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Streß in der Musikpraxis

Empirische Untersuchungen von Streßerleben bei Studierenden der Wiener MHS in öffentlichen Aufführungssituationen

Streß in der Musikpraxis
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ferdinand Pfeiffer
  • Abgabedatum: Januar 1997
  • Umfang: 152 Seiten
  • Dateigröße: 8,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1063-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1063-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1063-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Pfeiffer, Ferdinand Januar 1997: Streß in der Musikpraxis, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Lampenfieber, Streß, Persönlichkeitsdisposition, Musikphysiologie, Öffentliche Aufführungssituation

Diplomarbeit von Ferdinand Pfeiffer

Zusammenfassung:

Im Rahmen meiner eigenen musikalischen Ausbildung und in weiterer Folge aufgrund meiner Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Musikunterricht konnte ich immer wieder beobachten, wie sehr das Musizieren vor Publikum, sei es vor der eigenen Klasse oder vor einem Konzertpublikum das Verhalten einer Person verändern kann. Reaktionen sind dabei beobachtbar, die sonst nur unter extremer psychischer als auch physischer Belastung auftreten, wie z.B.: Schweißausbruch, Händezittern, Koordinationsprobleme etc. Die vorliegende Arbeit mit dem Titel "Streß in der Musikpraxis" hinterfragt diese von außen beobachtbaren Phänomene und versucht den Ursachen dafür auf den Grund zu gehen.

Die Arbeit besteht aus zwei großen Teilen. Der erste baut sich über einen allgemein theoretisch gehaltenen Teil über Streßkonzepte und Streßbewältigung auf, geht dann ein auf die spezielle Lampenfieberproblematik und stellt die spezifischen Streßfaktoren im Leben eines Musikstudenten (z.B.: Üben, Körperliche Belastung, Berufs- und Arbeitsplatzoptimismus, Zufriedenheit mit Studienwahl...) in einem eigenen Kapitel dar.

Der zweite Teil beinhaltet die empirische Untersuchung. Nach der Vorstellung der Probandengruppe wird Methodik und Untersuchung der Messungen dargestellt, anschließend erfolgt die Darstellung der Ergebnisse sowie deren Interpretation und Diskussion.

Die Probandengruppe umfaßt insgesamt 43 Studierende der Wiener Musikhochschule. An dieser Gruppe wurden Herzfrequenz- und Cortisolmessungen, sowie umfangreiche Fragebogentests bei öffentlichen Aufführungssituationen (Vortragsabende an der Wiener Musikhochschule) durchgeführt. Die physiologischen Messungen umfassen nicht nur die Aufführungssituation, sondern auch die Unterrichtssituation und die Ruhephase der Probanden. Durch die Gegenüberstellung dieser Daten kann wirkungsvoll die Streßbelastung in der Unterrichts- und Aufführungssituation dargestellt werden. Dabei konnten bei einigen Musikern Spitzenwerte von bis zu 190 Pulsschlägen pro Minute während des Auftritts nachgewiesen werden.

Die psychologischen Daten wurden aufgrund von folgenden Fragebogentests ermittelt: Streßverarbeitungsfragebogen (SVF), State-Trait-Angstinventar (STAI), Fragebogen zur Kontroll- und Kompetenzerwartung (FKK). Zusätzlich wurden spezielle Fragebögen für die unmittelbare Situation vor und nach der Aufführungssituation erstellt, sowie ein Fragebogen mit 31 Items, der allgemein wichtige empirische Daten enthält (Alter, Geschlecht, soziale Unterstützung, Selbsteinschätzung etc.). Die Datenausarbeitung erfolgte mittels SPSS Programm und die umfangreiche graphische Darstellung wurde mit Excel durchgeführt.

Die daraus gewonnenen Korrelationen zeigen, welche große Bedeutung Persönlichkeitsdispositionen als auch Faktoren, wie Routine, Übeaufwand, Geschlecht und Berufsziel auf das subjektive Streßempfinden des Musiker haben. Die Ergebnisse dieser Arbeit veranschaulichen eindrucksvoll die enorme physische als auch psychische Leistung von Musikern im Rampenlicht und geben für Lehrende als auch Studierende interessante Einblicke in den Aufführungsalltag.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 5
Einleitung 6
1. Streß und Streßkonzepte 7
1.1. Begriffsbestimmung von Streß 7
1.2. Historischer Hintergrund 7
1.3. Die psychologische Streßreaktion 8
1.4. Die physiologische Streßreaktion 9
1.5. Streßkonzepte 11
1.5.1. Reaktionsbezogene bzw. biologische Konzepte 11
1.5.2. Reizorientierte ( situationsorientierte ) Konzepte 15
1.5.3. Zustandsorientiertes ( relationales ) Konzept 16
1.5.4. Transaktionale Streßkonzepte 18
1.5.4.1. Primäre Bewertungen 19
1.5.4.2. Sekundäre Bewertungen 21
1.5.4.3. Neubewertung 23
2. Streßbewältigung 24
2.1. Begriffsbestimmung 24
2.2. Die Bedeutung der Situation 26
2.2.1. Formale Klassifikation einer Situation 26
2.2.2. Inhaltliche Klassifikation einer Situation 28
2.3. Die Bedeutung der Person 29
2.3.1. Subjektive Ressourcen 30
2.3.1.1. Commitments 30
2.3.1.2. Beliefs 31
2.4. Kontrollerwartung - Kompetenzerwartung - Ergebniserwartung 32
2.4.1. Hierarchisches Modell der generalisierten Kompetenzerwartung 33
2.4.2. Self - efficacy 34
2.4.3. Modell der "Allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung" 37
2.4.4. Level - Generality - Strength 38
2.4.5. Auswirkungen der Kompetenzerwartung auf Verhalten und Streßerleben einer Person 39
2.4.6. Hierarchisches Modell der generalisierten Kontrollüberzeugung 41
2.4.7. Aktivierungstendenzen aufgrund von Kontroll -und Kompetenzerwartungen 43
2.5. Objektive Ressourcen 44
2.6. Angst 45
2.6.1. Leistungsängstlichkeit 45
2.6.2. Ängstlichkeit als Zustand - Ängstlichkeit als Personenmerkmal 46
2.6.3. Kognitive und emotionale Komponenten der Angstbewältigung 47
2.6.4. Angst versus Streß 48
2.6.5. Angstbewältigung: Repression - Sensitization - Ansatz 49
2.6.6. Hoch Ängstliche versus niedrig Ängstliche 50
2.7. Ärger 51
2.7.1. Verhaltensstile des Ärgerausdrucks 53
2.8. Streß in der öffentlichen Auftrittssituation bei Musikern - das Lampenfieber 54
2.8.1. Musikstudent und Publikum 56
2.8.2. Das Publikum 58
2.8.3. Die Studienkollegen 59
2.8.4. Der Lehrer 59
2.8.5. Die Aufführungssituation 64
2.8.6. Die physiologische Streßreaktion vor und während des Auftritts 67
2.8.7. Spezielle Symptomatik des Lampenfiebers 69
2.8.8. Streßindikatoren bei öffentlichen Aufführungssituationen 70
3. Streßfaktoren im Leben eines Musikstudenten 72
3.1. Belastung durch Nebenfächer und 2. Studienrichtung 73
3.2. Übeaufwand 74
3.3. Körperliche Belastung 75
3.4. Finanzierung des Studiums 75
3.5. Berufs- und Arbeitsplatzoptimismus 77
3.6. Zufriedenheit der Studierenden mit Studienwahl 79
4. Vorstellung der Probandengruppe 80
5. Methodik 84
5.1. Fragebögen 84
5.1.1. Der Streßverarbeitungsfragebogen ( SVF ) 84
5.1.2. Fragebogen zur Erfassung von Streßbewältigungsverhalten während und nach öffentlichen Auftrittsituationen 85
5.1.3. State - Trait - Angstinventar ( STAI ) 88
5.1.4. Das State - Trait - Ärgerausdruck - Inventar ( STAXI ) 89
5.1.5. Fragebogen zur Kontroll- und Kompetenzerwartung ( FKK ) 90
5.1.6. Fragebogen vor dem Konzert 91
5.1.7. Fragebogen nach dem Konzert 92
5.1.8. Allgemeine Fragen für Musikstudenten 92
5.2. Physiologische Messungen 93
5.2.1. Herzfrequenzmessung 93
5.2.2. Cortisolmessung 93
5.3. Untersuchung 93
5.3.1. Herzfrequenzmessung 93
5.3.2. Cortisolmessung 94
5.3.3. Fragebögen 94
6. Ergebnisse 94
6.1. Datenauswertung der Fragebögen 94
6.2. Darstellung der physiologischen Meßergebnisse 95
6.2.1. Herzfrequenzmessung 95
6.2.1.1. Die Aufführungssituation 98
6.2.1.2. Die Unterrichtssituation 99
6.2.2. Die Cortisolmessung 100
6.2.3. Interpretation und Diskussion der Ergebnisse 102
6.3. Darstellung der psychologischen Meßergebnisse 103
6.3.1. Persönlichkeitsdispositionen und ihre Auswirkungen auf das Streßerleben und das Streßbewältigungsverhalten 103
6.3.1.1. Persönlichkeitsdispositionen und ihre Auswirkungen auf das Streßerleben vor/während und nach einer öffentlichen Auftrittssituation 103
6.3.1.2. Persönlichkeitsdispositionen und ihre Auswirkungen auf das Streßbewältigungsverhalten während und nach einem öffentlichen Auftritt 104
6.3.2. Routine und ihre Auswirkung auf das Streßerleben während des Auftritts 105
6.3.2.1. Interpretation und Diskussion 105
6.3.3. Subjektives Streßerleben vor/während und nach dem Auftritt 108
6.3.3.1. Interpretation und Diskussion 108
6.3.4. Üben 108
6.3.4.1. Das Üben und sein Einfluß auf das Streßerleben vor/während und nach einem Auftritt 108
6.3.4.2. Üben und Selbsteinschätzung 109
6.3.4.3. Interpretation und Diskussion 109
6.3.5. Berufsqualifikation 110
6.3.5.1. Qualifikation und Streßerleben während eines Konzertes 110
6.3.5.2. Qualifikation und Streßbewältigungsverhalten nach einem Konzert 110
6.3.5.3. Qualifikation und Persönlichkeitsdisposition 110
6.3.5.4. Qualifikation und Lehrer 110
6.3.5.5. Qualifikation und Selbsteinschätzung 110
6.3.5.6. Interpretation und Diskussion 111
6.3.6. Berufsziel 112
6.3.6.1. Das Berufsziel und seine Auswirkungen auf das Streßerleben vor und nach dem Auftritt 112
6.3.6.2. Interpretation und Diskussion 113
6.3.6.3. Berufsziel und Selbsteinschätzung 114
6.3.6.4. Interpretation und Diskussion 115
6.3.7. Studienrichtung und Streßerleben vor und nach dem Auftritt 116
6.3.7.1. Interpretation und Diskussion 117
6.3.8. Geschlecht und Streßerleben vor dem Auftritt 118
6.3.9. Interpretation und Diskussion 119
7. Zusammenfassung 120
8. Anhang 124
8.1. Literaturverzeichnis 124
8.2. Fragebögen 128

Arbeit zitieren:
Pfeiffer, Ferdinand Januar 1997: Streß in der Musikpraxis, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Lampenfieber, Streß, Persönlichkeitsdisposition, Musikphysiologie, Öffentliche Aufführungssituation

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