Die Tätigkeitsbereiche des Center Managers
Die Schnittstelle zwischen Konsument und Einzelhandel
- Art: Magisterarbeit
- Autor: Peter Lechner
- Abgabedatum: März 2004
- Umfang: 113 Seiten
- Dateigröße: 681,0 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule für Wirtschaft und Technik Wiener Neustadt Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8116-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8116-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8116-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Lechner, Peter März 2004: Die Tätigkeitsbereiche des Center Managers, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Center Manager, Center Management, Einkaufszentrum, Facility Management, Beratung
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Magisterarbeit von Peter Lechner
Zusammenfassung:
Diese Studie gibt einen Einblick in die Welt der Einkaufszentren und beschäftigt sich mit der Frage über den Tätigkeitsbereich des Center Managers und in welchem Ausmaß er Beratungsleistungen an die Shop Partner erbringt. Dazu wurden elf Experten von unterschiedlichen Einkaufscenter-Größenklassen aus ganz Österreich befragt.
Die rasant zunehmende Anzahl an unterschiedlichsten Einkaufszentren seit Beginn der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts hat sich in den letzten Jahren stark abgeflacht. Der Grund hierzu kann in der Verlangsamung der Gesamtwirtschaft, dem Überangebot an Einzelhandelsflächen und der nur noch im geringen Ausmaß vorhandenen attraktiven freien Plätze, gesucht und gefunden werden. Überdies wurden zum Schutz der Einzelhändler in Stadtzentren die gesetzlichen Bestimmungen verschärft. Einkaufszentren sorgten immer wieder für hitzige Debatten zwischen Befürwortern und Gegnern. Centers werden für das Geschäftesterben innerhalb der Stadtzentren und zum Teil für die Verkehrslawine verantwortlich gemacht. Doch muss beachtet werden, dass gut funktionierende Center einen enormen Kaufkraftzustrom, Arbeitsplätze und Wohlstand für eine gesamte Region bedeuten. Einkaufszentren sind aber keine Produkte der Neuzeit, sie existieren bereits über Jahrhunderte hinweg und sind somit der lebende Beweis für die Gültigkeit des Ausspruches „Handel ist Wandel“. Schon in der Antike bildeten sich mit „Bazars“, „Agoras“ oder „Foren“ Mittelpunkte des städtischen Lebens, die von den Menschen für Handel und Kommunikation verwendet wurden. Im Mittelalter entstanden Märkte innerhalb und außerhalb der Stadtmauern. Diese weiteten sich bis hin zur Neuzeit zu berauschenden Einkaufstempeln aus. Die Zeit und die wandelnden Bedürfnisse der Konsumenten brachten immer wieder neue Erscheinungsbilder hervor und dieser Prozess wird auch in Zukunft fortgesetzt werden. Dies wird besonders durch die unterschiedlichsten Definitionen für Center verdeutlicht. Somit entspringt ein Einkaufszentrum aus keinem starren und fix vorgegebenen Konzept.
Um ein dynamisches und erfolgreiches Konzept entwickeln zu können bedarf es eines Center Managers, der die Führung eines Einkaufszentrums übernimmt. Organisatorisch kann das Centermanagement als eigene Betriebsgesellschaft dem Eigentümer unterstellt sein, oder an einen externen Dritten übertragen werden, der wiederum an den Eigentümer berichtet. Der umfassende Tätigkeitsbereich des Center Managers beginnt bereits bei der Planung des Centers und setzt sich in der Vermarktung und Verwaltung fort. Die Erst- bzw. die Nachvermietungsphase von Einkaufszentren sollte mit sehr viel Marktgefühl durchgeführt werden, um einen passenden Branchenmix erstellen zu können. Mit Hilfe verschiedenster Marketingmaßnahmen muss das Einkaufszentrum am Markt positioniert werden und ein Gesamtimage gebildet werden, was aufgrund der hohen Anzahl an Mietern eine besondere Herausforderung darstellt. Hinsichtlich Beratungsleistung gaben ca. 50 % der Experten an, diese an den Shop Partner anzubieten. In Zukunft wird jedoch der Beratungsleistung mehr Potential beigemessen und als zukünftiger Erfolgsfaktor von den Experten eingestuft werden. Da ein Einkaufszentrum mit einer kleinen Stadt gleichgesetzt werden kann, sind auch die Berufsanforderungen an einen Center Manager mit jenen eines „Bürgermeisters“ vergleichbar. Am Markt wird (derzeit) keine schulische oder akademische Ausbildung angeboten und es werden primär Personen mit abgeschlossener Ausbildung und vorhandener Berufserfahrung bevorzugt.
Eine Ausweitung der Einkaufszentrenflächen wird aufgrund des gesättigten Marktes und der gesetzlichen Rahmenbedingungen nur noch punktuell möglich sein. Die Entwicklungsperspektiven der Einkaufszentren bestehen u.a. in der Revitalisierung bestehender Center, in der themenbezogenen Gestaltung der Innenarchitektur und einer ansprechenden Außenarchitektur, in der laufenden Anpassung an Kundenanforderungen und der stetigen Optimierung des Brachenmixes. Durch die EU-Ost-Erweiterung, die auch neues Marktpotential mit sich bringt, müssen sich die einzelnen Einkaufszentren voneinander noch stärker abheben, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | THEMATIK | 1 |
| 1.2 | PROBLEMSTELLUNG | 2 |
| 1.3 | QUALITATIVE SOZIALFORSCHUNG | 3 |
| 1.3.1 | Beobachtung | 3 |
| 1.3.2 | Experiment | 4 |
| 1.3.3 | Befragung | 4 |
| 1.3.4 | Das qualitative Interview | 5 |
| 1.4 | AUSWAHL DER FORSCHUNGSMETHODE | 12 |
| 1.5 | GLIEDERUNG DER ARBEIT | 14 |
| 2. | EINKAUFSZENTREN | 15 |
| 2.1 | DEFINITIONEN ZUM EINKAUFSZENTREN | 16 |
| 2.2 | DIE ALLGEMEINE ENTWICKLUNG VON EINKAUFSZENTREN | 19 |
| 2.3 | DIE ERSCHEINUNGSBILDER VON EINKAUFSZENTREN | 22 |
| 2.3.1 | Architektur von Einkaufszentren | 22 |
| 2.3.1.1 | Stripe-Form | 23 |
| 2.3.1.2 | L-Form | 24 |
| 2.3.1.3 | U-Form | 24 |
| 2.3.1.4 | Mall-Form | 24 |
| 2.3.1.5 | Cluster-Form | 25 |
| 2.3.1.6 | Knochen-Form | 26 |
| 2.3.2 | Arten von Einkaufszentren | 26 |
| 2.3.2.1 | Nachbarschaftseinkaufszentrum | 27 |
| 2.3.2.2 | Kleinstadteinkaufszentrum oder Vororteinkaufszentrum | 27 |
| 2.3.2.3 | Regionales Einkaufszentrum | 28 |
| 2.3.2.4 | Passagen/Galerien/Einkaufshöfe | 28 |
| 2.3.2.5 | Power-Center | 29 |
| 2.3.2.6 | Factory-Outlet-Center | 29 |
| 2.3.2.7 | Off-Price-Center | 30 |
| 2.3.2.8 | Spezial-Themen-Center | 30 |
| 2.3.2.9 | Urban-Entertainment-Center | 30 |
| 2.4 | DIE STANDORTWAHL VON EINKAUFSZENTREN | 31 |
| 2.4.1 | Die Standortanalyse zum Einkaufszentren | 31 |
| 2.4.1.1 | Makrostandort | 31 |
| 2.4.1.2 | Mikrostandort | 32 |
| 2.4.2 | Gesetzliche und allgemeine Auflagen für Einkaufszentren | 34 |
| 2.5. | DAS MANAGEMENT VON EINKAUFSZENTREN | 36 |
| 2.5.1 | Interne soziale Beziehung | 37 |
| 2.5.2 | Beziehung nach außen | 38 |
| 2.5.2.1 | Imagebildung von Einkaufszentren | 38 |
| 2.5.2.2 | Corporate Identity von Einkaufszentren | 43 |
| 2.5.2.3 | Werbung von Einkaufszentren | 44 |
| 2.6 | DIE TRENDS VON EINKAUFSZENTREN | 46 |
| 3. | CENTERMANAGEMENT | 49 |
| 3.1 | ABGRENZUNG ZUM FACILITYMANAGEMENT | 49 |
| 3.1.1 | Die Ganzheitlichkeit | 50 |
| 3.1.2 | Der Lebenszyklus | 51 |
| 3.1.3 | Die Transparenz | 51 |
| 3.2 | DIE FUNKTIONEN DES CENTER MANAGERS | 52 |
| 3.2.1 | Das Flächenmanagement von Einkaufszentren | 53 |
| 3.2.2 | Das Vermietmanagement von Einkaufszentren | 54 |
| 3.2.2.1 | Erstvermietungsphase | 58 |
| 3.2.2.2 | Nachvermietungsphase | 59 |
| 3.2.2.3 | Mietvertrag | 60 |
| 3.2.3 | Die Marktforschung von Einkaufszentren | 62 |
| 3.2.4 | Der Marketing Mix von Einkaufszentren | 66 |
| 3.2.4.1 | Sortimentspolitik | 67 |
| 3.2.4.2 | Qualitätspolitik | 67 |
| 3.2.4.3 | Preispolitik | 68 |
| 3.2.4.4 | Servicepolitik | 69 |
| 3.2.4.5 | Werbepolitik | 70 |
| 3.2.5 | Das juristisches Fachwissen des Center Managers | 74 |
| 3.2.6 | Die Immobilienverwaltung von Einkaufszentren | 75 |
| 3.2.6.1 | Die Betriebsgesellschaft | 75 |
| 3.2.6.2 | Mietervereinigung | 79 |
| 3.2.7 | Die Beratungsleistungen des Center Managers | 79 |
| 3.3. | DIE BERUFSANFORDERUNGEN AN DEN CENTER MANAGER | 81 |
| 3.4. | TRENDS ZUM AUFGABENBEREICH DES CENTER MANAGERS | 83 |
| 3.4.1.1 | Beratungsleistung | 83 |
| 3.4.1.2 | Ladenöffnungszeiten | 84 |
| 3.4.1.3 | Osterweiterung | 85 |
| 3.4.1.4 | Wachstum der Einkaufszentren | 85 |
| 4. | ZUSAMMENFASSUNG | 87 |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | 93 | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | 94 | |
| LITERATURVERZEICHNIS | 95 | |
| EXPERTENVERZEICHNIS | 102 | |
| ANHANG | 104 |
anderem Botschaften zur Abklärung der Ausgangssituation, Informationen über zur Verfügung stehenden Alternativen, Angaben über die potentielle Wirkungen einzelner Maßnahmenbereiche, Botschaften über Adressaten von Maßnahmen, Informationen über Zielartikulationen beteiligter Personen und Institutionen und vieles mehr. Unter Berücksichtigung der Überlegung, dass die notwendigen Nachrichten im Zusammenhang mit der Lösung von anderen Problemen auftreten, lassen sich ebenfalls unterschiedliche Gebiete darlegen, die auf konkrete Marketingproblemsituationen oder instrumentelle Entscheidungssituationen hinweisen: Marktforschung zur Abklärung des Marktes, der Marktsegmente oder der Zielgruppen Marktforschung in Verknüpfung mit der Produktentwicklung (Testinformation zum Produkt, Design, Name, Verpackung etc.) Marktforschung im Zusammenhang mit der geplanten Produkteinführung (Testmärkte, Testgeschäfte, etc.) Marktforschung in Übereinstimmung mit der Kontrolle der Produkteinführung und der Produktmarktentwicklung (permanente Erhebungen wie z.B. Panelforschung). [...]
Die genannten Punkte, die bei einer Mietvertragsgestaltung unbedingt beachtet werden sollten, sind nur ein kleiner Ausschnitt, um eine gemeinsame und erfolgreiche Marktbearbeitung unter der Führung des Centermanagements durchführen zu können. Jedes Einkaufszentrum hat individuelle Schwerpunkte, und es werden immer wieder neue Probleme auftreten, die Einfluss auf die Vertragsgestaltung nehmen.142 So kann z.B. das Fehlen von ausgefeilten Bestimmungen zum Vertragszweck mit klarer Branchen- und Sortimentsvorgaben oder der Ausschluss von Konkurrenzschutz dazu führen, dass der vom Center Manager ausgearbeiteter Mieter- bzw. Branchenmix kläglich scheitert. Der Fall, dass ein zukünftiger Shop Partner wegen einer harten Vertragsgestaltung von der Anmietung Abstand nimmt, ist eher selten, da das Angebot von Geschäftsflächen in erfolgreichen Shopping-Center begrenzt ist. Gerade bei Einkaufszentren wird somit deutlich, dass eine rechtlich einwandfreie Vertragsformulierung nicht der Verhinderung, sondern der Schaffung von Rahmenbedingungen einer wirtschaftlich erfolgreichen Partnerschaft dient.143 [...]
Ein erfolgreicher Abschluss einer Erstvermietung bedeutet nicht, dass danach auf ein Vermietmanagement verzichtet werden kann. Vielmehr sollte eine Nachvermietung unmittelbar daran anschließen. Bevor jedoch eine Nachvermietung erforderlich wird, sollten präventive Maßnahmen gesetzt werden, um dies zu verhindern. Durch permanentes Zusammenarbeiten und den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zwischen Center Manager und Mieter können im Vorfeld bereits viele Probleme erfolgreich beseitigt werden. Falls es trotzdem zu leerstehenden Flächen kommen sollte, muss das Centermanagement reagieren, indem einerseits ein neuer passender Mieter gefunden wird und andererseits die leerstehende Fläche in der Nachvermietungsphase den Kundenfluss nicht negativ beeinflusst. Dies kann durch aktive Nutzung der Räumlichkeit z.B. als Ausstellungsraum oder durch eine geeignete Dekoration des leerstehenden Ladenlokals erfolgen.133 [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832481162
Arbeit zitieren:
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Center Manager, Center Management, Einkaufszentrum, Facility Management, Beratung



