Telearbeit
Eine Klassifikation möglicher Vor- und Nachteile von Telearbeitsformen zum Nachweis des ökonomischen Nutzens
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Stephan Voigt
- Abgabedatum: Januar 2001
- Umfang: 93 Seiten
- Dateigröße: 446,1 KB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Leuphana Universität Lüneburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4142-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4142-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4142-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Voigt, Stephan Januar 2001: Telearbeit, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Wirtschaftlichkeit
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Diplomarbeit von Stephan Voigt
Einleitung:
Die deutsche Wirtschaft wird auf der Schwelle zum 21. Jahrhundert mit fundamentalen strukturellen Veränderungen konfrontiert. Permanente Entwicklungen der Informations- und Kommunikationstechnologien können in diesem Zusammenhang als Auslöser ständiger Veränderungs- und Anpassungsprozesse bezeichnet werden, die den Ort der Arbeitsverrichtung eine eher nachrangige Bedeutung zuweisen. Die Unternehmen stehen nun vor der Aufgabe, diese Veränderungsprozesse in Einklang mit dem Zusammenwirken von Menschen und Maschinen zu bringen.
Gegenwärtige Charakteristika des Marktes sind sowohl Forderungen nach Flexibilisierung von Arbeit, wie sie sich z.B. im allgemeinen Wertewandel der Gesellschaft widerspiegelnd, als auch Auflösungstendenzen traditioneller Unternehmensstrukturen sowie Globalisierung und Intensivierung des Wettbewerbs. Nur solche Unternehmen, die den modernen Technologien und Arbeitsformen aufgeschlossen gegenüberstehen, werden sich auf den rasant verändernden Märkten behaupten können. Innovative und zukunftsorientierte Arbeits- und Beschäftigungsformen können diesbezüglich eine Basis auf dem Weg des unaufhaltsamen Wandels zur Informations- und Wissensgesellschaft schaffen.
Der Telearbeit, als einer potentiellen Arbeitsform dieser Form der Gesellschaft, kommt daher ein hohes individuelles, wirtschaftliches und gesellschaftliches Nutzenpotential zu, welches aber nicht von allen Seiten als positiv empfunden wird. Befürworter verbinden mit der Telearbeit die Freiheit des modernen Nomaden, während Skeptiker in ihr die Rückkehr zur klassischen Heimarbeit sehen. Politiker erhoffen sich von ihr die Lösung von Problemen im Umweltschutz, der Strukturpolitik und des Verkehrs. Arbeitskräfte erhoffen sich eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und befürchten gleichzeitig die negativen Auswirkungen sozialer Isolation. Unternehmen dagegen verbinden mit der Einführung von Telearbeit Kostensenkungen und Produktivitätssteigerungen und befürchten gleichermaßen den Kontrollverlust bei der Führung von Telearbeitern.
Diese verschiedenen Einstellungen bestimmen, ob die Verbreitung von Telearbeit schon in den nächsten Jahren zunimmt. Vision und Realität im Bereich der Telearbeit fallen jedoch deutlich auseinander. Dieses hängt von zahlreichen Faktoren ab: Kühne Prognosen schließen oft von der reinen Machbarkeit dezentraler Arbeits- und Beschäftigungsformen auf eine zukünftige Diffusion dieser Arbeitsform. Doch ist die reine Machbarkeit der Telearbeit oftmals von anderen Bedingungen abhängig als die der tatsächlichen Verbreitung. Während sich die Machbarkeit auf die personellen, organisatorischen, rechtlichen und technischen Bedingungen einer erfolgreichen Realisierung beziehen, wird der für die Verbreitung von Telearbeitsformen wichtigen Bedingung des ökonomischen Nutzens viel zu wenig Beachtung geschenkt. Denn erst wenn durch die Einführung von Telearbeit ein erkennbarer ökonomischer Nutzen erreicht und nachgewiesen wird, besteht die Möglichkeit einer zunehmenden Diffusion von Telearbeit.
Dieser notwendigen Bedingung der Diffusion von Telearbeit steht jedoch oft unzureichendes Wissen über Telearbeitsformen und deren Wirtschaftlichkeit gegenüber, wodurch viele Potentiale unausgeschöpft bleiben. Zur Erfolgsbewertung neuer, flexibler Arbeits- und Beschäftigungsformen müssen in Zukunft neben den typischen betriebswirtschaftlichen Zielen wie Kosten, Zeit, Qualität und Flexibilität auch Ziele im Bereich der Humansituation sowie im Bereich externer Effekte berücksichtigt werden. Denn nur eine ganzheitliche Erfolgsbetrachtung der Telearbeit trägt dem breiten Wirkungsspektrum verteilter Arbeits- und Organisationsformen Rechnung Der Autor möchte mit dieser Arbeit Gründe für die immer noch geringe Verbreitung von Telearbeit in Deutschland erörtern sowie eine Klassifikation der möglichen Vor- und Nachteile von Telearbeitsformen darstellen. Durch eine systematische und ganzheitliche Erfassung der möglichen Vor- und Nachteile von Telearbeitsformen soll versucht werden, das breite Wirkungsspektrum dieser Arbeitsform darzulegen. Diese ganzheitliche Betrachtung soll allen Beteiligten von Telearbeitsformen aufzeigen, wie umfassend die Auswirkungen dezentraler Arbeitsformen sein können.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Grundlegung | 1 |
| 1.1 | Einleitung | 1 |
| 1.2 | Vorgehensweise | 3 |
| 1.3 | Definition | 4 |
| 2. | Der Stand der Dinge: Telearbeit heute | 5 |
| 2.1 | Formen | 5 |
| 2.2 | Virtuelle Unternehmen | 8 |
| 2.3 | Verbreitung und Potential | 10 |
| 3. | Allgemeine Voraussetzungen | 15 |
| 3.1 | Wandel in Markt und Wettbewerb | 15 |
| 3.2 | Informations- und Kommunikationstechniken | 17 |
| 3.3 | Wandel in Arbeitswelt und Gesellschaft | 19 |
| 4. | Notwendige Bedingungen | 22 |
| 4.1 | Personelle | 22 |
| 4.1.1 | Tätigkeitsbereiche und Telearbeiter | 22 |
| 4.1.2 | Führungskräfte | 25 |
| 4.2 | Organisatorische | 26 |
| 4.2.1 | Kommunikation | 26 |
| 4.2.2 | Betreuung und Schulung | 28 |
| 4.2.3 | Ergebnisorientierte Führung | 29 |
| 4.2.4 | Unternehmenskultur | 31 |
| 4.3 | Rechtliche | 32 |
| 4.4 | Technische | 33 |
| 5. | Ökonomische Bedingungen | 35 |
| 5.1.1 | Enger Wirtschaftlichkeitsbegriff | 35 |
| 5.1.2 | Erweiterte Wirtschaftlichkeit | 37 |
| 6. | Klassifikation der Vor- und Nachteile | 40 |
| 6.1 | Mitarbeiterebene | 42 |
| 6.1.1 | Kosteneffekte | 42 |
| 6.1.2 | Qualitätseffekte | 43 |
| 6.1.2.1 | Selbstverwirklichung | 43 |
| 6.1.2.2 | Qualifikation | 45 |
| 6.1.2.3 | Kommunikation | 47 |
| 6.1.3 | Zeiteffekte | 49 |
| 6.1.4 | Flexibilitätseffekte | 50 |
| 6.2 | Unternehmensebene | 52 |
| 6.2.1 | Kosteneffekte | 52 |
| 6.2.1.1 | Einführungs- und laufende Kosten | 52 |
| 6.2.1.2 | Einsparung von Raum-, Energie- und Personalkosten | 55 |
| 6.2.2 | Zeiteffekte | 56 |
| 6.2.2.1 | Arbeitsproduktivität | 56 |
| 6.2.2.2 | Fehlzeiten | 59 |
| 6.2.3 | Qualitätseffekte | 60 |
| 6.2.3.1 | Verbesserung der Produkt- und Prozessqualität | 60 |
| 6.2.3.2 | Kundenservice | 61 |
| 6.2.4 | Flexibilitätseffekte | 62 |
| 6.2.4.1 | Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter | 62 |
| 6.2.4.2 | Mitarbeitererhalt | 63 |
| 6.2.4.3 | Verbesserung der Kundenzufriedenheit | 63 |
| 6.3 | Gesellschafts- und Umweltebene | 65 |
| 6.3.1 | Beschäftigungseffekte | 65 |
| 6.3.2 | Haltung der Gewerkschaften | 70 |
| 6.3.3 | Schonung der Umwelt | 71 |
| 6.3.4 | Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie | 73 |
| 6.3.5 | Stärkung strukturschwacher und ländlicher Regionen | 75 |
| 7. | Schlussbetrachtung | 76 |
| Literaturverzeichnis |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832441425
Arbeit zitieren:
Voigt, Stephan Januar 2001: Telearbeit, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Wirtschaftlichkeit



