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Studie zum Thema Arbeitsschutz-Management in kleinen und mittleren Bauunternehmen

Studie zum Thema Arbeitsschutz-Management in kleinen und mittleren Bauunternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Studienarbeit
  • Autor: Julia Katharina Voigtmann
  • Abgabedatum: Juni 2002
  • Umfang: 82 Seiten
  • Dateigröße: 465,1 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Bauhaus-Universität Weimar Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6288-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6288-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6288-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Voigtmann, Julia Katharina Juni 2002: Studie zum Thema Arbeitsschutz-Management in kleinen und mittleren Bauunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Arbeitsschutz, Managementsystem, Baustelle

Studienarbeit von Julia Katharina Voigtmann

Einleitung:

Der Arbeitsschutz hat in Deutschland in den letzten Jahren ein hohes Niveau erreicht. Dennoch treten bei der praktischen Umsetzung immer noch Mängel auf. Diese sind vor allem auf unzureichende organisatorische Bedingungen zurückzuführen. Die Problematik zeigt sich besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen. In Unternehmen mit weniger als 200 Beschäftigten ist die Unfallquote fast dreimal so hoch, wie in Unternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten. Mehr als ein Drittel aller Arbeitsunfälle im Jahr 2000 ereigneten sich im Baugewerbe.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die systematische Darstellung und Analyse von Managementsystemen im Arbeitsschutz und deren Eignung für kleine mittelständige Unternehmen im Bauwesen.

Im Verlauf dieser Arbeit werden auf Basis der rechtlichen Grundlagen vorhandene Organisationsstrukturen des Arbeitsschutzes in Unternehmen analysiert. Es werden die Möglichkeiten zur Verbesserung der bestehenden Situation im Bereich des Arbeitsschutzes aufgeführt und erläutert. Deren Anwendbarkeit wird in kleinen und mittelständischen Unternehmen und speziell im Baugewerbe untersucht.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 6
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis 7
1. Einleitung 8
2. Grundlagen des Arbeitsschutzes 9
2.1 Begriffe im Arbeitsschutz 9
2.2 Notwendigkeit des Arbeitsschutzes 10
2.3 Ziele des Arbeitsschutzes 11
2.4 Felder des Arbeitsschutzes 13
2.5 Träger des Arbeitsschutzes 14
3. Rechtsverordnungen und Unfallverhütungsvorschriften 16
3.1 Rahmenrichtlinien der Europäischen Union 16
3.2 Basisgesetze 19
3.3 Arbeitschutzgesetze 19
3.4 Vorschriften der Unfallverhütungsträger 23
3.5 Normen und Regeln 24
4. Sicherheitsgerechte Organisation 26
4.1 Betriebliche Sicherheitsorganisation 26
4.1.1 Unternehmer und Führungskräfte 26
4.1.2 Arbeitnehmer 27
4.1.3 Betriebsrat 28
4.1.4 Sicherheitsbeauftragter und Sicherheitsausschuss 28
4.1.5 Fachkraft für Arbeitssicherheit 29
4.1.6 Betriebsarzt 31
4.1.7 Arbeitsschutzausschuss 32
4.2 Strukturen betrieblicher Sicherheitsorganisation 32
4.2.1 Organisationsmodelle 32
4.2.2 Besonderheiten der betrieblichen Sicherheitsorganisation in kleinen und mittelständischen Unternehmen 35
4.3 Außerbetriebliche Sicherheitsorganisation 36
4.3.1 Europäische Gemeinschaft 36
4.3.2 Staatliche Gesetzgebung und Aufsicht 37
4.3.3 Gesetzliche Unfallversicherung 38
4.3.4 Sachverständige 39
4.3.5 Koordinierungsgremien und Forschungsinstitute 39
4.3.6 Sozialpartner 40
4.3.7 Normensetzer 40
4.3.8 Wissenschaftliche Gesellschaften 40
4.3.9 Berufsständige Organisationen 41
4.4 Zusammenwirken betrieblicher und außerbetrieblicher Organe 41
5. Arbeitsschutzmanagement 43
5.1 Notwendigkeit und Anforderungen 43
5.2 Konzepte 45
5.3 Vorhandene Ansätze 48
6. Arbeitschutzmanagementsysteme für kleine und mittelständische Bauunternehmen 52
6.1 Grundlagen 52
6.1.1 Besonderheiten in kleinen und mittelständischen Bauunternehmen 52
6.1.2 Anforderungen an AMS-Konzepte für kleine und mittelständische Bauunternehmen 54
6.1.3 Anforderungen an kleinbetriebstaugliche Arbeitsschutzmanagementsysteme 55
6.2 Praktische Umsetzung im Unternehmen 61
6.2.1 Rahmenbedingungen 61
6.2.2 Vorgehensweise 62
6.3 AMS auf Baustellen 67
6.4 Unterstützung für KMU 69
6.4.1 Anleitungen, Checklisten, Handbücher und Leitfäden 69
6.4.2 Informationsmaterial, Datenbanken und Netzwerke 70
6.4.3 Beratung und Schulung 72
6.4.4 Weitere Instrumente und Datenquellen 72
7. AMS in der betrieblichen Praxis 73
7.1 Einstellung zum Arbeitsschutz und Anwendung der AMS 73
7.2 Defizite der Arbeitsschutzmanagementsysteme 74
7.3 Verbesserungsmöglichkeiten 76
8. Zusammenfassung 78
Literaturverzeichnis 79

Automatisiert erstellter Textauszug:

Durch immer komplexere Ansprüche von Arbeit und Technik, neue arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse und eine zunehmende Sensibilisierung der Gesellschaft in Bezug auf Arbeits- und Gesundheitsschutz kommt es zu einer steigenden Komplexität der sich daraus ergebenden Anforderungen im Arbeitsschutz. Gleichzeitig sinkt die Überschaubarkeit der Maßnahmen zur Gewährleistung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in ihrer Gesamtheit [21, S. 11]. Der Arbeitsschutz in Deutschland hat durch die Beseitigung technischer Fehlerquellen und die Einführung diverser Schutzmaßnahmen ein hohes Niveau erreicht. Auf diesem Gebiet sind keine deutlichen und nachhaltigen Verbesserungen mehr zu erwarten. Technische Ursachen von Unfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen sind weitgehend untersucht und minimiert. Menschliches Versagen tritt zunehmend als Ursache von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten auf. Dieses Versagen wird durch unzureichende Organisation oder durch der Situation unangepasstes Verhalten hervorgerufen. Defizite treten in der Festlegung der Aufbauund Ablauforganisation sowie der Beschreibung der erfolgreichen und sicheren Durchführung von Prozessen und Verfahren auf [22, S. 11]. Ideale Instrumente zur Beseitigung dieser Mängel sind Managementsysteme. Ähnliche Systeme haben in der Qualitätssicherung und im Umweltschutz schon in den letzten Jahren weite Verbreitung gefunden. [...]

somit auf indirektem Wege auf die Arbeit der betrieblichen Arbeitsschutzorgane aus. Die Arbeit der Sozialpartner erfolgt vorwiegend im überbetrieblichem Rahmen. Arbeitnehmer und Betriebsräte können sich auch direkt an die jeweiligen Gewerkschaften wenden. Sachverständige und berufsständige Organisationen stellen ihr Wissen und ihre Erfahrung sowohl auf betrieblicher als auch auf überbetrieblicher Ebene zur Verfügung. Gerade von kleinen Unternehmen geht keine nennenswerte Nachfrage nach U nterstützung in Fragen der Sicherheit und des Arbeitsschutzes aus. Das außerbetriebliche Arbeitsschutzsystem reagiert darauf mit verminderter Initiative, was zu einer Verschärfung innerbetrieblicher Arbeitsschutzdefizite führt. Die Arbeit der einzelnen außerbetrieblichen Organe ist momentan noch durch ein unkooperatives Nebeneinander statt einer abgestimmten Zusammenarbeit gekennzeichnet. Für eine verstärkte überbetriebliche Unterstützung der kleinen und mittelständischen Unternehmen ist jedoch eine gemeinsame Arbeit aller Beteiligten notwendig. Das gilt insbesondere für die Arbeit • • • • • der Tarifpartner, der Innungen und Gewerkschaften, der Krankenkassen, der Gewerbeaufsicht und der Berufgenossenschaften. [...]

Im Zuge der Deregulierung und dem damit verbundenem Rückzug aus der staatlichen Aufsicht kommt es zu einer Einschränkung der Kontrollaktivitäten. Es wird verstärkt auf die Eigenverantwortung der Unternehmer gesetzt. Überbetriebliche Beratungs- und Betreuungsmodelle rücken zunehmend in den Vordergrund [20]. Zu den wichtigsten Anbietern solcher Modelle zählen die gesetzlichen Unfallversicherungen, d. h. die Berufsgenossenschaften mit ihrer sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Betreuung (z. B. AMD). Wissenschaftliche Gesellschaften, Forschungsgremien und andere Institute dienen der Verbesserung und Weiterentwicklung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes. Neue Erkenntnisse auf diesem Gebiet schlagen sich vor allem in den Vorschriften der Unfallverhütungsträger und den anerkannten Regeln der Technik wieder. Die Arbeit der Forschungseinrichtungen und Institute wirkt sich [...]

Arbeit zitieren:
Voigtmann, Julia Katharina Juni 2002: Studie zum Thema Arbeitsschutz-Management in kleinen und mittleren Bauunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Arbeitsschutz, Managementsystem, Baustelle

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