Strukturierte Produkte
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Markus Friedrichs
- Abgabedatum: November 2003
- Umfang: 122 Seiten
- Dateigröße: 1,4 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7596-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7596-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7596-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Friedrichs, Markus November 2003: Strukturierte Produkte, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Derivat, Zertifikat, Anleihe, Akte, Index
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Diplomarbeit von Markus Friedrichs
Zusammenfassung:
Vielfach wird den Emittenten mangelnde Transparenz vorgeworfen. Durch immer komplexere Produkte wird die Überprüfung der Angemessenheit der Preise und die Bewertung strukturierter Produkte erschwert. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die verschiedenen Arten von strukturierten Produkten vorzustellen sowie Strukturierungs- und Bewertungsmöglichkeiten zu erklären. Im Ergebnis soll festgestellt werden, ob die beobachteten Emissionspreise der Emittenten mit den theoretisch ermittelten fairen Werten übereinstimmen oder ob Fehlbewertungen zuungunsten der Investoren vorliegen. Die den Produkten inhärenten Risiken sollen aufgezeigt werden.
Zunächst wurde dazu der in dieser Arbeit verwendete Begriff „Strukturierte Produkte“ themenadäquat abgegrenzt und definiert. In einem zweiten Schritt (Kapitel 2) werden die Basisinstrumente vorgestellt, aus deren Kombination strukturierte Produkte konstruiert werden. Es wird aufgezeigt, wie deren faire Werte analytisch ermittelt werden können. Ohne das Verständnis der grundlegenden Anlageformen lassen sich Funktionsweise und Bewertung von strukturierten Produkten nur schwer nachvollziehen.
Der zweite Teil (Kapitel 3, 4 und 5) bildet den Schwerpunkt dieser Arbeit. Zunächst werden die wesentlichen Charakteristika der verschiedenen strukturierten Produkte in Anlehnung an die in Kapitel 1.3 präsentierte Typologie vorgestellt. Anschließend erfolgt die Bewertung von strukturierten Produkten anhand ausgewählter Beispiele durch Ermittlung eines Gleichgewichtspreises. Daran anschließend wird in Sensitivitätsanalysen der Einfluss verschiedener Einflussfaktoren auf den theoretisch fairen Preis analysiert.
Nachdem in den ersten Kapiteln das Verständnis für die strukturierten Produkte vermittelt wurde, erfolgt in einem dritten Schritt die Darstellung der Motive für die Emission bzw. für den Kauf von strukturierten Produkten. Abschließend werden in Kapitel 7 die Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst und Schlussfolgerungen gezogen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Tabellenverzeichnis. | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis. | VI | |
| Symbolverzeichnis | VIII | |
| 1. | Einführung | 1 |
| 1.1 | Ausgangslage | 1 |
| 1.2 | Begriffsbestimmung und thematische Abgrenzung | 2 |
| 1.3 | Klassifizierung der strukturierten Produkte | 5 |
| 1.4 | Zielsetzung und Aufbau | 6 |
| 2. | Grundlagen | 8 |
| 2.1 | Bewertungsmethodik | 8 |
| 2.2 | Grundlagen der Kassainstrumente | 10 |
| 2.3 | Grundlagen der Optionstheorie | 11 |
| 2.4 | Exotische Optionen | 16 |
| 2.5 | Einflussfaktoren | 22 |
| 3. | Strukturierte Produkte mit sicherer Kapitalrückzahlung | 26 |
| 3.1 | Produkte mit unbegrenztem Gewinnpotential | 27 |
| 3.2 | Produkte mit begrenztem Gewinnpotential | 28 |
| 4. | Strukturierte Produkte mit unsicherer Kapitalrückzahlung | 29 |
| 4.1 | Produkte mit laufendem Ertrag | 29 |
| 4.2 | Produkte ohne laufenden Ertrag | 31 |
| 4.3 | Modifizierte Produkte | 33 |
| 4.4 | Bandbreiten-Produkte | 34 |
| 4.5 | Hebel-Produkte | 35 |
| 5. | Die Bewertung von strukturierten Produkten | 38 |
| 5.1 | Konstruktion und Analyse von strukturierten Produkten mit sicherer Kapitalrückzahlung und unbegrenztem Gewinnpotential | 40 |
| 5.2 | Konstruktion und Analyse von strukturierten Produkten mit sicherer Kapitalrückzahlung und begrenztem Gewinnpotential | 47 |
| 5.3 | Konstruktion und Analyse von strukturierten Produkten mit unsicherer Kapitalrückzahlung und laufendem Ertrag | 52 |
| 5.4 | Konstruktion und Analyse von strukturierten Produkten mit unsicherer Kapitalrückzahlung und ohne laufenden Ertrag | 57 |
| 5.5 | Konstruktion und Analyse von Doppel-Discount-Zertifikaten | 60 |
| 5.6 | Konstruktion und Analyse von Bandbreiten-Produkten | 63 |
| 5.7 | Konstruktion und Analyse von Hebel-Produkten | 68 |
| 6. | Kosten-/Nutzenanalyse | 75 |
| 6.1 | Risiko aus der Sicht der Emittenten | 75 |
| 6.2 | Nutzen aus der Sicht der Emittenten | 76 |
| 6.3 | Risiko aus der Sicht der Investoren | 79 |
| 6.4 | Nutzen aus Sicht der Investoren | 81 |
| 7. | Schlussfolgerungen und Ausblick | 83 |
| Literaturverzeichnis | 86 | |
| Anhangsverzeichnis | 98 | |
| Anhang 1: Alternative Begriffsdefinitionen | 99 | |
| Anhang 2: Überblick alternativer Produktbezeichnungen | 101 | |
| Anhang 3: Rückzahlungsvergleich von Dax Garantieanleihe und Duplikat | 106 | |
| Anhang 4: Rückzahlungsvergleich von Sprinter-Zertifikat und Duplikat | 108 |
1. Die Bull-Variante115 profitiert von steigenden Kursen eines Basiswertes. 2. Die Bear-Variante116 reagiert positiv auf sinkende Kurse des Underlyings. Eine allgemeingültige Beschreibung von Hebel-Produkten und ihrer Besonderheiten bzw. Ausstattungsmerkmale fällt schwer. Jeder Emittent wählt eine andere Produktbezeichnung und vor allem unterscheiden sich die Konzepte der verschiedenen Emittenten hinsichtlich eines vorzeitigen Verfalls (Knock-Out) sowie bei der Berechnung der Preise. Als wesentliches Ausstattungsmerkmal müssen zunächst zwei Wertgrenzen genannt werden: 1. die Knock-Out-Barriere117 und 2. die Stopp-Loss-Barriere118. Manche Emittenten verwenden eine Stopp-Loss-Barriere, bei deren Verletzung ein vorzeitiger Verfall erfolgt. Ob dann ein rechnerischer Restwert des Produktes ausgezahlt wird119 oder ob ein wertloser Verfall erfolgt, muss dann im Weiteren unterschieden werden. Bei anderen Emittenten erfolgt ein vorzeitiger Verfall nur, wenn die Knock-OutBarriere im Tagesverlauf verletzt wird. Wieder andere Emissionshäuser lassen einen [...]
dieses Kursbandes liegt111. Der bei Emission festgelegte Floor bestimmt die Art der Rückzahlung am Ende der Laufzeit. Es müssen danach drei Rückzahlungsszenarien unterschieden werden: 1. Befindet sich der Kurs des Underlyings bei Verfall zwischen dem Floor und dem Cap, liefert der Emittent den Basiswert und einen Barbetrag in Höhe der Differenz zwischen dem Schlusskurs des Basiswertes bei Verfall und dem Floor. 2. Entspricht der Kurs des Underlyings am Bewertungstag dem Cap oder liegt er darüber, bekommt der Anleger den Cap bar ausbezahlt, zuzüglich der Differenz zwischen Cap und Floor. 3. Ist der Aktienkurs am Verfalltag tiefer als der Floor, erhält der Anleger lediglich den Basiswert. Bandbreiten-Produkte eignen sich also für Anleger, die in das jeweilige Underlying investieren wollen, dabei aber nur moderate Kurssteigerungen erwarten. [...]
Bandbreiten- oder Range-Produkte zählen als Spezialfall zur Klasse der strukturierten Produkte mit unsicherer Kapitalrückzahlung und ohne laufenden Ertrag. Ähnlich den anderen bisher beschriebenen strukturierten Produkten, sind die Emittenten auch bei dieser Gattung bemüht, sich durch unterschiedliche Namensgebung von der Konkurrenz zu distanzieren sowie eine Vergleichbarkeit der Produkte zu erschweren107. Die Besonderheit bei Bandbreiten-Produkten ist die – zusätzlich zur bekannten Begrenzung nach oben (Cap108) – zweite Wertgrenze nach unten, den Floor109. Der Floor befindet sich i.d.R. zum Zeitpunkt der Emission nahe dem aktuellen Kurs des Underlyings. Der Cap wird i.d.R. 25 – 35 % über dem Floor festgelegt110. Durch die obere und [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832475963
Arbeit zitieren:
Friedrichs, Markus November 2003: Strukturierte Produkte, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Derivat, Zertifikat, Anleihe, Akte, Index



