TV-Distribution der Gegenwart und Zukunft aus Konsumentensicht
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Roman Buchwald
- Abgabedatum: Dezember 2006
- Umfang: 172 Seiten
- Dateigröße: 12,9 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven Deutschland
- Bibliografie: ca. 57
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0245-7
- ISBN (CD) :978-3-8366-0245-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Buchwald, Roman Dezember 2006: TV-Distribution der Gegenwart und Zukunft aus Konsumentensicht, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Fernsehen, Rundfunk, Triple-Play, IPTV, Satellit
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Diplomarbeit von Roman Buchwald
Einleitung:
Als die Gebrüder Lumière am 28. Dezember 1895 die erste öffentliche Vorführung mit „ihrem“ Cinematographen durchführten, dachten sie wohl nicht im Entferntesten daran, dass man solche laufenden Bilder einmal an Millionen Menschen gleichzeitig verteilen könne. Doch stellten sie schon früh eine Art Massentauglichkeit dieses Mediums unter Beweis. Schließlich ist bis heute die Bewegtbildübertragung und Wiedergabe dadurch gekennzeichnet, dass die Bilder zumeist in Gruppen konsumiert werden. Dies war um die vorletzte Jahrhundertwende durch die Projizierung eines Kinofilms – als Vorläufer der modernen Fernsehbildwiedergabe – bereits gegeben.
Die Gruppenrezeption setzte sich umso mehr fort, als dass die Konsumenten in einer stets wachsenden Konsumentengruppe durch das neue Medium „fernsehen“ konnten; stets durch die Illusion eines scheinbar greifbaren Vorgehens in dem Apparat beeinflusst. Auch durch die Einführung der Farb-TV-Übertragungen in den 70ern versuchte man die Aufmerksamkeit und Faszination dieses Mediums auf sein Publikum aufrechtzuerhalten.
Die ersten Aufzeichnungskomponenten für den Heimbereich z.B. waren kurz darauf marktreif (VHS-Recorder 1975). Schon früh wurde erkannt, dass das Massenmedium Fernsehen als „Informations- und Unterhaltungscenter“ einer breiteren Öffentlichkeit näher gebracht werden konnte. Übertragungen der Bilder mittels Terrestrik, einer festen Installation über den Kabelanschluss oder ganz ungebunden über einen Satelliten erhöhten schnell die gebotene Vielfalt des Fernsehens. Dem Zuschauer sollte später ein größeres Erlebnis geboten werden, in dem man die örtliche Auflösung höher definierte (HDTV) und anstelle vom gewohnten 4:3-Bildseitenverhältnis ein breiteres Bild einführte. Dieser Schritt konnte jedoch u.a. deshalb nicht vollzogen werden, weil der Endverbraucher HDTV nicht anzunehmen vermochte. Stattdessen forcierte man die Einführung einer digitalen Übertragungskette hin zum Konsumenten (2000: Digital Video Broadcasting), um eine höhere Qualität und Programmvielfalt liefern zu können.
Nach einer gestärkten Gerätepenetration in den Haushalten wird sich HDTV vermutlich doch noch durchsetzen können. Gerade durch die starke Konkurrenz der „aktiven Medien“ wie dem PC oder der ungebundenen Mobiltelefonie muss auch das Medium Fernsehen sich dem ändernden Konsumverhalten seiner „Kunden“ anpassen. Gegenwärtige und zukünftige Entwicklungen der Fernseh- und Empfangstechnik berücksichtigen als eine primäre Prämisse stets die Anwendung beim Endabnehmer, um die Marktfähigkeit des Produktes zu sichern. Denn die Erfahrungen bei Markteinführungen von Technologien, bei denen die Endverbraucher zu wenig Beachtung gefunden haben, zeigen, dass letztendlich stets der Konsument über den Erfolg oder Misserfolg einer Technologie oder eines Produkts entscheidet.
Er nimmt als Endabnehmer von Inhalten und Geräten nicht nur die Stellung eines „Finanzierers“ sondern auch eines wegweisenden „Trendsetters“ ein. In diesem Sinne wird in dieser Diplomarbeit dem Zuschauer das Hauptaugenmerk in der Distributionskette von Fernsehsignalen gegeben.
Problemstellung:
Es werden zunächst die Entwicklungsrichtungen der TV-Technologie in Bezug auf die einzelnen Distributionswege, die sich derzeit in einem der größten Umwälzungsprozesse seit Beginn der TV-Übertragungen befinden, aufgezeigt. Die Arbeit stellt auf der Basis von vorhandenen Technologien und Geschäftsmodellen für die Distribution von Fernsehsignalen aktuelle Entwicklungen und mögliche zukünftige Trends von TV-Übertragungen dar. Distributionsverfahren der Gegenwart und Zukunft werden dazu u.a. hinsichtlich ihrer Qualität, ihrem technischen Aufwand und ihrer Kosten für den Endverbraucher betrachtet.
Die Untersuchung dieser Aspekte basiert auf Beurteilungen aller am Distributionsprozess Beteiligten, wie den Rundfunkanstalten, den Netzbetreibern und der Industrie. Randbedingungen aus Politik und Marketing ergänzen die Untersuchung, die durchaus kritisch die kommenden Entwicklungen und insbesondere die Berücksichtigung der Verbraucherinteressen prüft.
Die zentrale Fragestellung lautet, wie das Fernsehen der Zukunft in Deutschland aus Sicht des Verbrauchers aussehen könnte: Ist die Vielfalt der Verbreitungswege im Sinne der Konsumenten? Was hat der Verbraucher von den fünf Distributionswegen an Neuerungen zu erwarten? Welche Strategien wählen die Broadcaster, um den Zuschauern weiterhin möglichst attraktive Dienste liefern zu können? Wie ist eine Verschlüsselung von so genannten free-TV-Programmen zu bewerten? Lassen sich die Geschäftsmodelle der am Distributionsprozess Beteiligten überhaupt mit den Interessen der Konsumenten vereinigen? Wird dem Zuschauer eine zu große Belastung auferlegt, wenn er weiterhin mit der Technik zurechtkommen und durch neue Programmformen navigieren will?
Natürlich darf sich eine solche Betrachtung nicht nur auf das klassische Fernsehen beziehen. Sie muss die Konvergenz mit anderen Medien mit einbeziehen, die neben Auswirkungen auf die Technik sowohl Marktmodelle der Betreiber als auch das Konsumverhalten beeinflussen kann. Zu beachten ist, dass sich die Beschreibungen in der Arbeit zumeist auf den deutschen Markt beziehen. Viele Aspekte sind jedoch unabhängig von lokalen Gegebenheiten.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | ||
| 1. | MOTIVATION UND ÜBERBLICK | VII |
| 2. | GLOSSAR | IX |
| A. | Einführung | 1 |
| A1. | Geschichte des Fernsehempfangs | 1 |
| A2. | Fernsehtechnologie | 4 |
| A2.1 | Fernsehdistribution | 4 |
| A2.2 | Broadcaststandards | 8 |
| A2.3 | Qualitäts- und Leistungsmerkmale | 10 |
| A2.4 | Empfangsgeräte | 12 |
| A3. | Nutzen der Digitalisierung | 14 |
| A4. | Konvergenz der Medienbereiche | 15 |
| B. | Traditionelle Distributionswege | 17 |
| B1. | Satellitenfernsehen | 17 |
| B1.1 | Technologie | 17 |
| B1.2 | Marktsituation | 20 |
| B2. | Kabelfernsehen | 22 |
| B2.1 | Technologie | 22 |
| B2.2 | Marktsituation | 25 |
| B3. | Terrestrisches Fernsehen | 28 |
| B3.1 | Technologie | 28 |
| B3.2 | Marktsituation | 31 |
| C. | Neue Distributionswege | 35 |
| C1. | TV über Internetprotokoll | 35 |
| C1.1 | Technologie | 35 |
| C1.2 | Marktsituation | 39 |
| C2. | MobileTV | 42 |
| C2.1 | Technologie | 42 |
| C2.2 | Marktsituation | 45 |
| D. | Aus Sicht der Politik, Industrie, Netzbetreiber & Rundfunkanstalten | 51 |
| D1. | Position der Beteiligten | 51 |
| D2. | Geschäftsmodelle | 56 |
| D3. | Finanzierung | 63 |
| D4. | Beziehung zum Konsumenten | 66 |
| D5. | Rechtliche und politische Aspekte | 68 |
| E. | Der Konsument | 75 |
| E1. | TV-Nutzungsverhalten | 75 |
| E2. | Kriterien für den Konsumenten | 80 |
| E2.1 | Bildqualität | 81 |
| E2.2 | Inhaltliches Angebot und Vielfalt | 85 |
| E2.3 | Komfort und Umgang mit Technik | 88 |
| E2.4 | Nutzung neuer Dienste | 91 |
| E2.5 | Kosten | 93 |
| E3. | Informationsstand des Konsumenten | 97 |
| E4. | Technikintegration und -akzeptanz | 101 |
| F. | Auswirkungen auf den Konsumenten | 103 |
| F1. | Distributionswege nach Kriterien | 103 |
| F2. | Neue Geschäftsmodelle | 108 |
| F3. | Stellung des Endverbrauchers | 114 |
| F4. | Entwicklung der Programmangebote | 115 |
| F5. | Änderung des Konsum- und Informationsverhaltens | 118 |
| G. | Zukunftsstrategien | 121 |
| G1. | Zukünftige Technologien | 121 |
| G2. | Zukunft der Distributionswege | 126 |
| G3. | Zukünftige TV-Distributionsmodelle | 132 |
| G4. | Fernsehnutzung der Zukunft | 134 |
| H. | Zusammenfassung und Bewertung | 137 |
| H1. | Erkennbare Entwicklungsrichtungen | 137 |
| H2. | Berücksichtigung der Konsumenteninteressen | 141 |
| H3. | Mögliche Empfehlungen | 143 |
| 3. | ANHANG | 146 |
| 4. | SCHRIFTTUM UND ABBILDUNGEN | 161 |
| 5. | DANKSAGUNG | 164 |
| 6. | ERKLÄRUNGEN | 165 |
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | ||
| 1. | MOTIVATION UND ÜBERBLICK | VII |
| 2. | GLOSSAR | IX |
| A. | Einführung | 1 |
| A1. | Geschichte des Fernsehempfangs | 1 |
| A2. | Fernsehtechnologie | 4 |
| A2.1 | Fernsehdistribution | 4 |
| A2.2 | Broadcaststandards | 8 |
| A2.3 | Qualitäts- und Leistungsmerkmale | 10 |
| A2.4 | Empfangsgeräte | 12 |
| A3. | Nutzen der Digitalisierung | 14 |
| A4. | Konvergenz der Medienbereiche | 15 |
| B. | Traditionelle Distributionswege | 17 |
| B1. | Satellitenfernsehen | 17 |
| B1.1 | Technologie | 17 |
| B1.2 | Marktsituation | 20 |
| B2. | Kabelfernsehen | 22 |
| B2.1 | Technologie | 22 |
| B2.2 | Marktsituation | 25 |
| B3. | Terrestrisches Fernsehen | 28 |
| B3.1 | Technologie | 28 |
| B3.2 | Marktsituation | 31 |
| C. | Neue Distributionswege | 35 |
| C1. | TV über Internetprotokoll | 35 |
| C1.1 | Technologie | 35 |
| C1.2 | Marktsituation | 39 |
| C2. | MobileTV | 42 |
| C2.1 | Technologie | 42 |
| C2.2 | Marktsituation | 45 |
| D. | Aus Sicht der Politik, Industrie, Netzbetreiber & Rundfunkanstalten | 51 |
| D1. | Position der Beteiligten | 51 |
| D2. | Geschäftsmodelle | 56 |
| D3. | Finanzierung | 63 |
| D4. | Beziehung zum Konsumenten | 66 |
| D5. | Rechtliche und politische Aspekte | 68 |
| E. | Der Konsument | 75 |
| E1. | TV-Nutzungsverhalten | 75 |
| E2. | Kriterien für den Konsumenten | 80 |
| E2.1 | Bildqualität | 81 |
| E2.2 | Inhaltliches Angebot und Vielfalt | 85 |
| E2.3 | Komfort und Umgang mit Technik | 88 |
| E2.4 | Nutzung neuer Dienste | 91 |
| E2.5 | Kosten | 93 |
| E3. | Informationsstand des Konsumenten | 97 |
| E4. | Technikintegration und -akzeptanz | 101 |
| F. | Auswirkungen auf den Konsumenten | 103 |
| F1. | Distributionswege nach Kriterien | 103 |
| F2. | Neue Geschäftsmodelle | 108 |
| F3. | Stellung des Endverbrauchers | 114 |
| F4. | Entwicklung der Programmangebote | 115 |
| F5. | Änderung des Konsum- und Informationsverhaltens | 118 |
| G. | Zukunftsstrategien | 121 |
| G1. | Zukünftige Technologien | 121 |
| G2. | Zukunft der Distributionswege | 126 |
| G3. | Zukünftige TV-Distributionsmodelle | 132 |
| G4. | Fernsehnutzung der Zukunft | 134 |
| H. | Zusammenfassung und Bewertung | 137 |
| H1. | Erkennbare Entwicklungsrichtungen | 137 |
| H2. | Berücksichtigung der Konsumenteninteressen | 141 |
| H3. | Mögliche Empfehlungen | 143 |
| 3. | ANHANG | 146 |
| 4. | SCHRIFTTUM UND ABBILDUNGEN | 161 |
| 5. | DANKSAGUNG | 164 |
| 6. | ERKLÄRUNGEN | 165 |
Textprobe:
Kapitel C2., MobileTV: In der Fernsehdistribution zeichnet sich neben der Tendenz zu hochauflösenden Bildern parallel eine Gegenentwicklung ab: Mobiles Fernsehen wird auf kleinen Empfängern in entsprechender geringer Auflösung konsumiert. Während DVB-T zwar schon einen über weite Strecken standortunabhängigen Empfang in Standardauflösung bietet, kann der Konsument mit Technologien des sog. „Handy-TV“ in Deutschland quasi bundesweit auf Fernsehdienste zurückgreifen, die in Inhalt und technischen Parametern speziell auf diesen neuen Distributionsweg ausgelegt sind. Anders als IPTV ist Fernsehen auf dem Mobiltelefon keine Konkurrenz für die klassischen Distributionswege, sondern eine Ergänzung.
Während sich in den klassischen Modellen für Fernsehdistribution Standards nach DVB etabliert haben, existieren für den mobilen Empfang gleich mehrere Übertragungsstandards, die in ihren Spezifikationen alle auf die besonderen Bedingungen einer Übertragung auf mobile Endgeräte angepasst sind. Gemeinsam sind denen in Europa anzutreffenden Standards die terrestrische Signalübertragung und einige technische Grundparameter. Weiter ist der für sie bestimmte Inhalt in Form von TV, Radio und multimedialen Diensten jeweils darauf ausgelegt, ihn auf vergleichs-weise kleinen Displays darzustellen. Ansonsten unterscheiden sich die folgenden drei Standards für MobileTV in vielen Punkten: DVB-H (Digital Video Broadcasting-Handheld), T-DMB (Terrestrial-DMB; DMB über Satellit: S-DMB), MediaFLO (Forward Link Only), MBMS (Multimedia Broadcast Multicast Service, siehe Kapitel G.).
Zuerst soll nun auf die Technologien von mobilen TV-Übertragungsverfahren allgemein eingegangen werden, bevor diese in Form einer Tabelle auf die einzelnen Standards bezogen werden. Der Fehlerschutz nimmt für Wiedergaben auf Empfängern, deren Empfangsverhalten sich mit Änderung der Position stets und z.T. mit großer Geschwindigkeit verändern, eine besondere Bedeutung ein. Fehlerschutzmechanismen nach FEC werden z.T. innerhalb der sog. Multiprotocol Encapsulation (MPE) so erweitert, dass deren Daten zusammen mit dem A/V-Content innerhalb von IP-Datagrammen untergebracht werden. Dieser Ansatz ist zwar grundsätzlich in der Umgebung von MobileTV mit in das Konzept eingebunden, kann aber auch umgangen werden, da es mit der Verringerung der Nutzdatenrate einhergeht.
IP-Daten, die einem gesondertem Fehlerschutz unterworfen und in dem bekannten MPEG-2 Transportstrom eingekapselt werden, können von jedem IP-fähigem Endgerät verarbeitet werden. Von diesen können nicht nur Audio- und Videostreams, bei denen für die Basisbandsignale für alle Standards oft H.264 zum Einsatz kommt, sondern IP-Daten aller Art übertragen werden. IP-basierte A/V-Daten erfahren also eine Einbettung in die Kanäle des klassischen DTVB. IP Datacast (IPDC) als Teil der DVB-Projekte spezifiziert dabei die Transportprotokolle für die verschiedenen Services. RTP, UDP setzen u.a. in der Protokollstruktur auf IP auf, so dass sowohl Echtzeit- als auch nicht Echtzeit-basierte Dienste übertragbar und auch im Datenstrom beschreibbar werden. IPDC kann Kommunikationsmittel einbinden, die strukturell vom Rundfunk unabhängig sind. Sog. hybride Netze beinhalten oft ein Mobilfunknetz als bidirektionales Kommunikationsmittel.
Da die zu übertragenden Daten oft stark komprimiert und damit sehr fehleranfällig sind, weisen Standards für MobileTV neben dem Fehlerschutz nach Reed-Solomon und Faltungscode für den TS oft komplexe Fehlerschutzstrukturen auf, die über die für stationären Empfang hinausgehen. Besonders neue Interleaving-Methoden stützen die gesicherte Wiedergabe auf mobilen Endgeräten. Durch die Besonderheit über ein „TV-Gerät“ fernzusehen, das i.d.R. keine permanente Stromversorgung besitzt, ergibt sich die Notwendigkeit, einen Zeitmultiplex einzurichten, der so umgesetzt ist, dass die Datenübertragung nur zeitweise und nicht kontinuierlich geschieht. Wenn der Empfangstuner zwischen sog. Bursts, wo keine Daten übertragen werden, abschalten kann, verringert sich die Leistungsaufnahme im Endgerät erheblich und längere Akku-Laufzeiten werden umsetzbar. Dieses Verfahren nennt sich Time-Slicing.
Die schon bei DVB-T benutzte COFDM-Technik (siehe B3.) erlaubt auch für MobileTV Gleichwellennetze. Ohne auf technische Details einzugehen, sei erwähnt, dass so ein Kompromiss zwischen den zu berücksichtigen Wegdifferenzen zweier Gleichwellen-Sender und der einhergehenden Nutzdatenrateneinschränkung möglich wird. Aufgrund des hohen Rauschanteils und den mitunter widrigen Empfangsbedingungen bei der terrestrischen Übertragung kommen in etwa die Modulationsverfahren zum Einsatz, die auch DVB-T benutzt. Es ist darüber hinaus bei der Nutzung der Übertragungsbänder zwischen Rundfunk-Frequenzen im VHF-, UHF- sowie L-Band zu unterscheiden.
Die genanten grundsätzlichen Parameter resultieren schließlich in der übertragbaren Nutzdatenrate und somit in der Anzahl der in einem Kanal unterzubringenden Services. Natürlich stellt ein Fernsehbild auf einem Handy nicht die gleichen Anforderungen an die örtliche und zeitliche Auflösung wie ein Bild auf einem HD-Display. Die Auflösung der in Smartphones, Handhelds oder Handys integrierten Displays übersteigt nur selten das QVGA-Format (320 x 240 Pixel). Die Informationsmenge ist dementsprechend herabgesenkt und die Bilder werden zudem oft stärker komprimiert als die für hochauflösende Empfänger. 300 Kbit/s ist ein Wert für die Datenrate, der für viele Inhalte eine akzeptable Bildqualität zulässt.
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Arbeit zitieren:
Buchwald, Roman Dezember 2006: TV-Distribution der Gegenwart und Zukunft aus Konsumentensicht, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Fernsehen, Rundfunk, Triple-Play, IPTV, Satellit



