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Untersuchung des Abgasverhaltens bezüglich der gesetzlich nicht limitierten Schadstoffe Aldehyde & Ketone bzw. polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAH) sowie die Beurteilung des Betriebsverhaltens eines 3-Zylinder-Schlepper-Dieselmotors...

...beim Betrieb mit verschiedenen Pflanzenölmethylestern (PME) unter Einbeziehung der Oxidationskatalysatortechnologie

Untersuchung des Abgasverhaltens bezüglich der gesetzlich nicht limitierten Schadstoffe Aldehyde & Ketone bzw. polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAH) sowie die Beurteilung des Betriebsverhaltens eines 3-Zylinder-Schlepper-Dieselmotors...
Über dieses Buch
  • Art: Studienarbeit
  • Autor: Peter Achilles
  • Abgabedatum: August 1997
  • Umfang: 117 Seiten
  • Dateigröße: 1,8 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Kaiserslautern Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7997-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7997-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7997-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Achilles, Peter August 1997: Untersuchung des Abgasverhaltens bezüglich der gesetzlich nicht limitierten Schadstoffe Aldehyde & Ketone bzw. polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAH) sowie die Beurteilung des Betriebsverhaltens eines 3-Zylinder-Schlepper-Dieselmotors..., Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kraftstoff, Abgasmessung, Emissionen, Motorprüfstand, FID

Studienarbeit von Peter Achilles

Zusammenfassung:

Aufgrund der abzusehenden Ressourcenerschöpfung von Kraftstoffen auf Mineralölbasis sowie deren erheblichem Beitrag zum Treibhauseffekt bei der Verbrennung werden vielfältige Untersuchungen angestrebt, Dieselmotoren mit Pflanzenölkraftstoffen zu betreiben.

In der vorliegenden Arbeit wird das Betriebs- und Emissionsverhalten eines direkteinspritzenden Dieselmotors beim Betrieb mit unterschiedlichen Pflanzenölmethylestern untersucht. Es sind dies im einzelnen Sojamethylester, Kokosmethylester und Palmkernmethylester. Die Versuche wurden an einem aufgeladenen, direkteinspritzenden 3-Zylinder-Dieselmotor vom Typ MWM TD 226B-3 durchgeführt.

Grundlage für die vergleichenden Untersuchungen ist die ISO/DIS 8178-4, nach welcher der Motor in einem 5-Stufen-Test betrieben wurde. Während der Abfolge von 5 definierten Last-Drehzahl-Kombinationen wurde neben den Betriebsdaten auch die Konzentration der gesetzlich limitierten, gasförmigen Abgasbestandteile Kohlenmonoxid, unverbrannte Kohlenwasserstoffe und Stickoxide sowie die Schwärzungszahl nach Bosch als Anhaltspunkt für die Partikelemission protokolliert.

Hauptinhalt ist jedoch die Abgasprobennahme zum Zweck der Ermittlung der Emissionen der nicht limitierten Abgaskomponenten polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoff PAH sowie Aldehyde & Ketone. Hierfür wurden spezielle Probenahmevorrichtungen zur Verfügung gestellt. Die von der Arbeitsgruppe Organische Chemie durchgeführte nasschemische Analyse lieferte Ergebnisse, welche in geeigneter Form aufbereitet wurden. Die Wirksamkeit eines Oxidationskatalysators auf den Schadstoffausstoß wurde mituntersucht.

Alle gewonnenen Ergebnisse für Betriebsverhalten, Schadstoffkonzentrationen und spezifische Schadstoffemissionen wurden rechnerisch und graphisch ausgewertet sowie in übersichtlicher Form dargestellt.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Theoretische Grundlagen 2
2.1 Der vollkommene Dieselmotor 2
2.2 Der reale Motor 3
2.3 Gemischbildung im Dieselmotor 4
2.3.1 Luftverteilende Einspritzung 5
2.3.1.1 Direkteinspritzung 5
2.3.1.2 Indirekte Einspritzung 6
2.3.2 Wandverteilende Einspritzung 8
2.4 Verbrennung im Dieselmotor 9
2.4.1 Brennverlauf 10
2.5 Aufladung 11
2.5.1 Fremdaufladung, mechanische Aufladung 11
2.5.2 Abgasturboaufladung 12
2.5.3 Aufladung durch Druckschwingungen 13
2.5.3.1 Comprex-Aufladung 15
3. Abgasverhalten des Dieselmotors 18
3.1 Abgaszusammensetzung 18
3.2 Betrachtete Schadstoffe der unverbrannten Kohlenwasserstoffe Entstehung von Aldehyden & Ketonen sowie polyzyklischenaromatischen Kohlenwasserstoffen (PAH) in Verbrennungsmotoren 26
3.2.2 Aldehyde & Ketone 27
3.2.3 Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe 30
3.3 Abgasnachbehandlung 38
4. Kraftstoffe 41
4.1 Dieselkraftstoff 41
4.2 Pflanzenöle als Kraftstoffe 44
4.3 Umesterung von Pflanzenölen am Beispiel von Rapsöl 49
4.4 Soja(ME-SJ)-, Palmkern(ME-PK)- und Kokos(ME-K)-Methylester 53
5. Versuchsaufbau 56
5.1 Dieselmotor MWM TD 226B-3 56
5.2 Prüfstandsaufbau 58
5.3 Abgasmeßanlage 60
5.3.1 Nichtdispersiver Infrarot-Absorptions-Analysator (NDIRA) 60
5.3.2 Chemilumineszenz-Analysator (CLA) 63
5.3.3 Magnetischer Sauerstoff-Detektor 64
5.3.4 Flammenionisationsdetektor (FID) 66
5.3.5 Dieselrauchmeßgerät 67
5.4 Meßwertaufnehmer 67
5.4.1 Temperaturmessung 67
5.4.2 Druckmessung 68
5.4.3 Volumen- und Massenstrommessung 68
6. Versuchsdurchführung 70
6.1 Prüfverfahren : Der 5-Stufen-Test 70
6.2 Probennahme und Analyseverfahren 72
6.2.1 Bestimmung von Aldehyden und Ketonen 72
6.2.2 Bestimmung von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAH) 78
6.3 Inbetriebnahme 83
7. Ergebnisse 85
7.1 Aldehyde & Ketone 85
7.2 Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAH) 97
7.3 Betriebsverhalten 107
8. Zusammenfassung 109
9. Literatur 111
Anhang

Automatisiert erstellter Textauszug:

durch die Molekülverkleinerung deutlich geringere Temperaturgrenzwerte auf. Die Cetanzahl erreicht durch die Umesterung Werte, welche den in DIN V 51606 geforderten Mindestwert übertreffen. Der Heizwert erfährt dagegen nur geringfügige Änderungen, liegt sogar noch unter dem von Rapsöl. Auffällig sind die unterschiedliche Siedeverläufe von RME und handelsüblichem Dieselkraftstoff. Während sich letzterer aus unterschiedlichen Kohlenwasserstoffen zusammensetzt und eine steile Siedekurve mit frühem Siedebeginn (ca. 170°C) aufweist, besteht RME aus wenig unterschiedlichen Kohlenwasserstoffen und besitzt daher eine flach verlaufende Siedekurve mit hohen Anfangstemperaturen (Siedebereich bei 310-350°C). Insgesamt läßt sich sagen, daß der Umesterungsprozeß eine entscheidende Verbesserung der Tauglichkeit von Pflanzenölen als Kraftstoff mit sich zieht. RME zum Beispiel unterscheidet sich nur unwesentlich von handelsüblichem Dieselkraftstoff und bereitet somit beim Einsatz in Dieselmotoren kaum Probleme. [...]

Die Reaktion verläuft in drei Schritten. Hierzu wird ein Katalysator benötigt. Üblicherweise kommen KOH, NaOH oder CH3ONa zum Einsatz. Der Katalysator bildet in einer Vorreaktion mit z.B. Methanol das Methoxid-Anion CH3O-, welches das Carbonyl-Kohlenstoff-Atom einer Fettsäure im Triglycerid angreift (Bild 4.5). Hieraus geht ein Diester der Ortho-Säure hervor, der instabil ist und sich spaltet in das erste Fettsäure-Methylester-Molekül und ein Anion eines Diglycerides (1. Schritt). Letzteres reagiert weiter mit Methanol unter Rückbildung des Methoxid-Anions. Im zweiten Schritt läuft der gleiche Mechanismus wieder ab, wobei zunächst Monoglycerid entsteht und im dritten Schritt schließlich die vollständige Umesterung zu freiem Glycerin und den drei Fettsäuremethylester-Molekülen erfolgt. [...]

stellt, ist beim Betrieb eines Dieselmotors mit Rapsöl mit einem schlechteren Kaltstartverhalten und einem größeren Zündverzug zu rechnen. Problematisch ist die hohe kinematische Viskosität von Rapsöl bzw. auch von anderen Pflanzenölen, da sie ein schlechtes Pump-, Fließ- und Zerstäubungsverhalten zur Folge haben. Diese liegt bei Pflanzenölen um eine Zehnerpotenz höher als der zugelassene Maximalwert nach DIN EN 590. Um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten, müßte die Leistung der Einspritzpumpe vergrößert werden, was eine Neudimensionierung der Kraftstoffleitungen zur Folge hätte. Auch sind die in den Zylinder eingespritzten Tröpfchen zu groß, um sich optimal mit der Luft zu vermischen. Die Folge ist eine unvollständige Verbrennung, welche zu Koksrückständen im Brennraum führt. Darüberhinaus werden die Einspritzdüsen in Mitleidenschaft gezogen. So bleibt immer ein Teil des eingespritzten Kraftstoffes an ihnen haften, was zu einer Düsenverkokung führt: Die Düse wird immer mehr verstopft, es gelangt immer weniger Kraftstoff in den Brennraum, bis schließlich der Verbrennungsprozeß mangels Kraftstoff nicht mehr ablaufen kann. Basierend auf der hohen kinematischen Viskosität hat Rapsöl einen relativ hohen Filtrierbarkeitsgrenzwert (+15°C), auch Cold Filter Plugging Point (CFPP) genannt, der den Einsatz von Rapsöl in Dieselmotoren lediglich im Sommer zuläßt. Der CFPP gibt die niedrigste Temperatur an, bei der ein Kraftstoff eingesetzt werden kann, ohne daß der Kraftstoffilter durch ausgeschiedene Paraffinkristalle verstopft wird. Bei Pflanzenölen verstopft der Kraftstoffilter allerdings nicht durch ausgeschiedene Paraffinkristalle, sondern durch die hohe kinematische Viskosität ist einfach der Widerstand zu groß, um die Öle mit genügend großer Geschwindigkeit durch den Filter zu pumpen [6]. Diese sehr ungünstigen Eigenschaften von Pflanzenölen müssen ausgeschaltet werden, um eine zufriedenstellende Eignung von Rapsöl zu gewährleisten. [...]

Arbeit zitieren:
Achilles, Peter August 1997: Untersuchung des Abgasverhaltens bezüglich der gesetzlich nicht limitierten Schadstoffe Aldehyde & Ketone bzw. polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAH) sowie die Beurteilung des Betriebsverhaltens eines 3-Zylinder-Schlepper-Dieselmotors..., Hamburg: Diplomica Verlag

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