Sucht - (k)ein Thema im Alter
Epidemiologie von Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit im dritten Lebensabschnitt und ihre Bedeutung für die Sozialarbeit
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Maria Vögtle, geb. Lais
- Abgabedatum: Dezember 1997
- Umfang: 109 Seiten
- Dateigröße: 7,8 MB
- Note: 1,4
- Institution / Hochschule: Katholische Fachhochschule Freiburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1501-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1501-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1501-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Vögtle, geb. Lais, Maria Dezember 1997: Sucht - (k)ein Thema im Alter, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Medikamenten- und Alkoholsucht im Alter, Bedeutung von Sucht für die Sozialarbeit, Altern in unserer Gesellschaft, Sucht im Alter
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Diplomarbeit von Maria Vögtle, geb. Lais
Einleitung:
Es gilt dem Leben nicht nur Jahre zu geben, sondern den Jahren Leben zu geben. Langlebigkeit verpflichtet uns aber auch zu einem "gesunden Alter". Es kommt nicht darauf an, wie ALT man wird, sondern WIE man alt wird.
Ein Leben lang altern, ein Schicksal, das uns alle betrifft. Bin ich mir dessen bewußt?
Und dann bleibt noch die Frage, was "gesundes Altern" bedeutet. Gesundheit ist nach der WHO-Definition "körperliches, seelisch-geistiges und soziales Wohlbefinden". Es kommt also nicht nur auf den medizinischen, sondern auch auf den sogenannten "subjektiven Gesundheitszustand' an. ( Lehr in: Sozialministerium 1997, 13) Was passiert wenn sich jemand nicht gesund fühlt, wenn das Alter zur Last wird? Es ist leicht verständlich, daß die betroffene Person nach Hilfsmitteln Ausschau hält, die schnelle Linderung versprechen.
Handelt es sich bei den Hilfsmitteln um Medikamente und Alkohol, kann sich der scheinbare Problemlöser durch übermäßigen, länger anhaltenden Konsum als Problemverstärker, im Sinne einer Suchtmittelabhängigkeit entwickeln. Alte Menschen, die ihr aus welchem Grund auch immer empfundenes Unwohlsein mit Medikamenten und/oder Alkohol zu lindern versuchen, sind Zielgruppe der vorliegenden Diplomarbeit.
Gang der Untersuchung:
Das erste Kapitel ist mit "Alter und Altern in unserer Gesellschaft" überschrieben. Ältere Menschen bildeten schon immer einen Teil der Gesellschaft. Erst in neuerer Zeit werden sie als ein soziales Problem empfunden. Dies vor allem, da sich der Anteil der über 65jährigen an der Gesamtbevölkerung der hochentwickelten Gesellschaft in den letzten hundert Jahren verdreifacht hat und für das Jahr 2020 mit einem Drittel alter Menschen an der Gesamtbevölkerung gerechnet wird. Hintergründe für dieses Phänomen, das Erscheinungsbild der alten Menschen und mögliche belastende Situationen in denen sie leben, sind Inhalt des ersten Kapitels.
Ein mögliche Lösungsstrategie von Belastungen im Alter ist die Flucht in die Medikamenten- und Alkoholabhängigkeit. Bei süchtigen alten Menschen trifft man gleich auf zwei Tabuthemen: Alter und Sucht. Ob es sich dabei lediglich um ein kleines Grüppchen von Außenseitern oder um die Spitze eines Eisbergs handelt, wird im zweitenKapitel eruiert.
In dritten Kapitel wird die Bedeutung von Alter und Sucht für die Sozialarbeit aufgezeigt.
Im Abschnitt "Nachgefragt" haben alte Menschen und Praktiker die Möglichkeit erhalten, zum jeweiligen Thema ihre Erfahrungen und Meinungen zu äußern. Als aktuelle Ergänzung sind im Anhang Zeitungsartikel abgedruckt. Im Text wird auf die einzelnen Nummern im Anhang verwiesen.
Inhaltsverzeichnis:
| Einleitung | 2 | |
| I. | Alter und Altern in unserer Gesellschaft | 4 |
| 1. | Alterskategorien | 4 |
| 2. | Demographische Lage der älteren Menschen in der Bundesrepublik Deutschland | 5 |
| 2.1. | Altersstruktur der Bevölkerung | 6 |
| 2.2. | Gründe für die Veränderung der Altersstruktur | 6 |
| 2.3. | Nachgefragt - altere Menschen kommen zu Wort | 8 |
| 3. | Die Aufwertung bzw. Abwertung des Alters auf gesellschaftlicher Ebene | 9 |
| 4. | Altersbilder | 10 |
| 5. | Belastungen im Alter | 12 |
| 5.1. | Materielle Ausstattung | 12 |
| 5.2. | Wohnsituation | 13 |
| 5.3. | Pensionierung | 15 |
| 5.4. | Gesundheit | 17 |
| 5.5. | Soziale Kontakte | 19 |
| 5.6. | Partnerschaft | 21 |
| 5.7. | Sterben und Tod | 21 |
| 5.8. | Lebenssinn im Alter | 23 |
| II. | Sucht - (k)ein Thema im Alter | 24 |
| 1. | "Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker" Medikamente - das Risiko für Menschen im dritten Lebensabschnitt. | .25 |
| 1.1. | Definition von Mißbrauch und Abhängigkeit | 25 |
| 1.2. | Epidemiologie von Medikamentenmißbrauch | 28 |
| 1.2.1. | Die meistverkauften Arzneimittel | 29 |
| 1.2.2. | Die meistverordneten potentiell suchtauslösenden Mittel | 30 |
| 1.2.3. | Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel mit Mißbrauchspotential | 33 |
| 1.2.4. | Nachgefragt - ältere Menschen kommen zu Wort | .. 36 |
| 2. | "Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren." Alkohol - die Gesellschaftsdroge Nr. 1 | 37 |
| 2.1. | Definition von Alkoholmißbrauch und Alkoholabhängigkeit | 37 |
| 2.2. | Bedingungsgefüge des Alkoholismus | 39 |
| 2.3. | Typologie des Alkoholismus | .42 |
| 2.4. | Verlaufsphasen des Alkoholismus | 44 |
| 2.5. | Diagnose | 44 |
| 2.6. | Suchttheorien | 45 |
| 2.7. | Epidemiologie von Alkoholkonsum in der Bundesrepublik Deutschland | 47 |
| 2.7.1. | Getränkeverbrauch 1995 | 47 |
| 2.7.2. | Schädlicher Alkoholismus | 49 |
| 2.7.3. | Nachgefragt - Ältere Menschen kommen zu Wort | 50 |
| 3. | Mehrfachabhängigkeit durch Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit | 52 |
| III. | Bedeutung von "Alter und Sucht" für die Sozialarbeit | 53 |
| 1. | Berufsbild von Sozialarbeitern in der Altenarbeit | 53 |
| 2. | Sozialarbeit in der Altenarbeit und der Altenhilfe | 54 |
| 2.1. | Stationärer Bereich von Alten- und Pflegeheimen | 54 |
| 2.1.1. | Nachgefragt | 55 |
| 2.2. | Ambulante Dienste | 57 |
| 2.3. | Offene Altenarbeit | 58 |
| 2.3.1. | Nachgefragt | 58 |
| 3. | Sozialarbeit in der Drogenpolitik | 60 |
| 3.1. | Repression | .61 |
| 3.2. | Suchtkrankenhilfe | .61 |
| 3.2.1. | Nachgefragt | 63 |
| 3.3. | Prävention | 67 |
| 4. | Aktueller Stand der Diskussion zum Thema "Alter und Sucht | 68 |
| 4.1. | Kritischerer Umgang mit Medikamenten | 68 |
| 4.2. | Eingeschränkte Verfügbarkeit von suchtauslösenden Arzneimitteln | .69 |
| 4.3. | Verhaltensprävention | .70 |
| 4.4. | Umgang mit alten Süchtigen in der Altenhilfe | .71 |
| 4.5. | Umgang mit alten Süchtigen in der Suchtkrankenhilfe | 71 |
| 4.6. | Enttabuisierung von Sucht im Alter | 73 |
| 5. | Eigene Stellungnahme zur Bedeutung von Alter und Sucht für die Soziale Arbeit | 74 |
| 5.1 | Sozialarbeiter müssen Profil zeigen | 74 |
| 5.2. | Der Soziale Dienst muß Teil stationärer Einrichtungen sein | 75 |
| 5.3. | Sozialarbeiter treten als Anwalt der Hilfsbedürftigen auf | 75 |
| 5.4. | Sozialarbeiter schaffen Strukturen für mehr Solidarität in der Gesellschaft | 76 |
| 5.5. | Sozialarbeit leitstet Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit | 76 |
| Schlußbemerkungen | 77 | |
| Literaturverzeichnis | 79 | |
| Anlagen Nr. 1-12 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832415013
Arbeit zitieren:
Vögtle, geb. Lais, Maria Dezember 1997: Sucht - (k)ein Thema im Alter, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Medikamenten- und Alkoholsucht im Alter, Bedeutung von Sucht für die Sozialarbeit, Altern in unserer Gesellschaft, Sucht im Alter



