Telearbeit im Spannungsfeld von Gruppenarbeit und autonomer Einzelarbeit
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sebastian Hüsges
- Abgabedatum: September 1996
- Umfang: 67 Seiten
- Dateigröße: 2,4 MB
- Institution / Hochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0372-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0372-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0372-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Hüsges, Sebastian September 1996: Telearbeit im Spannungsfeld von Gruppenarbeit und autonomer Einzelarbeit, Hamburg: Diplomica Verlag
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Diplomarbeit von Sebastian Hüsges
Einleitung:
Die heutigen wirtschaftlichen Strukturen zeichnen sich durch einen Wandel von Wettbewerbsbedingungen und Unternehmensstrukturen aus. Hierzu gehören die Globalisierung der Märkte, die betrieblichen Innovationsdynamiken, der Wandel vom Verkäufer- zum Käufermarkt sowie die Ressourcenverknappung. Des weiteren sind die Innovationspotentiale der Informations- und Kommunikationstechnik und der Wertewandel in der Arbeitswelt und Gesellschaft eine enorme Herausforderung für die Unternehmen. Diese reagieren auf den Wandel mit der Auflösung von Hierarchien, kürzeren Innovationszyklen, geringeren Durchlaufzeiten, erhöhtem Druck auf Kostenreduktion und Kooperationen mit anderen Unternehmen.
Unter diesen Voraussetzungen hat vielfach der Umfang der Arbeitsaufgaben derart zugenommen, dass sie häufig nur noch in Arbeitsgruppen gelöst werden können. Dieser Trend hat sich im produzierenden Gewerbe (z. B. Automobilindustrie) sowie in Aufgaben mit hohem Entscheidungsfindungscharakter (z. B. Managementtätigkeiten) durchgesetzt.
Neben diesem Trend hat sich auch die Informations- und Kommunikationstechnik weiter entwickelt. Daraus entstand im Laufe der Jahre die heutige Telearbeit.
Die Telearbeit nahm 1962 ihren Anfang. Ein englisches Beratungsunternehmen, welches zur Zielsetzung hatte, Programmiererinnen die Heimarbeit zu ermöglichen, wird heute als Wegbereiter der Telearbeit angesehen. Die wissenschaftliche Diskussion wurde vor dem Hintergrund der Ölkrise 1973 in den USA von Nilles angeführt. Er untersuchte die Möglichkeit, den Pendelverkehr durch den Datenverkehr zu ersetzen und prägte den Begriff des Telecommuting. Heute verwendet man den Begriff Telework (Telearbeit). wobei inhaltlich kaum ein Unterschied besteht. In den 80er Jahren folgte eine gründliche wissenschaftliche Forschungsarbeit, die jedoch nur eine geringe praktische Relevanz hatte. Durch die neueren Telekommunikationstechniken gewinnt die Telearbeit heute immer mehr an Bedeutung, was die steigende Anzahl von Konferenzen bezüglich der Telearbeit noch untermauert. Aus der Telearbeit wuchsen daraufhin vielfältige Ausprägungsformen und Arbeitsplatztypen.
Bei den zwei angesprochenen neueren Organisationsstrukturen hat sich jedoch ein Spannungsfeld gebildet, durch das der Anschein entstand, dass sie sich gegenseitig ausschließen. Um dies noch einmal zu verdeutlichen: Telearbeit war in erster Linie auf einfache Unterstützungsaufgaben bzw. autonome Teleeinzelarbeit ausgelegt, die geringen Kommunikationsbedarf aufweisen. Dagegen läuft nun der Trend zur Implementierung von Gruppenarbeit.
Zielsetzung der vorliegenden Arbeit ist es, zu untersuchen, ob das Spannungsfeld zwischen Telearbeit (i.e.S. von Teleeinzelarbeit) und Gruppenarbeit entkräftet werden kann. Dazu wäre es notwendig, Arbeitsstrukturen zu analysieren, die den kombinierten Einsatz von Telearbeit und Gruppenarbeit (im folgenden Tele-Gruppenarbeit genannt) möglich und auch wirtschaftlich sinnvoll machen.
Gang der Untersuchung:
Der Aufbau der Arbeit orientiert sich an den Ausprägungen und Gestaltungsalternativen der räumlichen und zeitlichen Dimension von Tele-Gruppenarbeit, wie sie von einigen Wissenschaftlern empfohlen wird. Auf eine weitere vorgeschlagene Ausprägung, die sich auf die inhaltliche und prozessuale Ebene der Gruppenarbeit bezieht, wird hier nicht weiter eingegangen, da sich die Lösungsansätze teilweise gleichen und die Betrachtung der Dimension von Raum und Zeit für die Bearbeitung dieser Problemstellung ausreichend ist.
Das nachfolgende Kapitel 2 befasst sich mit den Grundlagen der Teleeinzelarbeit. Hier wird die klassische autonome Teleeinzelarbeit beschrieben sowie sich mit den verschiedenen Möglichkeiten der Telearbeit auseinandergesetzt. Zusätzlich wird die technische Ausrüstung angesprochen.
Kapitel 3 beinhaltet die Ausgestaltung der Kombination von Telearbeit und Gruppenarbeit. Darin inbegriffen ist eine kurze Einführung in die Grundlagen der Gruppenarbeit. Anschließend wird eine kritische Analyse der Tele-Gruppenarbeit durchgeführt, die in die räumliche und zeitliche Dimension aufgespalten wird. Dabei wird zu jeder Dimension eine Organisationsform mit Tele-Gruppenarbeitspotential analysiert und anschließend anhand eines kurzen Beispiels fundiert. Dazu gehört das Konzept der Gruppenarbeit in Satellitenbüros (vgl. 3.2.2) und das Konzept virtueller Teams (vgl. 3.2.3 und 3.2.4). Besonders hervorgehoben wird darin die Organisationsform der Gruppensitzung, da sie das größte Tele-Gruppenarbeitspotential besitzt.
In Kapitel 4 werden die Ergebnisse kurz zusammengefasst und ein Ausblick in die Zukunft dargelegt.
Inhaltsverzeichnis:
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | ||
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | ||
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 2. | DARSTELLUNG DER WICHTIGSTEN GRUNDLAGEN | 4 |
| 2.1 | TELEARBEIT IM KLASSISCHEN SINNE VON AUTONOMER EINZELARBEIT | 4 |
| 2.1.1 | Theoretische Fundierung der Telearbeit | 4 |
| 2.1.2 | Voraussetzungen für Telearbeit | 6 |
| 2.1.3 | Vorstellung der Telearbeit bei der IBM Deutschland GmbH | 7 |
| 2.2 | MÖGLICHKEITEN VON TELEARBEITSPLÄTZEN | 8 |
| 2.2.1 | Teleheimarbeit | 8 |
| 2.2.2 | Satellitenbüros und Nachbarschaftsbüros | 10 |
| 2.2.3 | Mobile Telearbeit | 13 |
| 2.2.4 | Virtuelle Unternehmen | 14 |
| 2.3 | TECHNISCHE AUSRÜSTUNG VON TELEARBEITSPLÄTZEN | 15 |
| 3. | MÖGLICHKEITEN UND PROBLEME BEIM KOMBINIERTEN EINSATZ VON GRUPPENARBEIT UND TELEARBEIT | 17 |
| 3.1 | GRUNDLAGEN ZUR TELE-GRUPPENARBEIT | 17 |
| 3.1.1 | Theoretische Fundierung der Gruppenarbeit | 17 |
| 3.1.2 | Gründe für die Einführung der Gruppenarbeit und deren Vorteile gegenüber der klassischen Einzelarbeit | 18 |
| 3.1.3 | Voraussetzungen für die Kombination von Gruppenarbeit und Telearbeit | 19 |
| 3.1.4 | Technische Hilfsmittel zur Tele-Gruppenarbeit | 20 |
| 3.2 | ZEITLICH UND ÖRTLICH DIFFERENZIERTE TELE-GRUPPENARBEIT | 21 |
| 3.2.1 | Rahmenbedingungen zu Raum und Zeit | 21 |
| 3.2.2 | Synchrone und ortsgleiche Tele-Gruppensitzungen | 23 |
| 3.2.2.1 | Allgemeine Darstellung der zeit- und ortsgleichen Tele-Gruppensitzungen | 23 |
| 3.2.2.2 | Einordnung von Group Decision Support Systems in die Systemklassen | 24 |
| 3.2.2.3 | Group Decision Support Systems (GDSS) | 25 |
| 3.2.2.4 | Beispiel-System „GroupSystems“ im Rahmen des Electronic Decision Room | 29 |
| 3.2.2.5 | Kritische Analyse der GDSS | 30 |
| 3.2.3 | Synchrone und ortsverschiedene Tele-Gruppensitzungen durch virtuelle Teams | 32 |
| 3.2.3.1 | Entwicklung der zeitgleichen und ortsverschiedenen Gruppensitzungen | 32 |
| 3.2.3.2 | Telefonkonferenzen zur Überbrückung von Räumen bei synchronen Sitzungen | 32 |
| 3.2.3.3 | Gruppenarbeit eines virtuellen Teams in Form einer beispielhaften Telefonkonferenz | 33 |
| 3.2.3.4 | Videokonferenzen zur Überbrückung von Räumen bei synchronen Sitzungen | 34 |
| 3.2.3.5 | Beurteilung der Telefon- und Videokonferenzen | 36 |
| 3.2.4 | Asynchrone Tele-Gruppenarbeit mittels virtueller Teams | 38 |
| 3.2.4.1 | Veranschaulichung der asynchronen Tele-Gruppenarbeit | 38 |
| 3.2.4.2 | Workgroup-Computing Systeme | 38 |
| 3.2.4.3 | Unterstützung virtueller Teams bei der asynchronen Kooperation durch Co-Autorensysteme | 39 |
| 3.2.4.4 | Terminkalender-Management im Rahmen von Workgroup-Computing Systemen - Eine kritische Analyse | 41 |
| 3.2.4.5 | Gruppenwissensbasen im Rahmen von Workgroup-Computing Systemen | 43 |
| 3.2.4.6 | Beurteilung der Workgroup-Computing Systeme | 45 |
| 4. | ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK | 46 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 49 | |
| ANHANG | 55 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832403720
Arbeit zitieren:
Hüsges, Sebastian September 1996: Telearbeit im Spannungsfeld von Gruppenarbeit und autonomer Einzelarbeit, Hamburg: Diplomica Verlag
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