Teamarbeit im Business Reengineering
Erfolgsfaktoren erkennen und fördern
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Ingrid Mayer
- Abgabedatum: September 1998
- Umfang: 158 Seiten
- Dateigröße: 4,8 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Rosenheim Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4080-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4080-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4080-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Mayer, Ingrid September 1998: Teamarbeit im Business Reengineering, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Betriebswirtschaft, Managementkonzept, Projektmanagement, Prozessorientierung, Projektteam
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Diplomarbeit von Ingrid Mayer
Einleitung:
In den letzten Jahren sind zahlreiche Veröffentlichungen über ein neues Managementkonzept erschienen. Dieses Konzept heißt Business Reengineering und hat die radikale Umgestaltung von Unternehmensprozessen zum Ziel.
Bedingt durch immer schnelleren technologischen Wandel und veränderte Rahmenbedingungen wie verstärkte Internationalisierung und weitgehende Sättigung der Märkte müssen die Unternehmen reagieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Business Reengineering bietet den Unternehmen die Chance, sich langfristig von der Konkurrenz abzuheben, indem es Unternehmensprozesse, Kundenorientierung und Teamarbeit in den Vordergrund stellt, sich von hierarchischem Denken löst und sich modernster Informationstechnologie bedient.
Business Reengineering wurde in den USA entwickelt und hier wurde es auch zuerst durchgeführt: Die dortigen Unternehmen haben Business Reengineering seit ca. 1994 abgeschlossen. In Deutschland trat diese Entwicklung erst mit einer Verzögerung von etwa drei Jahren ein. Zum jetzigen Zeitpunkt führen viele Unternehmen in Deutschland Business Reengineering gerade durch oder haben solche Projekte bereits abgeschlossen. Im asiatischen Raum dagegen wird sich Business Reengineering vermutlich erst in einigen Jahren durchsetzen können (Ausnahmen sind jedoch Japan und bedingt Korea).
Diese Arbeit beschäftigt sich speziell mit der Teamarbeit im Business Reengineering. Es sollen Erfolgsfaktoren dargestellt werden, die Einfluß auf das Gelingen der Teamarbeit im Business Reengineering haben. Dazu wird zunächst in zwei einführenden Kapiteln das Konzept Business Reengineering vorgestellt und die Thematik der Teamarbeit näher erläutert. Daran schließt sich ein praxisorientierter Teil, der sich mit einer Umfrage, die im Rahmen dieser Arbeit bei der Siemens AG durchgeführt wurde, beschäftigt. Schließlich werden die Erfolgsfaktoren im einzelnen beleuchtet und dargestellt.
Nicht behandelt werden die verschiedenen Vorgehensweisen bei der Durchführung von Business Reengineering-Projekten. Für die Richtigkeit von aus der Literatur entnommenen Daten kann keine Garantie gegeben werden.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Tabellenverzeichnis | VII | |
| Abkürzungsverzeichnis | VIII | |
| Anhangsverzeichnis | IX | |
| 1. | Hintergrund und Aufbau der Arbeit | 1 |
| 2. | Was ist Business Reengineering? | 3 |
| 2.1 | Einführung in das Konzept Business Reengineering | 3 |
| 2.2 | Für welche Unternehmen ist Business Reengineering geeignet? | 5 |
| 2.3 | Besonderheiten des Business Reengineering | 6 |
| 2.3.1 | Prozeßorientierung | 7 |
| 2.3.2 | Abbau von Hierarchien | 10 |
| 2.3.3 | Kundenfokussierung | 12 |
| 2.3.4 | Einsatz der Informationstechnologie | 14 |
| 2.3.5 | Veränderungen für die Mitarbeiter | 15 |
| 2.4 | Die Mitwirkenden | 18 |
| 2.4.1 | Der Leader | 19 |
| 2.4.2 | Der Prozeßverantwortliche | 19 |
| 2.4.3 | Das Reengineering-Team. | 20 |
| 2.4.4 | Der Lenkungsausschuß | 21 |
| 2.4.5 | Der Reengineering-Zar | 21 |
| 2.5 | Abgrenzung zu anderen Konzepten | 22 |
| 3. | Was ist Teamarbeit? | 24 |
| 3.1 | Die Geschichte der Teamarbeit | 24 |
| 3.2 | Definition der Teamarbeit | 26 |
| 3.3 | Teamarten. | 28 |
| 3.3.1 | Unterscheidung nach dem Grad der Leistungsfähigkeit | 29 |
| 3.3.2 | Unterscheidung nach dem Zweck und der Dauer der Zusammenarbeit | 31 |
| 3.4 | Die Bedeutung der Teamarbeit | 32 |
| 4. | Ergebnis der Umfrage bei Siemens | 34 |
| 4.1 | Allgemeine Informationen zur Umfrage | 34 |
| 4.2 | Informationen zur Siemens AG | 39 |
| 4.3 | Auswertung der Fragebögen | 40 |
| 4.3.1 | Zeithorizont | 40 |
| 4.3.2 | Initiierung | 41 |
| 4.3.3 | Ziele | 41 |
| 4.3.4 | Unterstützung von außen | 43 |
| 4.3.5 | Zusammenstellung der Reengineering-Teams | 43 |
| 4.3.6 | Organisation des Projekts | 44 |
| 4.3.7 | Führung im Team | 45 |
| 4.3.8 | Verhalten der Teammitglieder | 46 |
| 4.3.9 | Fazit | 49 |
| 5. | Erfolgsfaktoren erkennen und fördern | 50 |
| 5.1 | Das Vorfeld des Projekts | 50 |
| 5.1.1 | Initiator des Projekts | 51 |
| 5.1.2 | Zielsetzung | 52 |
| 5.1.3 | Information der Mitarbeiter | 54 |
| 5.1.4 | Unternehmenskultur | 55 |
| 5.2 | Zusammenstellung des Reengineering-Teams | 58 |
| 5.2.1 | Personenmischung | 58 |
| 5.2.2 | Größe des Teams | 60 |
| 5.2.3 | Auswahlkriterien | 62 |
| 5.2.3.1 | fachliche Kompetenz | 62 |
| 5.2.3.2 | soziale Kompetenz | 63 |
| 5.2.3.3 | Rollenpräferenzen. | 64 |
| 5.3 | Das einzelne Teammitglied | 65 |
| 5.3.1 | Motivation | 66 |
| 5.3.2 | Veränderungsbereitschaft | 70 |
| 5.3.3 | Verantwortungsbereitschaft | 71 |
| 5.4 | Das „Innenleben“ des Teams. | 72 |
| 5.4.1 | Interne Kommunikation | 73 |
| 5.4.2 | Konfliktverhalten. | 74 |
| 5.4.3 | Teamentwicklung | 76 |
| 5.5 | Organisation der Teamarbeit | 79 |
| 5.5.1 | Planung und Aufgabenverteilung. | 79 |
| 5.5.2 | Zeitaufwand | 81 |
| 5.5.3 | Gestaltung von Teammeetings | 82 |
| 5.6 | Führung im Team | 85 |
| 5.6.1 | Funktionen des Teamleiters | 85 |
| 5.6.2 | Anforderungen an den Teamleiter | 88 |
| 5.6.3 | Empowerment statt Kontrolle | 90 |
| 5.7 | Unterstützung von außen | 91 |
| 5.7.1 | Unternehmensleitung | 91 |
| 5.7.2 | externe Berater | 92 |
| 5.7.3 | Lenkungsausschuß | 93 |
| 5.8 | Resümee | 95 |
| 6. | Ausblick | 98 |
| Anhang | 99 | |
| Literaturverzeichnis | 138 | |
| Erklärung | 147 |
5.1.3 Information der Mitarbeiter Da viele Mitarbeiter dem Business Reengineering skeptisch gegenüberstehen, empfiehlt es sich, im Vorfeld des Projekts gezielte Aufklärungsarbeit zu leisten. Gerüchten und Vorurteilen kann mit umfassender Information vorgebeugt werden. Dabei muß die Information rechtzeitig und schnell erfolgen, durchgehend wahr sein und alle Mitarbeiter - nicht nur die Führungskräfte erreichen.3 Die Mitarbeiter werden ihre Unsicherheiten und Ängste eher abbauen, wenn sie über die Hintergründe gut informiert sind und nicht den Eindruck haben, daß ihnen etwas verheimlicht wird.4 Es muß ihnen verdeutlicht werden, warum das Unternehmen neue Wege einschlägt, welche Ziele es verfolgt, welche Maßnahmen ergriffen werden und welche Auswirkungen das [...]
und nicht gleichzeitig andere, gleichberechtigte Projekte verfolgt. Es ist eine vollständige Konzentration auf das Business Reengineering erforderlich, da ansonsten Widerstände in der Belegschaft wachsen würden und radikale Veränderungen nicht durchzusetzen wären. Die Unternehmensleitung muß eindeutig zu erkennen geben, daß sie voll hinter dem Business Reengineering steht. Doch dazu ist es nötig, Business Reengineering nicht als eines unter vielen Unternehmenszielen zu betrachten, sondern sich primär mit dem Business Reengineering zu beschäftigen.1 Die Definition konkreter, meßbarer Ziele ist hierbei ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Die 1997 durchgeführte Untersuchung der Unternehmensberatung CMC ergab, daß 81,3 % der befragten Unternehmen konkrete Ziele definiert hatten.2 Dabei strebten die meisten Unternehmen effizienzorientierte Ziele (48 %), marktorientierte (47 %) und kundenorientierte (39 %) Ziele an. Daneben wurden Qualitäts- (17 %), Wachstums- (15 %) und Organisationsziele (12 %) genannt. Die Ziele müssen dabei eindeutig formuliert sein. Jedem Beteiligten soll der Sinn und Zweck der Ziele klar sein, um „Teamverdrossenheit“ zu vermeiden, bzw. das Interesse an dem Projekt aufrecht zu erhalten. Sinnvoll ist es auch, die Ziele schriftlich festzuhalten, um sie sich jederzeit wieder ins Gedächtnis rufen zu können.3 Die Ziele sollten auch meßbar sein, um während des Projekts laufend feststellen zu können, wie weit die Zielerreichung bereits fortgeschritten ist. Denn durch die Erkenntnis, daß bereits Erfolge verbucht werden können, kann sich die Motivation der Beteiligten maßgeblich steigern.4 Das kann auch dadurch erreicht werden, indem sich aus der Zielsetzung Unterziele ableiten [...]
Ginge die Initiative zur Veränderung von der Mitarbeiterebene aus, würde das Vorhaben oft vom Mittelmanagement blockiert werden, da durch das Durchbrechen von gewohnten Abläufen Macht- und Statuseinbußen befürchtet würden. Wird das Projekt hingegen von der Unternehmensspitze initiiert und gefördert, ist es leichter, besagte Manager von radikalen Änderungen zu überzeugen. Dazu bedarf es aber einer starken Führung.1 Die Unternehmensleitung muß Vorbild für die gesamte Belegschaft sein und ihr Engagement auch allen deutlich machen, um nicht den Unmut von Mitarbeitern zu erregen. Nur so kann eine weitgehende Identifikation der Mitarbeiter mit dem Projekt erfolgen.2 Damit erhöht sich auch die Bereitschaft der Belegschaft, aktiv an der Umgestaltung durch die Mitarbeit im Reengineering-Team mitzuwirken und Business Reengineering erfolgreich zu verwirklichen. Denn bei der Durchführung des Projekts sollen Mitarbeiter aller Ebenen mitwirken, da sie am besten über ihren Arbeitsbereich Bescheid wissen. Die Unternehmensleitung soll vorwiegend als Initiator fungieren, ihre Gründe verständlich machen und versuchen, die Mitarbeiter für das Vorhaben zu gewinnen. Diesem Top-downVorgehen bei der Initiierung sollte dann aber idealerweise ein Bottom-upVorgehen folgen, bei dem betroffene Mitarbeiter dann die eigentliche Durchführung des Projekts im Rahmen der Teamarbeit vornehmen. 3 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832440800
Arbeit zitieren:
Mayer, Ingrid September 1998: Teamarbeit im Business Reengineering, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Betriebswirtschaft, Managementkonzept, Projektmanagement, Prozessorientierung, Projektteam



