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Suchmaschinenmarketing mit Google

Eine Untersuchung zu Bedeutung, Möglichkeiten, Erfolgsfaktoren und Risiken

Suchmaschinenmarketing mit Google
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sebastian Günther
  • Abgabedatum: Dezember 2007
  • Umfang: 230 Seiten
  • Dateigröße: 3,8 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule Mittweida (FH) Deutschland
  • Bibliografie: ca. 494
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0968-5
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Günther, Sebastian Dezember 2007: Suchmaschinenmarketing mit Google, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Suchmaschinenmarketing, Google, Online-Marketing, Suchmaschinenoptimierung, SEO

Diplomarbeit von Sebastian Günther

Einleitung:

Die Datenmenge im World Wide Web wächst ständig. Durchschnittlich aller sechs Monate verdoppelt sich die Menge der Inhalte. Jeden Tag werden allein 5000 neue „de“-TopLevel-Domains registriert. Dem entsprechend wächst die Zahl der angebotenen Services. Das Internet ist aus dem Alltag der weitaus meisten Menschen nicht mehr wegzudenken und mittlerweile die primäre Informationsquelle für Produkte und Dienstleistungen geworden.

Je größer das Web wird, desto wichtiger werden gute Suchmaschinen, die das Internet durchsuchbar machen - denn es ist unmöglich, sich alle benötigten URL’s zu merken und redaktionell betreute Webkataloge sind dem Wachstum des Mediums lange nicht mehr gewachsen. Suchmaschinen haben sich während der letzten 10 Jahre als Mittel der Wahl etabliert, um Informationen im Internet zu finden. Sie kanalisieren Besucher- und Käuferströme und sind somit der zentrale Verteiler der Informationsgesellschaft.

Vor dem Hintergrund des wachsenden Marktes ist offensichtlich, dass es für die meisten Angebote im Internet Substitute gibt. Es gilt also nicht nur im Internet gefunden zu werden, sondern besser gefunden zu werden als direkte und indirekte Konkurrenten. Besser gefunden werden Seiten, die weiter oben in den Trefferlisten der Suchmaschinen stehen. Unternehmen sollten im Sinne eines Wettbewerbsvorteils also daran interessiert sein, möglichst vorn gelistet zu werden.

Suchmaschinen finden und bewerten die Inhalte des WorldWideWeb mittels Algorithmen. Die Algorithmen selbst können nicht beeinflusst werden. Die jeweilige Position in der Ergebnisliste wird allerdings desto besser sein, je exakter die Kenntnisse um diese Algorithmen und je konsequenter deren Anwendung auf Inhalt und Struktur einer Webseite sind.

Andererseits haben Suchmaschinenbetreiber ein Interesse daran, möglichst relevante Ergebnisse auf eine Suchanfrage zu liefern, ohne dabei vom Webseitenbetreiber beeinflusst zu werden. Auch wird die Suchmaschine am häufigsten genutzt, welche dem Suchenden die relevantesten Suchergebnisse liefert, sich also am wenigsten manipulieren lässt.

Hier konnte sich Google in den letzten 10 Jahren gegen alle Konkurrenten durchsetzen und ist heute weltweit Marktführer. In vielen europäischen Ländern - darunter auch in Deutschland - besitzt Google ein Quasi-Monopol. Wer in Deutschland über Suchmaschinenoptimierung spricht, meint also in Wirklichkeit Google-Optimierung.

Paid Listings ist das zweite große Werkzeug im Suchmaschinenmarketing. Genauso wie für organische Suchergebnisse gilt auch hier, dass ein Klick auf eine Anzeige für den Suchenden relevant sein muss, da das Erlösmodell des Suchmaschinenbetreibers sonst nicht funktionieren würde, weil Suchmaschinen fast 100% durch Einnahmen über das Schalten von Werbung (Paid Listings) erzielen.

Folgende angrenzende Aspekte werden aus unterschiedlichen Gründen in dieser Arbeit nicht behandelt:

Detaillierte technische Hintergründe der Funktionsweise von Suchmaschinen werden nicht beleuchtet, weil sie der Autor für das Verständnis um erfolgreiches SEM für wenig wichtig erachtet.

Eine Betrachtung von Google AdSense als Marketinginstrument wird nur ansatzweise vorgenommen. Einerseits weil AdSense trotz der Integration in Google AdWords kein Instrument des eigentlichen Suchmaschinenmarketing ist und andererseits weil eine Untersuchung aller mit AdSense möglichen Werbeformen den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde.

Aspekte von Social Media Optimization werden in der Arbeit nur insoweit behandelt, wie sich deren Optimierung auf das Google-Ranking auswirkt. Gleiches gilt für Affiliate Marketing und Data Feed Optimization für Google Base und die Produktsuche.

Eine Bewertung von Software, deren Einsatz bei der Tätigkeit des Optimierens und der Planung von Marketingmaßnahmen hilfreich ist, wird bis auf Werkzeuge aus dem Hause Google und solchen zur Keywordrecherche außen vor gelassen.

Übliche Methoden der Suchmaschinenmanipulation werden gezeigt und bewertet, auf deren Erfolgskriterien wird aber nur vor dem Hintergrund der Abgrenzung zur Suchmaschinenoptimierung (‚WhiteHat’) eingegangen. Empfehlungen und Erfolgskriterien für Suchmaschinen-Spamming und andere ‚BlackHat’-Methoden werden nicht gegeben. Einerseits weil sich deren Rahmenbedingungen zu schnell ändern und andererseits weil BlackHat-Methoden unter keinen Umständen Teil eines nachhaltig orientierten Marketingkonzeptes sein dürfen.

Diese Arbeit soll begründen, dass proaktives Suchmaschinenmarketing für einen erfolgreichen Internetauftritt zwingend notwendig ist und das Google dabei das Mittel der Wahl ist. Es soll außerdem gezeigt werden, welche Instrumente Google bietet, um Suchmaschinenmarketing zu betreiben. Für die Instrumente Paid Listing und organische Suche sollen deren Relevanz, bestehende Einflussmöglichkeiten und Risiken der Nutzung aufgezeigt werden. Weitere Möglichkeiten, die Google als Marketinginstrument bietet und die sich teilweise direkt auf das Ranking auswirken, werden beleuchtet.

Die wichtigsten Erkenntnisse der einzelnen Kapitel werden jeweils zusammengefasst. In der Arbeit wird außerdem der Versuch unternommen, aus der bisherigen Entwicklung und dem aktuellen Stand auf mögliche resultierende zukünftige Entwicklungen zu schließen und Empfehlungen für deren Nutzung abzuleiten.

Vor diesem Hintergrund wird das Unternehmen Google vorgestellt, um zu zeigen, welch enorme Bedeutung es bereits heute erlangt hat, mit welcher Dynamik es agiert und welches Potential Google innewohnt. Dabei wird auch auf kritische Aspekte wie Monopolisierung, Daten- und Verbraucherschutz und Meinungsmacht eingegangen.

Gang der Untersuchung:

In Kapitel zwei wird auf die Grundlagen des Suchmaschinenmarketing eingegangen. Nach Definition und Abgrenzung wird dessen Bedeutung als Marketinginstrument für das einzelne Unternehmen und als Wirtschaftsfaktor im Werbemarkt untersucht. Dies erfolgt auch vor dem Hintergrund des Nutzerverhaltens bei der Suche. Grundlagen von Marketingkonzeptionen werden aufgezeigt und zur Erfolgsbewertung nötige Kennzahlen in diesem Zusammenhang erläutert. Die Funktionsweise von Suchmaschinen wird grundlegend erklärt. Keywords werden als Grundlage des Suchmaschinenmarketing vorgestellt und Strategien für eine entsprechende Auswahl anhand der Gütekriterien behandelt. Zudem wird auf Erfolgsfaktoren von Landingpages eingegangen.

Kapitel drei beschäftigt sich mit Google als Suchmaschine, als Unternehmen und als Marketinginstrument. Ausgehend von einer vergleichenden Analyse des Suchmaschinenmarktes wird auf die Besonderheiten von Google und dessen PageRank eingegangen und Entwicklungstendenzen des Suchalgorithmus, welche zukünftig eine stärkere Rolle spielen, werden aufgezeigt. Das Unternehmen Google wird detailliert vorgestellt, um ein Verständnis für dessen Einfluss auf Informationsrecherche, Meinungsbildung und die Informationsgesellschaft insgesamt zeigen zu können. Dabei wird auch auf kritische Aspekte des Google-Hypes eingegangen. Werkzeuge und Informationen, welche das Unternehmen für Marketing bietet, werden detailliert untersucht.

Kapitel vier untersucht Erfolgsfaktoren für die organische Suchmaschinenoptimierung. Dabei wird hauptsächlich zwischen den OnSite-Faktoren Seiteninhalt und Gliederung, der Verlinkung als Offsite-Faktor und dem Benutzerverhalten unterschieden. Mögliche Strategien für die Verlinkung werden gezeigt und bewertet. Es wird auf kritische Faktoren der Optimierung eingegangen und die Frage beantwortet, inwieweit es sinnvoll ist Suchmaschinenmanipulation zum Erzielen besserer Rankings einzusetzen.

In Kapitel fünf wird auf AdWords - das zweite große Instrument von Google im Suchmaschinenmarketing - eingegangen. Erfolgsfaktoren wie Anzeigekriterien und Aspekte des Qualitätsfaktors werden untersucht. Die Problematik von Klickbetrug und Brand-Hijacking wird beschrieben und Maßnahmen zu deren Vermeidung gezeigt.

In Kapitel sechs wird ein Fazit der Arbeit gezogen. Die in den einzelnen Kapiteln gefundenen Ergebnisse werden dazu in ihrem Zusammenhang kurz vorgestellt. Ein Ausblick auf die zu vermutende Entwicklung des Suchmaschinenmarketing schließt die Arbeit ab.

Die wachsende Bedeutung des Themas wird auch anhand der Literaturrecherche deutlich. So fällt auf, dass entsprechende Literatur zu Suchmaschinenmarketing erst ab etwa 2004 existiert.

Valide Untersuchungen zu Auswirkungen einzelner Aspekte des Suchmaschinenmarketing sind jedoch, vermutlich ob des hohen Aufwandes beim Erstellen von repräsentativen Studien, nicht vorhanden. Eine Ursache dafür ist die restriktive Informationspolitik der Suchmaschinenbetreiber, welche gezielte Manipulationen des Ranking-Algorithmus erschweren soll.

Als Informationsquellen sind deshalb Blogs und Foren unentbehrlich. Dort gelieferte Informationen sind zwar wissenschaftlich meist nicht exakt validiert, haben aber oft eine höhere Aktualität, Tiefgründigkeit und vor allem Relevanz, als gedruckte Informationen.

Um eine möglichst hohe Objektivität zu gewährleisten, wurde die Informationsrecherche sehr umfassend und über einen längeren Zeitraum durchgeführt, Diskussionen und Kommentare in Blogeinträgen verfolgt und versucht, einzelne Aussagen an anderer Stelle zu validieren.

Viele SEO-Agenturen publizieren spezifische Informationen aus Marketinggründen, um ihre Kompetenzen zu beweisen und wohl nicht zuletzt, um in Suchmaschinen gefunden zu werden. Bei der Auswertung und Bewertung dieser Daten muss allerdings der Unternehmenszweck der Agenturen und ihr Interesse der Kundenaquise berücksichtigt werden.

Die vordergründig existierende, unerschöpfliche Informationsmenge zum Thema organische Suchmaschinenoptimierung (vgl. Kapitel 4) spiegelt deshalb nur einen Teil der Wahrheit wider. Zu allen Informationen über Bedeutung von SEM und Nutzerverhalten (vgl. Kapitel 2) im Internet kann dagegen auf zahlreiche Studien zurückgegriffen werden. Für aktuelle Informationen über den IT-Markt war Heise.de eine große Hilfe und Informationen zu Einsatzmöglichkeiten über Google-Tools stammen zu einem großen Teil aus Google-Publikationen bzw. wurden unter Benutzung der Werkzeuge selbst zusammengetragen.

Jegliche Publikationen zum Thema müssen unter dem Aspekt der hohen Dynamik des Marktes besonders kritisch auf ihre Aktualität und Relevanz bewertet werden. Anspruch war es, aktuelle Geschehnisse in einen längerfristigen zeitlichen Context einzubeziehen und allgemein gültige Aspekte zu finden.

Inhaltsverzeichnis:

Bibliografische Beschreibung 2
Kurzreferat 2
Inhaltsverzeichnis 4
Abkürzungsverzeichnis 12
Abbildungsverzeichnis 14
Tabellenverzeichnis 16
Danksagung 17
1. Einleitung zur Arbeit 18
1.1 Relevanz der Untersuchung 18
1.2 Abgrenzung des Untersuchungsgebietes 19
1.3 Ziele der Arbeit 20
1.4 Gliederung und Aufbau der Arbeit 20
1.5 Informationslage 21
2. Überblick über Suchmaschinenmarketing 23
2.1 Definition & Abgrenzung von SEM 23
2.2 Bedeutung von SEM als Wirtschaftsfaktor 24
2.2.1 Bedeutung als Marketinginstrument 24
2.2.2 Bedeutung als Teil des Werbemarktes 27
2.3 Marketingkonzepte für SEM und SEO 31
2.3.1 Ziele 31
2.3.2 Strategie, Instrumente und Monitoring 32
2.3.3 Verfügbare Controlling-Kennzahlen 33
2.4 Vorteile & Nachteile des SEM 34
2.5 Untersuchung des Nutzerverhaltens 35
2.5.1 Generelle Nutzung von Suchmaschinen 35
2.5.1.1 Nutzung im B2C-Bereich 37
2.5.1.2 Nutzung im B2B-Bereich 37
2.5.2 Nutzerverhalten beim Suchen 38
2.5.3 Vergleich von Organic Listings und Paid Listing 42
2.6 Funktion & Geschichte von Suchmaschinen 44
2.7 Keywords als Grundvoraussetzung des SEM 45
2.7.1 Notwendigkeit und Ziele 45
2.7.2 Überblick über Gütekriterien von Keywords 46
2.7.2.1 Gütekriterium Relevanz 46
2.7.2.2 Gütekriterium Suchhäufigkeit 46
2.7.2.3 Gütekriterium Konkurrenzsituation 47
2.7.2.4 Kritik am Wert der Keyword-Effizienz 47
2.7.3 Strategie der Keyword-Auswahl 47
2.7.3.1 ShortHead vs. LongTail 47
2.7.3.2 Nutzung von Abhängigkeiten 49
2.7.3.3 Nutzung von Qualifiern 51
2.7.3.4 Möglichkeiten der Keyword-Auswahl 51
2.7.4 Fazit zur Keyword-Auswahl 53
2.7.4.1 Auswahl für Organic Listings 53
2.7.4.2 Auswahl für Paid Listings 53
2.8 Gestaltung von Landingpages 54
3. Google - Suchmaschine & Unternehmen 56
3.1 Suchmaschine Google zwischen 1998 und 2007 56
3.1.1 Entwicklung und Einfluss der Suchmaschine 56
3.1.2 Konkurrenzsituation bei Suchmaschinen 59
3.1.2.1 Yahoo 59
3.1.2.2 Microsoft 60
3.1.2.3 Neuentwicklungen 61
3.1.3 Erfolgsrezept PageRank 62
3.1.3.1 Definition des PageRank 63
3.1.3.2 PageRank-Formel und Random Surfer Modell 63
3.1.3.3 Praktische Bedeutung und Aktualität 65
3.2 Das Unternehmen Google 67
3.2.1 Philosophie und Mission 67
3.2.2 Finanzsituation und Image 68
3.2.3 Services und Expansion 70
3.2.3.1 Expansion in weitere Onlinemärkte 70
3.2.3.2 Expansion in Offline-Werbemärkte 72
3.2.3.3 Expansion in mobile Märkte 74
3.2.4 Einfluss und Monopol 76
3.3 Möglichkeiten, die Google für SEM bietet 79
3.3.1 Hilfe und Informationen für Webmaster 79
3.3.1.1 Google Webmaster Zentrale 79
3.3.1.2 Webmaster Tools 80
3.3.1.2.1 Das Dashboard 81
3.3.1.2.2 Der Sitemap-Dienst 83
3.3.2 Google Analytics 84
3.3.2.1 Überblick und Bedeutung 84
3.3.2.2 Funktionsweise des Tracking 84
3.3.2.3 Funktionen von Google Analytics 85
3.3.3 Website Optimizer 87
3.3.4 Tools zur Keyword-Analyse 88
3.3.5 AdWords Webpages 89
3.3.6 Google Maps 89
3.3.7 Google Base & Google Produktsuche 92
3.3.8 Das Google Verzeichnis 93
3.3.9 Contexual Ads mit Google Adsense 93
3.3.10 Weitere Tools für Online-Marketing 97
3.4 Datenschutz, Zensur und Überwachung? 99
3.4.1 Nutzerprofile contra Datenschutz 99
3.4.1.1 Länge der Datenspeicherung 100
3.4.1.2 Datenschutz als Wettbewerbsvorteil 101
3.4.1.3 Die Macht durch sensible Daten 102
3.4.2 Datensicherheit 103
3.4.3 Zensur und Überwachung 103
3.4.4 Gefahr der Manipulation 104
3.4.5 Fazit zum Datenschutz 105
3.5 Entwicklungstendenzen der Google-Suche 106
3.5.1 Relevanz und semantische Konzepte 107
3.5.2 Usability 108
3.5.3 Personalisierung 109
4. Organische Suchmaschinenoptimierung 111
4.1 Überblick über Suchmaschinenoptimierung 111
4.2 Faktoren der Suchmaschinenoptimierung 112
4.2.1 OnSite-Faktor Seiteninhalt 112
4.2.2 OnSite-Faktor Gliederung 113
4.2.3 OffSite-Faktor Verlinkung 116
4.2.3.1 Interne Verlinkung 117
4.2.3.2 Qualität der verlinkenden Seiten 119
4.2.3.3 Distanz der verlinkenden Seite 120
4.2.3.4 Themenbasierte Faktoren der Linkpopularität 120
4.2.3.5 Format, Position und Aktualität eines Links 122
4.2.3.6 Outbound-Links 122
4.2.3.7 Strategien für Verlinkungen 123
4.2.3.7.1 Beurteilung von Linkquellen 124
4.2.3.7.2 Linktausch 125
4.2.3.7.3 Links kaufen 126
4.2.3.7.4 Portal-Marketing 127
4.2.3.7.5 Social Media Optimization 129
4.2.3.7.6 LinkBaiting 130
4.2.3.7.7 Paid Reviews 131
4.2.3.7.8 Wikipedia-Einträge 131
4.2.3.8 Fazit zum Faktor Verlinkung 131
4.2.4 Faktor Nutzerverhalten 132
4.2.5 Weitere Faktoren für SEO 133
4.2.5.1 Lokales Targeting 133
4.2.5.2 Dateiformate 134
4.2.5.3 Zeitliche Kriterien 134
4.2.5.4 Blogs und RSS-Feeds 136
4.2.5.5 Sitelinks 138
4.2.6 Negativfaktoren für SEO 138
4.2.6.1 Faktoren der Indizierbarkeit 139
4.2.6.1.1 Nicht erlaubtes Indizieren 139
4.2.6.1.2 Dynamische Inhalte 139
4.2.6.1.3 FrameSets und IFrames 140
4.2.6.1.4 Grafiken und Grafikmenüs 140
4.2.6.1.5 Schlechter Programmierstil 141
4.2.6.1.6 AJAX-Code 141
4.2.6.1.7 Flashinhalte 142
4.2.6.1.8 Fazit zu Faktoren der Indizierbarkeit 143
4.2.6.2 Duplicate Content 143
4.2.6.3 Unseriöse Webkataloge 145
4.3 Konkrete Aussagen zu SEO & deren Problematik 146
4.3.1 TopTen-Resultate mit über 2000 Suchbegriffen 147
4.3.2 Untersuchung der ersten 100 Treffer von Sistrix 147
4.3.3 Expertenbefragung von SEOmoz 148
4.4 Suchmaschinenmanipulation 148
4.4.1 Möglichkeiten der Suchmaschinenmanipulation 149
4.4.1.1 Keywordstuffing und Hidden Text 149
4.4.1.2 Doorway-Pages 150
4.4.1.3 Cloaking 150
4.4.1.4 Crosslinking & Linkfarmen 151
4.4.1.5 Linkhandel 152
4.4.1.6 Authority Spamming und Parasite Hosting 154
4.4.1.7 Kommentarspam 155
4.4.1.8 Weitere Techniken 156
4.4.2 Negatives SEO als Marketing-Strategie 156
4.4.3 Erkennen von Manipulationen 158
4.4.4 Konsequenzen von Manipulationen 160
4.4.5 Fazit - Tun oder Lassen? 163
5. Paid Listings mittels Google AdWords 166
5.1 Einführung und Funktion von Google AdWords 166
5.1.1 Anzeigekriterien für AdWords-Anzeigen 168
5.1.1.1 Formale Kriterien 168
5.1.1.2 Targeting 168
5.1.1.3 Kosten einer Anzeige 169
5.1.2 Adwords-Werkzeuge 170
5.2 Erfolgskriterien anhand des Qualitätsfaktors 171
5.2.1 Grundlagen des Qualitätsfaktors 171
5.2.2 Kriterium: Klickrate der Keywords 174
5.2.3 Kriterium: Formulierung des Anzeigentextes 175
5.2.4 Kriterium: Gestaltung der Landing Page 176
5.2.5 Fazit - Ungenügende Relevanz ist teuer 177
5.3 Kritische Aspekte des Einsatzes von Paid Links 178
5.3.1 Klickbetrug 178
5.3.1.1 Definition 178
5.3.1.2 Die Zahlen 179
5.3.1.3 Googles Maßnahmen 180
5.3.1.4 Langfristige Strategien 181
5.3.2 Brand Hijacking als Manipulation 182
5.3.2.1 Unbewusstes Brand Hijacking als rechtliches Risiko 183
6. Zusammenfassung der Ergebnisse & Ausblick 185
6.1 Bedeutung von Suchmaschinenmarketing 185
6.2 Google, die Konkurrenz und die Zukunft 186
6.3 Organisches Suchmaschinenmarketing 187
6.4 Paid Listings mittels AdWords 188
6.5 Rückschlüsse auf mögliche Entwicklungen 189
6.5.1 Manipulation 189
6.5.2 Behavioral Targeting 190
6.5.3 Mobile Suche und Lokales Marketing 191
6.5.4 Semantische Suche 191
6.5.5 Paid Listings 191
7. Literaturverzeichnis 193
7.1 Bücher - Monographien 193
7.2 Bücher - Sammelwerke 194
7.3 Hochschulschriften 194
7.4 Filme, Sendungen, Videos 195
7.5 Studien 196
7.6 Zeitungen 198
7.7 Zeitschriftenartikel 199
7.8 Zeitschriften (mehrere Artikel je Ausgabe) 201
7.9 Heise-Ticker 202
7.10 Internetquellen (Blogs, Foren, News, etc.) 206
7.11 Firmenpublikationen 220
7.12 Firmenpublikationen Google 224
7.13 Gesetze 227
7.14 Gerichtsurteile 227
7.15 Korrespondenzen 228
7.16 Normen 228
7.17 Patente 228
7.18 Podcasts 229
7.19 Vorträge 229
Selbstständigkeitserklärung des Verfassers 230

Textprobe:

Kapitel 4.2.2, OnSite-Faktor Gliederung:

Ein entscheidender Faktor der Gliederung ist die Erreichbarkeit: Inhalte, die leichter zu erreichen sind, sind demzufolge wichtiger. Die ersten 1000 Zeichen innerhalb des Body-Tags gelten deshalb als besonders wichtig. Aus diesem Grund kann beispielsweise der Einsatz von Tabellen zur Gliederung einer HTML-Site negative Auswirkungen auf deren Ranking haben, da die Reihenfolge der Inhalte bei Tabellen durch ihre Struktur bestimmt wird: Tabellen werden von außen nach innen gelesen. Dem entscheidenden Text-Inhalt wird so unter Umständen nicht die nötige Bedeutung beigemessen. Auch ist davon auszugehen, dass Dateien im Root-Verzeichnis eine höhere Gewichtung erhalten als Dateien, welche im dritten Unterverzeichnis liegen.

Insbesondere im Domain-Namen enthaltene Schlüsselbegriffe werden von den Suchmaschinen als besonders wichtig eingeschätzt. Domain-Namen, welche aus mehreren Wörtern zusammengesetzt sind, sollten mittels eines Bindestriches (-) getrennt werden, um jeweils mit beiden Begriffen bei Google zu finden zu sein. Bei einer Zusammenschreibung der Wörter erkennt Google den Domainnamen als einen Suchbegriff. Seit Sommer 2007 bewertet Google Unterstriche, genau wie Bindestriche als Trenner zwischen zwei individuellen Keywords. Domain-Namen sollten außerdem kurz und leicht zu merken sein, die verwendeten Begriffe sollten an Zielgruppe, TLD und Inhalt der Seite angepasst sein. Zahlenkombinationen und doppelte Buchstaben sollten vermieden werden.

Fischer empfiehlt, Keywords möglichst in der gesamten URL und allen Dateinamen unterzubringen. Greifeneder empfiehlt, wichtige Worte möglichst weit vorn zu platzieren, Verzeichnis und auch Datei-Namen sinnvoll und spezifisch zu benennen, eine Verzeichnisstruktur von maximal 3 Ebenen zu nutzen und nicht zu häufig Doppelungen einzusetzen. Sehr sinnvoll ist der Einsatz der urlrewrite-Funktion des Apache-Webservers mithilfe derer aus dynamischen URL statische generiert werden können (Suchradar 6 – 7 Attraktive SM-Ergebnisse).

Eine Webseite mit sehr vielen Inhalten lässt sich mittels Subdomains oder Unterverzeichnissen gliedern. Subdomains bieten eine bessere Übersichtlichkeit. Aber obwohl sich das Ranking einer Domain auf die Subdomain auswirkt, wirkt sich das Ranking einer Subdomain nicht auf das der TLD aus. Die Hauptseite profitiert also nicht durch eine Verlinkung auf deren Subdomains. Für den Einsatz von Subdomains bei sehr großen Projekten spricht wiederum, das Google auf der SERP maximal 2 Suchergebnisse eines Host zeigt. Da Subdomains wie eigenständige Domains betrachtet werden, lassen sich damit viele Treffer von einer Domain überdurchschnittlich generieren. Beispielsweise wird „bonn.kijiji.de“ als anderer Host als „frankfurt-main.kijiji.de“ betrachtet. Das starke Ausnutzen dieser Tatsache ist allerdings tendenziell unseriös und kann als Spamtechnik betrachtet werden.

Die Suchdienste weisen den im Titel einer Seite enthaltenen Schlüsselwörtern eine hohe Gewichtung zu. Der Seitentitel ist sowohl in der Bookmarkleiste des Browsers, wie auch im Listing der Ergebnisseite der Suchmaschine für den Besucher von Bedeutung. Ein aussagekräftiger, selbst erklärender Titel wird häufiger angeklickt als ein nichts sagender. Laut Erlhofer indizieren Suchmaschinen maximal 250 Zeichen im Titel. Für das Ranking spielen allerdings nur die ersten 40 bis 100 Zeichen eine Rolle und weiter vorn stehende Keywords werden tendenziell höher gewichtet. Laut Suchradar beachtet Google nur die ersten 70 Zeichen des Titels.

Die Navigation und andere Links innerhalb einer Seite werden genau wie etwaige Anker besonders anhand der Textinhalte analysiert. Entscheidend ist hier, dass der Linktext inhaltlich auf die Zielseite abgestimmt ist - also das im Linktext verwendete Keyword auf der Zielseite wieder auftaucht. Vom Einsatz von Grafiken als Links ist deshalb abzuraten. Wenn der Einsatz von Link-Grafiken nicht zu vermeiden ist, sollten diese analog zu den Google-Empfehlungen mit alternativen Beschreibungen (Alt-Tags und Title-Tags) versehen werden.

Auch Überschriften haben erwiesenermaßen eine hohe Bedeutung innerhalb des Ranking-Algorithmus. Da eine Überschrift als prägnante Bezeichnung des darauf folgenden Inhaltes dienen sollte, ist es wichtig, dass die relevanten Keywords ebenfalls in diesen Inhalten wieder auftauchen. Bis vor kurzen wurde eine Überschrift erster Klasse stärker gewichtet, als eine Überschrift der unteren Klassen. Im Sommer 2007 wurde allerdings experimentell nachgewiesen, dass mittlerweile H3-Überschriften vor H2 und H1 gerankt werden. Die Notwendigkeit einer sinnvollen Textgliederung unter Ausnutzung von Zwischenüberschriften ist somit nochmals gestiegen.

Fließtext sollte innerhalb von HTML-Dateien in Paragrafen dargestellt werden. Dabei ist es sinnvoll, jeweils einen inhaltlichen Schwerpunkt pro Paragraf zu nutzen. Auch Textauszeichnungen wie zum Beispiel Fettschrift und Unterstreichungen wirken sich positiv auf das Ranking aus. Sie sollten allerdings nicht übertrieben genutzt werden, sondern sich an den Erfordernissen von Textinhalt und Lesefluss orientieren. Insgesamt kann ihre Bedeutung für das Ranking als zweitrangig beurteilt werden.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass jedes Element innerhalb des Ranking-Algorithmus eine Rolle spielt und somit optimiert werden kann. Bager verweist zum Beispiel auf die unter Umständen unterschätzte Bedeutung von Alt-Tags der Bilder und HTML-Kommentaren. Um die optimale Keyword-Dichte pro Dokument einzuhalten, müssen die richtigen Keywords in den richtigen Elementen positioniert werden. Was für den Besucher relevant ist, ist dabei auch für die Ranking-Algorithmen der Suchmaschinen relevant. So geht Fischer davon aus, dass Listen eine höhere Gewichtung haben als Fließtext, da sie dem Besucher vergleichsweise leicht zugänglich sind. Laut Erlhofer sind die einflussreichsten Elemente das Title-Tag, der Fließtext mit seinen Hervorhebungen, Überschriften und Verweise. Vaughn geht davon aus, dass Domainname, URL, das Title-Tag, Überschriften und Links die wichtigsten OnPage-Faktoren sind. SEOmoz empfiehlt, relevante Keywords in folgenden Elementen zu verwenden:

- 2x im Titel der Webseite (beim 2. Mal in Variation).

- 1x in der H1-Überschrift der Seite.

- mindestens 3x im Text der Webseite.

- mindestens 1x fett geschrieben.

- mindestens 1x in der URL der Webseite.

- 1x (2x wenn es sinnvoll ist) in der Meta Description der Webseite.

- nicht in Outbound Links.

Große Mengen Inhalt sollten möglichst nur über eine einzige Domain erreichbar sein, da heutige Suchalgorithmen auf Trust und Autorität optimiert sind. Der gleiche Content wird also auf cnn.com oder wikipedia.de wesentlich besser ranken, als auf einer kleinen Webseite. Außerdem profitiert so der gesamte Inhalt von einem auf die Domain gesetzten Backlink wesentlich stärker als von einer Verlinkung mehrerer Seiten untereinander. Microsites lohnen sich also nur für sehr spezifischen Content, dessen Beschreibung im Domainnamen Platz findet.

Innerhalb einer Domain sollten verschiedene Inhalte jeweils auf verschiedene HTML-Seiten verteilt werden, da Webseiten mit vielen Themen für seiteninterne Konkurrenz sorgen und dass Angebot dadurch weniger exklusiv wird. Aufgrund der geforderten Keyword-Dichte und der nötigen Positionierung in den entsprechenden Elementen ist es prinzipbedingt nötig, 150 Seiten zu erzeugen, um 150 Suchbegriffe optimal abzudecken - jede Seite sollte den Suchbegriff an den richtigen Stellen einerseits und im richtigen Context andererseits enthalten. Auch Bloofusion empfiehlt in diesem Zusammenhang, Suchbegriffe durch zielgerichtete einzelne Seiten abdecken - bei Online-Shops zum Beispiel durch Rubrikseiten.

OffSite-Faktor Verlinkung:

Wie in Kapitel 3.1.3 gezeigt, basiert der Ranking-Mechanismus von Google noch zu großen Teilen auf dem PageRank-Modell. Grundsätzlich ist demnach eine Seite für den Leser umso interessanter, je mehr Links auf diese zeigen. Aus der ursprünglichen Formel geht hervor, dass Anzahl der Links und der PageRank der verlinkenden Seiten die grundlegenden Faktoren des Rankings sind. Insgesamt werden für das Ranking allerdings viel mehr Faktoren berücksichtigt: „Die Berechnung der Wichtigkeit einer Seite berücksichtigt 500 Millionen Variablen und über 2 Milliarden Begriffe“.

Da der PageRank einer Seite schwer zu manipulieren ist, gilt er als das wichtigste Ranking-Kriterium des Google-Algorithmus. Laut c’t kann er aber von anderen Faktoren gemeinsam übertroffen werden. In der derzeitigen Entwicklung findet allerdings eine Abwertung des klassischen PageRanks statt. Immer mehr andere Faktoren wie Linkalter, Seitenalter und Themenrelevanz bestimmen Ranking und damit die Linkpopularität einer Seite in hohem Maße.

Dieses Kapitel zeigt, welche weiteren Off-Site-Faktoren das Ranking im Einzelnen beeinflussen und welche strategischen Konsequenzen daraus zu ziehen sind. Die Faktoren sind gegliedert in jene, die sich unmittelbar aus der Google-Formel und der daraus resultierenden Vererbung des PageRank ergeben und in seitenspezifische Faktoren, von denen angenommen wird, dass sie eine Rolle spielen und in die ursprüngliche PageRank-Formel integriert wurden.

Arbeit zitieren:
Günther, Sebastian Dezember 2007: Suchmaschinenmarketing mit Google, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Suchmaschinenmarketing, Google, Online-Marketing, Suchmaschinenoptimierung, SEO

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