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Technische Analyse und ihre Auswirkungen auf Aktienkurse

Technische Analyse und ihre Auswirkungen auf Aktienkurse
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thomas Groffig
  • Abgabedatum: Dezember 2001
  • Umfang: 72 Seiten
  • Dateigröße: 570,3 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6226-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6226-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6226-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Groffig, Thomas Dezember 2001: Technische Analyse und ihre Auswirkungen auf Aktienkurse, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Chartanalyse, Simulation eines Aktienmarktes, Fundamentalisten, Gemischte Marktmodelle, Bubbles

Diplomarbeit von Thomas Groffig

Zusammenfassung:

Die Technische Analyse hat sich in vielen Anwendungsbereichen der Finanzmärkte als eine der wichtigsten Analyseinstrumente für die Praxis etabliert. Aufgrund der steigenden Volatilität in vielen Märkten, die gemeinhin als Voraussetzung für die Anwendung der Technischen Analyse gesehen wird, hat die Bedeutung markttechnischer Methoden in den letzten Jahren zugenommen. Daher stellt sich die Frage, welche Konsequenzen mit dem Erfolg der Technischen Analyse – im Sinne von wachsender Verbreitung – einhergehen. Neben einer systematischen, klassifizierenden Darstellung der wichtigsten Verfahren der Technischen Analyse und einer kurzen Betrachtung ihrer Historie, steht die Betrachtung ihrer Auswirkungen auf Aktienkurse im Mittelpunkt dieser Arbeit. Der Frage nach der Zweckmäßigkeit der Anwendung von Technischer Analyse wird hierbei nicht nachgegangen. Nach einem Überblick der Modelle, die sich mit dieser Fragestellung beschäftigen, soll das Modell von KIRMAN näher vorgestellt werden. Darin wird eine mögliche mathematische Erklärung des Meinungsverbreitungsprozesses geliefert und gezeigt, inwiefern diese für das Entstehen von spekulativen Blasen in einer einfachen Ökonomie verantwortlich ist. In dieser Ökonomie stehen sich Fundamentalanalysten und Technische Analysten gegenüber. Anhand einer Simulation können dann die Effekte der letzteren auf den Kurs einer Aktie analysiert werden.

Inhaltsverzeichnis:

ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
TABELLENVERZEICHNIS IV
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS V
1. Einführung 1
2. Grundlagen der Technischen Analyse 2
2.1 Definition und Prämissen 2
2.2 Historie markttechnischer Theorien 4
2.3 Zur Akzeptanz der Technischen Analyse 7
3. Methodik der Technischen Analyse 10
3.1 Chartanalyse 11
3.1.1 Barchart-/Linienchart-Analyse 12
3.1.1.1 Trendanalyse 12
3.1.1.2 Formationsanalyse 15
3.1.2 Point & Figure-Analyse 17
3.1.2.1 Trendanalyse 19
3.1.2.2 Formationsanalyse 20
3.1.2.3 Kurszielbestimmung 21
3.1.3 Japanische Candlestick-Charts 22
3.2 Indikatorenanalyse 23
3.2.1 Gleitende Durchschnitte 24
3.2.2 Oszillatoren 25
3.2.2.1 Momentum-Indikatoren 25
3.2.2.2 Der Relative-Stärke-Index 26
3.2.2.3 Stochastik-Indikatoren 26
3.2.3 Gesamtmarkt-Indikatoren 27
4. Auswirkungen der Technischen Analyse auf Aktienkurse 27
4.1 Problemstellung 27
4.2 Neuere Kapitalmarktanomalien 30
4.3 Gemischte Marktmodelle mit nicht-fundamentalen Einflüssen 33
4.3.1 Grundlagen 33
4.3.2 Meinungsverbreitung und Spekulative Blasen: das KIRMAN-Modell 34
4.3.2.1 Struktur und Aufbau 34
4.3.2.2 Vergleichende Betrachtung der Auswirkungen zweier Analysemethoden 40
4.3.3 Modellierung der Auswirkungen Technischer Analyse auf den Kurs einer Aktie 44
4.3.3.1 Struktur und Aufbau 44
4.3.3.2 Simulationsergebnisse 46
4.3.4 Kritische Würdigung 48
5. Zusammenfassung und Ausblick 50
ANHANG 52
LITERATURVERZEICHNIS 59

Automatisiert erstellter Textauszug:

Technische Indikatoren, die um eine Basis- oder Referenzlinie pendeln, werden Oszillatoren genannt. Sie messen die Schwungkraft oder Dynamik der Kursbewegungen. Haufig ist der Wertebereich eines Oszillators nach oben oder unten hin begrenzt. Ein Markt gilt dann als u berkauft bzw. u berverkauft, wenn der Wert des Indikators in einen extrem hohen bzw. niedrigen Bereich vordringt. Dies wird als Anzeichen einer bevorstehenden Konsolidierung oder Trendumkehr interpretiert.103 Einen weiteren Hinweis auf eine Trendanderung geben Divergenzen, die dann auftreten, wenn sich Indikatorverlauf und Kursbewegung gegensatzlich verhalten. Im Falle von kontinuierlich steigenden Hohen der Kursreihe aber fallenden Hochs des Oszillators spricht man von einer negativen Divergenz, wohingegen sinkende Kurstiefs und steigende Tiefpunkte des Oszillators als positive Divergenz bezeichnet werden.104 Anzumerken bleibt, da„ der Einsatz von Oszillatoren als Bestatigungsoder Warnsignal im Kontext anderer Analysemethoden einer isolierten Verwendung vorzuziehen ist.105 3.2.2.1 Momentum-Indikatoren Der Einsatz von Momentum-Indikatoren basiert auf der Annahme, da„ Trends vor einem Wechsel an Dynamik verlieren.106 Das Momentum mi„ t die absolute Steigung der Kurskurve bezogen auf ein fixiertes Zeitintervall und wird durch Subtraktion des Schlu„ kurses vor n Tagen vom aktuellen Schlu„ kurs ermittelt. Dabei bezeichnet n die Lange des gewu nschten Zeitintervalls.107 Nahert sich die MomentumLinie der Nullinie zeichnet sich ein Trendwechsel ab, und Handelsentscheidungen konnen getroffen werden, noch bevor der Trendwechsel tatsachlich mit dem Durchbrechen der Nullinie vollzogen ist.108 [...]

Gleitende Durchschnitte zahlen zu den wichtigsten Instrumenten der Technischen Analyse. Sie dienen zur Trendidentifizierung, da sie die kurzfristigen Schwankungen der Kurse glatten und den Blick auf die grundlegende Kursrichtung freigeben.97 Au„ erdem werden sie zur Kontrolle von Handelssignalen der Chartanalyse eingesetzt. Abhangig von der Gewichtung der in die Berechnung eingehenden Kurse unterscheidet man einfache, lineare und exponentiell geglattete gleitende Durchschnitte. Der einfache gleitende Durchschnitt errechnet sich aus dem arithmetischen Mittel der Kursnotierungen der letzten n Tage, wobei fu r n zumeist 38, 100 oder 200 eingesetzt wird. Linear und exponentiell gewichtete gleitende Durchschnitte messen den aktuelleren Kursen hingegen ein hoheres Gewicht bei.98 Der gleitende Durchschnitt wird taglich aktualisiert und dem Kurschart hinzugefu gt. Wahlt man die dem Durchschnitt zugrunde liegende Zeitperiode ku rzer, reagiert dieser schneller auf aktuelle Entwicklungen, was ihn aber auch anfalliger fu r Fehlsignale macht.99 Handelssignale ergeben sich durch Vergleich der letzten Kursnotierung mit dem gleitenden Durchschnitt: durchbricht der Kurs den gleitenden Durchschnitt von oben bzw. unten, gilt dies als eine Trendwende und es entsteht ein Verkaufs- bzw. Kaufsignal.100 Um die Anzahl der Fehlsignale zu reduzieren, setzt man haufig einen oder zwei weitere gleitende Durchschnitte mit unterschiedlicher Periodenlange ein.101 Ein wichtiges Beispiel fu r eine solche Vorgehensweise ist der Moving Average Convergence Divergence-Indikator (MACD), der auch den Oszillatoren zugerechnet werden kann. Er errechnet sich aus der Differenz zweier exponentiell gewichteter gleitender Durchschnitte. Durch die exponentielle Glattung der MACD-Linie entsteht eine Si96 [...]

fallenden Markt, wobei zu beachten ist, da„ eine einzelne Kerze als Grundlage fu r eine Handelsentscheidung in den meisten Fallen noch zu schwach ist.86 Die Vorteile der Kerzenchart-Analyse werden zum einen in der Kombinierbarkeit mit vielen anderen Methoden der Technischen Analyse gesehen.87 Zum anderen schreibt man ihr im Vergleich mit Balken- und Point & Figure-Charts die Fahigkeit zur rechtzeitigeren Prognose zu.88 Der wohl gro„ te Vorteil liegt jedoch in der leicht visualisierbaren Aufbereitung der Kursinformationen.89 Da die Candlestick-Analyse zahlreiche Kerzenformationen kennt, kann an dieser Stelle nur exemplarisch darauf eingegangen werden.90 Man unterscheidet zwischen Trendumkehr- und Trendfolgekombinationen. Erstere weisen auf die “ Schwache oder das Ende des ‚ bestehenden Trends hin.ö 91 Dazu gehort z. B. die HammerFormation, die einen langen unteren Schatten, einen kleinen schwarzen oder wei„ en Kerzenkorper und, aufgrund des Zusammenfallens zwischen Schlu„ - und Hochstkurs, keinen oberen Schatten aufweist. Tritt sie wahrend eines langeren Abwartstrends auf, signalisiert sie einen bevorstehenden Aufwartstrend.92 Trifft man sie hingegen in einem langeren Aufwartstrend an, wird sie Hanging Man genannt und ku ndigt einen bevorstehenden Abwartstrend an.93 “ Hammerö und “ Hanging Manö werden durch eine nachfolgende wei„ e bzw. schwarze Kerze bestatigt.94 Eine Unsicherheit der Marktteilnehmer signalisierende Formation ist der Doji. Da Eroffnungs- und Schlu„ kurs identisch sind, besitzt er keinen Kerzenkorper. Er bekraftigt einen Seitwartstrend; in einem Auf- oder Abwartstrend zeugt er jedoch von einer Abschwachung der Bewegung.95 [...]

Arbeit zitieren:
Groffig, Thomas Dezember 2001: Technische Analyse und ihre Auswirkungen auf Aktienkurse, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Chartanalyse, Simulation eines Aktienmarktes, Fundamentalisten, Gemischte Marktmodelle, Bubbles

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