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Streßabbau durch Autogenes Training als Beispiel für Gesundheitsförderung

Streßabbau durch Autogenes Training als Beispiel für Gesundheitsförderung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Eva-Erika Beiter
  • Abgabedatum: Mai 1996
  • Umfang: 160 Seiten
  • Dateigröße: 6,5 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0299-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0299-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0299-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Beiter, Eva-Erika Mai 1996: Streßabbau durch Autogenes Training als Beispiel für Gesundheitsförderung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Eva-Erika Beiter

Einleitung:

In der heutigen Gesellschaft steht das Thema Gesundheit immer mehr im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses. Die Ursache dafür liegt darin, daß nur der gesunde Mensch in der Lage ist, die hohen Leistungsanforderungen, die an ihn gestellt werden, zu erfüllen. Dem steht gegenüber, daß einerseits immer mehr Menschen gesundheitliche Beeinträchtigungen haben und anderseits sich die medizinische Forschung rasant weiter entwickelt. Dabei stellt sich zunehmend heraus, daß es nicht ausreicht, die bereits bestehenden Krankheiten zu kurieren. Statt dessen wird die Erhaltung und Förderung der Gesundheit angesichts der steigenden Kosten in der Krankenversorgung bedeutsamer. Eine praktizierte Form der Gesundheitsvorsorge sind die unterschiedlichen Kursangebote der verschiedensten Anbieter. Das Thema Streßreduktion ist dabei Inhalt zahlreicher Seminare, da Streß als ein sehr bedeutender und weit verbreiteter gesundheitsschädigender Faktor angesehen wird. Die folgende Arbeit untersucht, inwieweit die Streßreduktion durch die Methode des Autogenen Trainings als Gesundheitsförderung angesehen werden kann.

Die Ziele der Arbeit werden im folgenden kurz skizziert. Zunächst werden die Theorien von Gesundheit und Wohlbefinden in Bezug auf die Gesundheitsdefinition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erläutert, um die Begrifflichkeiten zu klären. Die Grundkonzepte der Gesundheitswissenschaften werden in ihren Gegensätzen zu den Krankheitswissenschaften aufgezeigt. Anschließend werden die Möglichkeiten der Gesundheitsförderung im Hinblick auf diese Theorien untersucht. Es folgt die Beschreibung der verschiedenen Streßmodelle, die in der Gesundheitsförderung Anwendung finden. Als eine Möglichkeit der Streßreduktion wird das Autogene Training vorgestellt. Nach der Begriffsklärung von Qualität und Qualitätssicherung werden die Möglichkeiten bzw. Anforderungen an Qualitätssicherung daraufhin untersucht, inwieweit sie in Streßreduktionskursen Anwendung finden können. Im Rahmen dieses sich vom Allgemeinen zum Speziellen entwickelnden Zusammenhangs von Gesundheitsförderung, Streßreduktion durch Autogenes Training und Qualitätssicherung wird eine empirische Untersuchung realisiert. Diese will überprüfen, ob das Erlernen von Autogenem Training als Maßnahme der Gesundheitsförderung bezeichnet werden kann. Bedeutsam ist dabei die Frage, ob die Erfüllung von Qualitätsstandards bei gesundheitsförderlichen Kursen die subjektiv empfundene Wirksamkeit der Entspannungstechnik steigern kann. Im Schlußteil der Arbeit wird kritisch hinterfragt, was geleistet wurde. Ferner wird hier ein Ausblick auf denkbare anschließende Forschungsmöglichkeiten gegeben.

Gang der Untersuchung:

Der theoretische Teil wird sich, ausgehend von der Definition des Gesundheitsbegriffes durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 1946, zunächst mit den Begriffen Gesundheit, Wohlbefinden und Gesundheitswissenschaften befassen. Daran anschließend soll aufgezeigt werden, wie die Gesundheitsförderung die Gesundheit bzw. das Wohlbefinden des einzelnen steigern kann. Aus der Fülle der Möglichkeiten dazu wird die Streßreduktion herausgegriffen. Hierzu werden einige Streßtheorien dargestellt, um im Anschluß näher auf das Autogene Training einzugehen. Anhand gesundheitsförderlicher Kurse zum Autogenen Training werden die zu beachtenden Qualitätssicherungsmöglichkeiten und -erfordernisse heraus gearbeitet werden.

Im folgenden Praxisteil der Arbeit werden mit der Methodik des "fokussierten Interviews" nach MERTON und KENDALL, die Teilnehmer an Kursen zum Erlernen des Autogenen Training der Krankenkassen in Köln befragt. Die Befragung untersucht, ob ein Streßabbau durch Autogenes Training erfolgt und die Gesundheit der Teilnehmer gefördert wird. Außerdem soll überprüft werden, ob eingehaltene Qualitätsstandards einen stärkeren gesundheitsfördernden Einfluß auf die Teilnehmer haben. Wäre dies der Fall, dann würde es für eine zertifizierte Qualitätssicherung von gesundheitsförderlichen Kursen sprechen.

Das Konzept dieser Arbeit fokussiert die unterste Stufe im Gesundheitsförderungsapparat, die Kurse und ihre Teilnehmer, da hier die Auswirkungen einer übergeordneten Planung zum Tragen kommen. Die meisten der neueren Untersuchungen (z. B. das Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft (BMBW) in Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Bundesvereinigung für Gesundheit e. V. (BfGe) "Entwicklung von Qualitätsstandards für Maßnahmen der Gesundheitsförderung der Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen") setzen dagegen bei übergeordneten Gremien (z. B. Wissenschaftliche Experten) an und arbeiten auf diese Weise theoretische Konzepte aus, die sich in der Praxis zunächst noch zu bewähren haben. Es ist fraglich, ob die Teilnehmer diese, auf solche Art und Weise vorgeplanten und standardisierten, Kurse überhaupt wünschen. Vielleicht bedeuten ihnen andere Aspekte, wie z. B. menschliche Anteilnahme an ihren individuellen Problemen und Einfühlungsvermögen des Kursleiters weitaus mehr als erfüllte Qualitätsnormen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis
EINLEITUNG 1
I. Problemstellung und Ziele der Arbeit 1
II. Aufbau. 2
III. Methodisches Vorgehen 4
III.I. Theoretischer Teil 4
III.II. Empirischer Teil 4
IV. Stellung zur bisherigen Literatur zum Thema 6
1. GESUNDHEIT 7
1.1 Der Gesundheitsbegriff 7
1.2 Der Begriff Wohlbefinden 10
1.3 Gesundheitswissenschaften vs. Krankheitswissenschaften 14
2. GESUNDHEITSFÖRDERUNG 16
2.1 Formen der Gesundheitsförderung 16
2.2 Ziele der Gesundheitsförderung 20
2.3 Konzepte der Gesundheitsförderung 21
2.3.1 Das Konzept der "Öffentlichen Hygiene" 22
2.3.2 Das Konzept der "Bekämpfung von Risikofaktoren" 23
2.3.3 Das Konzept der "gesunden Lebensweisen" 24
2.3.4 Das Konzept "der selbstgestalteten Gesundheitsbildung" 25
2.3.5 Das Konzept der "Förderung von Gesundheitsfaktoren" 25
2.3.6 Das Konzept der WHO zur Gesundheitsförderung 27
2.4 Krankenkassen und Gesundheitsförderung 28
3. STREßREDUKTION 31
3.1 Der Begriff "Streß" 31
3.2 Streßmodelle 39
3.2.1 CANNONS "Notfallfunktion" 39
3.2.2 SELYES "Allgemeines Adaptationssyndrom (AAS) " 39
3.2.3 Das Streßschwellen-Modell von COFER und APPLEY 41
3.2.4 Das kognitive Modell von LAZARUS 41
3.2.5 Das Modell von HOLMES und RAHE über den Einfluß von Lebensereignissen 44
3.2.6 Das Vulnerabilitäts-Modell 45
3.2.7 Ökologisch orientierte Auffassung 45
3.2.8 Lerntheoretische Streßmodelle 46
3.3 Verhaltensmodifikationen bei Streß und Streßkontrolle 46
3.4 Entspannung als Variante der Streßbewältigung bzw. -reduktion 48
3.5 Autogenes Training als eine Entspannungstechnik 51
3.5.1 Die Grundstufe 54
3.5.2 Die Oberstufe 58
3.5.3 Leistungen des Autogenen Trainings 60
3.5.4 Gefahren des Autogenen Trainings 61
4. DIE QUALITÄTSSICHERUNG IN DER GESUNDHEITSFÖRDERUNG 63
4.1 Qualitätssicherung in Anlehnung an gültige DIN-ISO-Normen 63
4.2 Qualitätssicherungsmodell nach DONABEDIAN. 65
4.3 Qualitätssicherung bei gesundheitsförderlichen Kursen der Krankenkassen 66
5. KONZEPTION UND DURCHFÜHRUNG DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG 71
5.1 Darstellung der Methode des fokussierten Interviews 71
5.2 Durchführung der empirischen Untersuchung 72
5.2.1 Auswahl der Interviewpartner und Kontaktaufnahme ...72
5.2.2 Gestaltung der Interviewsituation 73
5.2.2.1 Der Interviewleitfaden 73
5.2.2.2 Der Gesprächseinstieg 74
5.2.2.3 Aufzeichnung und Transkription der Interviews 75
5.2.3 Der Auswertungsprozeß 75
5.2.3.1 Ebene 1: Interpretation der Einzelfälle 76
5.2.3.2 Ebene 2: Vergleichende Systematisierung 77
6. DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE 78
6.1 Gesundheitsförderung durch Kurse zum Autogenen Training bei der Barmer Ersatzkasse 78
6.1.1 Rahmenbedingungen 78
6.1.2 Teilnehmerstruktur 80
6.1.3 Motivation der Kursteilnehmer 80
6.1.4 Die Wirkung von Autogenem Training 84
6.1.5 Befinden in der Gruppe 90
6.1.6 Qualitätseinschätzung der Teilnehmer 93
7. DISKUSSION DER ERGEBNISSE UND ZUSAMMENFASSUNG 98
Literaturverzeichnis 104
Anlagen
Danksagungen

Arbeit zitieren:
Beiter, Eva-Erika Mai 1996: Streßabbau durch Autogenes Training als Beispiel für Gesundheitsförderung, Hamburg: Diplomica Verlag

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