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Das Taschengeldspiel

Ein Beitrag zur Entwicklung eines eigenverantwortlichen Umgangs mit Geld im fächerübergreifenden Unterricht der Lernstufe 5 der SFL Frankenthal

Das Taschengeldspiel
Über dieses Buch
  • Art: Staatsexamensarbeit
  • Autor: Susan Sinambari
  • Abgabedatum: Januar 2003
  • Umfang: 151 Seiten
  • Dateigröße: 15,6 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Staatliches Studienseminar für das Lehramt an Sonderschulen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7988-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7988-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7988-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Sinambari, Susan Januar 2003: Das Taschengeldspiel, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Konsum, Finanzen, Konsumerziehung, Finanzerziehung

Staatsexamensarbeit von Susan Sinambari

Zusammenfassung:

Bei Schulkindern der 5. Klasse einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen beobachtete Schwächen im Umgang mit Geld wurden zum Anlass genommen, mit ihnen eine Unterrichtseinheit durchzuführen, die einen Beitrag zur Entwicklung eines eigenverantwortlichen Umgangs mit Geld leisten sollte.

Diese wurde im fächerübergreifenden Unterricht (Sozialkunde, Deutsch, Bildnerisches Gestalten, Mathematik) durchgeführt. Vom Ausgangspunkt „Tauschhandel“ am Beispiel des Märchens „Hans im Glück“ wurden den Schülern im Sozialkunde und Deutsch Kenntnisse zu Zweck und Herkunft von Geld, Aufbau von Geldscheinen sowie zu Bedürfnissen, Wünschen, Taschengeld, Sparen usw. vermittelt. Gleichzeitig wurden das Rechnen mit Geldbeträgen und die Kommaschreibweise in den Mathematikunterricht eingeführt und vertieft.

Begleitet wurde die Unterrichtseinheit von der Entwicklung des „Taschengeldspiels“, einem Brettspiel rund um Dinge aus der Geldwelt der Schüler. Sämtliche Elemente des Spiels wurden von den Schülern selbst gestaltet.

Ziel der Unterrichtseinheit waren die Vermittlung von Kenntnissen zum Thema „Geld“ und eine größtmögliche Beteiligung der Schüler an der Gestaltung des Spiels. Damit sollte ihre Eigenverantwortlichkeit gefördert und das Gelernte in erlebbarer Form festgehalten werden.

Die Eltern wurden mit einem Elternabend in das Projekt eingebunden, bei dem sie Informationen und Empfehlungen an die Hand bekamen, wie sie mit dem Thema „Taschengeld“ umgehen können.

Inhaltsverzeichnis:

I. VORWORT
II. EINLEITUNG 1
III. HAUPTTEIL 4
1. Planung der Unterrichtseinheit 4
1.1 Begriffsbestimmungen und Erläuterungen 4
1.1.1 Fächerübergreifender Unterricht 4
1.1.2 Beitrag zur Entwicklung eines eigenverantwortlichen Umgangs mit Geld 5
1.2 Didaktische Analyse 7
1.2.1 Strukturanalyse der Unterrichtseinheit 7
1.2.2 Lebensbedeutsamkeit und Zukunftsbedeutung 13
1.2.3 Zugänglichkeit 13
1.2.4 Bezüge zum Lehrplan 14
1.3 Bedingungsanalyse 15
1.3.1 Strukturelle Bedingungen der Gesamtklasse 15
1.3.2 Individuelle Lernvoraussetzungen der Schüler für die Unterrichtseinheit 16
1.3.3 Individuelle Begründungen der Partnerzusammensetzung 20
1.3.4 Individuelle Begründungen der Gruppenzusammensetzung 20
1.4 Schulische Erziehung und Elternarbeit 21
1.5 Methodische Analyse 22
1.5.1 Überlegungen zur Wahl geeigneter Unterrichtsmethoden 22
1.5.2 Überlegungen zur methodischen Struktur der Unterrichtseinheit 23
1.5.3 Unterrichtsprinzipien 24
2. Darstellung und Durchführung der Unterrichtseinheit 26
2.1 Die Unterrichtseinheit im Überblick 26
2.2 Vorbereitung und Durchführung des Elternabends 27
2.3 Erste Stunde: „Hans im Glück“: Inhaltserschließung des Märchens durch Lesen und Malen 28
2.4 Ausführliche Darstellung der zweiten Stunde: „Hinführung zum Thema „Geld und Konsum“, unter Zuhilfenahme des Märchens „Hans im Glück“, durch Einschätzung der Werte von Gegenständen aus der Alltagswelt der Schüler 29
2.4.1 Sachanalyse 29
2.4.2 Lernvoraussetzungen der Schüler für diese Stunde 30
2.4.3 Lern- und Handlungsmöglichkeiten 30
2.4.4 Methodische Analyse 30
2.4.4.1 Strukturierung der Unterrichtsstunde und Sozialformen 30
2.4.4.2 Gestaltung und Begründung der eingesetzten Unterrichtsmedien 31
2.4.5 Geplanter Unterrichtsverlauf 32
2.4.6 Reflexion 32
2.5 Dritte Stunde: „Wir prägen Münzen“: Die Herstellung von Spielmünzen als erster Schritt zum eigenen „Taschengeldspiel“ 32
2.6 Ausführliche Darstellung der vierten Doppelstunde: „Unser Geld in Wirklichkeit und Spiel“: Erarbeitung der Sicherheitsmerkmale von echten Geldscheinen und anschließendem Herstellen von Spielgeldscheinen 34
2.6.1 Sachanalyse 34
2.6.2 Lernvoraussetzungen der Schüler für diese Stunde 34
2.6.3 Lern- und Handlungsmöglichkeiten 35
2.6.4 Methodische Analyse 35
2.6.4.1 Strukturierung der Unterrichtsstunde und Sozialformen35
2.6.4.2 Gestaltung und Begründung der eingesetzten Unterrichtsmedien37
2.6.5 Geplanter Unterrichtsverlauf 37
2.6.6 Reflexion 37
2.7 Fünfte Stunde: Bedürfnisse und Wünsche: „Unser Taschengeld und wofür wir es ausgeben“ 38
2.8 Sechste Stunde: Einführung der Kommaschreibweise von Geldbeträgen und Anwendung in Umrechnungs-, Additions- und Subtraktionsaufgaben 39
2.9 Ausführliche Darstellung der siebten Stunde: Erarbeitung von Sparmotiven, einer ausgewählten Sparmöglichkeit (Sparbuch) und Zinsen sowie deren Einbau ins „Taschengeldspiel“ 40
2.9.1 Sachanalyse 40
2.9.2 Lernvoraussetzungen der Schüler für diese Stunde 40
2.9.3 Lern- und Handlungsmöglichkeiten 40
2.9.4 Methodische Analyse 41
2.9.4.1 Strukturierung der Unterrichtsstunde und Sozialformen 41
2.9.4.2 Gestaltung und Begründung der eingesetzten Unterrichtsmedien 42
2.9.5 Geplanter Unterrichtsverlauf 42
2.9.6 Reflexion 42
2.10 Ausführliche Darstellung der achten Doppelstunde: „Wir bauen unser Taschengeldspiel“: Herstellung und Ausgestaltung von Spielbrett, Spielfeldern, Karten, Spielschachtel und Spielanleitung 43
2.10.1 Sachanalyse 43
2.10.2 Lernvoraussetzungen der Schüler für diese Stunde 43
2.10.3 Lern- und Handlungsmöglichkeiten 44
2.10.4 Methodische Analyse 44
2.10.5 Geplanter Unterrichtsverlauf 46
2.10.6 Reflexion 46
2.11 Neunte Doppelstunde: „Wir testen Schokocremes“: Die Durchführung und Auswertung eines Produkttestes vor dem Hintergrund von Werbung und Verkaufsstrategien 47
2.12 Zehnte Stunde: „Wir stellen Litfaßsäulen für unser >Taschengeldspiel< her“: Herstellung eines Werbeträgermodells mittels Collagetechnik 49
2.13 Elfte Doppelstunde: „Wir gestalten Kerzen weihnachtlich“: Herstellung vieler verschieden großer Weihnachtskerzen mittels Serviettentechnik in Gruppenarbeit 49
2.14 Zwölfte Stunde: „Wir finden die Verkaufspreise für unsere Weihnachtskerzen“: Erarbeitung und Anwendung von Kriterien der Wertermittlung eines Produktes 50
2.15 Dreizehnte Stunde: „Wir zahlen unser eingenommenes Geld auf ein Spendenkonto der SOS-Kinderdörfer ein“: Unterrichtsgang zur Bank, Auszählung und Einzahlung des Erlöses aus dem Kerzenverkauf 51
2.16 Vierzehnte Doppelstunde: „Wir spielen unser >Taschengeldspiel< zum ersten Mal“: Anwendung und Reflexion des erworbenen Wissens aus der Unterrichtseinheit in spielerischer Form 52
IV. SCHLUSS 54
ANHANG
QUELLENNACHWEISE
VERSICHERUNG

Automatisiert erstellter Textauszug:

- Vorderseite (rechts): Spezialfolie, die beim Kippen des Scheins entweder das Euro-Zeichen oder den Wert des Scheins zeigt. Dabei verändern sich die Farben. - Vorderseite (links): Im weißen Teil der Banknote scheint das Wasserzeichen durch, d.h. gegen das Licht gehalten, erkennt man noch einmal das abgebildete Gebäude und die Wertzahl. - Vorderseite (links unten und Mitte oben): Erfühlbarer Schriftzug durch das Stichdruckverfahren. Die Abkürzungen der Europäischen Zentralbank, die Wertzahl und die Abbildung sind ertastbar. - Vorderseite (links oben) und Rückseite (rechts oben): Durchsichtregister; gegen das Licht gehalten, vervollständigt sich die Wertzahl. - Vorder- und Rückseite (Mitte): Sicherheitsfaden, der sich etwa in der Mitte der Banknote befindet und im Gegenlicht zu erkennen ist. Wenn man genau hinsieht, erscheinen das Wort „Euro“ und die Wertzahl immer abwechselnd und spiegelverkehrt. - Rückseite (Mitte): Perlglanzstreifen, der in gelblichen Farbtönen schimmert. Auch hier sind das Euro-Zeichen und der Zahlenwert erkennbar. [...]

Der Einstieg in die Stunde brachte die Schüler zum Nachdenken. Einige bemerkten sofort, dass zwei der Bilder nicht zutreffen konnten, andere dachten länger nach, kamen aber auch auf die richtige Antwort. Von der Idee der Herstellung eines eigenen Spiels waren die Schüler sofort begeistert sowie für den Rest der Stunde und weit darüber hinaus stark motiviert. Den stummen Impuls des Zeigens der Materialien zum Herstellen der Münzen nahmen die Schüler sofort auf und äußerten Vermutungen zum Herstellungsverfahren. Bei der Verteilung der verschiedenfarbigen Folienstücke kam es jedoch zu kleinen Streitereien. Hier hätte besser das Los entschieden, wer „ goldene Münzen“ prägen darf und wer „ silberne“ . Die Arbeitsphase war von hohem Eifer geprägt. Hilfestellungen und Hinweise meinerseits waren nur bei wenigen notwendig. Bis auf einige „ Folienverrutscher“ , die z.B. zum Prägen einer 55-Cent-Münze, die für das Spiel leider nicht verwendet werden konnten, führten, waren die Arbeitsergebnisse von hoher Qualität. Insgesamt prägten die Schüler 197 Euro. Einige Bespiele sind in Anlage 5 (zusammen mit hergestellten Spielgeldscheinen, s. nächste Stunde) dargestellt. [...]

33 hen, die verschiedene Dinge zeigt, vor allem den Wert der Münzen und ein Symbol des Staates, in dem sie gültig sind. Es gibt Münzen verschiedenen Wertes. In dieser Stunde soll zunächst kurz die Frage geklärt werden, wo Geld herkommt. Den Schülern, im Halbkreis vor der Tafel sitzend, wird zum Einstieg als stummer Impuls ein Tafelbild mit drei Bildern gezeigt, die die Herkunft des Geldes erklären könnten (s. Anlage 4). Nur eines dieser Bilder entspricht der Wirklichkeit. Geld fällt nicht vom Himmel und es wächst auch nicht auf Bäumen. So werden die Schüler zu der Erkenntnis geführt, dass Geld zunächst hergestellt werden muss. In einem kurzen Gespräch im Halbkreis wird erläutert, dass Münzen aus einem speziellen Metall geprägt werden und so ihr Aussehen einschließlich der Angabe des Wertes erhalten. Münzen dürfen nur in speziellen Prägestätten hergestellt werden. Keiner darf Geld nachmachen. Das Fälschen von echtem Geld wird hart bestraft. Anschließend berichte ich meinen Schülern von meinem Plan, gemeinsam mit ihnen ein Spiel herzustellen. In diesem, von mir zunächst „Taschengeldspiel“ genannten Spiel wird das zum Thema „Geld“ Gelernte der nächsten Wochen festgehalten. Alle Schüler sollen damit spielen und spielend lernen können. Es soll kein Geld kosten, daher wird alles von den Schülern selbst hergestellt. Nach Möglichkeit wird auf Reste zurückgegriffen. So lasse ich z.B. Holzreste für das Spielbrett im Baumarkt zurechtsägen. Ich mache zunächst einige Vorgaben zum Aufbau des Spiels, um den Rahmen der Arbeit zu definieren, in den die Schüler später ihre Vorschläge einbringen können. So werden wir das Spiel in seiner Grundstruktur am den Schülern bekannten „Monopoly“ orientieren. Dabei sollen jedoch nicht das Kaufen von Straßen, Häusern und Hotels, sondern Elemente aus der Lebens- und Erfahrungswelt der Schüler eine Rolle spielen. Das Gelingen der detaillierten Ausgestaltung des Spiels wird abhängig sein von den Ideen und dem Einsatz jedes Einzelnen. Daher fordere ich alle Schüler auf, sich zu dem Spiel Gedanken zu machen, was es beinhalten soll. Angestrebt ist, es bis Weihnachten fertig zu stellen, sodass noch vor den Weihnachtsferien die Spielpremiere erfolgen kann. Der erste Schritt zur Herstellung dieses Spiels soll das Anfertigen eigener Spielmünzen sein, erkläre ich den Schülern. Um sie auf eine Idee zu bringen, wie realistisch aussehende Spielmünzen einfach selbst hergestellt werden können, präsentiere ich ihnen Prägefolien, einen Kugelschreiber und echte Euro- und Cent-Münzen als stummen Impuls. Nach der Besprechung des Verfahrens verteile ich die silbernen und goldenen Folienstücke und Münzen aus der Klassenkasse. Die Schüler prägen 50-Cent-, 1-Euro- und 2-Euro-Spielmünzen, schneiden sie aus, sammeln sie und errechnen den Gesamtbetrag. [...]

Arbeit zitieren:
Sinambari, Susan Januar 2003: Das Taschengeldspiel, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Konsum, Finanzen, Konsumerziehung, Finanzerziehung

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