der Farbnamen 16
4. Typen von Farbbezeichnungen nach König, Gipper, Kornerup und Wanscher, Oksaar 20
5. Entwicklung der Bezeichnungen für Autolackfarben am Beispiel FORD 32
6. Farbnamengebung für Autolackfarben 49
6.1 Vergleiche 49
6.2 Denotationen 54
6.3. Konnotationen 59
6.4 Assoziationen 88
6.5 Assoziationstest 91
6.6 Farbnamengebung der deutschen Hersteller 148
7. Schlussbemerkung 162
8. Literaturverzeichnis 165
9. Anlagen 170

Arbeit zitieren:
Dittmar, Kornelia August 1996: Tendenzen der Farbnamengebung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kompositum, Farbnamen, Konnotation, Denotation, Farbe

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