Strukturen und Testverfahren zur Strukturüberwachung von CDO-Transaktionen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Ralf Schmitz
- Abgabedatum: Januar 2006
- Umfang: 83 Seiten
- Dateigröße: 538,0 KB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9461-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9461-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9461-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schmitz, Ralf Januar 2006: Strukturen und Testverfahren zur Strukturüberwachung von CDO-Transaktionen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Asset-Backed-Securities, Collateralized Debt Obligations, CDO, Overcollateralization, Interest
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Diplomarbeit von Ralf Schmitz
Problemstellung:
Ziel der hier vorliegenden Arbeit ist es, den Aufbau und die Grundstruktur von CDOs und deren Anwendungsmöglichkeiten zu beschreiben. Außerdem sollen Nutzen und Zweck für Emittenten, Investoren und Beteiligte dargestellt werden. Zusätzlich wird auf die verschiedenen Strukturen und möglichen Gestaltungsformen dieser speziellen Transaktionen eingegangen und es werden die Aufgaben und Pflichten der an den Transaktionen beteiligten Parteien erläutert.
Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Beschreibung von Testverfahren, die im Laufe der jeweiligen CDO Transaktionen durchgeführt werden. Hierbei handelt es sich vor allem um Verfahren zur Überwachung der Struktur der jeweiligen Transaktionen, mit dem Hauptziel, die CDO Anleiheninvestoren vor möglichen Verlusten zu schützen.
Um die gängigen Testverfahren zu beschreiben, wurden hauptsächlich Informationen verarbeitet, die über die Internetseiten der verschiedenen Ratingagenturen bezogen werden können. Das sind z. B. Verkaufsdokumentationen von beispielhaft ausgewählten CDO Transaktionen, oder auch Fachliteratur.
Im Rahmen dieser Arbeit ist zu berücksichtigen, dass viele Details nicht öffentlich zugänglich sind. In diesem Zusammenhang sind auch Unterschiede im Aufbau der jeweiligen Transaktionen und den beteiligten Parteien relevant. Die dargestellten Vorgehensweisen stellen jedoch die in der Praxis angewandten Verfahren hinreichend gut dar. In der hier beschriebenen Art und Weise lassen sich diese bei den meisten CDO Transaktionen auffinden.
Ein wichtiger Punkt bei CDO Transaktionen ist der, dass die Ergebnisse der Testverfahren große Auswirkung auf deren weiteren Verlauf haben. Diese werden hier erläutert und an einigen Beispielen verdeutlicht.
Die CDO Verbriefungstechnik wird im Laufe dieser Arbeit als ein vielseitig einsetzbares Kapitalmarktinstrument vorgestellt. Im Folgenden wird der Begriff CDO sowohl synonym für spezifische Formen, wie Collateralized Bond Obligation (CBO) oder Collateralized Loan Obligation (CLO) verwendet, als auch für Mischformen dieser Strukturen. Für den Fall, dass spezielle Formen betrachtet werden, wird dies kenntlich gemacht.
Gang der Untersuchung:
Die hier vorliegende Arbeit besteht, neben dem einleitenden Kapitel 1, aus zwei Hauptteilen. Den ersten Hauptteil bildet dabei Kapitel 2. Nach der Beschreibung und Definition des Begriffs der CDO (2.1) werden zunächst die Unterschiede zwischen der konventionellen CDO Struktur und der synthetischen Form erläutert (2.2). Im Anschluss daran (2.3) werden die Parteien beschrieben, die bei nahezu allen CDO Transaktionen mitwirken und deren Bedeutung dargestellt.
Danach (2.4) folgen einige Informationen zu den verschiedenen Arten von CDOs, wobei deren Differenzierung hier über die in den Referenzportfolios enthaltenen Assetklassen vollzogen wird. Der vorletzte Punkt des Kapitels (2.5) beleuchtet einige Unterschiede im Hinblick auf den wirtschaftlichen Zweck von CDOs, wobei hier auf Arbitrage-, Balance Sheet-, Cash Flow- und Market Value Transaktionen Bezug genommen wird. Zum Abschluss (2.6) wird kurz auf die Gründe und die Motivation bezüglich der Emission von CDO´s eingegangen.
Der zweite Hauptteil, Kapitel 3, befasst sich mit Fragen der Struktur und der bei CDO Transaktionen angewendeten (Struktur-) Testverfahren. Das Kapitel beginnt mit einer Beschreibung der gängigen Lebensphasen (3.1), welche sich in nahezu allen CDO Transaktionen in ähnlicher Weise vorfinden lassen.
Im darauf folgenden Kapitel (3.2) werden die sog. Coverage- und Qualitätstests beschrieben. Die hierzu nötigen Informationen wurden vor allem aus Informationsmaterial von beispielhaft ausgewählten CDO Transaktionen gewonnen und ausgearbeitet. Im Anschluss (3.3) werden kurz die Unterschiede bei Testverfahren von synthetischen und konventionellen CDO Transaktionen beschrieben. Der vorletzte Punkt des zweiten Hauptteils (3.4) widmet sich der Erläuterung unterschiedlicher Zahlungsstrukturen von CDO Transaktionen und versucht deren Bedeutung vor allem für die CDO Anleiheninvestoren zu beschreiben.
Der letzte Teil (3.5) beschäftigt sich mit den so genannten Waterfalls. Hierbei werden der Interest Waterfall und der Proceeds Waterfall beschrieben, deren Unterschiede herausgearbeitet und die Besonderheiten im Hinblick auf die Testverfahren von CDO Transaktionen im Zusammenhang mit den Waterfalls dargestellt.
Am Schluss der Arbeit wird neben einer zusammenfassenden Betrachtung auch auf die Schwierigkeiten der Informationsbeschaffung und -verarbeitung bei der Erstellung dieser Arbeit eingegangen.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | Inhaltsverzeichnis | I |
| II. | Abbildungsverzeichnis | IV |
| III. | Tabellenverzeichnis | V |
| IV. | Abkürzungsverzeichnis | VI |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Zielsetzung und Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Aufbau und Gliederung | 2 |
| 2. | Überblick über den Markt der Collateralized Debt Obligations (CDO): Strukturen, Beteiligte und Arten | 3 |
| 2.1 | Der CDO Markt als Teilbereich der Strukturierten Finanzierungen und dessen Einordnung in den Bereich der "Asset Backed-" Produkte | 3 |
| 2.2 | Grundstrukturen von CDO Transaktionen | 4 |
| 2.2.1 | Konventionelle Strukturen | 5 |
| 2.2.2 | Synthetische Strukturen | 10 |
| 2.3 | Beteiligte Parteien an einer CDO Transaktion | 15 |
| 2.3.1 | Originator | 15 |
| 2.3.2 | SPV ("Zweckgesellschaft") | 16 |
| 2.3.3 | Investoren | 17 |
| 2.3.4 | Rating Agenturen | 17 |
| 2.3.5 | Service Agent | 18 |
| 2.3.6 | Treuhänder | 18 |
| 2.4 | Assetklassen von CDO Transaktionen | 19 |
| 2.4.1 | Collateral Loan/Bond Obligations - CLOs und CBOs | 19 |
| 2.4.2 | CDO of CDO - CDO2s | 20 |
| 2.4.3 | Emerging Market CDOs | 20 |
| 2.4.4 | Collateral Fund Obligations - CFOs | 21 |
| 2.4.5 | Mischformen | 22 |
| 2.5 | Unterscheidung von CDO´s nach ihrem wirtschaftlichen Zweck | 22 |
| 2.5.1 | Arbitrage CDOs | 23 |
| 2.5.2 | Balance Sheet CDOs | 24 |
| 2.5.3 | Cash Flow Transaktionen | 25 |
| 2.5.4 | Market Value Transaktionen | 26 |
| 2.6 | Gründe für die Emission von CDOs | 28 |
| 2.6.1 | Spread Arbitrage | 28 |
| 2.6.2 | Regulatorische Kapitalanforderungen | 29 |
| 2.6.3 | Funding | 30 |
| 2.6.4 | Ökonomischer Risikotransfer | 30 |
| 2.6.5 | Gründe für CDO Manager und Investoren | 30 |
| 3. | Struktur und Testverfahren von CDO Transaktionen und Auswirkungen der Testergebnisse auf die Cash Flow Distribution der Transaktion | 31 |
| 3.1 | Lebensphasen von gängigen CDO Transaktionen:Warehousing, Ramp-Up Phase, Revolving Period und Amortization Phase | 31 |
| 3.2 | Gängige Testverfahren bei konventionellen CDO Transaktionen | 37 |
| 3.2.1 | O/C Test bzw. Par Value Test | 39 |
| 3.2.2 | Interest Coverage Test | 48 |
| 3.2.3 | Minimum Diversity Score | 49 |
| 3.2.4 | Minimum Weighted Average Rating | 49 |
| 3.2.5 | Konzentrationen in Emerging Market Regionen | 51 |
| 3.2.6 | Maturity Restrictions | 51 |
| 3.3 | Coverage Tests bei synthetischen CDO Strukturen | 52 |
| 3.4 | Zahlungsstrukturen von CDO Transaktionen | 54 |
| 3.4.1 | Sequentielle Zahlung | 54 |
| 3.4.2 | Pro Rata Rückzahlungsstruktur | 55 |
| 3.4.3 | Fast-Pay / Slow-Pay Zahlungsstrukturen | 56 |
| 3.5 | Überblick über die Waterfall Ausgestaltung von Cash Flow CDO Transaktionen | 57 |
| 3.5.1 | Ausgestaltung eines gängigen Zinseinnahmen (Interest) Waterfalls | 58 |
| 3.5.2 | Ausgestaltung eines gängigen Tilgungseinnahmen (Proceeds) Waterfalls | 60 |
| 4. | Fazit | 63 |
| 5. | Literaturverzeichnis | 65 |
| 6. | Glossar | 73 |
| 7. | Erklärung | 76 |
aufgenommen würden. Die könnte zu suboptimaler Diversifikation und/oder geringer Gesamtqualität des Referenzportfolios führen. Das durch die Veräußerung der CDO Anleihen zur Verfügung stehende, aber noch nicht in den Referenzportfolioaufbau investierte Kapital kann in eigens dafür vorgesehenen Konten zwischengelagert werden. Dort verbleibt es, bis es im Laufe der Ramp Up Periode investiert wird. Hierbei existieren i. d. R. genaue Vorgaben, in welcher Art und Weise das Kapital angelegt werden darf. So heißt es in einem durch die Ratingagentur Fitch veröffentlichen Emissionsbericht der CDO Transaktion „DEKANIA EUROPE CDO I PLC“121, dass noch nicht investiertes Kapital in ein spezielles Depot fließen muss. Dies setzt sich nur aus zeitlich begrenzten Investitionen in hochqualitativen Vermögenswerten [...]
Die Ramp Up Periode bezeichnet den Zeitraum, der im Anschluss an das Closing Date stattfindet. Das Ziel dieser Phase ist der Erwerb von Vermögenswerten, um damit das Referenzportfolio zu vervollständigen. Diese Phase erstreckt sich in den meisten konventionellen CDO Transaktionen über einen Zeitraum von ca. 3 Monaten bis hin zu einem Jahr. Bei synthetischen Strukturen ist das Referenzportfolio meist schon zu Beginn bereits komplett vorhanden, wodurch nur sehr kurze oder gar keine Ramp Up Perioden vorkommen.119 Bei gängigen (Arbitrage-) Cash Flow Transaktionen werden zu Beginn, also bis zum Closing Zeitpunkt, meist ca. 50% - 70% der Vermögenswerte für den Aufbau des Referenzportfolios bereits erworben oder aus vorhandenen Beständen ausgewählt. Der Rest wird während der Ramp Up Periode hinzugefügt. Dieser Zeitraum gibt den Transaktionsmanagern mehr Flexibilität bei der Identifizierung und dem Erwerb von Vermögenswerten, um ein wohl diversifiziertes und solides Referenzportfolio zusammenzustellen.120 Würde eine solche Phase nicht existieren, bestünde das Risiko, dass aufgrund der zu kurzen Aufbauphase vorschnell Vermögenswerte in das Referenzportfolio [...]
über eine sog. „Warehouse facility“, also eine Kreditfinanzierung, wofür der Kreditgeber mit einer geringen Gebühr entlohnt wird. Das Risiko, dass die Markteinführung der CDO Transaktion zu diesem Zeitpunkt noch scheitern kann, ist hierbei zu berücksichtigen.117 Eine Ausnahme bilden die synthetischen CDO Transaktionen. Da das Referenzportfolio i. d. R. bereits definiert ist und nur die nötigen Derivate erworben werden müssen, ist meist keine Warehousing Phase notwendig. Das Ende der Warehousing Phase wird durch das sog. „Closing Date“ festgelegt, das in den CDO Dokumentationen zeitlich festgelegt wird. Im Anschluss daran, meist im Laufe von einer Woche, erfolgt das „Pricing“, bei dem die Verkaufspreise der CDO Anleihen festgelegt werden und die CDO Transaktion nun richtig startet. 118 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832494612
Arbeit zitieren:
Schmitz, Ralf Januar 2006: Strukturen und Testverfahren zur Strukturüberwachung von CDO-Transaktionen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Asset-Backed-Securities, Collateralized Debt Obligations, CDO, Overcollateralization, Interest



