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Target Costing und wertorientiertes Controlling

Target Costing und wertorientiertes Controlling
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ralf Vogt
  • Abgabedatum: Oktober 2000
  • Umfang: 71 Seiten
  • Dateigröße: 2,0 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Justus-Liebig-Universität Gießen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4548-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4548-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4548-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Vogt, Ralf Oktober 2000: Target Costing und wertorientiertes Controlling, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Controlling, Schwerpunkt Integration, Target Costing

Diplomarbeit von Ralf Vogt

Einleitung:

Target Costing. Das (ursprünglich) japanische Managementkonzept zur Erreichung von Zielkosten, das auf der eigentlich simplen Grundidee basiert, Produkte nur zu solchen Preisen anzubieten, die vom Markt akzeptiert werden, hat sich in den letzten 10 Jahren auch in Europa durchsetzen können.

Die bislang vorliegenden Lösungsansätze sind dabei durch unterschiedliche Schwerpunkte gekennzeichnet. Im Mittelpunkt der Analysen stehen zunächst die Anforderungen der Absatzmärkte, der Beschaffungsmärkte und zunehmend auch die der Mitarbeiter. Weitgehend vernachlässigt wurde jedoch bislang eine Integration der Renditeforderungen der Kapitalgeber sowie der Anforderungen der Kapitalmärkte in das Konzept des Target Costing.

Diese Arbeit soll deshalb eine Brücke schlagen zwischen den Konzepten wertorientierter Controllingkonzepte und dem Target Costing, und damit aufzeigen wie sich die Konzepte miteinander verbinden lassen.

Gang der Untersuchung:

In Abschnitt zwei wird deshalb zunächst ein kurzer Überblick über die grundlegenden Begriffe der Thematik gegeben, bevor in Abschnitt drei und vier näher auf die Konzepte Target Costing und wertorientiertes Controlling eingegangen wird. Ziele und Aufgaben eines wertorientierten Controlling sowie eine exemplarische Darstellung deutscher und amerikanischer Konzepte wertorientierter Führung werden dann in Abschnitt vier aufgezeigt.

In Abschnitt fünf und sechs werden schließlich ausführlich der Integrationsprozess von Target Costing und wertorientiertem Controlling sowie dessen Ziele dargestellt. Zum Schluss der Arbeit erfolgt dann noch die Identifikation und Einordnung spezifischer Wertgrößen sowie eine Schlussbetrachtung.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis V
1. Problemstellung 1
2. Grundlegung 1
2.1 Target Costing 1
2.2 Controlling 2
2.3 Wertorientierung 4
3. Target Costing 5
3.1 Wesen und Ziele des Target Costing 5
3.2 Einordnung in das Kostenmanagement 6
3.3 Prozess des Target Costing 7
3.3.1 Ableitung des Marktvorbaus 7
3.3.2 Planung der Zielkosten 8
3.3.2.1 Grundsätzliche Vorgehensweise bei der Zielkostenermittlung 8
3.3.2.2 Conjoint-Analyse als wichtiges Instrument zur Zielkostenermittlung 10
3.3.3 Spaltung der Zielkosten 12
3.3.4 Maßnahmen der Zielkostenerreichung 15
4. Grundkonzept eines wertorientierten Controlling 16
4.1 Ziele und Aufgaben eines wertorientierten Controlling 16
4.2 Konzepte wertorientierter Führung 17
4.2.1 Konzept wertorientierter Führung nach Hahn 17
4.2.2 US-Amerikanische Konzepte wertorientierter Führung 21
5. Notwendigkeit und Ziele eines integrierten Prozesses von Target Costing und wertorientiertem Controlling 23
5.1 Gründe für einen integrierten Prozess 23
5.2 Ziele des integrierten Prozesses 25
5.2.1 Wertziele 25
5.2.1.1 Produktprojektbezogener Kapitalwert als primäres Wertziel 25
5.2.1.2 Return on Investment als sekundäres Wertziel 27
5.2.2 Sach- und Sozialziele 28
6. Target Costing und wertorientiertes Controlling als integrierter Prozess 29
6.1 Lebenszyklusrechnung als Voraussetzung 29
6.2 Ableitung von produktprojektbezogenem Kapitalwert und Target Costs auf Basis des Unternehmungskapitalwerts 31
6.3 Aggregation produktprojektbezogener Teilkapitalwerte zu einem Unternehmungskapitalwert 36
6.4 Kapitalmarktorientierte Ableitung der Drifting Costs 39
6.5 Ableitung komponentenbezogener Kapitalwerte auf Produktebene 40
7. Bedeutung spezifischer Wertgrößen im integrierten Prozess 42
7.1 Einordnung von Wertgrößen des integrierten Prozesses in das Schema der Planungs- und Kontrollrechnung 42
7.2 Werttreiber des integrierten Prozesses 44
8. Schlussbetrachtung 50
Literaturverzeichnis V
Ehrenwörtliche Erklärung XV

Automatisiert erstellter Textauszug:

Copeland/Koller/Murrin sehen in ihrem Ansatz den Unternehmungswert als besten Maßstab der Performance einer Unternehmung an, da er alle relevanten Informationen über die zukünftige Unternehmungsentwicklung enthält. Außerdem sind sie der Ansicht, daß eine Maximierung des Shareholder-Value auch eine Wertsteigerung für alle anderen Stakeholder bedeute.111 Zur Unternehmungsbewertung und -führung wird der Discounted-Cash-flow-Approach verwendet, bei dem sich der Unternehmungswert als Summe diskontierter zukünftiger Cash-Flows ergibt.112 Copeland/Koller/Murrin unterscheiden zwei Rahmenkonzepte zur Unternehmungsbewertung: das Entity-Model und das Economic Profit Model. Beim Entity-Model errechnet sich der Eigenkapitalwert der Unternehmung, indem auf Basis der freien betrieblichen Cash-Flows der Gesamtkapitalwert berechnet und davon der Marktwert des Fremdkapitals abgezogen wird.113 Beim Economic Profit Model hingegen ergibt sich der Gesamtkapitalwert des operativen Geschäfts als Summe aus investiertem Kapital und dem Barwert der Economic Profits, d.h. dem Barwert der in den künftigen Perioden geschaffenen Werte. Der Economic Profit stellt eine periodenbezogene Größe dar und mißt den in einer Periode geschaffenen Wert. Diese kombinierte Anwendung von periodenbezogenem Economic Profit und dem periodenübergreifenden discounted Cash-Flow stellt deshalb auch einen großen Vorteil des Konzepts von Copeland/Koller/Murrin dar.114 Auch bei Stern/Stewart steht der Shareholder Value im Vordergrund. Jedoch wählen sie einen anderen Ansatz zur Unternehmungsbewertung und versuchen durch Berichtigung buchhalterischer Erfolgsgrößen aussagekräftige Kennzahlen zur Messung des Unternehmungserfolgs zu ermitteln. Diese Kennzahlen sind der Economic Value Added (EVA) und der Market Value Added (MVA). EVA ist Maßstab für den betrieblichen Übergewinn und ergibt sich als Differenz aus dem Betriebsergebnis nach Steuern vor Zinsen (NOPAT) und den Kosten für das zur Gewinnerzielung eingesetzte Eigen- und Fremdkapital. Um jedoch vor allem finanzielle, steuerliche und bewertungsbedingte Verzerrungen zu beseitigen, wird der [...]

In diesem Abschnitt sollen in Ergänzung zum o.a. Konzept noch vier weitere Konzepte wertorientierter Führung kurz dargestellt werden. Es handelt sich dabei um die Ansätze von Rappaport, Copeland/Koller/Murrin, Stern/Stewart und Lewis. Das Shareholder-Value-Konzept von Rappaport gilt als das Grundlagenwerk wertorientierter Unternehmungsführung und hat weite Verbreitung gefunden. Fundamentales Ziel in diesem Ansatz ist die Erwirtschaftung maximaler Eigentümerrenditen, d.h. die Maximierung des Shareholder-Value. Denn, wenn dieses Ziel erreicht werde, könnten auch die Ansprüche der anderen Stakeholder befriedigt und eine marktgerechte Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals erzielt werden.107 Der Eigenkapitalwert errechnet sich, indem vom Unternehmungswert der Marktwert des Fremdkapitals abgezogen wird. 108 Der Unternehmungswert setzt sich dabei aus den diskontierten freien betrieblichen Cash-Flows und dem Restwert zusammen. Zur Diskontierung wird der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz (WACC) eingesetzt, wobei sich der Eigenkapitalkostensatz nach dem Capital Asset Pricing Model errechnet und die Fremdkapitalkosten nach Steuern bestimmt werden.109 Ein besonderer Verdienst des Konzepts von Rappaport ist die Zusammenfassung der Einflußgrößen des Shareholder-Value in einem Shareholder-Value-Netzwerk. Dies zeigt die Verbindung zwischen den Zielen der Unternehmung, den Bewertungskomponenten, den Werttreibern und den dazugehörigen Führungsentscheidungen. 110 [...]

der auf die Planungsperiode bezogenen operating Cash-Flows, dem Barwert des operating Restwertes und dem Barwert der non-operating Cash-Flows bzw. dem aktuellen Wert des nicht betriebsnotwendigen Vermögens zusammen. 98 Als Kalkulationszinssatz wird in beiden Berechnungsalternativen der mit der Kapitalstruktur gewichtete Durchschnitt aus Eigen- und Fremdkapitalkostensatz (Weighted Average Cost of Capital/WACC) zugrunde gelegt. Die Berechnung des Eigenkapitalkostensatzes erfolgt hierbei kapitalmarktorientiert auf Basis des Capital Asset Pricing Modells.99 Die Höhe des Fremdkapitalkostensatzes richtet sich nach dem Zinssatz, der von den Fremdkapitalgebern bei einer Laufzeit gefordert wird, die dem Planungszeitraum für die freien Cash-Flows entspricht. Die steuerliche Abzugsfähigkeit der Fremdkapitalzinsen wird dabei berücksichtigt.100 Die zur Gewichtung des Eigen- und Fremdkapitalkostensatzes erforderliche Kapitalstruktur der Unternehmung sollte möglichst auf Basis einer Tages- bzw. Marktwertbilanz oder mittels einer geplanten Zielkapitalstruktur errechnet werden. Nachdem der Gesamtkapitalwert ermittelt wurde, läßt sich (indirekt) der Eigenkapitalwert (Shareholder Value) berechnen, indem vom Gesamtkapitalwert der Fremdkapitalwert (Marktwert des Fremdkapitals) subtrahiert wird. Alternativ ergibt sich der Eigenkapitalwert auch direkt auf Basis eigenkapitalgeberbezogener Zahlungsüberschüsse, die mit dem Eigenkapitalkostensatz diskontiert werden. Der Shareholder Value stellt dabei ein Entscheidungskriterium primär für die Eigentümer bzw. die Unternehmungsführung als Eigenkapitalanleger dar. Durch Abzug des vertraglich vereinbarten Eigenkapitalwerts (Rückzahlungsanspruch) vom Eigenkapitalwert, ergibt sich (indirekt) der residuale Unternehmungskapitalwert, der sich aber analog zur Berechnung des Eigenkapitalwertes auch direkt ermitteln läßt.101 [...]

Arbeit zitieren:
Vogt, Ralf Oktober 2000: Target Costing und wertorientiertes Controlling, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Controlling, Schwerpunkt Integration, Target Costing

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