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Tageszeitungen im World Wide Web

Eine Bestandsaufnahme

Tageszeitungen im World Wide Web
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Anke Schmidt
  • Abgabedatum: Oktober 1999
  • Umfang: 160 Seiten
  • Dateigröße: 9,7 MB
  • Note: 1,8
  • Institution / Hochschule: Universität des Saarlandes Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2208-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2208-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2208-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schmidt, Anke Oktober 1999: Tageszeitungen im World Wide Web, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Elektronisches Publizieren, Online-Publikationen, Online-Zeitungen, Verlagswesen, Internet

Magisterarbeit von Anke Schmidt

Zusammenfassung:

In der vorliegenden Arbeit sollen die neuen Möglichkeiten von Online-Publikationen vorgestellt und im World Wide Web implementierte Inhalte anhand von Beispielen qualitativ analysiert, diskutiert und bewertet werden. Dabei geht es darum, einerseits die Aspekte der Nutzer unter Berücksichtigung ihrer Erwartungen und Bedürfnisse und anderseits das Ziel der Verleger, ein neues gewinnbringendes Medium zu schaffen, aufzuzeigen und zu evaluieren.

Ziel dieser Arbeit ist es, anhand dieser Kriterien Problemfelder und Chancen von Online-Zeitungen aufzuzeigen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Wie reagiert die traditionelle Zeitung auf diese neuen Herausforderungen? Kann sie durch eine Transformation in eine neue Umgebung ihre derzeitige Position aufrechthalten? Dabei spielen die Fragen nach der Gestaltung, der Nutzbarkeit und der Akzeptanz eine ganz besondere Rolle. Welche Gestaltungsmöglichkeiten erweisen sich als "publikumsattraktiv"? Welche Elemente erleichtern oder erschweren die Nutzung elektronischer Zeitungen? Welche Faktoren erhöhen bzw. verhindern den Zugriff auf Online-Angebote und beeinflussen somit die Rentabilität seitens der Verleger? Werden Online-Zeitungen sich als Komplementärprodukte etablieren oder müssen die Verlage das Risiko einer internen "Blatt-Konkurrenz", d. h. (eigenes Verlagsprodukt und eigenes Online-Angebot) höher kalkulieren?

Um diese Fragen zu beantworten, wurden verschiedene empirische Untersuchungen der letzten Jahre sowie weiterführende Literatur als Basis für die Bewertung der Potentiale von Online-Zeitungen hinzugezogen.

Dabei werden häufig auch Texte zitiert, die nur im World Wide Web zugänglich sind. Solche elektronischen Quellen sind unverzichtbar für diese Arbeit, da ein Gros der Kommunikation unter Wissenschaftlern über das Internet erfolgt. Alle dort entlehnten Quellen sind mit dem Datum des letzten Abrufs versehen und der Schnelllebigkeit des Netzes wegen als Printtexte ausgedruckt und archiviert.

Um feststellen zu können, ob die Angebote die Erwartungen ihrer Leserschaft erfüllen und den Ansprüchen des Netzes im Sinne der Multimedialität und Interaktivität gerecht werden, müssen auch Internetangebote allgemein in ihrer bisherigen Publikationsform vorgestellt werden. Außerdem sollen sowohl Entwicklungstendenzen als auch Prognosen für die Zukunft gegeben und vor allem die momentanen Präsentationsformen und die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammengestellt werden.

Da es sich hierbei um eine informationswissenschaftliche Betrachtung der Thematik handelt, steht vor allem die Nutzerkomponente und deren Realisierung im Mittelpunkt. Nutzergerechte Gestaltung, Informationsbereitstellung und Informationsaufbereitung sowie deren erfolgreicher Transport an jedes Individuum gelten als Bewertungskriterien einer "gelungenen" Online-Präsentation. Dabei dürfen allerdings auch sprachwissenschaftliche Gesichtspunkte, die sich mit der Darstellung und Rezeption von Texten befassen, nicht ausgegrenzt werden.

Das sich anschließende Kapitel 2 befasst sich mit den Grundlagen der Online-Zeitung. Behandelt werden hier neben der Begriffsbestimmung der traditionellen Zeitung und deren Abgrenzung zur Zeitschrift die Veränderung und Rollenumverteilung der Printmedien und die daraus resultierenden Entwicklungs-tendenzen. Im Anschluss wird dann der Terminus "Online-Zeitung" eingeführt und anhand bestehender Definitionsansätze erläutert. Außerdem finden der Prozess des "Online-Publizierens", des "Story-Tellings" und die Möglichkeiten von Hypertext als Basismedium, die die Hauptkriterien der Online-Zeitung ausmachen, Beachtung.

Kapitel 3 setzt sich mit der "Online-Zeitung" auseinander. Dabei werden zuerst die Vorteile von Online-Publikationen und deren Auswirkungen für die Nutzer berücksichtigt. Für die Nutzer sind das in erster Linie die Möglichkeiten des Hypertextes, welche die ursprünglichen Printtexte in völlig neue Präsentationsformen transferieren können.

Während Kapitel 3 die generellen Vorteile von Online-Zeitungen aufgezeigt hat, werden in Kapitel 4 die eigentlichen Erwartungen von Verlegern genannt. Dazu gehört ein kurzer Abriss über die wirtschaftliche Effizienz sowie ein detaillierter Überblick über die Anforderungen, Erwartungen und Wünsche von Verlegern an das neue Medium, welche anhand von empirischen Untersuchungen gewonnen werden konnten. Weiterhin werden die aus den Studien ablesbaren Erkenntnisse bezüglich der Auswirkungen von Online-Zeitungen auf die traditionelle Printzeitung vorgestellt.

Kapitel 5 untersucht, ob die gegenwärtige Online-Zeitung den Ansprüchen eines eigenständigen Mediums gerecht wird, oder ob es sich nur um eine "Zweitverwertung" des Printproduktes handelt. Hierzu werden die Nutzerwünsche dem aus Kapitel 4 herausgearbeiteten Online-Engagement der Verleger gegenüber gestellt und der State of the Art von Online-Zeitungen in der Praxis beschrieben. Dabei werden alle Überlegungen zu den Funktionen, den Nutzungsgewohnheiten, dem bisherigen Entwicklungsstand und den Erkenntnissen der Nutzung von Online-Zeitungen zusammengeführt. (Die Überprüfung betrifft allerdings nur kostenfreie Angebote). Folgende Punkte werden dabei berücksichtigt: die Benutzerführung, die Homepage und ihr Design, der Einsatz externer Links, Archive, multimediale Elemente und die Interaktivität der Webseiten. Am Beispiel der Süddeutschen Zeitung (SZonNet), BILD-Online und der Saarbrücker Zeitung (SZ-Newsline) sollen gegenwärtige Präsentationsangebote vorgestellt werden.

In Kapitel 7 finden neben einer kurzen Zusammenfassung der Möglichkeiten von Online-Präsentationen auch kritische Anmerkungen und Nachteile von Online-Zeitungen und -Zeitschriften detaillierte Betrachtung.

Kapitel 8 fasst die dabei gewonnenen Ergebnisse zusammen und prognostiziert mögliche Entwicklungen im Bereich von elektronischen Tageszeitungen.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 6
1. Einleitung 8
1.1 Einführung in die Themenstellung 8
1.2 Zielsetzung der Arbeit 10
1.3 Aufbau der Arbeit 12
2. Die Zeitung im Medienwandel - von den Anfängen bis heute 14
2.1 Ein Kurzüberblick über das Medium Zeitung 14
2.1.1 Zur Etymologie des Terminus "Zeitung" 14
2.1.2 Die Zeitung im Medienwandel 16
2.2 Zum Begriff der "Online-Zeitung" 18
2.2.1 Definitionsansätze in der Literatur 19
2.3 Das Elektronische Publizieren 20
2.4 Online-Publizieren versus herkömmliches Publizieren 24
2.4.1 Text und Hypertext 27
2.4.2 Nichtlineares Erzählen: das "Story-Telling" im Hypertext 28
2.4.2.1 Die Verlinkung im Hypertext 29
2.4.2.2 Textkonversion im Hypertext 36
3. Potentielle netzbasierte Mehrwerte aus Nutzersicht 46
3.1 Vorteile für Nutzer von Online-Publikationen 46
3.1.1 Interaktivität und Selektivität: Die Verwendung von Hyperlinks 47
3.1.2 Multimediale Präsentationsformen 51
3.1.3 Recherche-Möglichkeiten 54
3.1.4 Permanenz und Aktualität 55
3.1.5 Globale Verfügbarkeit und zeitliche Restriktion 59
3.2 Zusammenfassung 62
4. Das Online-Engagement aus Sicht der Verlage 65
4.1 Aus dem Blickwinkel der Verlage: Gründe für und gegen eine Diversifikation in elektronische Märkte 65
4.2 Über Effizienz von Online-Zeitungen 68
4.3 Erwartungen und Anforderungen an Online-Angebote seitens der Verleger 71
5. Erwartungen und Bewertungen aus Nutzersicht 76
5.1 Erwartungen an die Online-Zeitung 76
5.2 Auswirkungen durch das Internet auf die Mediennutzung der Printzeitung 87
5.3 Zusammenfassung und Auswertung der Ergebnisse 90
6. Vergleich der Präsentationsform Online und Print 91
6.1 Die Bearbeitung von Zeitungsbeiträgen in der Online-Zeitung 91
6.1.1 Allgemeine Bearbeitung von Printartikeln in der Online-Version 91
6.1.2 Die Verlinkung der Online-Zeitung 94
6.1.3 Interaktivität 96
6.2 Onlinespezifische Neuerungen 98
6.2.1 Newsticker 98
6.2.2 Multimediale Präsentationsformen 101
6.3 Angebote aus Online-Zeitungen im Netz 102
6.3.1 Online-Zeitungen mit besonderen webspezifischen Applikationen 102
6.3.2 Online-Zeitungen mit individueller Zustellfunktion 106
6.4 Die Präsentation von Online-Zeitungen im WWW 108
6.4.1 SZonNET 109
6.4.2 BILD 112
6.4.3 SZ-Newsline 117
6.5 Auswertung der gewonnenen Ergebnisse 123
7. Potentiale und Problemfelder von Online-Publikationen 125
8. Resümee und Ausblick 132
Literaturverzeichnis 136
URLs der verwendeten Internet-Angebote 147
Verzeichnis der Abbildungen 148
Verzeichnis der Tabellen 151

Arbeit zitieren:
Schmidt, Anke Oktober 1999: Tageszeitungen im World Wide Web, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Elektronisches Publizieren, Online-Publikationen, Online-Zeitungen, Verlagswesen, Internet

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