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Telelernen via elektronisches Netz

Am Beispiel der beruflichen Weiterbildung

Telelernen via elektronisches Netz
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Michael Peuntner
  • Abgabedatum: Januar 1999
  • Umfang: 85 Seiten
  • Dateigröße: 1,1 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität München Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1605-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1605-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1605-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Peuntner, Michael Januar 1999: Telelernen via elektronisches Netz, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: WBT, CUL, CUU, Distance Learning

Diplomarbeit von Michael Peuntner

Einleitung:

In den letzten Jahren nahm die Zahl von computerunterstützenden bzw. -basierenden Lernangeboten (CUL bzw. CBT) stark zu. Ob als Lehrmittel oder Unterrichtshilfe, der PC gewinnt in der schulischen und beruflichen Aus- und Weiterbildung zunehmend an Bedeutung. Er dient als Abspielgerät für Lernsoftware oder steht als Lernobjekt im Mittelpunkt, um den Umgang zu erlernen.

Durch die Vernetzung der PCs eröffnen sich dem Lehrenden und Lernenden neue Möglichkeiten, die über die einfache Wissensvermittlung hinausgehen. Mit Hilfe des Internets kann der Lernende nicht nur sich informieren, sondern auch mit anderen und dem Lehrenden kommunizieren. Somit bekommt CUL eine neue Bedeutung.

Die Bekanntheit und die Nutzung von CBT-Angeboten nehmen in Deutschland stetig zu. Bereits 55 Prozent der Bundesbürger haben vom Begriff CBT schon gehört und 19 Prozent haben oder wollen CBT nutzen. Dabei beträgt der Anteil der Internet- oder Intranetbasierenden Lernangebote (WBT) in den Unternehmen im Durchschnitt 1,5 Prozent und soll in den nächsten zwei Jahren auf etwa 10 Prozent steigen.

Diese Zahlen zeigen, daß CBT-Angebote und darunter wiederum die WBT-Angebote immer wichtiger für die Aus- und Weiterbildung werden. Sie werden nach der oben genannten Studie den Lernmarkt nicht beherrschen, doch sie gewinnen an Bedeutung.

Welche Gründe dieser Bedeutungszuwachs hat, versucht unter anderem diese Arbeit versuchen zu klären. Es wird die Frage beantwortet was Telelernen via Netz im allgemeinen bedeutet. Dazu werden die verschiedenen Begriffe beschrieben, die unter die Bezeichnung Telelernen fallen, versucht den Begriff des netzbasierenden Lernens zu definieren und die wesentlichen formalen Unterschiede dargestellt. Es werden die wichtigsten Einsatzkriterien genannt, die bei der Verwendung des Netzes zum Telelernen zu beachten sind. Um via Netz lernen zu können, sind wichtige Voraussetzungen zu beachten. Darauf soll genauso eingegangen werden wie auch auf die Einsatzmöglichkeiten.

Welche unterschiedlichen netzbasierenden Lernarrangements am deutschen Markt angeboten werden, soll eine aktuelle Übersicht ausgewählter Anbieter zeigen. Es werden die einzelnen Arrangements vorgestellt und eine Übersicht der Didaktik gegeben. Das Netz als Telelernmedium steht hier im Mittelpunkt, da es auch als Unterrichtsmedium eingesetzt wird.

Nachdem berichtet wurde welche Möglichkeiten beim Lernen via Netz gegeben sind und wie sie in der Praxis umgesetzt werden, wird anschließend der Versuch unternommen die Potentiale und Grenzen dieser Lernform anhand eines Seminars aus der Praxis unter den momentanen Verhältnissen zu betrachten.

Diese Arbeit soll einen Überblick für alle Interessierten bieten, die sich mit beruflicher Aus- und Weiterbildung beschäftigen und netzbasierende Telelernarrangements verwenden oder entwickeln wollen. Der Leser wird nicht nur die positiven Seiten erfahren, sondern auch die Grenzen des Netzes als Lernmedium kennenlernen. Diese Arbeit erhebt nicht den Anspruch ausführlich und vollständig zu sein. Hierfür ist zum einen das Thema zu komplex, zum anderen es stehen noch keine ausreichenden Erkenntnisse zum Telelernen via Netz zur Verfügung.

Dabei greift die Arbeit auf verschiedene Quellen zurück, die sich vor allem mit CBT, Lernsoftware und beruflicher Weiterbildung beschäftigen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Ziele der Arbeit 3
3. Begriffsbeschreibung 5
3.1 Telelernen im allgemeinen 5
3.2 Telelernen im Netz 7
3.2.1 WBT 7
3.2.2 Business-TV 9
3.2.3 Verwandte Begriffe des Telelernens 11
4. Einsatzkriterien des Netzes in Telelernangeboten 12
4.1 Technische Voraussetzungen 13
4.1.1 Das Netz 13
4.1.1.1 Nutzungsmöglichkeiten 15
4.1.1.1.1 Kommunikation 15
4.1.1.1.2 Information 16
4.1.1.2 Probleme 16
4.1.2 Hardware 18
4.1.3 Benutzeroberfläche 19
4.1.3.1 Standardoberflächen 20
4.1.3.2 Lernoberflächen 21
4.1.3.2.1 Organisation der Lerninhalte 21
4.1.3.2.2 Utensilien 23
4.2 Entwicklung und Umsetzung von WBT 24
4.3 Lernziele 26
4.4 Lernort 29
4.5 Zielgruppe 30
4.6 Methodik 31
4.6.1 Sozialformen 32
4.6.2 Methoden 33
5. Beispiele netzbasierender Lernarrangements 37
5.1 Übersicht der untersuchten Lernarrangements 37
5.2 Didaktische Untersuchung 48
5.2.1 Festlegung der Gesichtspunkte 48
5.2.2 Ergebnis 50
6. Bedeutung von Telelernen via Netz 56
6.1 Potentiale und Grenzen von netzbasierenden Telelernen (anhand eines Projektmanagement-Seminars) 56
6.1.1 Ziele und Inhalte des Beispielseminars 56
6.1.2 Umsetzung des Seminars in ein netzbasierendes Lernarrangement 58
6.2 Zusammenfassung 65
6.2.1 Potentiale 66
6.2.2 Grenzen 67
7. Aussicht 69
8. Glossar 71
9. Abbildungsverzeichnis 75
10. Quellenverzeichnis 76

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Lerninhalte können auch durch den Lehrenden alleine oder abwechselnd durch das System dargeboten werden. Mit Hilfe von Videokonferenzen oder ApplicationSharing kann der Lehrende durch die Interaktionsmöglichkeit des Systems die Lernenden unterrichten. Er kann die Übungen der Teilnehmer beobachten und unter Umständen einzeln oder in der Gruppe korrigieren und besprechen. Er hat fast die gleichen Möglichkeiten wie im herkömmlichen Unterricht. - Versuch Der Versuch kann verschiedene Funktionen im Unterricht übernehmen. Er kann als Einführung in eine Unterrichtseinheit oder zum Beweis theoretischer Ableitungen dienen und er kann durch den Lehrenden oder durch die Lernenden durchgeführt werden. Sogenannte Online-Versuche sind auch in beschränktem Umfang in netzbasierenden Lernangeboten möglich. Wie beim Frontalunterricht kann der Versuch vom System oder vom Lehrenden kontrolliert werden. Der Lernende kann per Netz gewisse Versuche unter Kontrolle des System durchführen. Da bei dieser Form kein unmittelbares Erlebnis für den Lernenden möglich ist, muß der Versuch durch das System simuliert werden. Gewisse Versuche aus der Physik, wie Lichtwellen oder Chemie, wie chemische Reaktionen lassen sich somit nicht oder nur sehr aufwendig online verwirklichen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, daß Versuche durch den Lehrenden durchgeführt und den Lernenden präsentiert werden. Videokonferenzen sind dafür sehr geeignet, da die Übertragung eines Versuches, trotz räumlicher Distanz der Lernenden zum Geschehen eine größere Realitätsnähe hat. - (virtuelle) Projekte Projekte sind in den meisten Fällen arbeitsteilig und haben das Ziel, viele verschiedene Informationen aus unterschiedlichen Fachbereichen miteinander zu verknüpfen. Das Projekt hat den großen Vorteil, daß es verschiedene Qualifikationen in ihrem Zusammenhang und an einem konkreten Anwendungsfall zeigt. Es hat Eigenbeurteilungsqualitäten, schult Zusammenhangswissen, Transferfähigkeit, Übersicht, Selbstkontrolle und Teamfähigkeit. Es ist sehr gut mit den Prinzipien des entdeckenden Lernens zu vereinbaren und motiviert durch die Praxisnähe die Lernenden im größeren Umfang. Der Lernende soll nicht um des Lernenswillen lernen, sondern mit Abschluß der Lernphase vorzeigbare und brauchbare Ergebnisse vorweisen können. Projektgegenstand können alle Ergebnisse und Produkte sein, die mit den am Computer verfügbaren Softwarewerkzeugen herstellbar sind. Dies können 34 [...]

Gruppenarbeit hat dann ihre Berechtigung, wenn es sich um Aufgabenstellungen des Hebens, Tragens, Suchens oder Bestimmens handelt, weil dann die Kräfteaddition bzw. der gegenseitige Fehlerausgleich zum tragen bzw. zu gegenseitiger Anregung kommt. Sie verlangt vor der Lösung der Aufgabe Selbstorganisation des gesamten Kooperations- und Kommunikationsprozesses. Dafür müssen zuerst funktionierende Strukturen und die nötigen Vereinbarungen geschaffen werden. [Ballin, D. u. Brater, M.; S. 274 ff] Ein ideales Beispiel für Gruppenarbeit im Netz ist ein virtuelles Projekt. Jeder der Lernenden ist an der Planung und an der Umsetzung des Projektes beteiligt. Der Lehrende kann die Rolle des Projektleiters übernehmen. Jeder Lernende erhält eine Aufgabe, die er alleine von seinem Lernplatz aus erledigen muß. Der Lehrende koordiniert die einzelnen Aufgaben und hat somit die Möglichkeit direkt in das Geschehen einzugreifen. Lernarrangements können aber auch verschiedene Sozialformen beinhalten. Je nachdem welches Lernziel im jeweiligen Lernabschnitt vermittelt werden soll, kann ein Abschnitt in Einzelarbeit oder auch in virtueller Gruppenarbeit bewältigt werden. Z. B. bei einem virtuellen Projekt kann der Lernende sich die Kenntnisse in Einzelarbeit aneignen und im Projekt in Form der Gruppenarbeit üben. 4.6.2 Methoden Nachfolgend werden einige Methoden, die aus dem herkömmlichen Unterricht bekannt sind, vorgestellt. Es sollen Beispiele gegeben werden, wie sie in netzbasierenden Lernarrangements angewendet werden können. - Frontalunterricht Diese weitverbreitete und altbekannte Form des Unterrichts ist auch als Methode im netzbasierenden Lernarrangement einsetzbar. Zwei Möglichkeiten stehen zur Verfügung. Wie von CBT bekannt, kann der „ Stoff“ durch das Lernprogramm dargeboten und erklärt werden. Hier reicht die Bandbreite von einem elektronischen Buch bis zum interaktiven und selbstgesteuerten Lernprogramm. Dies ist auch im WBT möglich. Das Netz aber ermöglicht dem Entwickler ein abwechslungsreiches und aktuelles Arrangement zu schaffen. Das Netz kann in seinen verschiedenen Funktionen, als Kommunikations- oder Informationsmedium innerhalb des Angebotes integriert werden. Es besteht die Möglichkeit, Inhalte und Beispiele schneller als im CBT schneller zu aktualisieren. [...]

4.6.1 Sozialformen Die Einzelarbeit ist die überwiegend praktizierte Form der Lernarbeit am Computer und im Fernstudium. Jeder Lernende bearbeitet selbständig den vorgegebenen Stoff und versucht die Aufgaben dazu zu lösen. Je nachdem wie das Lernarrangement technisch und methodisch gestaltet ist, kann er entscheiden, ob er die angebotene Hilfe annehmen will oder alleine lernen möchte. Durch E-Mail oder Newsgroups hat er die Möglichkeit, Antworten auf seine Fragen oder Probleme zu bekommen. Die Einzelarbeit eignet sich zur Aneignung von rein kognitivem Wissen, zum Finden eigener Problemlösungen oder zur Vorbereitung und Heranführung zu verhaltensorientierten Seminaren. Die Einzelarbeit fördert das eigenständige Vorgehen bei der Lösung von Aufgaben und Problemen. Dadurch steht die methodische Kompetenz im Vordergrund, die soziale Kompetenz wird ausgeblendet. Die wichtigsten Formen der virtuellen Gruppenarbeit sind Paar- und Kleingruppenarbeit. Die Paararbeit hat das Ziel der gemeinsamen Bearbeitung von Aufgaben. Sie läßt sich mit Hilfe des Internets und z. B. Application-Sharing verwirklichen und vom Lehrenden oder dem Lernsystem überwachen oder steuern. Bei vergleichsweiser geringer Komplexität lassen sich elementare soziale Prozesse studieren und die Notwendigkeit von Absprache, Klärung und Verständigung darstellen. Dies läßt sich sehr gut bei Handlungssituationen aus Arbeitsprozessen üben, die in Partnerarbeit zu bewältigen ist. Dabei muß ein Lernender die Arbeit eines anderen fortsetzen oder vervollständigen. Der Übernehmende erfährt sehr schnell, wie bedeutend Vollständigkeit, Korrektheit und Dokumentation des Übergebenden ist. In der Paararbeit sind auch Wettbewerbselemente denkbar und Situationen, bei denen konkurrierend gehandelt wird. [Ballin, D. u. Brater, M.; S. 274 ff] 32 [...]

Arbeit zitieren:
Peuntner, Michael Januar 1999: Telelernen via elektronisches Netz, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
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