Supply Chain Management zur Durchlaufzeitverkürzung
Eine System-Dynamics-basierte Analyse
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Thorsten Brodt
- Abgabedatum: April 2000
- Umfang: 93 Seiten
- Dateigröße: 4,6 MB
- Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2462-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2462-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2462-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Brodt, Thorsten April 2000: Supply Chain Management zur Durchlaufzeitverkürzung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Logistikmanagement, Durchlaufzeitverkürzung, Integration der Wertschöpfungskette, E-Commerce, Supply Chain Management
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Diplomarbeit von Thorsten Brodt
Einleitung:
Supply Chain Management (SCM) wird in dieser Arbeit als ein über das reine Management von Logistiknetzwerken hinausgehender Ansatz begriffen. Es erweitert den Blick auf a) nicht logistische Unternehmensfunktionen und b) unternehmensübergreifende Beziehungen in Wertschöpfungsnetzwerken und es verspricht effiziente, flexible Leistungsprozesse zur Erstellung kundenorientierter Produkte und Dienstleistungen.
Orientiert an den Grundsätzen der Systemtheorie, insbesondere an System Dynamics untersucht der Autor anhand eines computergestützten Simulationsmodells die Wirkungen distinkter Supply Chain Management-Maßnahmen bei unterschiedlichen Umfeldbedingungen und identifiziert auftretende Interdependenzen. Die Simulationen verdeutlichen, dass SCM das Potential besitzt die ambivalenten Zielgrößen Reaktionszeit, Durchlaufzeit und Kapitalbindung zu entkoppeln und simultan zu reduzieren. Besonderes Augenmerk wird auf die Möglichkeit zur Reduzierung der traditionellen Lieferketten innewohnenden, durch verzerrende Informationsmechanismen verursachte Dynamik bei Lagerbeständen, Fertigungskapazitäten und Fertigungsaufträgen gelegt (Minderung des Bullwhip-Effekts).
Anhand des Lieferketten-Simulationsmodells werden vier für die Effektivität des Supply Chain Managements verantwortliche Grundprinzipien identifiziert und besprochen. In einem zweiten Schritt werden die Erkenntnisse aus dem Modell mit denen im e-commerce möglichen strukturellen Veränderungen in Lieferketten kombiniert und analysiert.
Die Untersuchung gelangt zu der Erkenntnis, dass eine effektvolle und ergebnisorientierte Umsetzung des SCM sich nicht an der vermeintlichen Verbesserung traditioneller Strukturen aufhalten darf, sondern unter der Berücksichtigung der vier Prinzipien eine fundamentalen und unternehmensübergreifende Umgestaltung erfordert.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Netzwerkmanagement als Antwort auf die Dynamisierung des Wettbewerbs | 1 |
| 2. | Orientierung in der Vielfalt von Verständnissen von Supply Chain Management | 3 |
| 2.1 | Supply Chain Management: Ein ganzheitliches Verständnis für Wertschöpfung | 3 |
| 2.2 | Die Durchlaufzeitverkürzung als logisches Ziel im zunehmenden Wettbewerb | 8 |
| 2.3 | Supply Chain Management im Spannungsfeld klassischer Wettbewerbsstrategien | 11 |
| 2.4 | Die Lieferkette aus systemischer Sicht | 13 |
| 3. | System Dynamics als Untersuchungsmethode für komplexe, dynamische Systeme | 16 |
| 3.1 | Modelle und Simulationen als Entscheidungshilfen für Gestaltungsmaßnahmen | 16 |
| 3.2 | Eine vierstufige Lieferkette als Referenzmodell | 18 |
| 3.2.1 | Informationsverzerrende Mechanismen als Kernproblem von Lieferketten | 18 |
| 3.2.2 | Die Systemgrenze unter Berücksichtigung vier essentieller Erweiterungen | 19 |
| 3.2.2.1 | Der Teilelieferant als vierte Wertschöpfungsstufe | 22 |
| 3.2.2.2 | Durchlaufzeitorientierung in der Qualitätssicherung | 24 |
| 3.2.2.3 | Die Fertigungskapazität als Engpassfaktor | 27 |
| 3.2.2.4 | Das Vertrauen als Katalysator zwischen Wertschöpfungspartnern | 28 |
| 3.3 | Das Verhalten im Referenzmodell | 32 |
| 4. | Simulation distinkter Supply Chain Management-Maßnahmen | 36 |
| 4.1 | Informationstechnologische Integration zur Informationsflussbeschleunigung | 37 |
| 4.1.1 | Effekte von Electronic Data Interchange | 38 |
| 4.1.2 | Effekte bedarfsgerechter Informationssichten | 40 |
| 4.2 | Zeitorientiertes Produktionsmanagement zur Materialflussbeschleunigung | 45 |
| 4.2.1 | Effekte einer Just in Time-Integration zwischen Hersteller und Teilelieferant | 47 |
| 4.2.2 | Durchlaufzeitverkürzung durch Gestaltung des Qualitätsmanagements | 48 |
| 4.2.3 | Die gewünschte Lagerreichweite als Stellgröße der Durchlaufzeit | 51 |
| 4.3 | Kombination der Material- und Informationsbeschleunigung zur effektiven Durchlaufzeitverkürzung | 53 |
| 4.4 | Vertrauen als Reaktionsbeschleuniger in der Lieferkette | 54 |
| 4.5 | Durchlaufzeit- und Reaktionszeitverbesserung durch Verkürzung des Absatzkanals | 58 |
| 4.5.1 | Supply Chain Management als Facette des internetbasierten Direktvertrieb | 59 |
| 4.5.2 | Logistische Probleme des Direktvertriebs | 61 |
| 4.5.3 | Das Modellverhalten bei gekürzter Absatzkanallänge | 63 |
| 5. | Holistische und ausgewogene Gestaltung als Grundprinzipien im Supply Chain Management | 69 |
| Literaturverzeichnis | 74 | |
| Modellverzeichnis | 85 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832424626
Arbeit zitieren:
Brodt, Thorsten April 2000: Supply Chain Management zur Durchlaufzeitverkürzung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Logistikmanagement, Durchlaufzeitverkürzung, Integration der Wertschöpfungskette, E-Commerce, Supply Chain Management



