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Suchtprävention und Sozialarbeit

Suchtprävention und Sozialarbeit
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Vera Booms
  • Abgabedatum: November 1996
  • Umfang: 104 Seiten
  • Dateigröße: 4,4 MB
  • Institution / Hochschule: Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0103-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0103-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0103-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Booms, Vera November 1996: Suchtprävention und Sozialarbeit, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Drogen, Prävention, Sozialarbeit, Sucht

Diplomarbeit von Vera Booms

Zusammenfassung:

Wenn eine Metapher für die gegenwärtige Drogen- und Präventionsarbeit gesucht werden sollte, würde ich auf ein Bild zurückgreifen, das NÖCKER einmal verwendet hat. Danach hat man sich den Drogenarbeiter als jemanden vorzustellen, der am Ufer eines reißenden Flusses entlangläuft und nach Menschen Ausschau hält, die in der Mitte des Stroms treiben, von der Strömung mitgerissen werden und vergeblich versuchen, über Wasser zu bleiben und ans Ufer zurück gelangen. Der Helfer am Rand versucht mit einer Vielzahl von Kollegen, Rettungsleinen zuzuwerfen oder durch lautes Rufen oder Gestikulieren Stellen zuzuweisen, an denen man Halt finden kann. Doch während man noch dem einen Opfer hilft, treibt schon ein nächstes heran. Einige sind in Reichweite, andere bleiben unerreichbar und treiben fort. Aus der Vielzahl der Helfer wird schließlich ein kleiner Spezialtrupp zusammengestellt, der herausfinden soll, an welcher Stelle die Menschen in den Fluß stürzen. Dort sollen die Spezialisten, die für die Präventionsfachkräfte stehen, Warn- und Hinweisschilder aufstellen, das Terrain abriegeln oder andere geeignete Maßnahmen ergreifen, um weitere Unglücksfälle zu verhüten. Da es keine Landkarte für das Gebiet gibt, müssen sich die Helfer ihren Weg am Ufer entlang flußaufwärts bahnen. Mitunter beschreiten sie Wege, die nicht sehr weit führen.

In diesem Bild veranschaulichen sich die Ansprüche an die Präventionsarbeit, aber auch die Unwegsamkeiten, mit denen die Helfer zu kämpfen haben, Mit Sicherheit ist der Zustand, ganz ohne Landkarte dazustehen, mittlerweile überwunden, doch dafür tun sich andere Schwierigkeiten auf. So etwa, um im Bild zu bleiben, die Tatsache, daß die Menschen nicht einsehen wollen, warum sie sich dem Ufer nicht nähern dürfen und hier viel Vertrauens- und Überzeugungsarbeit geleistet werden muß. Mit den oft zu hohen Erwartungen, daß es zur völligen Vermeidung der Unglücksfälle doch reichen mußte, Schilder aufzustellen, muß sich Suchtprävention auseinandersetzen, denn die Realität der Drogen- und Präventionsarbeit ist viel komplexen, als es dieses Bild deutlich machen kann.

Es gibt viele verschiedene Institutionen die sich die Suchtprävention auf die Fahnen geschrieben haben, mit beinah genau so vielen verschiedenen Hintergründen und Verständnisweisen. So kommt es, daß Polizei, Justiz, Schule oder Sozialarbeit sich dieses Themenbereiches auf sehr unterschiedliche Weise annehmen, Die immer lauter gestellte Frage nach einer geeigneten Prävention darf sicherlich auch als eine gewisse Resignation vor der bestehenden Situation in der Drogenpolitik geweitet werden.

In dieser Arbeit wird im ersten Teil der Versuch unternommen, die unterschiedlichen Begrifflichkeiten zu beleuchten, da sich durch verschiedenartige Definitionen etwa des Wortes "Droge" schon zu Beginn einer Diskussion Mißverständnisse ergeben können. Weiterhin soll eine Bestandsaufnahme der bestehenden Situation in Bezug auf Drogen- und Präventionspolitik erstellt werden, Einer der Schwerpunkte soll auch auf das Verhältnis von Suchtprävention und Sozialarbeit gelegt werden.

Im zweiten Teil sind die Ergebnisse einer von mir durchsehen Fragebogenaktion unter Präventionsfachkräften zusammengetragen, Hier sollte unter anderem die Frage geklärt werden, welchen Stellenwert der Beruf des Sozialarbeiters in der Suchtprävention hat.

Der dritte Teil zieht die Schlußfolgerungen aus dem ersten und zweiten Teil und stellt Forderungen an eine effektive Suchtprävention.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Einleitung IV
Teil Eins 1
1 Machen Drogen süchtig oder krank? - Begriffsdefinitionen, Abgrenzungen, Problematisierungen 1
1.1 Drogen 1
1.2 Sucht 9
1.2.1 "Sucht" ist Krankheit 10
1.2.2 Entstehung von Sucht: Ein Erklärungsversuch 13
1.2.3 Sucht und Beziehung 18
1.3 Prävention 22
1.3.1 Prävention im Spannungsfeld zwischen Helfen und Verfolgen 23
1.3.2 Menschenbilder in der Prävention 25
1.3.3 Geschichte der Drogen- und Suchtprävention - Vom Symptom zur Ursache 28
2 "Sucht-Situation" in Deutschland - Versuch einer Bestandsaufnahme 32
2.1 Mangel an positiven Genußvorbildern 34
2.2 Politische Situation in Sachen Drogen 36
2.2.1 Folgen der Prohibition 36
2.2.2 Ausgrenzung als politische Methode? 44
2.2.3 Übersicht über aktuelle Suchtpräventionskampagnen 49
3 Suchtprävention und Sozialarbeit: Gegen-, Neben- oder Miteinander? 54
3.1 Ziele und Aufgaben der Sozialarbeit 54
3.1.1 Historische Entwicklung 56
3.1.2 "Fürsorgemodell" und ökologischer Ansatz 57
3.1.3 Das Selbstverständnis Sozialer Arbeit nach STAUB-BERNASCONI 59
3.2 Ist Suchtprävention ein Handlungsfeld für Sozialarbeit? 64
Teil Zwei 67
Auswertung der Fragebogenerhebung 67
1 Zielsetzung und Vorgehen der Umfrage 67
2 Umfrageergebnisse - Auswertung und Interpretation 68
3 Zusammenfassung 76
Teil Drei 78
Forderungen an eine effektive Suchtprävention 78
1 Ziele der Prävention 78
2 Umsetzung in die Praxis 79
3 Zu guter Letzt 82
Anhang 1: Fragebogen zur Situation der Suchtprävention VII
Anhang 2: Auswertung Fragebögen VIII
Literaturverzeichnis XIII
Erklärung nach § 26 Abs. 1 Satz 3 DPO XVII

Arbeit zitieren:
Booms, Vera November 1996: Suchtprävention und Sozialarbeit, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Drogen, Prävention, Sozialarbeit, Sucht

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