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Technische und wirtschaftliche Bewertung der Anbieterstruktur am deutschen Privatkunden-Breitbandmarkt unter besonderer Berücksichtigung der 'Letzten Meile'

Technische und wirtschaftliche Bewertung der Anbieterstruktur am deutschen Privatkunden-Breitbandmarkt unter besonderer Berücksichtigung der 'Letzten Meile'
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Hendrik Meiner
  • Abgabedatum: Dezember 2006
  • Umfang: 152 Seiten
  • Dateigröße: 1,1 MB
  • Note: 1,6
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Dresden Deutschland
  • Bibliografie: ca. 207
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0527-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8366-0527-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0527-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Meiner, Hendrik Dezember 2006: Technische und wirtschaftliche Bewertung der Anbieterstruktur am deutschen Privatkunden-Breitbandmarkt unter besonderer Berücksichtigung der 'Letzten Meile', Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: VDSL, Deutsche Telekom AG, Wimax, Breitband, Telekommunikation

Diplomarbeit von Hendrik Meiner

Zusammenfassung:

Die vorliegende Diplomarbeit beschreibt den aktuellen Stand der in Deutschland verfügbaren Telekommunikationsinfrastrukturen in der „Letzten Meile“ und deren Anbieter. Der Fokus wird dabei auf Unternehmen gelegt, die für private Kunden Breitandanschlüsse anbieten.

Nach Erklärungen zu wichtigen Begriffen zum Thema Breitband erfolgt eine Übersicht über die aktuelle Struktur der Anbieter und deren Marktanteile in Deutschland. Des Weiteren werden besondere technische Merkmale der Netzinfrastrukturen erläutert und bewertet. Ebenso werden allgemeinen Daten der gesamten in Deutschland vorhandenen Telekommunikationsinfrastruktur beschrieben. Im Anschluss daran erfolgt eine Zusammenfassung geplanter Investitionen der Anbieter in die verschiedenen Netzinfrastrukturen mit einem Zeithorizont drei bis vier Jahren. Darin werden nur die Investitionen in die leitungsgebundenen Formen des Fest- und Kabelnetzes bzw. drahtlosen Infrastrukturen UMTS und WiMAX ausführlicher betrachtet. Bei den Festnetzen konzentrieren sich die Untersuchungen neben den Investitionen der Deutschen Telekom AG in das VDSL Netz, auf die vier größten alternativen Festnetzanbieter, ARCOR AG & KG, Versatel Holding GmbH, HanseNet Telekommunikation GmbH und QSC AG.

Bezüglich der Investitionen in das Breitbandkabelnetz erfolgt eine technische und wirtschaftliche Bewertung der fünf größten deutschen Kabelnetzbetreiber, Kabel Deutschland, Kabel BW, Unity Media Gruppe, Orion Cable GmbH und PrimaCom AG, hinsichtlich der verschiedenen Aufrüstungskonzepte. Bezüglich der drahtlosen Infrastruktur konzentrieren sich die Betrachtungen zum größten Teil auf WiMAX, Mobile Breitbandanschlüsse auf Basis von UMTS werden weniger ausführlich betrachtet.

Die wirtschaftlichen Untersuchungen (Fallbeispiele) fokussieren sich auf die Investitionen der DTAG in die VDSL Infrastruktur und auf das von der DBD geplante WiMAX Netz in Dresden. Dabei kommt das Modell des integrativen Ansatzes zur Bestimmung der Kapitalkosten von Telekommunikationsunternehmen zum Einsatz. Für die Betrachtungen wurden die getroffenen Annahmen so weit wie möglich der Realität angepasst. In beiden Fällen wurde die Entwicklung der Teilnehmeranschlusszahlen über einen längeren Zeitraum beobachtet. Dabei kam es zu einer schrittweisen Penetration der Anschlusszahlen. Aus den Untersuchungen wird geschlussfolgert, dass die Investitionen in die Telekommunikationsnetz auf der „Letzten Meile“ den Wettbewerb in den nächsten Jahren noch weiter verschärfen werden. Jedoch sind nur mit der bloßen Bereitstellung der Teilnehmerzugänge nur unter optimalen Bedingungen Gewinne bei den Unternehmen möglich. Die wirtschaftlichen Betrachtungen zeigen auf, dass bei den Anbietern hohe Verluste zu erwarten sind. Betroffen sind nach eigenen Erkenntnissen alle Infrastrukturen die näher untersucht wurden. Gerade bei dem VDSL Netz der DTAG werden sich die Investitionen bei idealen Penetrationsraten in den nächsten drei Jahren nicht amortisieren.

Auch im zweiten Fallbeispiel des geplanten Dresdner WiMAX Netzes zeichnet sich keine positive Ertragssituation für die nächsten Jahre ab. Als Grund dafür wurden die hohen Anschaffungskosten der Empfangsgeräte identifiziert.

Zwar werden die Zugangsnetze in der „Letzten Meile“ durch die Investitionen hinsichtlich der Datenübertragungsraten bedeutend leistungsfähiger, es muss den Anbietern aber gelingen weitere Erlösquellen zu erschließen. Große Hoffnungen werden in Triple Play gesetzt. Die Nachfrage danach ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abschätzbar.

Inhaltsverzeichnis:

BIBLIOGRAFISCHER NACHWEIS I
KURZFASSUNG II
ABSTRACT IV
INHALTSVERZEICHNIS I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
TABELLENVERZEICHNIS V
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS VII
SYMBOLVERZEICHNIS XI
1. EINLEITUNG 1
2. VORGEHENSWEISE BEI DER DIPLOMARBEIT 4
3. EINORDNUNG UND BEGRIFFSERKLÄRUNGEN 5
3.1 Einordnung des Untersuchungsgegenstandes 5
3.2 Telekommunikationsgesetz (TKG) 5
3.3 Universaldienstverpflichtung 7
3.4 Breitbandbegriff und Datenübertragungen 9
3.5 Breitbandanwendungen 10
3.6 Qualitätskriterien 10
3.7 Nachfrage auf dem Breitbandmarkt 11
3.8 Anbieter von Breitbandanschlüssen 12
4. TEILNEHMERANSCHLUSSLEITUNGEN 15
4.1 Festnetz 15
4.2 Hybride Teilnehmeranschlussbereiche 20
4.3 Breitbandkabelnetze 24
4.4 Powerline Communication (PLC) 29
4.5 Drahtlose Teilnehmerzugangsnetze 31
4.5.1 UMTS 33
4.5.2 WiMAX 35
5. MARKTANTEILE DER ANBIETER 40
5.1 Festnetz 40
5.2 Mobilfunk 41
5.3 Andere Anschlussarten 43
5.4 Regionale Telekommunikationsunternehmen 45
6. DEUTSCHLANDS TELEKOMMUNIKATIONSINFRASTRUKTUR UND BREITBANDPENETRATION 46
6.1 Leitungsgebundene Infrastruktur – Kupferkabel 46
6.2 Leitungsgebundene Infrastruktur - Glasfaserkabel 47
6.2.1 Leitungsgebundene hybride Infrastruktur 47
6.2.2 Drahtlose Infrastruktur 48
6.3 Deutschlands Breitbandanschlüsse im internationalen Vergleich 49
7. WIRTSCHAFTLICHE BETRACHTUNGEN 51
7.1 Festnetz- DTAG 51
7.2 Alternative Festnetzbetreiber 68
7.2.1 ARCOR AG & KG 69
7.2.2 Versatel Holding GmbH 70
7.2.3 Hansenet 71
7.2.4 QSC AG 71
7.3 Kabelnetzbetreiber 72
7.3.1 Kabel Deutschland 73
7.3.2 Unity Media GmbH 73
7.3.3 Kabel BW 74
7.3.4 Orion Cable GmbH 74
7.3.5 PrimaCom AG 75
7.4 Regionalen Stadtnetzbetreiber 76
7.4.1 NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH 77
7.4.2 wilhelm.tel GmbH 78
7.5 Investitionen in drahtlose Teilnehmeranschlüsse 79
7.5.1 Mobilfunk 79
7.5.2 WiMAX am Beispiel von DBD 81
8. FAZIT 85
ANHANGVERZEICHNIS 87
ANHANG 89
LITERATURVERZEICHNIS 108

Inhaltsverzeichnis:

BIBLIOGRAFISCHER NACHWEIS I
KURZFASSUNG II
ABSTRACT IV
INHALTSVERZEICHNIS I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
TABELLENVERZEICHNIS V
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS VII
SYMBOLVERZEICHNIS XI
1. EINLEITUNG 1
2. VORGEHENSWEISE BEI DER DIPLOMARBEIT 4
3. EINORDNUNG UND BEGRIFFSERKLÄRUNGEN 5
3.1 Einordnung des Untersuchungsgegenstandes 5
3.2 Telekommunikationsgesetz (TKG) 5
3.3 Universaldienstverpflichtung 7
3.4 Breitbandbegriff und Datenübertragungen 9
3.5 Breitbandanwendungen 10
3.6 Qualitätskriterien 10
3.7 Nachfrage auf dem Breitbandmarkt 11
3.8 Anbieter von Breitbandanschlüssen 12
4. TEILNEHMERANSCHLUSSLEITUNGEN 15
4.1 Festnetz 15
4.2 Hybride Teilnehmeranschlussbereiche 20
4.3 Breitbandkabelnetze 24
4.4 Powerline Communication (PLC) 29
4.5 Drahtlose Teilnehmerzugangsnetze 31
4.5.1 UMTS 33
4.5.2 WiMAX 35
5. MARKTANTEILE DER ANBIETER 40
5.1 Festnetz 40
5.2 Mobilfunk 41
5.3 Andere Anschlussarten 43
5.4 Regionale Telekommunikationsunternehmen 45
6. DEUTSCHLANDS TELEKOMMUNIKATIONSINFRASTRUKTUR UND BREITBANDPENETRATION 46
6.1 Leitungsgebundene Infrastruktur – Kupferkabel 46
6.2 Leitungsgebundene Infrastruktur - Glasfaserkabel 47
6.2.1 Leitungsgebundene hybride Infrastruktur 47
6.2.2 Drahtlose Infrastruktur 48
6.3 Deutschlands Breitbandanschlüsse im internationalen Vergleich 49
7. WIRTSCHAFTLICHE BETRACHTUNGEN 51
7.1 Festnetz- DTAG 51
7.2 Alternative Festnetzbetreiber 68
7.2.1 ARCOR AG & KG 69
7.2.2 Versatel Holding GmbH 70
7.2.3 Hansenet 71
7.2.4 QSC AG 71
7.3 Kabelnetzbetreiber 72
7.3.1 Kabel Deutschland 73
7.3.2 Unity Media GmbH 73
7.3.3 Kabel BW 74
7.3.4 Orion Cable GmbH 74
7.3.5 PrimaCom AG 75
7.4 Regionalen Stadtnetzbetreiber 76
7.4.1 NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH 77
7.4.2 wilhelm.tel GmbH 78
7.5 Investitionen in drahtlose Teilnehmeranschlüsse 79
7.5.1 Mobilfunk 79
7.5.2 WiMAX am Beispiel von DBD 81
8. FAZIT 85
ANHANGVERZEICHNIS 87
ANHANG 89
LITERATURVERZEICHNIS 108

Textprobe:

Kapitel 4.4, Powerline Communication (PLC):

Für Privathaushalte werden 230 Volt Niederspannungs-Elektrizitätsnetze als physikalisches Übertragungsmedium genutzt. Die „Letzte Meile“ ist in diesem Fall die Entfernung zwischen der Trafostation und dem Hausanschluss. Der Anschluss an das Telekommunikationsnetz erfolgt an der Trafostation. Die TAL beginnt und mit der Steckdose im Haushalt den netzseitigen Abschlusspunkt bei dem Endbenutzer. Die Elektrizität wird innerhalb des Stromnetzes mit 50 Hz übertragen, für die Daten kommt ein Kanal im höheren Frequenzbereich zur Anwendung. Mit der Datenübertragung über das Stromnetz sind Entfernungen von mehreren hundert Metern realisierbar. Auch der Datentransport innerhalb der Haushalte wird über das Stromnetz genutzt und ist mit eines der am meisten angewandten Vernetzungsverfahren innerhalb von Gebäuden.

Probleme bei größeren Entfernungen liegen bei den speziellen Eigenschaften des Stromnetzes insbesondere in der Abstrahlungsproblematik. Die Niederspannungs-Elektrizitätsnetze bestehen aus ungeschirmten Leitern und wirken im ungünstigsten Fall gleichzeitig als Sende- und Empfangsantenne, da die für die Datenübertragung eingesetzte elektromagnetische Energie abgestrahlt werden kann und somit störend auf Funkanwendungen wirkt. Besonders betroffen sind Rundfunk und Fernsehprogramme. Im Umkehrfall können wiederum die Funkanwendungen den Betrieb der PLC-Systeme durch Einstrahlungen stören. Aus diesem Grund wurde im Frequenzbereichszuweisungsplan festgelegt, dass die PLC-Systeme mit einer geringen Leistung arbeiten müssen und dazu noch unempfindlich gegenüber anderen einstrahlenden Signalen sein müssen. Einige regionale Energieversorger die in PLC-Infrastruktur investierten, stellten aufgrund dieser technischen Hindernisse ihr Engagement in die Weiterentwicklung und Vermarktung weitgehend ein.

In einzelnen Regionen können Privatkunden noch Breitbandanschlüsse über das Stromnetz als Alternative zu anderen Zugangstechnologien wählen. Ende des Jahres 2005 hatten sich 9600 Kunden für einen PLC Anschluss entschieden. Aufgrund der niedrigen Teilnehmerzahlen sind Breitbandanschlüsse über das Stromnetz bei nachfolgenden Betrachtungen nicht von Relevanz. Potential besitzt PLC jedoch bei privaten Heimnetzwerken. Die Stromleitungen innerhalb der Haushalte können als Übertragungsmedien genutzt werden. Für diese Anwendungen hat sich in den USA die UPA (Universal Powerline Association) gegründet, um an gemeinsamen Standards zu arbeiten.

Arbeit zitieren:
Meiner, Hendrik Dezember 2006: Technische und wirtschaftliche Bewertung der Anbieterstruktur am deutschen Privatkunden-Breitbandmarkt unter besonderer Berücksichtigung der 'Letzten Meile', Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
VDSL, Deutsche Telekom AG, Wimax, Breitband, Telekommunikation

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