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Innovative Unternehmens- und Produktionsnetze

Innovative Unternehmens- und Produktionsnetze
Über dieses Buch
  • Art: Studienarbeit
  • Autor: André Baumann
  • Abgabedatum: Januar 1998
  • Umfang: 136 Seiten
  • Dateigröße: 2,9 MB
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Chemnitz Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6518-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6518-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6518-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Baumann, André Januar 1998: Innovative Unternehmens- und Produktionsnetze, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Unternehmenskooperation, Strategische Netzwerke, Regionale Kooperation, Synergie, Kooperationsmodell

Studienarbeit von André Baumann

Zusammenfassung:

Produktions- und Dienstleistungsunternehmen stehen vor der Herausforderung schnell, effizient und kundenorientiert alternative Innovationen marktfähig zu machen. Dabei müssen sie auch gegenüber ihren internationalen Wettbewerbern die Nachteile hoher Lohn-, Lohnneben- und Lohnstückkosten, kurzer Arbeitszeiten und zunehmender ökologischer Auflagen durch neue Innovationsstrategien ausgleichen.

Die sich mit immer größerer Geschwindigkeit ändernden Kundenbedürfnisse machen besonders für diese Unternehmen eine Ausrichtung der Unternehmensaktivitäten entlang der Wertschöpfungskette durch den Ausbau partnerschaftliche Zusammenarbeit in sich stets veränderten Produktions- und Dienstleistungsnetzen notwendig. Dabei geht es nicht mehr vordergründig um eine interne sondern viel mehr um eine unternehmensübergreifende Gestaltung, Planung und Steuerung der in einem Netz kooperierenden Partner. Das einzelne Unternehmen bringt im Sinne eines Netzknotens seine Innovationen, Kern- und Problemlösungskonzepte und seine Ressourcen für unterschiedliche Netze immer wieder aufs Neue ein.

Für die Gestaltung und das Betreiben derartiger dynamischer Netze mit partnerschaftlicher und synergetischer Kooperation wurden am Institut für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme der Technischen Universität Chemnitz-Zwickau erste erfolgversprechende Modelle, Methoden und praktische Lösungen geschaffen. Sie sollen vorrangig den kleinen und mittleren Unternehmen Vorteile hinsichtlich Komplexitätsbeherrschung, Innovationsgeschwindigkeit, Kundennutzen, Qualität, Ressourcennutzung, Zeit und Kosten Wettbewerbschancen gegenüber der Großindustrie bringen.

Die vorliegende Schrift über „Innovative Unternehmens- und Produktionsnetze“ faßt in diesem Sinne erste Grundlagen und Ergebnisse zusammen, die auf der Basis von Forschungsarbeiten, Verbundprojekten, und eingeführten praktischen Lösungen mit verschiedenen Unternehmen gewonnen wurden.

Das IBF arbeitet seit 1993 fakultätsübergreifend mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen in enger Verbindung mit der Industrie als Kompetenzzentrum auf diesem Gebiet, insbesondere zu regionalen kooperativen Produktionsnetzen, zusammen. Es hat sich auch zukünftig das Ziel gesetzt, Unternehmen durch die Bereitstellung neuester Forschungsergebnisse und Erfahrungen beim Entwickeln von Netz-Management-Systemen und wandelbarer Unternehmensnetzen zu unterstützen.

Den Produktions- und Dienstleistungsunternehmen werden, den jeweiligen Erkenntnisstand entsprechend, für die Praxis einfach handhabbare Instrumentarien für das Planen, den Aufbau, das Managen und Steuern strategischer, operativer, regionaler und virtueller Unternehmensnetzwerke zur Verfügung gestellt.

Inhaltsverzeichnis:

1. Unternehmens- und Fabriklebenszyklen 5
1.1 Lebenszyklenbeeinflussende Faktoren 5
1.2 Produkt-, Prozeß- und Gebäudelebenszyklen 6
1.3 Betriebswirtschaftliche Unternehmens- und Fabrikzustanszyklen 9
1.3.1 Überlebensstrategien für Zustandszyklen profitabel - unprofitabel 10
1.3.2 Revitalisierungsstrategien für Zustandszyklen Potentialnutzung - Industriebrache 11
1.4 Kriterien für die Revitalisierung oder Neuplanung der Fabrik 13
1.4.1 Sozioökonomische 13
1.4.2 Ökologische 14
1.5 Betriebswirtschaftlicher Entscheidungsprozeß 16
1.6 Fazit 19
1.7 Literatur 20
2. Unternehmensstrategien, -konzepte und -philosophien 22
2.1 Kennzeichen erfolgreicher Unternehmen 22
2.2 Entwicklungen im Methoden- und Objektbereich 23
2.3 Charakteristik ausgewählter Methoden und Konzepte 25
2.4 Vergleichende Bewerrtung 34
2.5 Literatur 37
3. Segmente als Knoten vernetzter Unternehmen 39
3.1 Adaptive Segmente als Netzknoten 39
3.2 Vernetzte Fabriksegmente, Fabriknetze und virtuelle Unternehmensnetze 41
3.2.1 Vernetzte Fabriksegmente 41
3.2.2 Fabriknetze 42
3.2.3 Virtuelle Unternehmensnetze 43
3.3 Segmentierungsansätze und -möglichkeiten 44
3.3.1 Segmentierungsparameter 46
3.3.2 Das Segmentierungsobjekt 47
3.3.3 Ebenen der Segmentierung 48
3.3.4 Effizienzkriterien der Segmentierung 48
3.4 Einfluß der Wettbewerbsstrategie auf die Segmentierung 49
3.5 Gestaltungsaspekte des Autonomiegrades in Segmenten 51
3.5.1 Führung und Koordination 51
3.5.2 Wertschöpfungsketten 52
3.5.3 Indirekte Bereiche 53
3.5.4 Personal 53
3.6 Literatur 55
4. Kooperations- und Unternehmensnetze 56
4.1 Gestaltungsmerkmale und Ausprägungen von Kooperationsnetzen 56
4.2 Netztypen 60
4.2.1 Strategisches Netzwerk 61
4.2.2 Operatives Netzwerk 62
4.2.3 Regionales Netzwerk 62
4.2.4 Virtuelle Unternehmen 63
4.3 Produktionsnetze 73
4.3.1 Kunden- und produktorientierte Produktionsnetze 74
4.3.2 Infrastrukturorientierte Produktionsnetze 79
4.3.3 Funktionsorientierte Produktionsnetze 79
4.4 Kooperationsmanagement 80
4.4.1 Organisationsmanagement 80
4.4.2 Kommunikationsmanagement 82
4.4.3 Konfliktmanagement 84
4.4.4 Kostenmanagement 86
4.5 Literatur 87
5. Kundenorientierte Innovation undKooperationen mit Synergieeffekten 88
5.1 Innovationsansätze 88
5.1.1 Der Begriff der Innovation 88
5.1.2 Vergleich der Innovationsansätze 89
5.1.3 Klassifizierung von Innovationen 95
5.1.4 Anforderungsprofil für erweiterte Innovationsansätze 105
5.1.5 Vorgehensmodell eines kundenorientierten Innovationsansatzes 108
5.2 Kooperation mit Synergieeffekten 119
5.2.1 Kennzeichen synergetischer Kooperationen 121
5.2.2 Schrittfolge zum Aufbau synergetischer Kooperationen 123
5.3 Beispiellösungen 129
5.3.1 Kundenorientierte Netzwerke 129
5.3.2 Regionales Netzwerk 130
5.3.3 Produktions- und wertschöpfungskettenorientierte Netzwerke 132
5.4 Literatur 134
6. Zusammenfassung und Ausblick 137

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die in einem infrastrukturorientierten Netz beteiligten Unternehmen sind häufig nicht ursächlich durch eine gemeinsame Produktions- oder durch eine entsprechende Dienstleistungsbasis verbunden. Sie nutzen z.B.: • in Gewerbegebieten gemeinsam die Infrastruktur und Ressourcen von Dienstleistungen, • sind vorwiegend in horizontaler/diagonaler Richtung strukturiert und • vertraglich nicht untereinander gebunden. Obwohl in den industriellen Ballungszentren gute infrastrukturelle Voraussetzungen vorhanden sind, entstehen immer mehr Gewerbegebiete außerhalb dieser Zentren und erzwingen eine "neue" Infrastruktur, die primär kommunikativ vernetzt ist /BELL-96/. Die Ansiedlung von Unternehmen auf der "Grünen Wiese" zieht eine teure Infrastrukturplanung nach sich, so daß die Gesamtaufwendungen hierfür häufig höher liegen als die Nutzung und Revitalisierung vorhandener Industriegebiete. KMU entwickeln sich auf vorhandenen und neuen Standorten immer mehr zu spezialisierten Einheiten, die die vorhandenen Infrastrukturen wie z.B. Informationssysteme, Transport- und Lagersysteme sowie Dienstleistungen nutzen. [...]

schaftlicher Kooperationsnetze, bei denen gleichberechtigte Unternehmen auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet sind, verlangt ein "feinfühliges" Netzmanagement. Dies bezieht sich primär • auf die Nutzung des Humanpotentials sowie • auf die gemeinsame Gestaltung der Produkt-, Prozeß-, Produktions- und Organisationsstrukturen, • das Fixieren logistikgerechter Prozeßketten für den gesamten Geschäftsund Produktionsprozeß entlang der Wertschöpfungskette, • die Ressourcendimensionierung, • die Arbeitsstrukturierung im Netz, • einschließlich der Kommunikations-, Informations- und Materialflußketten zur kundengerechten Bewältigung des Auftragsdurchlaufes sowie • auf die Nutzensleistung der beteiligten Partner. Dies setzt auch eine Clusterbildung in wettbewerbsfähigen Branchen voraus. Die Umsetzung des Produktionskonzeptes kann zu neuen Produktionssystemkonfigurationen führen, wobei auf die entwickelte modellgestützte vernetzte Prozeßplanung aufgesetzt werden kann. Ergänzend zu den Ansätzen der kundenorientierten synergetischen Kooperation existieren verschiedene Modellvarianten der produktorientierten Kooperation. [...]

Sie sind durch Kooperationen über verschiedene Funktionsbereiche hinweg, ent- vertikale Kolang der Wertschöpfungskette, vorwiegend in vertikaler Richtung strukturiert und durch ein aufeinander abgestimmtes Verhalten mit teilweiser vertraglicher Bindung, zeitlich begrenzt sowie durch offene Zutrittsmöglichkeiten konkurierender Partner gekennzeichnet. Die produktorientierten Kooperationsbeziehungen reichen dabei von • "reinen" Zulieferer-Abnehmer-Beziehungen über • Produktführerschaft als Systemlieferant und • Wertschöpfungspartner mit besonderen Kernkompetenzen (z.B. Zulieferer für die Automobilindustrie) bis hin zur • "synergetischen Kooperation" gleichberechtigter Partner, die gemeinsam vom Kundennutzen ausgehend von einem Produkt partizipieren. Im letztgenannten Zusammenhang kommen zunehmend ganzheitliche Ansätze ganzheitliche zum tragen. Diese Ansätze lösen sich von den reinen Gewinn- und Kostenbetrach- Bildung synergetischer Kooperationen 73 Ansätze zur operation [...]

Arbeit zitieren:
Baumann, André Januar 1998: Innovative Unternehmens- und Produktionsnetze, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Unternehmenskooperation, Strategische Netzwerke, Regionale Kooperation, Synergie, Kooperationsmodell

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