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Strategischer Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im touristischen Destinationsmanagement unter besonderer Berücksichtigung von geografischen Informationssystemen (GIS)

Skizze eines kontext-sensitiven elektronischen Dienstes für nomadische Wintersporttouristen im österreichischen Alpenraum

Strategischer Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im touristischen Destinationsmanagement unter besonderer Berücksichtigung von geografischen Informationssystemen (GIS)
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Matthias Herkt
  • Abgabedatum: November 2003
  • Umfang: 206 Seiten
  • Dateigröße: 9,8 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Trier Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7790-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7790-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7790-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Herkt, Matthias November 2003: Strategischer Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im touristischen Destinationsmanagement unter besonderer Berücksichtigung von geografischen Informationssystemen (GIS), Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Tourismus, Strategie, Funktechnologie, Destination, Wettbewerb

Diplomarbeit von Matthias Herkt

Einleitung:

Hochdynamische Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) setzen touristische Akteure unter Handlungsdruck – eröffnen ihnen aber auch neue Chancen.

Diese Arbeit prüft im Rahmen des strategischen Destinationsmanagements und aus einer wert- und nutzenorientierten Perspektive zwei Hypothesen: Erstens, durch Informationsintegration kann IKT die „Lücke“ zwischen einem fragmentierten Destinationsangebot und dem grundsätzlich ganzheitlichen Aufenthaltserlebnis des Touristen erfolgsentscheidend verkleinern. Zweitens, drahtlose IKT ermöglichen einen interaktiven Echtzeitkontakt zu nomadischen Endkunden und damit neue – situationsbedingte (kontextsensitive) – Geschäfte. Es erfolgt eine umfangreiche Untersuchung des heutigen Entwicklungsstands von Netzwerk- und Funktechnologien. Ein zusätzlicher Schwerpunkt wird auf den potentiellen Beitrag von Geografischen Informationssystemen gelegt. Als theoretisches Fundament der Überlegungen dient die Internetökonomie.

Mit Hilfe von Experteninterviews wird ein Service-Produkt-Szenario für alpinen Wintersporttourismus entwickelt und der Versuch unternommen, die weitere Entwicklung hinsichtlich IKT-Affinität der Touristen und des IKT-Einsatzes im touristischen Destinationsmanagement abzuschätzen, um die Qualität von Investitionsentscheidungen zu verbessern.

Problemstellung:

Seit Mitte der 1990er Jahre wandelt sich in den „westlichen“ Industriestaaten die Dienstleistungsgesellschaft zur Informationsgesellschaft. Treiber sind Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) – allen voran das Internet. Von den 16 bis 64jährigen Deutschen besitzen im Frühjahr 2003 bereits 53% einen privaten Internetanschluss, gegenüber 17% in 1999 . Mit dem Massenmarkteintritt drahtloser IKT – allen voran dem Handy – hat sich die technologische Dynamik seit drei Jahren dramatisch verstärkt. 1996 benutzen 137 Mio. Menschen weltweit ein Mobiltelefon. Anfang 2002 sind es über 1 Milliarde . 77 von 100 Westeuropäern besitzen Ende 2002 ein Handy; in Deutschland sind es 72, in Japan 61 und in den USA 48. Funktionale Konvergenz der Geräte und breitbandige Datenübertragung (3G) werden den deutschen Mobilfunkmarkt in 2004 thematisch dominieren.

Digitalisierung und Vernetzung erzwingen einen völlig neuartigen Umgang mit Information, denn die Transaktionskosten und -barrieren des Rohstoffs „Information“ sinken, gleichzeitig lösen sich bestimmte Güter von ihrem bisherigen Trägermedium. Tourismus als Informationsgeschäft ist in seiner Branchenstruktur, Wettbewerbsfähigkeit und seinen Geschäftsmodellen besonders betroffen.

Tourismusakteure müssen fortan in zwei Welten tätig sein: in der physisch-sinnlichen („marketplace“) und in der virtuellen („marketspace“) . Im Veränderungsdruck liegen jedoch auch große Chancen – gerade für den Tourismus, und besonders für das Destinationsmanagement. Ein fragmentiertes Angebot, verstreute „Wissens-Inseln“, limitierte und teils gemeinschaftlich genutzte Ressourcen, interne Interessenskonflikte und eine diffuse Außendarstellung sind einige der Herausforderungen, denen Mitarbeiter einer Destinationsmangementorganisation (DMO) gegenüberstehen. Der Tourist nimmt die Destination jedoch stets ganzheitlich wahr. Dadurch entsteht eine „Lücke“ zwischen Angebot und Nachfrage. Mittels strategischen Managements und IKT-Einsatz seitens der DMO kann dieses brachliegende Geschäftspotential weitgehend erschlossen werden. In dieser Arbeit soll zwei Hypothesen nachgegangen werden.

Erstens: IKT leistet einen entscheidenden Beitrag zur touristischen Informationsintegration. Je wichtiger Bündelungsaktivitäten eines Akteurs sind, umso größer das IKT-Einsatzpotential.

Zweitens: drahtlose IKT ermöglicht einen interaktiven Echtzeitkontakt und damit situationssensitive – neue – Geschäfte. Neben der Untersuchung dieser beiden Hypothesen, setzt sich die Arbeit zum Ziel, für einen IKT-Einsatz besonders geeignete Kundensegmente und Tourismusarten zu identifizieren.

Insbesondere soll geprüft werden, inwiefern alpiner Wintersporttourismus sich als „Testbett“ eignet für die IKT-gestützte Inwertsetzung des vermuteten Potentials. Analytisches Ziel ist es, die einzelnen Elemente des Potentials unter Wertschöpfungs- und Nutzengesichtspunkten zu strukturieren – einerseits für die DMO, andererseits für den Touristen. Wo besteht ein echter Zusatznutzen, und wie hoch ist die Zahlungsbereitschaft? Voraussetzung hierfür ist zunächst die Identifizierung und Evaluierung zentraler Module der IKT-Entwicklung. Mit Blick auf das Aufgabenspektrum der DMO, sollen insbesondere Geografische Informationssysteme (GIS) auf ihren Problemlösungsbeitrag hin geprüft werden. Abschließend setzt sich die Arbeit zum Ziel, zukünftige IKT-Entwicklungen abzuschätzen und tourismusbezogene erfolgsentscheidende Hürden aufzuzeigen.

Der Anspruch dieser Arbeit ist primär analytischer Art. Es soll der aktuellste IKT-Entwicklungsstand umfassend und korrekt dargestellt, und unter strategischen Gesichtspunkten hinsichtlich neuer Potentiale und erfolgsrelevanter Faktoren für den Einsatz im touristischen Destinationsmanagement bewertet werden. Um die Relevanz („Haltbarkeit“) der Arbeit trotz der hochdynamischen IKT-Entwicklung zu erhöhen, erfolgt eine Verankerung in der Beschreibung des nutzenorientierten Idealzustands. Konkrete Investitionsalternativen für eine DMO können aus den zusammengestellten technischen Daten weitgehend errechnet werden; darüber hinaus wird ein Konzept skizziert („anvisiertes Service-Produkt“) – eine destinationsspezifische Analyse hätte den Rahmen dieser Arbeit jedoch gesprengt.

Auf eine empirische Marktumfrage und das direkte Gespräch mit Touristen wurde im Rahmen dieser Arbeit verzichtet, weil davon ausgegangen werden muss, dass sowohl deren Wissen über den aktuellen technologischen Entwicklungsstand als auch deren Vertrautheit mit allen Facetten modernster mobiler Geräte und Informationsinfrastrukturen noch zu gering ist, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten. Als Primärforschungsleistung und Praxiskontaktkomponente wurden stattdessen Experteninterviews durchgeführt, und deren Antworten unter Berücksichtigung aktuellster Sekundärliteratur strukturiert und diskutiert.

Gang der Untersuchung:

Um die genannten Ziele zu erreichen, werden zunächst in Kapitel 2 die grundlegenden Aufgaben, Probleme und strategischen Lösungsansätze im Destinationsmanagement ohne Berücksichtigung von IKT-Optionen dargestellt.

Es folgt in Kapitel 3 eine Zusammenstellung des aktuellen Stands wichtiger, ausgewählter IKT-Module. Mit Blick auf die mobilitätsorientierte Zielsetzung finden Funktechnologien dabei besondere Aufmerksamkeit. Das Ausmaß gegenwärtiger Nutzung dieser IKT – insbesondere im Tourismus – ist Inhalt von Kapitel 4. Mit diesen Erkenntnissen betreffend DMO-Situation, IKT-Möglichkeiten und Technologie-Affinität der (touristischen) Nachfrage, wird der Grundlagenteil der Arbeit abgeschlossen. Kapitel 5 zeigt die bei der Expertenbefragung verwendete wissenschaftliche Methodik und erläutert das Vorgehen bei der Produktstudie.

In Kapitel 6 werden Handlungsdruck durch und Anwendungspotential von IKT im Destinationsmanagement unter strategischen Gesichtspunkten herausgearbeitet. Als Diskussionsgrundlage dient die Skizze eines „Service-Produkts“ (mobil zugängliches Web Portal) für eine alpine Wintersportdestination. Die Antworten der Experten werden neutral dargestellt, bevor sie unter Hinzuziehung von Sekundärliteratur kritisch gewürdigt werden.

Die analytische Unterteilung des Kapitels in Nutzenpotentiale für Endkunden versus Nutzenpotentiale für die Destination einerseits, und in technologiebedingte versus tourismusspezifische Hürden andererseits, soll dabei als gedankliche Strukturierungshilfe dienen. Es folgen ein Fazit, die Literaturangaben und der Anhang, dessen Inhalt sämtliche verwendeten Materialien und Fragestellungen umfasst, so dass die Nachvollziehbarkeit dieser Diplomarbeit sichergestellt ist.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINFÜHRUNG 10
1.1 PROBLEMATIK 10
1.2 ZIELSETZUNG 11
1.3 ABGRENZUNG 11
1.4 VORGEHENSWEISE 12
2. ZUR PROBLEMATIK DES DESTINATIONSMANAGEMENTS 13
2.1 DEFINITION VON DESTINATION 14
2.2 AUFGABEN EINER DESTINATIONSMANAGEMENTORGANISATION (DMO) 15
2.3 STRATEGISCHE GESICHTSPUNKTE - UNGEACHTET DER EBUSINESS-OPTIONEN 17
2.3.1 Eigenschaften des touristischen Produkts 17
2.3.2 Optimierung der Wertkette 18
2.3.3 Wertschöpfung als primäres Ziel 19
2.3.4 Wettbewerbsfähigkeit durch Wert-Orientierung 20
2.3.5 Notwendigkeit eines multidimensionalen Wertverständnisses 22
2.4 KERNKOMPETENZEN DER DMO 24
2.5 ORGANISATION DER DMO 25
2.6 ZUSAMMENFASSUNG 27
3. INFORMATIONS- UND KOMMUNIKATIONSTECHNOLOGIE 28
3.1 THEMENÜBERBLICK IKT 28
3.2 BEGRIFFE 29
3.3 GRUNDLAGEN DER DATENÜBERTRAGUNG 30
3.4 FUNKTECHNOLOGIE 31
3.4.1 Basiswissen: Elektromagnetische Wellen 31
3.4.2 Zur getroffenen Auswahl 35
3.4.3 Infrarot 35
3.4.4 Bluetooth 37
3.4.5 IEEE 802.11 WLAN 39
3.4.5.1 Die Technologie 39
3.4.5.2 Hotspots als öffentlicher Funkzugang zum Internet 41
3.4.6 weitere IEEE-Standards 43
3.4.7 Mobilfunknetze 44
3.4.7.1 Einleitung 44
3.4.7.2 3G-Mobilfunk: UMTS 45
3.4.7.3 Dienstepalette 48
3.4.8 Ortungstechnologien 51
3.4.8.1 Outdoor Positionierungssysteme 51
3.4.8.2 Fokus: GPS 52
3.4.9 Zusammenfassende Bewertung 55
3.5 NETZWERKTECHNOLOGIE 60
3.5.1 Das Internet 60
3.5.2 Technologische Herausforderungen 62
3.5.3 Zusammenfassende Bewertung 65
3.6 GEOGRAFISCHE INFORMATIONSSYSTEME 66
3.6.1 Einordnung 66
3.6.2 Funktionsweise und Leistung 67
3.6.3 GIS auf mobilen Endgeräten 68
3.6.4 GIS im Internet 69
3.6.5 Grenzen und Herausforderungen 70
3.6.6 Zusammenfassende Bewertung 71
3.7 FAZIT IKT 71
4. TECHNOLOGIEEINSATZ DER TOURISTISCHEN NACHFRAGE 72
4.1 NACHFRAGETRENDS UND WERTEDIMENSIONEN 72
4.2 NUTZER DES INTERNETS VIA MOBILFUNK 73
4.2.1 Zugang als Bedingung 74
4.2.2 Dienste als Bedingung 74
4.3 TOURISTISCHE NACHFRAGE IM (MOBILEN) INTERNET 75
4.3.1 Eigenschaften der Zielgruppe 75
4.3.2 Grösse und Dynamik des Online-Tourismusmarkts 76
4.3.3 Hemmende Faktoren 77
4.3.4 Potentiale des mobil zugänglichen Internets für Touristen 78
METHODEN 79
4.4 ZUR PRODUKTSTUDIE 79
4.5 ZUR EXPERTENBEFRAGUNG 80
5. ERGEBNISSE UND DISKUSSION 83
5.1 TRIEBKRÄFTE DER INTERNETÖKONOMIE 83
5.1.1 Digitalisierung 83
5.1.2 Vernetzung 84
5.1.3 Breitbandfunk 85
5.1.4 Neue Strukturen und Kosten 87
5.2 DIE DMO UNTER HANDLUNGSDRUCK 87
5.3 VISION EINES SERVICEPRODUKTS 90
5.3.1 Einordnung 90
5.3.2 Zielgruppe(n) 91
5.3.3 Urlaubstyp und Destination 93
5.4 NUTZENPOTENTIALE FÜR DEN ENDKUNDEN 98
5.4.1 Informationsbündelung 98
5.4.2 Mobilitätsunterstützung 99
5.4.3 Kontextsensitivität 100
5.4.4 Kontextabhängige Nutzenkategorien 101
5.4.4.1 Zeit 101
5.4.4.2 Raum 102
5.4.4.3 Person 103
5.4.5 kontextunabhängige Nutzenkategorien 105
5.5 NUTZENPOTENTIALE FÜR DIE DMO 106
5.5.1 Vernetzung 106
5.5.2 Bündelung & Vertrieb 108
5.5.3 Kundenintegration 109
5.5.4 Zahlungsbereitschaft 110
5.5.5 Überlegungen zum Geschäftsmodell 112
5.6 FOKUS: ZENTRALE BEDEUTUNG VON GEOINFORMATION UND GIS 114
5.7 ERFORDERNISSE UND HÜRDEN 116
5.7.1 im technischen Bereich 116
5.7.2 im touristischen Bereich: 120
6. FAZIT 125
7. LITERATURVERZEICHNIS 127

Automatisiert erstellter Textauszug:

Obwohl neben bzw. innerhalb des Internets auch weiterhin lokale (LAN) und Firmennetzwerke (Intranet, Extranet) wertvolle Instrumente zu Kommunikations- und Informationszwecken bleiben dürften, so besitzt das Internet doch das grösste Potential zur Generierung von Mehrwert durch Arbeitsteilung. Dabei ist im Zusammenhang dieser Arbeit die noch immer begrenzte Funkübertragungsbandbreite und Leistungsstärke mobiler Endgeräte zu berücksichtigen. Je weniger Daten drahtlos übertragen und auf dem PDA / Smartphone bearbeitet und gespeichert werden müssen, umso kostengünstiger ist die Telekommunikation und umso länger reicht die Batterieleistung bzw. das mobile „Vergnügen“. Eine Client-Server-Architektur (CSA) ist deshalb einem reinen Peer-to-Peer-Ansatz („Kommunikation unter Gleichen“) (noch) vorzuziehen. Denn ausser im Falle von Videotelefonie oder anderer Streaming-Anwendungen verursacht eine typische elektronische Dienstleistung eine asynchronische Datenübertragung: einer kurzen Anfrage seitens des Clients folgt eine möglichst attraktive (und daher datenintensive) Antwort des Servers. Um den Client zu entlasten, sollten daher grundsätzlich nur die wirklich benötigten Daten gesendet werden, und – wenn es lokale Batterie- und Rechenleistung erlauben – auch komprimiert. Verschiedene Datenminimierungs- und [...]

wird, diese unabhängig voneinander ihren Weg zum Empfänger finden, dieser sie wieder zusammensetzt, und falls einzelne Pakete verloren oder zerstört wurden, (nur) diese erneut angefordert werden. Die hierfür erforderliche Protokollfamilie TCP/IP wurde 1973 kostenlos der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Während das TCP für den ZweiwegeVerbindungsaufbau zwischen zwei Rechnern, die Paketgenerierung und Datenintegrität zuständig ist, übernimmt das IP die Zustellung der Pakete an die richtige (logische) Adresse. Um im Netzwerk identifiziert werden zu können, benötigt ein Computer eine eindeutige Adresse (URL), welche gegenwärtig im 32-bit IPv4-Format definiert ist, d.h. aus vier Zahlen von 1 bis 255, jeweils getrennt durch einen Punkt (z.B. 168.192.0.152). Um benutzerfreundlichere alphanumerische Namen (z.B. www.herkt.info) mit einer solchen Adresse eindeutig zu assoziieren, ist das DNS als zentrales „Telefonbuch“ unverzichtbar. Da die mit IPv4 maximal möglichen rund 4 Mrd. einzigartigen Computeradressen für die künftige Peer-to-Peer-Vernetzung von Alltagsgegenständen (ubiquitous computing), v.a. auch von 3G-Mobilfunkgeräten, nicht ausreichen werden, ist bis spätestens 2010 die Einführung des IPv6-Formats geplant169. TCP/IP als Herzstück des Internets lässt sich der 3. und 4. Protokollschicht des OSIReferenzmodells zuordnen. Nur durch seine Unabhängigkeit vom gewählten physischen Übertragungsmedium, also der 1. OSI-Protokollschicht, ist ein globaler Einsatz möglich (open architecture networking). Die verschiedenen Dienste des Internets liegen in den Schichten 5 bis 7, d.h. sie alle bauen auf TCP/IP auf. Dienste basieren auf einem oder mehreren Protokollen. Ein Protokoll wiederum ist die Spezifikation eines Satzes von Befehlen zur Kommunikation zwischen Computern. 1989/90 entwickelte Tim Berners-Lee am CERN die HTML, mit der so genannte Hyperlinks in eine Textdatei geschrieben werden können. Mit einem einfachen Mausklick auf eine solchermassen formatierte Textstelle kann der Leser direkt das verknüpfte Dokument aufrufen. Derartig verlinkte Dateien bilden das World Wide Web (WWW) – den jüngsten und erfolgreichsten Dienst im Internet. Zum Abrufen der Seiten wird im WWW stets das HTTP eingesetzt. Das exponentielle Wachstum der Nutzerzahlen setzte aber erst mit der Veröffentlichung des 1993 von Marc Andreesen [...]

Verschmelzung von Mobilfunk, Breitbandtechnologien und Internet markiert dabei nach Ansicht der Geschäftsführung von BITKOM das Jahr 2003.168 Zusammenfassend lässt sich festhalten: Die simultane Verwirklichung der Kundenwünsche „Information, Kommunikation und Mobilität“ ist nur durch Umwandlung derselben in digitale Daten und den Einsatz von Funktechnologie möglich. Werden die dargestellten Funktechnologien komplimentär genutzt, besteht ein flächendeckender Zugang zu rudimentären Datendiensten. Innerhalb des (noch auf Städte beschränkten) UMTS-Funknetzes sowie in WLAN-Hotspots (z.B. auf dem Land) reicht die Datengeschwindigkeit erstmals aus für interaktive multimediale Dienste auf Bildschirme in Kreditkartengrösse. Im Folgenden wird dargestellt, inwiefern heutige Endgeräte, diese „Datenbrücken“ nutzen können. 3.5 NETZWERKTECHNOLOGIE in Form von Datendiensten – in etwa vergleichbar mit dem [...]

Arbeit zitieren:
Herkt, Matthias November 2003: Strategischer Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im touristischen Destinationsmanagement unter besonderer Berücksichtigung von geografischen Informationssystemen (GIS), Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Tourismus, Strategie, Funktechnologie, Destination, Wettbewerb

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