Struktur und Management der nichtöffentlichen Funknetze
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jens Henschel
- Abgabedatum: Dezember 1997
- Umfang: 124 Seiten
- Dateigröße: 891,5 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Deutsche Telekom Fachhochschule Leipzig Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8730-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8730-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8730-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Henschel, Jens Dezember 1997: Struktur und Management der nichtöffentlichen Funknetze, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: BOS, Bündelfunk, Militärnetze / Militärfunknetze, Satellitenfunknetze, Funkfernschreibnetze
In den Warenkorb
38,00 €
Diplomarbeit von Jens Henschel
Zusammenfassung:
Das Ziel dieser Diplomarbeit lag in der Beschreibung der verschiedenen mehr oder minder bekannten nichtöffentlichen Funkkommunikationsnetze. Die Arbeit besteht im Bezug auf die Funktechnik aus drei verschiedenen Teilen:
Den fachlichen Grundlagen, den nichtöffentlichen Funknetzen und den öffentlichen Funknetzen, wobei das Hauptaugenmerk auf die nichtöffentlichen Funkanwendungen und -netze gerichtet ist.
Die Aufgabe der Diplomarbeit bestand darin, den Aufbau und die Funktionsweise verschiedener nichtöffentlicher Funkdienste, -netze und –anwendungen, z. B. Betriebsfunk, Bündel und BOS-Funk, zu beschreiben.
Als praktische Beispiele wurden in dieser Arbeit u. a. militärische Fernmeldenetze Deutschlands und den USA vorgestellt. Im zivilen Bereich wurde das 1996 neu eingeführte Bündelfunksystem SMARTNET der Motorola GmbH, welches auf dem Flughafen Halle/Leipzig zum Einsatz kommt, ausführlich beschrieben. Hierbei traten anfänglich, verständlicherweise aus Sicherheitsgründen, Probleme bei der Recherche nach Literatur und Informationen auf. Um die Geheimhaltung vieler Funkanwendungen sicherzustellen, mußte bei vielen Systemen auf technische Details verzichtet werden.
Unter Betriebsfunkanwendungen sind innerbetriebliche Kommunikationsmöglichkeiten zu verstehen. In diesem Fall wurde ein gegenwärtiges Betriebsfunksystem im Bereich der Eisenbahnen (Deutsche Bahn AG) erläutert. Zur Erleichterung des technischen Verständnisses wurden Skizzen und Blockschaltbilder beigefügt.
Im Bereich der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben wurden funktechnische Grundlagen, der Aufbau der Funknetze und auch die Organisation der Funkanwendungen beschrieben.
Weiterhin gibt es neben den nichtöffentlichen Sprechfunksystemen lokale Fernschreibnetze, Satellitennavigationssysteme, Flugfunkanwendungen und Funkdienste in der See- und Schifffahrt. Diese Systeme wurden anhand einiger Beispiele erläutert.
Aufgrund der sehr schnell fortschreitenden Entwicklung der Technik, wurde auf eine nähere Beschreibung der Endgeräte (Funkgeräte, Funkstationen etc.) verzichtet.
Da sich diese Diplomarbeit hauptsächlich an nachrichtentechnisch versierte Personen richtet, wurden z. B. Einheiten oder Formelzeichen nicht näher erläutert.
Mit Hilfe dieser Diplomarbeit soll erreicht werden, „Licht in das Dunkel“ der verschiedensten nichtöffentlichen Funkdienste und –netze zu bringen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | 1 | |
| 1. | Einleitung | 7 |
| 2. | Fachliche Grundlagen | 8 |
| 3. | Nichtöffentliche Funknetze | 17 |
| 3.1 | Betriebsfunk | 17 |
| 3.1.1 | Zugfunk | 18 |
| 3.1.2 | Neues GSM-R-System | 22 |
| 3.1.2.1 | DIBMOF-Pilotstrecke | 23 |
| 3.1.2.2 | Unterschiede von GSM-R zu GSM | 25 |
| 3.1.2.3 | GSM-R bei europäischen Bahnen | 26 |
| 3.2 | Bündelfunk | 6 |
| 3.2.1 | Grundlagen | 26 |
| 3.2.1.1 | Grundstrukturen von Bündelfunknetzen | 29 |
| 3.2.1.2 | Leistungsmerkmale | 31 |
| 3.2.1.3 | Verkehrsarten | 32 |
| 3.2.1.4 | Unterschiede zum öffentlichen Bündelfunk | 34 |
| 3.2.2 | Bündelfunksystem SMARTNET | 34 |
| 3.2.2.1 | Einleitung | 34 |
| 3.2.2.2 | Systemeigenschaften | 35 |
| 3.2.2.3 | Organisation der Funkteilnehmer | 40 |
| 3.2.2.4 | Konzept des Bündelfunkterminals | 43 |
| 3.2.3 | Bündelfunksystem PLUS | 45 |
| 3.3 | BOS-Funk | 46 |
| 3.3.1 | Grundlagen | 46 |
| 3.3.1.1 | BOS-Dienste | 47 |
| 3.3.1.2 | Funkkanäle und Frequenzen | 49 |
| 3.3.1.3 | Funknetze | 50 |
| 3.3.1.3.1 | Dispatchernetz | 50 |
| 3.3.1.3.2 | Relaisstellennetz | 52 |
| 3.3.1.3.3 | Gleichwellen- und Gleichkanalfunk | 56 |
| 3.3.1.3.4 | Alarmnetz | 58 |
| 3.3.2 | Funkfernschreibnetze | 59 |
| 3.3.2.1 | Polizei | 59 |
| 3.3.2.2 | Bundesgrenzschutz | 61 |
| 3.3.2.3 | Interpol | 62 |
| 3.3.2.4 | Deutsches Rotes Kreuz | 63 |
| 3.3.3 | Feuerwehrsprechfunk | 64 |
| 3.3.3.1 | Aufbau einer Funkanlage | 64 |
| 3.3.3.2 | Funkverkehr | 65 |
| 3.3.3.3 | Verkehrsformen | 65 |
| 3.3.4 | BOS-Funkmeldesystem FMS | 66 |
| 3.3.4.1 | Technik des FMS | 67 |
| 3.3.4.2 | Telegrammaufbau | 67 |
| 3.4 | Flugfunk | 69 |
| 3.4.1 | Beweglicher Funkdienst im VHF-Bereich | 69 |
| 3.4.2 | Navigationsfunk | 69 |
| 3.4.3 | Militärischer Flugfunk | 70 |
| 3.4.4 | Flugfunk im UHF-Bereich | 70 |
| 3.4.5 | Flugfunk im KW-Bereich | 71 |
| 3.5 | See- und Schifffahrtsfunk | 71 |
| 3.6 | Militärfunksysteme | 72 |
| 3.6.1 | Militärisches Satellitenfernmeldesystem der USA „DSCS“ | 72 |
| 3.6.2 | Satellitennavigationssystem der USA „NAVSTAR“ | 73 |
| 3.6.3 | Satellitenfernmeldesystem der USA „MILSTAR“ | 74 |
| 3.6.4 | Deutsches Automatisiertes Fernmeldenetz „AUTOKO“ | 75 |
| 3.7 | Satellitenkommunikation | 76 |
| 3.7.1 | Frequenzen | 76 |
| 3.7.2 | Anwendungen | 77 |
| 3.7.2.1 | INMARSAT-C-Dienst für den Spediteur | 77 |
| 3.7.2.2 | Satellitenkommunikation im Schiffsmanagement | 78 |
| 3.7.2.3 | Satellitenkommunikation in der Luftfahrt | 79 |
| 4. | Öffentliche Funknetze | 80 |
| 4.1 | Öffentliche Standards | 80 |
| 4.2 | Zellulare und satellitengestützte Netze | 82 |
| 5. | Zusammenfassung | 88 |
| Literaturverzeichnis | 90 | |
| Anhänge A, B, C, D, E | ||
| Erklärung über die Selbständigkeit der Arbeit |
Funkanwendungen werden in der Bundesrepublik Deutschland in verschiedene Kategorien unterteilt. Zu den bekanntesten Funkanwendungen gehören Hörfunk, Fernsehen und Mobilfunk. Diese Funkdienste haben das Merkmal, daß sie von der Öffentlichkeit genutzt werden können, also nicht einem geschlossenen Benutzerkreis vorbehalten sind. Anders verhält es sich mit dem nichtöffentlichen mobilen Landfunk (nömL). Dazu zählen u. a. der Betriebsfunk von Firmen, der Betriebsfunk der Deutschen Bahn AG, Personenruffunk und andere Dienste, die einer geschlossenen Gruppe von Anwendern vorbehalten sind. Der nichtöffentliche mobile Landfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, kurz „BOS-Funk“, ist ebenfalls ein Teilbereich dieser Funkanwendungen. Über den BOS-Funk gibt es nur wenige öffentlich zugängliche Informationen. Einzelheiten über Funkkanäle und Funkrufnamen sowie die Betriebspraxis werden von den beteiligten Behörden und Organisationen als vertrauliche Verschlußsache behandelt. Die folgenden Abschnitte enthalten einige Grundlagen des BOS- Funks und verdeutlichen den Aufbau und die Arbeitsweise der Dienste in Theorie und Praxis. Der nichtöffentliche mobile Landfunk ist ein Funkdienst mit Fernmeldeverkehr zwischen ortsfesten und beweglichen Funkstellen, der in der Regel erdgebunden ist. Eine Ausnahme bilden Schiffe der Wasserschutzpolizei und Hubschrauber der Polizeihubschrauberstaffeln der Bundesländer. Diese beiden Nutzer werden, obwohl sie sich auf dem Wasser bzw. in der Luft bewegen, trotzdem zum beweglichen Landfunkdienst gezählt. [...]
Einige der mit SIMS II zur Verfügung stehenden Merkmale sind: • Notrufalarm – Zeigt in Echtzeit Notrufalarmmeldungen von Funkgerätebenutzern an und bewirkt sowohl optische als auch akustische Alarmsignale. • Bündelfunk-Kennungsprozessor – Zeigt die Gerätekennung (oder die Kennbezeichnung) bei ankommenden Rufen mit Zeitangabe und Rufart an. Ermöglicht dem Disponenten unbegrenzte abgehende Ruffunktionen. • Dynamische Gruppenneuzuordnung – Ermöglicht den Disponenten eine Umgruppierung von Funkgeräten in neue Teilnehmergruppen, eine Änderung der Failsoft-Kanalzuordnungen oder die Sperrung der Wahlmöglichkeit (Festzuordnung zu einer Teilnehmergruppe) für ein beliebiges Funkgerät im System. Die Disponenten können darüber hinaus vorgegebene Notfallpläne erstellen und aufrufen. • Selektive Sperrung von Funkgeräten – Ermöglicht es den Disponenten, den Betrieb eines verlorengegangenen oder gestohlenen Funkgerätes im System zu sperren. Ist das Funkgerät wieder vorhanden, so kann es durch eine einfache Eingabe auf der Tastatur die volle Betriebsfähigkeit zurückerhalten. • Steuerung der Prioritätsstufen – Die Rufprioritätsstufe einer beliebigen Teilnehmergruppe oder eines Funkgerätes kann vom Disponenten geändert werden. • Schnittstelle zum Systemmanager – Erlaubt dem Netzdisponenten den Zugriff zum Systemmanagerprogramm im zentralen Prozessor. • Protokolldrucker – Erlaubt das Ausdrucken von Protokollen entweder in Echtzeit oder als Zusammenfassung. Beide Betriebsarten können gleichzeitig benutzt werden. Erweiterte Protokolle erlauben das Protokollieren der Funk- und Dispositionsoperationen mit der Möglichkeit, auf der Grundlage der gespeicherten Informationen maßgeschneiderte Berichte zu erstellen. Durch die Verwendung der SIMS II Multitask-Computerterminals können mehrere Disponenten durch die Benutzung einer gemeinsamen Datenbank auf alle Software- [...]
den Teilnehmers enthält, vorgenommen. Der Personenruf wird von dem gerufenen Funkgerät quittiert. Die Personenruffunktion kann ausgelöst werden von mobilen Funkgeräten, Handfunkgeräten, Centracom Consolen, SIMS usw. Notruf (Emergency Call) Der Notruf ist der Ruf im System mit der höchsten Priorität. Es gibt zwei Alternativen der Programmierung: a) An erster Stelle in der Warteschlange b) Unterbrechen eines belegten Kanals Wenn Alternative a) gewählt wird und alle Kanäle belegt sind, wird der Notruf an die erste Stelle der Warteschlange gesetzt und alle Relaisstellenhaltezeiten werden auf 0 sec. gesetzt. Sobald ein Kanal frei wird, belegt der Notrufteilnehmer diesen freigewordenen Kanal. Der Vorteil dieser Art des Notrufes ist, daß der zuerst verfügbare Kanal belegt wird. Wenn Alternative b) gewählt wird und alle Kanäle belegt sind, sucht der Bündelfunkprozessor in der Datenbank den Teilnehmer mit der niedrigsten Priorität. Dieser Kanal wird dann für den Notruf belegt. Sobald der Teilnehmer mit niedrigster Priorität die Sprechtaste freigibt, wird er auf den Organisationskanal geschaltet. [...]
In den Warenkorb
38,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832487300
Arbeit zitieren:
Henschel, Jens Dezember 1997: Struktur und Management der nichtöffentlichen Funknetze, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
BOS, Bündelfunk, Militärnetze / Militärfunknetze, Satellitenfunknetze, Funkfernschreibnetze



