Supervision
Ein kompetenzförderndes Instrument in der Personalentwicklung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Stefanie Daube-Schmersahl
- Abgabedatum: März 2004
- Umfang: 167 Seiten
- Dateigröße: 503,9 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Universität Bielefeld Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8081-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8081-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8081-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Daube-Schmersahl, Stefanie März 2004: Supervision, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Organisationsentwicklung, Coaching, Lernformen, Lebenslanges Lernen, Qualifikation
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Diplomarbeit von Stefanie Daube-Schmersahl
Problemstellung:
In der Themenstellung dieser Diplomarbeit wird die eigentlich aus dem Kontext der Sozialarbeit stammende Supervision als „ein kompetenzförderndes Instrument in der Personalentwicklung“ bezeichnet.
Im einzelnen will diese Arbeit die Fragen beantworten:
- ob Supervision ein Instrument in der Personalentwicklung ist.
- wie der Einsatz von Supervision in den Unternehmen aktuell gestaltet wird und wie er gestaltet werden könnte.
- in welchem Maße der Einsatz von Supervisionsmaßnahmen die angestrebte Förderung der Mitarbeiterkompetenz zu gewährleisten vermag.
Aus der Entwicklungsgeschichte der Supervision wird deutlich, dass die Supervision bisher keine „ausgeprägte Affinität“ zum Profit-Bereich entwickelt hat. Erst in den letzten Jahren wurde die Supervision vereinzelt in Profit-Unternehmen eingesetzt. Mit dem Verlassen ihrer klassischen Arbeitsfelder begibt sich die Supervision in einen hart umkämpften Markt, der zwar einen erheblichen Bedarf zeigt, dem aber das Erfordernis von Supervision erst noch bewiesen werden muss.
Bisher hatte die Supervision in ihren herkömmlichen Arbeitsfeldern einen festen, weitgehend anerkannten Platz. In ihrem relativ neuem Arbeitsfeld, dem Profit-Bereich, hat sie eine nicht so große Akzeptanz und muss sich zudem gegen Konkurrenzformate wie Coaching und Organisationsentwicklung abgrenzen.
Hier stellt sich die Frage, warum die Supervision bisher Probleme hatte, sich in den Profit-Bereich zu integrieren und auch, auf welche Bedingungen die Supervision in Wirtschaftsunternehmen eingehen darf oder kann, ohne ihre Identität zu verlieren. Die Supervison soll nicht zu Markte getragen werden, im Sinne von „sich verkaufen“, sondern wie bisher eine unabhängige und stabile Identität mit gesicherten Qualitätsstandards aufrecht erhalten.
Einleitung:
Diese Arbeit entstand vor dem Hintergrund der Integration von organisatorischer Selbstreflexion in Unternehmen, die heute eine Basis-Funktion und eine der wichtigsten Aufgaben in der Veränderung von Unternehmen darstellt.
Wenn die Hierarchien flacher werden, wenn Komplexität und Geschwindigkeit von Veränderungen in den Unternehmen zunehmen, müssen wir gerade dort die Bereitschaft zu Lernen und Veränderung fördern. Flexibilisierungspotenziale sind bei den Mitarbeitern genauso wichtig wie bei den technischen Einrichtungen. Diese Flexibilisierungspotenziale müssen aber erst entdeckt werden. Nur auf diese Weise werden die Mitarbeiter wirklich zu entscheidenden Faktoren in den Unternehmen. Nur kompetentes Personal, kreativ und selbstverantwortlich steuernd, kann die technische Entwicklung wie auch die Reorganisation vorantreiben.
Die Gestaltung der Arbeitsprozesse wird zunehmend in die Hände der Mitarbeiter übergeben. Dies erfordert deren Motivation und spezielle Fähigkeiten. Hinzu kommen eine hohe Bereitschaft zur Verantwortung für das Organisieren von Arbeitsprozessen und eine kooperative Steuerungskompetenz. Eine solche Autonomie erfordert auch die Entwicklung und Förderung reflexiver Kompetenzen.
Auf Grund dieser neuen Anforderungen, die an Unternehmen gestellt werden, kann die Supervision als ein Beratungskonzept in der Personalentwicklung, als ein Instrument der Weiterentwicklung sowie Förderung von Personal eingesetzt werden.
Durch Supervision wird die Handlungskompetenz der Mitarbeiter verbessert, die Selbstreflexion gefördert, die Effizienz der Arbeit gesteigert, sowie Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Kooperationsfähigkeit entwickelt, gefördert und stabilisiert.
Daher dient die Supervision sowohl zur effizienten Durchführung von Arbeit als auch zur Einhaltung der Arbeitsfähigkeit und -Zufriedenheit der Mitarbeiter.
Als Instrument in der Personalentwicklung kann Supervision auf geplante Umorientierungsprozesse flexibel einwirken sowie kreative Potenziale wecken und fördern.
Diese Arbeit ist interessant für Unternehmen, die Supervision in ihrer Personalentwicklung einsetzen, oder vorhaben, sie als Planungs- und Entscheidungshilfe zu verwenden. Zur Zielgruppe gehören Supervisoren, die ihren Fokus auf die Kompetenzförderung ausrichten wollen oder bisher bereits ausgerichtet haben. Zur Zielgruppe gehören ebenso Supervisanden, die Interesse an einem tieferen Einblick und an Hintergrundwissen über die bisher im Bereich der Supervision geleistete Arbeit zeigen.
Gang der Untersuchung:
Abschnitt 1 vermittelt anhand von Begriffsbestimmungen einen Überblick über die zentralen Begriffe: Personalentwicklung, Kompetenz, Supervision.
Abschnitt 2 betont die Notwendigkeit, die Kompetenzförderung in die Personalentwicklung zu integrieren. Hier wird näher darauf eingegangen, warum Kompetenzförderung heute in der Personalentwicklung notwendig ist. Es wird aufgezeigt, in welchen Formen und über welche Maßnahmen die Zielstellungen der Kompetenzförderung in der Personalentwicklung verwirklicht werden können.
Abschnitt 3 konzentriert sich auf die Frage, ob Ziele und Aufgaben von Supervision und Personalentwicklung kompatibel sind, inwieweit Supervision als eines der Personalentwicklungsinstrumente angesehen werden kann bzw. sollte. Außerdem wird der Professionsbezug der Supervision diskutiert. Der Beruf des Supervisors kann durchaus definierte Inhalte haben, die Supervision kann aber auch auf das berufliche Selbstverständnis der Supervisanden gerichtet sein. Dies gilt auch dann, wenn sie bei den Mitarbeitern einer Organisation primär die Basiskompetenz der Reflexionsfähigkeit und eine möglichst umfassende Handlungskompetenz anstrebt.
Abschnitt 4 geht auf die Grundvoraussetzungen für den Einsatz von Supervision in der Personalentwicklung ein, die Einsatzbereiche, Potenziale und Grenzen.
Abschnitt 5 widmet sich gesondert dem Einsatz der Supervision als Instrument zur Kompetenzförderung.
Abschnitt 6 prüft fünf aus der vorausgehenden Erörterung abgeleitete Hypothesen in einer Studie, bei der drei Interviews mit Personalentwicklern aus unterschiedlichen Bereichen geführt wurden.
Abschnitt 7 zieht ein Resümee, in welchem Ausmaß Supervision als ein kompetenzförderndes Instrument der Personalentwicklung gesehen werden muss.
Inhaltsverzeichnis:
| Einleitung | 1 | |
| 1. | Begriffliche Einordnung von Themen- und Zielstellung dieser Arbeit | 5 |
| 1.1 | Personalentwicklung | 6 |
| 1.1.1 | Definitionen | 6 |
| 1.1.2 | Organisationsentwicklung und Personalentwicklung | 8 |
| 1.1.3 | Voraussetzungen für Personalentwicklung | 9 |
| 1.1.4 | Aufgaben der Personalentwicklung | 10 |
| 1.1.5 | Inhalte der Personalentwicklung | 11 |
| 1.1.6 | Instrumente der Personalentwicklung | 13 |
| 1.1.7 | Ziele der Personalentwicklung | 15 |
| 1.1.8 | Kompetenzorientierte Personalentwicklung braucht Supervision | 16 |
| 1.2 | Kompetenz | 16 |
| 1.2.1 | Definition | 17 |
| 1.2.2 | Definitionen von Kompetenzförderung und -entwicklung | 18 |
| 1.2.3 | Kompetenzbegriff und Qualifikationsbegriff | 19 |
| 1.2.4 | Gegenstand und Inhalt der Kompetenz | 20 |
| 1.2.5 | Komponenten der Kompetenz | 21 |
| 1.2.6 | Handlungskompetenz ist heute ein wichtiges Ziel der Personalentwicklung | 23 |
| 1.3 | Supervision | 23 |
| 1.3.1 | Definition | 23 |
| 1.3.2 | Gegenstand der Supervision | 24 |
| 1.3.3 | Ausweitung des Einsatzbereiches von Supervision | 25 |
| 1.3.4 | Supervision und Organisationsentwicklung | 27 |
| 1.3.5 | Inhalte der Supervision | 31 |
| 1.3.6 | Mögliche Supervisanden | 33 |
| 1.3.7 | Formen der Supervision | 33 |
| 1.3.8 | Supervision kann der effizienteren Gestaltung von Arbeitsbedingungen dienen | 35 |
| 2. | Kompetenzförderung - unabdingbar in der Personalentwicklung | 37 |
| 2.1 | Gründe für eine Kompetenzförderung in der Personalentwicklung | 37 |
| 2.1.1 | Neue Qualifikationsanforderungen | 38 |
| 2.1.2 | Umbruch in Ausbildung und Leben | 40 |
| 2.1.3 | Neue Formen der Arbeitsorganisation | 41 |
| 2.1.4 | Wissen veraltet, deshalb neue Lernformen | 42 |
| 2.2 | Gestaltung der Kompetenzförderung | 45 |
| 2.3 | Ziele der Kompetenzförderung | 46 |
| 3. | Supervision - Instrument der Personalentwicklung | 50 |
| 3.1 | Integration von Zielen und Aufgaben der Supervision in die Personalentwicklung | 50 |
| 3.2 | Supervision als Profession, aber auch als Sicherung der Professionen | 53 |
| 4. | Supervision in der Personalentwicklung - Voraussetzungen, Einsatzbereiche, Potenziale und Grenzen | 59 |
| 4.1 | Voraussetzungen für den Einsatz von Supervision in der Personalentwicklung | 59 |
| 4.2 | Einsatzbereiche von Supervision | 62 |
| 4.3 | Potenziale von Supervision | 66 |
| 4.4 | Grenzen von Supervision | 68 |
| 5. | Supervision in der Personalentwicklung - Einsatz als kompetenzförderndes Instrument | 71 |
| 5.1 | Supervision als Kompetenzförderung im System, Abgrenzung zur herkömmlichen Schulung | 72 |
| 5.2 | Supervision als Lernen durch Aktion und Reflexion | 74 |
| 5.3 | Supervision als Kombination von Lernen und Arbeiten | 76 |
| 6. | Hypothesenprüfung - drei Interviews | 78 |
| 6.1 | Interviewleitfaden | 78 |
| 6.1.1 | Hypothesen | 78 |
| 6.1.2 | Demographische Daten | 78 |
| 6.1.3 | Leitfadenfragen zu den Hypothesen | 79 |
| 6.1.4 | Methode | 82 |
| 6.1.5 | Fragestellung | 82 |
| 6.1.6 | Ziele | 83 |
| 6.1.7 | Erwartungen | 83 |
| 6.1.8 | Einschränkungen | 84 |
| 6.1.9 | Vorgehensweise | 84 |
| 6.1.10 | Stichprobenbeschreibung | 86 |
| 6.1.11 | Ergebnis-Erwartung | 86 |
| 6.2 | Auswertung | 87 |
| 6.2.1 | Demographische Fragen | 87 |
| 6.2.2 | Diskussion der Hypothesen | 89 |
| 6.2.3 | Fazit | 94 |
| 7. | Schlussbetrachtungen | 96 |
| 7.1 | Resümee | 96 |
| 7.2 | Ausblick | 98 |
| Literaturverzeichnis | 100 | |
| ANLAGEN | 109 | |
| INTERVIEW A | 109 | |
| INTERVIEW B | 132 | |
| INTERVIEW C | 149 |
Vorgesetzte: „Pass auf, du musst aber mal zu so einem Seminar hin. Mach das mal. Problemlösungen oder Zeitmanagement, nä, das kriegst du nicht gebacken.“ Klar, das gibt es auch, wo Mitarbeiter geschickt sind, aber das kriegen wir dann auch relativ schnell mit, im Training, ob da jemand wirklich eine eigene Motivation hat oder die nicht hat. Also wenn man drüber nachdenkt, was erfolgsversprechender ist, ist klar. Nä, das wäre schon so gut, wenn man es so machen könnte, wie ich es halt geschildert hab. I: Was versprechen Sie sich von der organisatorischen Selbstreflexion? P: Für mich ist es elementar, weil es fängt ja bei uns an, bei der Geschäftsführung, dass die Geschäftsführung sich Gedanken macht, wie entwickeln sich die Rahmenbedingungen? Wie müssen wir das Unternehmen entsprechend ausrichten auf zukünftige Anforderungen? Das heißt, wir sind halt ein Familienunternehmen. Es gibt uns seit über 1OO Jahren, und in dieser Zeit gab es bisher erst – ja – erst der jetzige Chef, der ist erst seit zwei Jahren am Ruder, da gab es jetzt erst den vierten Chef von diesem Unternehmen, innerhalb dieser langen Zeit. I: Ja P: Und von daher ist es halt wichtig, dass wir auch als Familienunternehmen auch, da es ja die gewisse Gefahr, dass man halt die Rahmenbedingungen nicht so im Blick hat. I: Mmh P: O. K., es ist immer gut gegangen, wir machen so weiter, wie gehabt. Wenn man nicht mehr in der Lage ist, sich entsprechend dieser Rahmenbedingung einfach neu zu verhalten, ist dann irgendwann die Existenz des Unternehmens gefährdet. Das ist bei uns erkannt geworden. Zu sagen auf den verschiedenen Ebenen, ob es die Geschäftsführung ist, ob es die Bereiche sind oder ob ich das in meinem Bereich der Personalentwicklung bin. Ich muss mich diesen künftigen Anforderungen halt stellen und am besten noch über den Tellerrand hinausschauen und schauen Richtung Szenario, wo geht die Reise hin oder wo kann sie halt hingehen, – und dann rechtzeitig eine Antwort zu finden und nicht dann überrascht zu werden, ist für mich elementar wichtig, um die Existenz des Unternehmens halt sicherstellen zu können. I: Mmh, da haben Sie auch schon meine nächste Frage beantwortet. Ob sich der Stellenwert der organisatorischen Selbstreflexion verändert hat? [...]
P: Also es gibt Seminare, klar, die muss man besuchen. Also z. B. Arbeitssicherheitsseminare oder so, oder Ersthelferkurse für bestimmte Mitarbeiter, das ist halt Pflicht. Also das gehört mit dazu. I: Mmh P: Und wir steuern das halt so, dass es halt für die Mitarbeiter ja so einen Anforderungskatalog gibt. Es gibt also eine Qualifikationsmatrix, also wenn man sich das anguckt, es gibt eine Arbeitsplatzbeschreibung, da stehen irgendwie die Beschreibungen halt drin, für meinen Bereich habe ich dann, ja für meine Mitarbeiter, um das jetzt mal exemplarisch zu nehmen, eine Qualifikationsmatrix, dass ich halt sage, das sind halt die Mitarbeiter, das sind die Arbeitsplätze und um diesen Arbeitsplatz auszufüllen zu können, muss ich halt die Fähigkeiten halt drauf haben. Daraus leite ich dann halt den Entwicklungsbedarf ab. On the job oder off the job. Und demzufolge mache ich Vereinbarungsgespräche mit den Mitarbeitern, ich sage, o. k., in dieses Kompetenzfeld wollen wir, willst du, möchtest du dich noch hinein entwickeln, und dazu ist halt dieses oder jenes von Nöten. I: Mmh P: Also von daher, ich mache das aber im Sinne von Vereinbarung. Und für mich ist das halt so, ich habe meine eigene Philosophie, dass ich sage: Wenn ein Mitarbeiter dann bei mir ist, möchte ich dann, dass er auch bestmöglich motiviert ist. Das heißt für mich, wir machen eine Vereinbarung im Sinne von Förderung, gemeinsamer Förderung. Und wenn jemand zu mir sagt, ich möchte nicht mehr, ja dann ist es für mich auch o. k.. Wenn ich sage, was er abliefert, passt zu dem, was ich da grundsätzlich erwarte. Wenn jemand sagt, ich möchte mich weiter entwickeln, dann geht das auch im Sinne halt dann von Weiterentwicklung. Und wenn ein Mitarbeiter irgendwann sagt, ich möchte mich herausentwickeln, also auch aus der Abteilung heraus, wie auch immer das Unternehmen verlassen, ist es für mich auch in Ordnung, denn für mich ist dieser Mitarbeiter während der Zeit hier top motiviert. Ich habe ihn halt gefördert, so gut es halt geht, und wenn er dann sagt, o.k., ich bin jetzt soweit gewachsen und du hast vielleicht gar keine Aufgaben mehr für mich, halt die meinen Interessen entsprechen, ist es dann auch o. k. Ich habe sicher gestellt, dass er so lange bei mir ist und top Leistung bringt. Und das ist halt die Grundsatzphilosophie auch im Sinne von, ja, Freiwilligkeit oder nicht Freiwilligkeit. Das läuft für mich. Für mich selber ist es gar kein Thema, sondern es läuft über das Thema Vereinbarung. Andere Sachen sind halt, ich sag mal, ja, Pflicht, hab ich gesagt. Dann gibt es natürlich auch 118 [...]
P: O.K. das hätte ich mir auch so in der Richtung hergeleitet. Aber der Begriff an sich war mir nicht bekannt. Für mich ist Thema, Feedback und Feedback-Kultur zu entwickeln, ein zentraler Punkt. I: Mmh P: Also in dem Unternehmen, also alles, das ist für mich ein roter Faden, der da so durchgeht, dass also das Thema Feedback und Reflexion elementar ist. Das fängt an bei Einarbeitungsprogrammen für neue Mitarbeiter, geht aber auch durch die verschiedenen Führungsschichten. Zu dem Thema hin, was Sie gerade gesagt haben. Wenn wir für uns die Auszubildendenzahlen festlegen. Also einmal im Jahr legen wir halt fest, unter anderem, Auszubildende stellen wir halt ein. In diesem Jahr sind das halt 75, die wir da einstellen werden und da mache ich dann eine Abfrage bei den Fachbereichen, wie die das Ganze einschätzen. Wie groß ist der Bedarf. Und dann hab ich gemeinsam mit den Fachbereichen ein sogenanntes Zukunftsführungspersonal-Forum „Entwicklung“ gemacht. Das heißt, ich habe also geguckt, wo geht die Reise hin 2010. Welche Anforderungen sind aus der jetzigen Zeit absehbar, also bezogen auf Mensch auf Technik und so weiter. Was heißt den das dann für uns? Und wie können wir darauf reagieren? Und auf dieser Basis, auf Grund dieser Ergebnisse, die da rausgekommen sind, haben wir dann halt unsere Aktivitäten ausgerichtet. Das heißt, ich mache einmal im Jahr mit meinen Mitarbeitern einen Workshop, im Sinne für Ziele für das Folgejahr, habe ich jetzt Ende Dezember gemacht. Und die Ergebnisse für dieses Zukunftsforum, die wir daraus bekommen haben, sind zum einen eingeflossen in die Ausbildungsberufe, die wir dann auch zukünftig stärker forcieren werden, aber auch meine Aktivitäten. Das heißt zum Beispiel altersgerechte Weiterbildung oder wie auch immer oder: Wie kam man bestimmte Kompetenzen bei Auszubildenden stärker ausprägen. Habe daraus abgeleitet und die fließen jetzt ein in meine Ziele. Ich habe mir für dieses Jahr 36 Ziele gegeben, die ich gerne umsetzten möchte. Und dass sich da auch einige Ziele da auch wiedergefunden haben. Im Sinne von geguckt, welche Anforderungen, was verändert sich, was heißt das für die Organisation und welche Aktivitäten müssen wir daraus ableiten. Von daher denke ich mal, für meinen Arbeitsbereich läuft das schon relativ sauber. I: Mmh. Da ist meine nächste Frage schon fast beantwortet. Findet denn das dann alles freiwillig statt? Oder ist dann da auch eine gewisse Verpflichtung vorhanden? [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832480813
Arbeit zitieren:
Daube-Schmersahl, Stefanie März 2004: Supervision, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Organisationsentwicklung, Coaching, Lernformen, Lebenslanges Lernen, Qualifikation



