Techno
Jugendkultur der neunziger Jahre
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Alexander Wolf
- Abgabedatum: Januar 1996
- Umfang: 141 Seiten
- Dateigröße: 710,4 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0458-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0458-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0458-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Wolf, Alexander Januar 1996: Techno, Hamburg: Diplomica Verlag
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Diplomarbeit von Alexander Wolf
Gang der Untersuchung:
Thema der vorliegenden Arbeit ist die Jugendkultur Techno. Aufgrund meiner Leidenschaft zur elektronischen Musik habe ich mich entschlossen, dieses Thema für meine Diplomarbeit im Studiengang Medienberatung auszuwählen.
Im einzelnen wird versucht, das Phänomen „Techno“ zu analysieren. Dem Leser wird ein Einblick in die Entwicklungsgeschichte der elektronischen Musik gegeben. Desweiteren wird versucht, anhand einer durchgeführten Untersuchung und Befragung von Technofans die Technoszene und deren Anhänger zu charakterisieren; in diesem Zusammenhang wird im besonderen der Aspekt der Jugendkultur „Techno“ betrachtet.
Die Interviews und Beobachtungen wurden in den Städten Leipzig, Köln und Berlin durchgeführt. Die Entstehung der Clublandschaft besonders im Ostteil der Stadt Berlin findet Beachtung, mit dem besonderen Augenmerk auf die zwei renommiertesten Technoclubs „Tresor“ und „E-Werk“.
Der Versuch, den Stoff der Diplomarbeit auf einer multimedialen Plattform, wie z.B das Internet, zu realisieren, ist unter der Internetadresse http\\\\:www.cs.tu-berlin.de\\ \\wolfa\\ einsehbar.
Inhaltsverzeichnis:
| INHALT, GEGENSTAND DER ARBEIT | 1 | |
| VORWORT | 4 | |
| CHARAKTERISIERUNG DER DEUTSCHEN TECHNOSZENE | 7 | |
| ZUR VORGESCHICHTE DER UNTERSUCHUNG | 7 | |
| DIE UNTERSUCHUNG | 7 | |
| ZIELE DER VORSTUDIE | 8 | |
| FRAGESTELLUNGEN UND ANNAHMEN | 8 | |
| DER FORSCHUNGS - UND GESPRÄCHSLEITFADEN | 10 | |
| ALLTAGSANFORDERUNGEN IM SPANNUNGSFELD ZUM LEBEN IN DER TECHNOSZENE, GESPRÄCHSLEITFADEN VOM 20.4.1996. | 10 | |
| LEBENSWELTLICHE REALITÄTEN | 10 | |
| STELLENWERT VON DROGENKONSUM | 11 | |
| WIE BEGEGNEN SICH MÄNNER UND FRAUEN IM TECHNOPARTYLEBEN | 11 | |
| TECHNOPARTY UND WOCHENRHYTHMUS DER SZENEZUGEHÖRIGEN | 11 | |
| SZENEKONTAKTE UND ZUGANGSWEISEN | 12 | |
| ERGEBNISSE DER SZENEBEOBACHTUNG JUGENDKULTUR TECHNO | 13 | |
| TECHNOINFRASTRUKTUR IN BERLIN | 17 | |
| TECHNOINFRASTRUKTUR LEIPZIG | 19 | |
| TECHNOINFRASTRUKTUR KÖLN | 20 | |
| TECHNOSZENE BRD ALLGEMEIN | 21 | |
| PARTYLEBEN IM VERGLEICH ZU BERLIN | 24 | |
| ZUM VERHÄLTNIS VON TECHNO-PARTYGEMEINDE UND „TECHNOPARTY-PEER-GROUPS“ | 26 | |
| DAS TECHNOPARTYUNTERHALTUNGSKONZEPT: WIRKUNGEN UND INTERPRETATION | 26 | |
| PROFIL DER BESUCHERINNEN VON TECHNOSDISKOTHEKEN UND TECHNO-CLUBS | 27 | |
| DURCHMISCHUNG DES PUBLIKUMS NACH BERUFSGRUPPEN | 30 | |
| ALTERSSTRUKTUR | 30 | |
| GESCHLECHTERVERHÄLTNIS | 31 | |
| EROTIK, SEXUALITÄT, TANZEN, ROLLENWECHSEL | 31 | |
| PARTNERSUCHE UND PARTNERSCHAFTEN - WIE IST DAS SEXUELLE GEFÜGE IN DER TECHNOSZENE? | 35 | |
| ZUSAMMENFASSENDE AUSWERTUNG DER ERGEBNISSE VON SZENEBEOBACHTUNGEN: | 37 | |
| FRAGESTELLUNGEN UND PERSPEKTIVEN | 37 | |
| ANNAHMEN UND DEFINITIONEN | 40 | |
| VERÄNDERUNGEN IM LEBEN DURCH TECHNO | 41 | |
| TECHNOLOCATIONS | 43 | |
| FLYER | 45 | |
| BOOTLEGGING- DIE KUNST DES RECYCLINGS | 46 | |
| DJ- MUSIK | 51 | |
| CHARAKTERISTIKA DER TECHNOPARTY | 54 | |
| TECHNO UND MEDIEN | 56 | |
| MERKMALE UND ERKENNUNGSZEICHEN VON TECHNOFANS | 57 | |
| TECHNOPOP UND -FASHION ALS WIRTSCHAFTLICHER FAKTOR | 58 | |
| EIGENSCHAFTEN, LEBENSSTILE UND DENKWEISEN VON TECHNOANHÄNGERN | 64 | |
| TECHNO - MUSIK | 67 | |
| KULTURSOZIOLOGISCHE CHARAKTERISIERUNG DER TECHNOSZENE | 67 | |
| VOM SEIN ZUM DESIGN | 67 | |
| AUSWEG ODER SELBSTKASTEIUNG ? | 71 | |
| ERLEBNIS UND AUSDRUCKSSTEREOTYPEN | 73 | |
| RISIKEN DER DESTRUKTION VON SELBSTERHALTUNGSINTERESSEN | 75 | |
| CLUBLANDSCHAFT IN BERLIN | 79 | |
| TECHNO-CLUBS | 80 | |
| „TRESOR” | 80 | |
| „E-WERK“ | 86 | |
| SCHALTZENTRALE DES E-WERK, PHOTO MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG DER PLANET-GLAMOUR-CREW | 88 | |
| SCHLUSSWORT - DIE ZUKUNFT VON TECHNO | 88 | |
| HISTORIE OF TECHNO | 91 | |
| DIE ANFÄNGE | 91 | |
| DIE SECHZIGER JAHRE | 92 | |
| DIE SIEBZIGER JAHRE | 94 | |
| NEW WAVE | 95 | |
| NDW (NEUE DEUTSCHE WELLE) | 96 | |
| INDUSTRIAL | 97 | |
| EBM (ELECTRIC BODY MUSIC) | 97 | |
| ENTWICKLUNG ELEKTRONISCHER MUSIK IN DEN USA | 98 | |
| HOUSE | 98 | |
| ACID-HOUSE | 100 | |
| HOUSE IN DEUTSCHLAND | 100 | |
| NEW BEAT | 101 | |
| TECHNO | 101 | |
| HARTCORE, GABBER | 102 | |
| BREAKBEAT, JUNGLE | 102 | |
| AMBIENT | 103 | |
| TECHNO-MUSIKSTILE | 104 | |
| ANHANG: | 105 | |
| ARBEITSPAPIER ZUR ERSTELLUNG EINER SZENESKIZZE FÜR BESUCHE UND TEILNEHMENDE | ||
| BEOBACHTUNG DER TECHNO-DISKOTHEKEN: | 105 | |
| ÄUßERE ASPEKTE UND REALITÄTEN | 105 | |
| DAS PUBLIKUM | 105 | |
| OUT-FIT DES PUBLIKUMS | 106 | |
| SZENE - ZUGEHÖRIGKEITEN: | 106 | |
| INNERE ASPEKTE UND REALITÄTEN WÄHREND DES ABLAUFS DER TECHNOPARTY | 107 | |
| DIE TECHNO-PARTY: AKTION - INTERAKTION - KOMMUNIKATION | 107 | |
| CHOREOGRAPHIE, DRAMATRURGIE, ATMOSPHÄREN; | 107 | |
| SUBJEKTSPEZIFISCHE ERLEBNISQUALITÄTEN | 108 | |
| PARTYREALITÄTEN, RAUSCH UND EKSTASE | 108 | |
| DROGEN | 109 | |
| GELD | 109 | |
| NACH DER PARTY | 109 | |
| ANMERKUNGEN: | 109 | |
| TECHNOSTUDIE INTERVIEWLEITFADEN | 110 | |
| FRAGEN ZUM LEBEN IN DER TECHNOSZENE | 110 | |
| 1. | EINSTIEG | 110 |
| 2. | ERLEBNISSE IN TECHNODISKOTHEKEN UND CLUBS | 111 |
| 3. | DIE ROLLE VON TECHNOMUSIK UND DIE GEFÜHLE | 111 |
| 4. | DIE ROLLE DES TANZENS | 111 |
| 5. | DIE TECHNOPARTY | 112 |
| 6. | DIE RAUSCHMITTEL | 112 |
| 7. | GESUNDHEITLICHE BEEINTRÄCHTIGUNGEN, BESCHWERDEN UND SCHADENSERFAHRUNGEN | 112 |
| 8. | GESUNDHEITLICHE GEFAHREN UND RISIKOWAHRNEHMUNG | 113 |
| 9. | FAMILIENBINDUNGEN UND WERTE | 113 |
| 10. | FREUNDSCHAFT, LIEBE, SEX; ERFAHRUNGEN, WERTE, ZIELE, WEGE | 114 |
| 11. | DIE BEDEUTUNG VON LUST UND SEXUALITÄT | 114 |
| 12. | SCHULE; AUSBILDUNG UND BERUF. | 115 |
| 13. | TECHNOMUSIK; TANZ UND PHANTASIE. | 115 |
| 14. | LEBENSGEFÜHL UND GLÜCK | 115 |
| 15. | UTOPIEN | 116 |
| 16. | TECHNIKFORTSCHRITT UND ANPASSUNG | 116 |
| 17. | TRAUMBERUF | 116 |
| 18. | TECHNOLEBEN UND GESELLSCHAFTLICHE REALITÄT | 116 |
| 19. | WAS FEHLT? | 117 |
| GESPRRÄCHSVERLAUF UND INTERVIEWLEITFADEN | 117 | |
| INTERVIEWS | 117 | |
| EIN BEISPIEL DER TECHNO-TYPENKONSTRUKTION ANHAND VON TOM AUS BERLIN | 117 | |
| 1.) | FAMILIENGESCHICHTE | 117 |
| 2.) | AUSBILDUNG | 118 |
| 3.) | PARTYEINSTIEG | 118 |
| 4.) | SEXUELLE BIOGRAPHIE | 118 |
| 5.) | FAMILIE UND FREUNDE AKTUELL | 119 |
| 6.) | ARBEIT UND PHILOSOPHIE AKTUELL | 119 |
| 7.) | PARTY UND DROGEN AKTUELL | 120 |
| 8.) | SEXUALITÄT AKTUELL | 120 |
| 9.) | BETREUUNGSPOTENTIALE | 120 |
| 10.) | SELBSTHILFEPOTENTIALE | 120 |
| 11.) | ENGAGEMENTBEREITSCHAFT | 121 |
| 12.) | SCHLUßFOLGERUNGEN | 121 |
| TYPENKONSTRUKTION: GABY AUS BERLIN, 22 JAHRE | 121 | |
| TECHNO-GLOSSAR | 123 | |
| ZIELGRUPPEN | 128 | |
| LITERATURVERZEICHNIS UND QUELLEN | 129 |
Der alkoholische Kräuterlikör Jägermeister wird auf sogenannten Ravermeisterpartys zum Kultgetränk gekürt. Modifizierte Firmenlogos wie der „Bärenmarke Bär“, „Langnase“ („Langnese“) oder der „Sarotti-Mohr“, prangen von T-Shirts und Aufklebern. Aus „Nivea“ wird „naiv“ und das Waschpulverlogo „Dash“, findet sich wieder als „Hash Ultra“. Es läßt sich nur schwerlich sagen, ob die manipulierten Symbole oder Slogans dem eigentlichen Produkt schaden oder einen positiven Einfluß auf dessen Verkaufszahlen haben. Der Sportartikelhersteller Adidas hat zwar durch die Technoszene einen Aufschwung erlebt, vergolden konnte er ihn aber nicht. Denn Ziel der Begierde für die Szene ist die schon seit Jahren nicht mehr vertriebene Kollektion (die mit drei Streifen an Hosen- und Hemdnaht), nach denen die Raver in Second-Hand-Läden suchen. Und der Ruf des hochprozentigen Getränks Jägermeister litt sogar unter der Tatsache, daß die Technoszene das Getränk vereinnahmt hatte. Zahlreiche traditionelle Jägermeistertrinker wollten seit der Assoziation ihres Schnapses mit der Technoszene nichts mehr mit diesem „neumodischen Kram“ zu tun haben und konsumieren seitdem anderen hochprozentigen Likör. Das Verwenden verfremdeter Markenlogos ist für das Berliner Magazin „Flyer“ Programm. Alle zwei Wochen ziert auf der Vorderseite des Heftchens ein Bootlegging. Die Kopie gleicht dem Original zu 99 Prozent, nur kleinste, witzige Veränderungen seitens des Grafikers machen aus der Kopie ein neues Original. Nachfolgend ein Interview mit dem Herausgeber des kostenfreien Berliner Szenemagazins „Flyer“, Helge Birkelbach. -Wie sieht dein persönlicher Werdegang aus? H.B: „Mein Name ist Helge Birkelbach, 34 Jahre alt, wohnhaft in Berlin seit etwa 10 Jahren. 1988 gründete ich erstmalig ein Szene- und Musikmagazin mit Namen „HYPE“, was schon damals die aufkommende Technoszene berücksichtigte. 1992 wurde das Magazin „HYPE“ eingestellt, meine Aktivitäten verlagerten sich in die von mir gegründete Agentur Hypegraphics, die sich vornehmlich mit dem Grafikdesign im Technobereich beschäftigte. 1993 brachte ich dann erstmals eine Ausgabe des Magazins „Very Important“, mit den wichtigsten Adressen von Clubs, DJ’s, Künstler etc. für die Bereiche der Technoszenen von Hamburg und [...]
Werbung für einen illegalen Club, z.B. in einer Zeitung, könnte zu einer sofortigen Schließung durch das Ordnungsamt führen. Besonders die Clublandschaft in Berlin lebt von den Informationen der Flyer. Ohne sie wäre es oftmals ein Ding der Unmöglichkeit, versteckte Party’s aufzufinden. Mittlerweile haben sich die Flugblätter zu einer eigenen Kunstform entwickelt. Der jeweilige, aktuell-ästhetische Zustand der Techno-Szene ist an Design und Gestaltung der Flyer abzulesen. Techno-Flyer bestechen zumeist besonders durch ihr verwirrendes, kryptisches Design. Der Inhalt wird zur Nebensächlichkeit erklärt, und das Layout sowie der künstlerische Anspruch stehen im Vordergrund. Rein optisch wird durch das Design der Techno-Flyer unterstrichen, daß a.) der Techno-Szene das Design wichtiger ist als das vermitteln von Informationen und b.) daß durch das Design der Flyer die Szene sich „schützen“ möchte vor „Unkundigen“. Techno-Unkundigen ist es geradezu unmöglich, einen Flyer zu „entschlüsseln“, meist werden sie schon durch die verwirrenden, bunten Grafiken abgeschreckt und lesen ihn erst gar nicht durch. Geschieht dies, hat der Designer zumeist sein Ziel erreicht. Bootlgegging- die Kunst des Recyclings Thematisches Recycling, wie es in der Technomusik seit jeher mit gesampelten Sounds getan wird, wird auf den Bereich der „Techno-Art“ übertragen, indem mit gesampelten Farben und Bildern gearbeitet wird. Besonders oft werden für Techno-Flyer Science-fiction Motive, dreidimensionale Grafiken und verfremdete Markenlogos verwendet. Verschiedenste Variationen von bootleggings scheinen einen weit verbreiteten Anklang in der Techno-Szene zu finden. Etablierte Slogans, Produkte und Logos werden von findigen Warengestaltern aufgegriffen, verfremdet und in einem völlig neuen Kontext wieder unter das Volk gebracht. Die Marke ist noch erkennbar, hat aber mit dem ursprünglichen Produkt nichts mehr gemein. „Die Bootlegger der neunziger Jahre sitzten im Apple-Computer und fälschen mit Vorliebe die Ikonen der Alltagskultur, die sie in Medien und Werbung finden.“[W&V Background, 28/1994, S.62] [...]
„ Zu Beginn der Veranstaltung waren in der Halle weniger als 11 Grad Celcius zu verzeichnen. Man mußte also einiges tun, um Wärme zu erzeugen. Dies gelang überwiegend mit Wodka, Tanzen und wahrer Liebe. Gegen Ende der Veranstaltungen wurde immer ein Temperaturunterschied von 40 Grad gemessen.“[Localizer 1.0, Andreas Rossmann] Nicht nur, weil die Schar der Technoanhänger stetig in die Höhe steigt, fördert Techno den Trend zu großflächig angelegten Partys. Das Bedürfnis nach Tempo und Bewegungsraum eines jeden will befriedigt werden, und dies kann nur in großen Hallen realisiert werden. Tanzende Technomassen lassen sich nicht in enge Kellergewölbe mit niedriger Decke und wenig Platz einpferchen. Zumeist wird der vorhandene Platz erst gar nicht durch die Tänzer genutzt, getanzt wird alleine und auf der Stelle, und durch den massiven Einsatz von Nebelmaschinen hat man zeitweilig sogar das Gefühl, alleine auf der Tanzfläche zu stehen. Die Gigantomanie der Raves in großen Hallen boomt, mit dem Höhepunkt der Mayday 1993, die mit über 40.000 Besuchern in der Dortmunder Westfahlenhalle der größte Hallen-Rave bisher war. Sind die Hallenkapazitäten erschöpft, weicht man ins Freie aus, wie bei den allljährlich in Berlin stattfindenden „Love Parade“ Parties. 1995 fanden sich über 200.000 Technofans auf der „Love-Parade“ am Kurfürstendamm ein. Für 1996 rechnen die Veranstalter mit über 500.000 Besuchern. [Mayday-History, Presseartikel] Flyer Aus der Anfangszeit der Techno-Bewegung stammen die sogenannten Flyer. Ursprünglich auf primitiven Schwarz-weiß Kopien als Handzettel in Clubs verteilt, dienten sie lediglich dazu, auf einen, zumeist illegalen, Veranstaltungsort hinzuweisen. Sie sind wichtiger Bestandteil der Szene geworden, weil sie zum einen den Underground am Leben erhalten (illegale Parties können ohne „Medienrummel“ einem gewünschten Publikum ankündigt werden ), und zum anderen bieten sie Platz für künstlerische Ambitionen kreativer Techno-fans. Auf einem Flyer stehen zumeist die Namen der DJ’s, das Datum der Veranstaltung und natürlich der geheimnisvolle Ort, den es aufzusuchen gilt, an dem dann die Party stattfindet. Die zumeist illegalen Parties werden damit den potentiellen Gästen mitgeteilt. Eine öffentliche [...]
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Wolf, Alexander Januar 1996: Techno, Hamburg: Diplomica Verlag
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