Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Teilleistungsschwächen neu betrachtet

Die Möglichkeiten einer systemisch-konstruktivistischen Perspektive

Teilleistungsschwächen neu betrachtet
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Margit Fröschl
  • Abgabedatum: Februar 2001
  • Umfang: 186 Seiten
  • Dateigröße: 15,7 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Pädagogische Hochschule Weingarten Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3224-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3224-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3224-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Fröschl, Margit Februar 2001: Teilleistungsschwächen neu betrachtet, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Diagnostik, Entwicklungsförderung, Umwelteinfluß, Störungskonzepte, Praxiskonsequenzen

Diplomarbeit von Margit Fröschl

Problemstellung:

Ausgangspunkt für diese Arbeit waren individuelle Diskrepanzerfahrungen in pädagogischen und therapeutischen Situationen im Zusammenhang mit Diagnostik, Betreuung bzw. Förderung eines teilleistungsschwachen Kindes im Vorschulalter, die durch Erzieher, Psychologen, Diagnostiker, (Moto-, Ergo- und Sprach-)Therapeuten erfolgte.

Die unterschiedlichen Einschätzungen/Etikettierungen bzw. Begrifflichkeiten, Diagnosen, Prognosen durch verschiedene Experten, wie z.B. Erzieher, Therapeuten, Diagnostiker, auf der Basis von jeweils relativ isoliert nebeneinanderstehenden disziplinär-fachspezifischen Perspektiven des betreuerischen Umfelds, der unterschiedliche Verlauf mit überraschenden „Erfolgen“ bzw. „Nicht-Erfolgen“ der diversen professionellen Interventionen, die jeweils unvorhersehbar und im positiven wie im negativen Sinne nur begrenzt erklärbar schienen auch für die Durchführenden - waren der erste Anlass für individuelle - zunächst eher vorbewusste - Diskrepanzwahrnehmungen und des „Nicht-Tierstehens“.

Die dadurch hervorgerufenen Erfahrungen der Hilflosigkeit und mangelnden Handlungsfähigkeit, der Diskrepanzerfahrungen aufgrund der Widersprüche zwischen bisherigen Erwartungsstrukturen und aktuellen Wahrnehmungen erwiesen sich als eigentlicher „Motor für einen individuellen Lernprozess“, denn sie erforderten eine „neuartige Deutung bisheriger Erwartungs- (und Wahrnehmungs-) strukturen“ und bildeten für die Verfasserin dieser Arbeit somit die Ausgangsbasis, den Motor für „die Entwicklung eines neuen subjektiven Erfahrungsbereiches“.

Im Laufe des zwischenzeitlich aufgenommenen Diplompädagogikstudiurns, während der Auseinandersetzung mit Fachliteratur der verschiedenen mit dem Problemfeld „Teilleistungsschwächen“ befassten Disziplinen, durch die Beschäftigung mit den alles andere als einheitlichen Perspektiven und der z. T. verwirrenden Begriffsvielfalt von verschiedenen Konzeptionen im Zusammenhang mit diesem Problemkomplex (vgl. Kap. 4) verdichteten sich die bis dahin relativ vagen Vermutungen dann zu konkreteren Fragestellungen bzw. Problemstellungen, die im folgenden bearbeitet werden sollen.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
2. ENTWICKLUNG DER FRAGESTELLUNG UND HERANGEHENSWEISE 2
2.1 Ausgangssituation für die Entwicklung der Fragestellung: persönliche Diskrepanzerfahrungen und daraus resultierende Fragen 2
2.2 Konsequenz aus diesen Problemstellungen: die Suche nach einer alternativen (metatheoretischen) Perspektive für die Betrachtung des Problemkomplexes 5
2.3 Bemerkungen zur Herangehensweise 6
3. UMRISSE DER KONZEPTION EINES SYSTEMISCH KONSTRUKTIVISTISCHEN WELT-UND MENSCHENBILDES ALS BASIS EINER ALTERNATIVEN BEOBACHTERPERSPEKTIVE 12
3.1 Umrisse eines alternativen Paradigmas 12
3.2 Konsequenzen für ein alternatives Menschenbild: der Mensch als ein dynamisches Gesamtsystem, als „Ausdruck eines ganzen Netzes von Beziehungen“ 23
3.3 Die Möglichkeit zusätzlicher Impulse für ein alternatives Menschenbild durch die Theorie komplexer nicht-linearer Systeme/Synergetik 33
3.4 Erste Konsequenzen für ein alternatives Verständnis des Entwicklungsprozesses 37
3.5 Erste Konsequenzen für „Wahrnehmung“, “Kognition“, „Lernen“ aus einem systemisch-konstruktivistischen Menschenbild 39
3.6 Zusammenfassung von Konsequenzen der veränderten anthropologischen bzw. erkenntnistheoretischen Voraussetzungen für ein alternatives Menschenbild 41
4. VIELFALT DER BEGRIFFE/KONZEPTIONEN ZUM PROBLEMKOMPLEX TEILLEISTUNGSSCHWÄCHEN AUS ALTERNATIVER PERSPEKTIVE 44
4.1 Auswirkungen des mechanistisch-naturwissenschaftlichen Paradigmas auf Medizin, Wissenschafts- und :Forschungsebene 44
4.2 Betrachtung der Vielfalt der Begrifflichkeiten/Konzeptionen zum Problemkomplex „Teilleistungsschwächen“ auf der Basis des Medizinischen Modells aus alternativer Sicht 46
4.3 Das Konzept der „Teilleistungen“ aus systemisch-konstruktivistischer Perspektive: Berücksichtigung der Vernetzung von „Teil“ und „Ganzem“ in zirkulärer Kausalität 54
4.4 Kommunikationsprobleme zwischen Forschungs- und Praxis-Perspektiven: alternative Sicht 61
4.5 Zusammenfassende Bewertung von (Teilleistungs-)Störungskonzepten aus systemisch-konstruktivistischer Perspektive 64
5. DAS UMFELD - DESSEN HALTUNG UND VERHALTEN GEGENÜBER „STÖRUNGEN“ MIT ALTERNATIVER ZENTRALER ROLLE 68
5.1 Alternatives Verständnis von „Störungen“ als (soziale) Beobachterkonstrukte 68
5.2 Die Gefahr einer möglichen sozialen Konstruktion von „Problemsystemen“ 69
5.3 Veränderte Position der Umwelt bzw. der Betreuungspersonen als Teil des Systems 75
5.4 Relativierung der Bewertung „gestört/nicht-gestört“ als sozial erzeugte Realität 76
5.5 Konsequenz: die erforderliche Weitung des Blicks 77
5.6 Konsequenzen aus der zentralen Rolle des Umfeldes im Zusammenhang mit Störungen 79
6. DIAGNOSTIK AUS ALTERNATIVER SICHT MIT ERWEITERUNG DES BEOBACHTUNGSFELDES: FUNKTION, RESSOURCEN, GRENZEN 81
6.1 Das Unbehagen an der klassischen Testdiagnostik des empirisch-analytischen Paradigmas 81
6.3 Diagnosen als Beobachterbeschreibungen 86
6.4 Diagnostik in nicht-linearen, komplexen Systemen: vom mechanistischen Reparaturdienst-, zum Wachstumsmodell 88
6.5 Diagnostik von Teilleistungsschwächen: Verabschiedung von statischen Konstrukten 93
6.6 Idealtypische Gegenüberstellung: Systemische Diagnostik vs. traditionelle Diagnostik 96
6.7 Möglichkeit des Brückenschlags von Diagnostik zur Intervention aus systemischer Sicht: Untrennbare Einheit von Diagnostik und Förderung: das „SpiratmodeR“ 97
7. INTERVENTIONEN AUS ALTERNATIVER ,SICHT: GRENZEN UND (STEUERUNGS-)MÖGLICHKEITEN VON „HEILEN“/“LEHREN“ 1.00
7.1 Der Glaube an gezielte Beeinflussung auf der Basis des naturwissenschaftlichen Paradigmas: Konsequenzen für Interventionen 100
7.2 Ein systemisch-konstruktivistisches Menschenbild als Ausgangsbasis für Interventionen 102
7.3 Alternative Grenzen und Möglichkeiten von mittelbaren Interventionen 105
7.4 Zentrale Funktion von Sprache, Reflexion, Bewußtheit für den Erfolg von Interventionen 11.0
7.5 „Lehren“/kognitive Förderung als Intervention aus systemisch-konstruktivistischer Sicht 111
7.6 Idealtypische Gegenüberstellung: Traditionelle vs. systemische Perspektive v. Interventionen 120
7.7 Möglicher Brückenschlag von der Normalpädagogik zur Heilpädagogik in systemischer Sicht 120
8. PRAXEOLOGISCHE REFLEXION AUS ALTERNATIVER PERSPEKTIVE: MÖGLICHKEITEN ZUR KOMMUNIKATION UND ORIENTIERUNG 124
8.1 „Theorie-“ und „Praxisbereich“ als selbstreferentielle Systeme mit eigener Funktionslogik 124
8.2 Ableitung/“Übersetzung“ erster Leitprinzipien für Orientierungsmöglichkeiten und Handlungsperspektiven des autonomen, eigendynamischen Praxisbereichs 128
8.3 Mögliche Einwände im Praxisfeld gegen eine systemisch-konstruktivistische Perspektive 139
8.4 Die grundsätzliche Frage der „Viabilität“ dieses Ansatzes für eine mögliche Verankerung von Praxiserfahrungen in einer systemisch-konstruktivistischen Metaposition 141
9. PRAXIS-/DISKREPANZ-ERFAHRUNGEN - BELEUCHTUNG/VERANKERUNG IN SYSTEMISCH-KONSTRUKTIVISTISCHER PERSPEKTIVE 142
9.1 Diskrepanzerfahrungen bezüglich Entstehung von Störungen bzw. Problemen und Bewertung durch das soziale Umfeld während der Kindergartenphase (vgl. Kap. 2.1.2) 142
9.2 Diskrepanzerfahrungen bezüglich isolierter, spezialisierter Testung einzelner Defektbereiche von getrennten Fachdisziplinen mit unterschiedlichen Diagnosen/Prognosen (vgl. Kap. 2.1.3) 149
9.3 Diskrepanzerfahrungen bezüglich grundsätzlicher Grenzen/Möglichkeiten bzw. der Nicht-Vorhersehbarkeit des Verlaufs von gezielten Interventionen (vgl. Kap. 2.1.4) 160
9.4 Schlussfolgerungen aus der Interpretation der Diskrepanzerfahrungen für eine alternative Perspektive von Teilleistungsschwächen 165
9.5 Abschließende Gedanken und weiterführende Überlegungen 168
LITERATURVERZEICHNIS

Arbeit zitieren:
Fröschl, Margit Februar 2001: Teilleistungsschwächen neu betrachtet, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Diagnostik, Entwicklungsförderung, Umwelteinfluß, Störungskonzepte, Praxiskonsequenzen

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren