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Studie zur Diagnostik, zur Therapie und zu den Behandlungsergebnissen bei Hirntumoren im Kindesalter

Studie zur Diagnostik, zur Therapie und zu den Behandlungsergebnissen bei Hirntumoren im Kindesalter
Über dieses Buch
  • Art: Dissertation / Doktorarbeit
  • Autor: Silke Hammer
  • Abgabedatum: Januar 1999
  • Umfang: 121 Seiten
  • Dateigröße: 779,4 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5958-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5958-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5958-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hammer, Silke Januar 1999: Studie zur Diagnostik, zur Therapie und zu den Behandlungsergebnissen bei Hirntumoren im Kindesalter, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Astrozyten, Life-Table, Überlebensqualität, Ependymom

Dissertation / Doktorarbeit von Silke Hammer

Einleitung:

Tumoren des ZNS sind sehr heterogen, da sie von einer Vielzahl von Zellen ausgehen können. Ebenso vielgestaltig ist das klinische Bild, das vielmehr von der Lokalisation als von der histologischen Spezifität abhängt.

Erwähnenswert ist die differente Bedeutung von histologischer und biologischer Wertigkeit einer intrakraniellen Geschwulst. Diese Gegebenheit stellt die spezielle Eigenart der Hirntumoren dar.

Eine weitere Besonderheit intrakranieller Neubildungen ist die Tatsache, daß sie nur ausnahmsweise extraneural metastasieren. So sind z. B. Knochen- oder Lebermetastasen eine Rarität. Metastasierungen auf dem Liquorwege können dagegen häufiger vorkommen. Dies wird vor allem beim Medulloblastom, insbesondere nach einem intrakraniellen Shunt beschrieben.

Unabhängig vom histologischen Grading wachsen die Tumoren infiltrativ oder verdrängend, meist unter Ausbildung eines Randödems, welches sich mehr oder weniger raumfordernd verhalten kann. Aufgrund der starren Raumbeziehungen im Schädel kann es zur Ausbildung eines Verschlußhydrocephalus bzw. aufgrund der Raumforderung zu Drucknekrosen mit Untergang von Hirngewebe oder im akuten Falle zu Einklemmungssymptomen kommen.

Die „low-grade“-Neoplasien sprechen im allgemeinen auf Chemotherapie und/oder Bestrahlung wenig an. Demgegenüber reagieren „high-grade“-Tumoren meist sehr strahlen- und chemotherapiesensibel. Das histologische Grading der Hirntumoren besitzt nicht die gleiche Bedeutung wie das der extrakraniellen Neubildungen.

Packer et al. fanden biologische Unterschiede zwischen histologisch ähnlichen Tumorentitäten bei Kindern und Erwachsenen. Die genetische Besonderheit einer Häufung unterschiedlicher Lokalisationen von Tumorsuppressorgenen in verschiedenen Altersstufen tragen vermutlich zu einer besseren Prognose astrozytischer Tumoren bei Kindern bei und bewirken möglicherweise eine höhere Empfindlichkeit gegenüber der antitumorösen Therapie.

In den letzten Jahren wurde das Wissen in der Diagnostik und Therapie durch neue onkologische Erkenntnisse erheblich erweitert, es bestehen aber noch zahlreiche Fragen und Unsicherheiten in Bezug auf die kindlichen Hirntumoren.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Kindliche Hirntumoren und ihre Besonderheiten 1
1.2 Häufigkeit 2
1.3 Ursachen 3
1.4 Klassifikation 4
1.5 Klinische Aspekte 5
1.6 Diagnostik und Therapie 6
1.7 Prognose und Überlebensqualität 9
2. Aufgabenstellung 10
3. Patienten und Methoden 11
3.1 Allgemeine Angaben zum Patientengut 11
3.2 Klinik 14
3.3 Entitätsspezifische Fakten 16
3.3.1 Gliome 16
3.3.2 Medulloblastome einschließlich PNET 17
3.3.3 Ependymome 18
3.4 Methoden 20
3.4.1 Diagnostische Methoden 20
3.4.2 Datenerhebung und statistische Methoden 21
3.4.2.1 Datenerhebung 21
3.4.2.2 Statistische Methoden 22
4. Ergebnisse 25
4.1 Alter bei Diagnose 25
4.2 Jahreszeitliche Häufung 26
4.3 Anamnesedauer 27
4.3.1 Relation zur Tumorentität 29
4.3.2 Abhängigkeit vom Tumorvolumen 30
4.3.3 Bezug zur Tumorlokalisation 31
4.3.4 Abhängigkeiten vom Diagnosedatum 33
4.4 Therapieergebnisse 34
4.4.1 Therapieübersichten 34
4.4.2 Operationsmodalitäten in Gruppe A und B 39
4.4.3 Remissionsgrade nach Primär-OP in Gruppe A und B 40
4.4.4 Therapieergebnisse in Abhängigkeit von derTumorentität 41
4.5 Einflußadjuvanter Therapiemaßnahmen 42
4.6 Life-Table-Analysen 44
4.6.1 Überlebenskurven der Gesamtgruppe 44
4.6.1.1 Übersicht und Geschlechtsvergleich 44
4.6.1.2 Life-Table-Analyse in Abhängigkeit vom Alter 46
4.6.1.3 Survival in Abhängigkeit von der Lokalisation 47
4.6.1.4 Überlebenswahrscheinlichkeit und Anamnesedauer 48
4.6.1.5 Survival in Relation zum Tumorvolumen 49
4.6.1.6 Abhängigkeit vom Diagnosedatum 50
4.6.1.7 Bezug zur Tumortherapie 52
4.6.1.7.1 Abhängigkeit vom operativen Vorgehen 55
4.6.1.7.2 Objektivierbares Ergebnis der Primär-OP und Überlebenszeit 56
4.6.2 Entitätsbezogene Überlebensanalysen 57
4.6.2.1 Geschlechtsabhängigkeit 58
4.6.2.2 Alter, Lokalisation, Anamnesedauer 60
4.6.2.3 Tumorvolumen, Diagnosedatum 60
4.6.2.4 Therapieabhängigkeit 61
4.6.2.4.1 Abhängigkeit vom operativen Vorgehen 64
4.6.2.4.2 Überlebenswahrscheinlichkeit und Befund nach OP 65
4.6.2.5 Befund nach Therapieabschluß 67
4.6.2.6 Grading der Gliome 68
4.7 Lebensqualität 69
4.7.1 WHO-Index bei Aufnahme und am Stichtag 69
4.7.2 Anamnesedauer und Lebensqualität 71
4.7.3 WHO-Index und Tumorentität 72
4.7.4 Überlebensqualität und Therapie 73
4.8 Rezidive nach Hirntumortherapie 75
4.9 Analyse der Todesfälle 77
5. Diskussion 79
6. Zusammenfassung 86
Literaturverzeichnis 90
Danksagung
Lebenslauf
Thesen
Anhang

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Tabellen stellen dar, daß nach totaler Tumorexstirpation Patienten in kompletter Remission verblieben. Einige Patienten konnten, obwohl sie eine intens ive Chemotherapie erhielten, den Remissionszustand nicht aufrechterhalten. Analog dazu konnten Patienten mit makroskopischem Tum or r est nach de r initialen Operation durch eine intensive Chemotherapie in eine komplette Remission gebracht werden. Durch den Fisher´s Exact -Test (Two Tail) wurde in der Gesamtgruppe ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Operationsergebnis und der Remission f e s t g e s t e l l t ( p < 0 , 0 1 ) . Postoperativ tumorfreie Patienten haben mission zielen. Der gleiche Zusammenhang wurde für die Diagnosegruppe A errechnet (p < 0,05). Für die Gruppe B war dieser Test nicht signifikant. bessere Voraussetzungen mit Unterstützung der Chemotherapie eine Langzeitreund damit eine Heilung von ihrem Tumorleiden zu er- [...]

enten unterschieden sich die supr atentoriellen, infratentoriellen und in beiden Kompartiment en gelegene Tumoren nicht signifikant bezüglich ihrer Anamnesezeiten. Die kürzeste Anamnesedauer wiesen infratentorielle Epend ymo me mi t e i ne r d ur chschnittlichen Anamnesezeit von 1,6 Monaten auf. Supratentorielle Ependymome lagen mit einer Zeitspanne von 8 Monaten vom Auftreten erst er Symptome bis zur Diagnosestellung deutlich darüber, was mit einer Lokalisation hauptsächlich in den Großhirnhemisphä ren erklärt werden kann. Die Seitenventrikel als typischer Ursp r ungsor t für supr atentor iell e Ependymome besitzen mehr "Staur aum" als der 4. Ventrikel bis es zum Verschlußhydrocephalus und Hirndruck kommt. [...]

1988) und (1989 -1992) unterschie d sich signifikant (p = 0,003). Die höhere Anteil der Patienten ab 1989 hing sicherlich mit der Entwicklung der Kinderonk ologie der Abteilung Hämatologie/Onkologie der Kinderklinik der Universität Greifswald als ein Zentrum in Mecklenbur g/Vor pom m er n zusam m en. Hie r wurden die Kinder chemotherapeut isch und symptomatisch beh a nd e l t. E s e rfol gte j etzt auch eine enge multidisziplinäre Kooperation zwischen den verschiedenen Fachrichtungen. Die Anamnesedauer der Patienten dieser Studie umfaßte die Zeit vom Auftreten der ersten Symptome bis zur Diagnose. Durch die Histologie der oper ativ gewonnenen Gewebeprobe wurde in den überwiegenden Fällen die Diagnose gestellt. Falls keine Operation bzw. Pr obeexzision möglich war, wurde das Datum der Diagnose bei der Bildgebung im CT oder MRT v e rw e n d e t. Die Diagnose wurde bei 97 Patienten nach Auftreten erster S ympto me i n ei ne m Z eitr aum ( range ) von einer Woche bis zu 157 Monaten gestellt. Die mittlere Anamnesezeit 15 Monate. Der Median lag bei 4,5 Monaten. ( x ) betrug [...]

Arbeit zitieren:
Hammer, Silke Januar 1999: Studie zur Diagnostik, zur Therapie und zu den Behandlungsergebnissen bei Hirntumoren im Kindesalter, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Astrozyten, Life-Table, Überlebensqualität, Ependymom

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