Strategisches Management von Immobilien-Projektentwicklungsunternehmen und die Identifikation neuer Geschäftsfelder
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sascha Minow
- Abgabedatum: Januar 2002
- Umfang: 72 Seiten
- Dateigröße: 532,4 KB
- Note: 2,5
- Institution / Hochschule: Süddeutsche Hochschule für Berufstätige - Staatlich anerkannte Fachhochschule der AKAD Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5211-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5211-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5211-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Minow, Sascha Januar 2002: Strategisches Management von Immobilien-Projektentwicklungsunternehmen und die Identifikation neuer Geschäftsfelder, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Unternehmungsführung
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Diplomarbeit von Sascha Minow
Einleitung:
Die Immobilienmärkte in Deutschland befinden sich in einer Umbruchphase. Die nächsten fünf Jahre werden sich grundlegend von der immobilienwirtschaftlichen Entwicklung des letzten Jahrzehnts unterscheiden. Durch die Privatisierung von Deutscher Bahn, Deutscher Post und Telekom gelangen große Flächen für innerstädtische Entwicklungen auf den Markt. Europaweit werden durch die Stillegung von Industriebetrieben in Großstädten sowie die Umwidmung von Flächen städtische Areale neu definiert.
Für die zumeist mittelständisch und regional tätigen Projektentwickler resultieren aus diesen Umstrukturierungen existentielle Gefahren. Jedoch besteht auch die Möglichkeit, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen und sich auf dem Markt zu etablieren.
Durchsetzen werden sich künftig nur solche Unternehmen, die über mehrere Jahre und an vielen Standorten erfolgreich sind und mit ihrem Management alle Segmente der komplexen Immobilienstruktur abdecken. Die Branche benötigt professionell handelnde Immobiliengesellschaften mit umfassenden Servicekonzepten. Immobiliengesellschaften der Zukunft müssen nicht nur Gebäude erstellen sondern auch bewirtschaften können. Im Idealfall bieten sie diese Dienstleistung auch extern an.
Die vorliegende Arbeit soll als Leitfaden zur Strategieentwicklung von Projektentwicklungsunternehmen dienen. Der Autor will Arbeit aufzeigen, dass Projektentwicklungsunternehmen durch die Identifikation von Kernkompetenzen und Leistungspotentialen sowie mit einer konsequenten und zielgerichteten Strategie wirtschaftliche Chancen nutzen bzw. Risiken vermeiden können.
Gang der Untersuchung:
Zu Beginn werden die Besonderheiten des Immobilienmarktes und des Wirtschaftsgutes Immobilie dargestellt. Anschließend wird der Begriff der Projektentwicklungstätigkeit und deren mögliche Ausprägungen definiert. Zum Abschluss des immobilienspezifischen Teils wird der Ablauf einer Projektentwicklung erläutert.
Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Erläuterung der Instrumente des strategischen Managements. Dabei wird ihre Anwendbarkeit für Projektentwicklungsunternehmen überprüft. Es wird aufgezeigt, dass diese für den Konsum- und Investitionsgütermarkt entwickelten Instrumente sich auch auf die Besonderheiten des Wirtschaftsgutes Immobilie und somit auf die Anforderungen von Projektentwicklungsunternehmen übertragen lassen.
Einen großen Teil der Arbeit nimmt auch die Untersuchung ein, welche Möglichkeiten das Projektentwicklungsunternehmen hat, bestehende Geschäftsfelder auszubauen bzw. neue zu erschließen. Dazu werden Strategien aufgezeigt, die dem Projektentwicklungsunternehmen Möglichkeiten eröffnen, auch zukünftig auf dem Markt zu bestehen. Dabei steht nicht die quantitative Erweiterung des Unternehmens (beispielsweise hinsichtlich der Mitarbeiterzahl) sondern der Auf- und Ausbau von Geschäftsfelder zur Sicherung des langfristigen wirtschaftlichen Überlebens im Vordergrund.
Auf Grundlage dieser Strategien und der aktuellen Situation des Immobilienmarktes werden Geschäftsfelder dargestellt, die Projektentwicklungsunternehmen auch zukünftig (nach Ansicht des Autors) Möglichkeiten bieten sich auf dem Markt zu etablieren.
Wie diese Strategien umgesetzt werden können, wird im Anschluss aufgezeigt.
Die Arbeit endet mit einem Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Immobilienmarktes.
Die Immobilienprojektentwicklung ist eine Branche in der Unternehmen meist intuitiv geführt werden. Die wenigsten Unternehmen verfügen über mittel- oder langfristige strategische Konzepte.
Ziel der Arbeit ist es, darzustellen, dass durch den Einsatz von strategischen Managementinstrumenten und durch die Anwendung von Marktstrategien langfristiger Unternehmenserfolg planbar und realisierbar ist.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Tabellenverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 1 |
| 1.3 | Zielsetzung der Arbeit | 2 |
| 2. | Grundlagen | 3 |
| 2.1 | Immobilien | 3 |
| 2.1.1 | Charakteristika von Immobilien | 3 |
| 2.1.2 | Lebenszyklus von Immobilien | 4 |
| 2.2 | Der Immobilienmarkt | 5 |
| 2.2.1 | Besonderheiten des Immoblilienmarktes | 5 |
| 2.2.2 | Zyklus des Immobilienmarktes | 6 |
| 2.3 | Immobilienprojektentwicklung | 7 |
| 2.3.1 | Einordnung der ImmobilienProjektentwicklung | 7 |
| 2.3.2 | Arten von Projektentwicklern | 8 |
| 2.3.2.1 | Service-Developer | 8 |
| 2.3.2.2 | Trader Developer | 8 |
| 2.3.2.3 | Investor-Developer | 8 |
| 2.3.3 | Ausprägungen der Projektentwicklung | 9 |
| 2.3.3.1 | Projektentwicklung im engeren Sinn | 9 |
| 2.3.3.2 | Projektentwicklung im mittleren Sinn | 9 |
| 2.3.3.3 | Projektentwicklung im weiteren Sinn | 9 |
| 2.4 | Ablauf einer Projektentwicklung | 10 |
| 2.4.1 | Initiierung | 10 |
| 2.4.2 | Feasibility Analysis | 12 |
| 2.4.2.1 | Marktanalyse | 12 |
| 2.4.2.2 | Standortanalyse | 14 |
| 2.4.2.3 | Nutzungskonzept | 15 |
| 2.4.2.4 | Wettbewerbsanalyse | 16 |
| 2.4.3 | Risikoanalyse | 16 |
| 2.4.4 | Wirtschaftlichkeits- und Renditeanalysen | 18 |
| 2.4.5 | Konkretisierung | 19 |
| 2.4.6 | Realisierung | 19 |
| 2.4.7 | Marketing und Verwertung | 20 |
| 2.4.7.1 | Produktpolitik | 20 |
| 2.4.7.2 | Kommunikationspolitik | 21 |
| 2.4.7.3 | Distributionspolitik | 22 |
| 2.4.7.4 | Kontrahierungspolitik | 22 |
| 3. | strategisches Management | 23 |
| 3.1 | Situationsanalyse | 24 |
| 3.2 | Die Unternehmensanalyse | 25 |
| 3.2.1 | Die Potentialanalyse | 25 |
| 3.2.2 | Wertekette zur Ermittlung der Kernkompetenz | 26 |
| 3.3 | Die Umfeldanalyse | 27 |
| 3.3.1 | Allgemeines Umfeld | 27 |
| 3.3.1.1 | technologisches Umfeld | 27 |
| 3.3.1.2 | Ökonomisches Umfeld | 28 |
| 3.3.1.3 | Soziales und gesellschaftliches Umfeld | 28 |
| 3.3.1.4 | Politisches und rechtliches Umfeld | 28 |
| 3.3.2 | Die Konkurrenzanalyse | 29 |
| 3.3.3 | Die Marktanalyse | 29 |
| 3.3.4 | Die Branchenanalyse | 30 |
| 3.3.4.1 | Rivalität unter den bestehenden Wettbewerbern | 30 |
| 3.3.4.2 | Verhandlungsstärke von Abnehmern und Lieferanten | 31 |
| 3.3.4.3 | Bedrohung durch Ersatzprodukte | 31 |
| 3.3.4.4 | Bedrohung durch potentielle neue Anbieter | 32 |
| 3.4 | Materialverdichtung | 33 |
| 3.4.1 | Die Stärken-Schwächen-Analyse | 33 |
| 3.4.2 | Die Chancen-Risiken-Analyse | 34 |
| 4. | Konzeption von Unternehmenszielen | 35 |
| 4.1 | Zielsystem | 35 |
| 4.1.1 | Übergeordnete Ziele | 35 |
| 4.1.2 | Zielsystem eines Projektentwicklungunternehmens | 36 |
| 4.1.3 | Mögliche strategische Optionen | 36 |
| 5. | Strategien | 37 |
| 5.1 | Marktfeldstrategien | 38 |
| 5.1.1 | Charakteristika der Marktdurchdringungsstrategie | 38 |
| 5.1.2 | Charakteristika der Martkentwicklungsstrategie | 38 |
| 5.1.3 | Charakteristika der Produktentwicklungsstrategie | 39 |
| 5.1.4 | Charakteristika der Diversifikation | 39 |
| 5.2 | Wettbewerbsstrategien | 41 |
| 5.2.1 | Charakteristika der Kostenschwerpunktstrategie | 42 |
| 5.2.2 | Charakteristika des Differenzierungsvorteils | 42 |
| 5.2.3 | Charakteristika der Nischenstrategie | 43 |
| 5.3 | Kooperationsstrategie | 43 |
| 5.3.1 | Charakteristika der Kooperationsstrategie | 43 |
| 5.3.2 | Kooperationsformen | 44 |
| 5.3.2.1 | Projektkooperationen | 44 |
| 5.3.2.2 | Strategische Allianzen | 44 |
| 5.3.2.3 | Joint Venture | 45 |
| 6. | Ausgangssituation | 46 |
| 6.1 | Aktuelle Entwicklung des BüroImmobilienmarktes | 46 |
| 6.2 | Prognostizierte Entwicklung des BüroImmobilienmarktes | 47 |
| 6.3 | Konsequenzen aus den Marktdaten | 48 |
| 7. | Neue Geschäftsfelder | 49 |
| 7.1 | High-Tech Bürobauten | 49 |
| 7.2 | Ausdehnung der Aktivitäten auf neue regionale Märkte | 50 |
| 7.3 | Logistikimmobilien | 50 |
| 7.4 | Spezialimmobilien Datacenter | 51 |
| 7.5 | Energetische optimierte Büroimmobilien | 52 |
| 7.6 | Corporate Real Estate Management | 53 |
| 7.7 | Facility Management | 54 |
| 8. | Strategieumsetzung | 56 |
| 9. | Ausblick | 57 |
| Literaturverzeichnis | 58 |
Der Eintritt in andere Produktsegmente stellt eine Möglichkeit dar, sich vom Zyklus auf dem ursprünglichen Immobilienmarkt zu lösen. Dabei lassen sich die vorhandenen finanziellen und physischen Ressourcen ebenso wie die bestehenden sozialen und informellen Netzwerke mit Bauunternehmen und Behörden auch bei der Entwicklung neuer Immobilientypen nutzen. Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz resultieren aus den vorhandenen Markt- und Standortkenntnissen. 169 Je näher das neue Produkt am Kerngeschäft ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Synergieeffekte auftreten. Das Risiko einer Produktentwicklung ist wesentlich höher einzuschätzen, als das der Marktdurchdringung oder der Markterweiterung, da es schwieriger ist sich das Produkt-Know-how als das Markt-Know-how anzueignen.170 5.1.4. CHARAKTERISTIKA DER DIVERSIFIKATION [...]
Bei der Marktdurchdringungsstrategie wird der bestehende Markt mit der angebotenen Dienstleistung bzw. dem Produkt intensiver bearbeitet.160 „ Sie ist die natürlichste Stoßrichtung des Unternehmens, denn sie knüpft am noch latenten Potential des oder der bisherigen Produkte bzw. 161 des bisherigen Marktes an.“ Ziel ist die Erhöhung des eigenen Marktanteils durch Verdrängung. Voraussetzung ist allerdings, dass die Unternehmensanalyse ergibt, dass die Kernkompetenzen des Unternehmens geeignet sind und das Unternehmen in der Lage ist, weiter zu expandieren. Im Gegensatz zu den anderen möglichen Wachstumsstrategien ist sie mit dem geringsten Risiko verbunden, da die Nachfragestrukturen und Vermarktungsmechanismen des Marktes bekannt sind. Aus dem größeren Marktanteil resultiert eine bessere Verhandlungsposition gegenüber Mietern, Investoren, Bauunternehmen, Planern und der öffentlichen Hand. Mittel- bis langfristig ergibt sich daher durch die Erhöhung des Marktanteils eine Fixkostendegression und somit steigende Gewinnmargen.162 Eine Wachstumsbeschränkung auf dem bestehenden Markt gibt es nur dann, wenn die Projekte sich gegenseitig kannibalisieren. 163 5.1.2. CHARAKTERISTIKA DER MARTKENTWICKLUNGSSTRATEGIE [...]
Unternehmerische Entscheidungen lassen sich in Zielsetzung und Zielerreichungsentscheidungen differenzieren.149 In Literatur und Praxis ist die Bedeutung langfristiger, konsistenter Unternehmensziele unbestritten. Beim Verzicht auf eine langfristige Zielkonzeption besteht die Gefahr, dass die Reaktionen auf die sich ändernden Umweltbedingungen lediglich in Anpassungsmaßnahmen bestehen. Unternehmerische Zielsetzungen sind als zukünftig angestrebte Zustände definiert, die auf Basis der in der Situationsanalyse ermittelten internen und externen Rahmenbedingungen fixiert und durch aktives unternehmerisches Handeln erreicht werden.150 Das Erreichen der gesetzten Ziele stellt somit einen Orientierungsrahmen für die gewählten Strategien dar. Hierzu ist es notwendig, die Ziele hinsichtlich folgender Aspekte zu konkretisieren und zu operationalisieren:151 o Zielinhalt: Was soll erreicht werden? Zerlegen der Ziele in ökonomische Größen ( quantitativ und materiell) und psychographische Größen (qualitative und ideelle). Zielausmaß: Wie viel davon soll erreicht werden? Unterscheidung in Extremziel (Minimierung / Maximierung), Optimalziele (Minimierung / Maximierung unter Nebenbedingung), Satisfaktionsziele (zufriedenstellender Grad der Zielerreichung) und Fixationsziele. Zielperiode: Wann soll es erreicht werden ? Festlegung eines Zeitraums oder Zeitpunkts für die Erreichung des angestrebten Ziels. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832452117
Arbeit zitieren:
Minow, Sascha Januar 2002: Strategisches Management von Immobilien-Projektentwicklungsunternehmen und die Identifikation neuer Geschäftsfelder, Hamburg: Diplomica Verlag
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