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Strategische Markenführung von Online-Marken

Eine betrachtende Untersuchung zu den Chancen und Grenzen des Internet bei Aufbau und Pflege von Markenimages

Strategische Markenführung von Online-Marken
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sascha Loose
  • Abgabedatum: Juni 2002
  • Umfang: 95 Seiten
  • Dateigröße: 506,8 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität der Künste Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5675-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5675-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5675-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Loose, Sascha Juni 2002: Strategische Markenführung von Online-Marken, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Markenidentität, E-Branding, Markenpositionierung, Markenbekanntheit, Involvement

Diplomarbeit von Sascha Loose

Einleitung:

Das Internet stellt Unternehmen – und hier besonders Markenunternehmen – seit einigen Jahren immer wieder vor Herausforderungen. War es anfangs die Frage, ob ein Schritt in das neue Medium überhaupt zu wagen sei, kam bald die Zeit der Euphorie, in der jeder ins Netz wollte, ganz gleich auf welche Weise – die pure Anwesenheit war zur Pflicht geworden.

Heute – die Euphorie ist inzwischen der Ernüchterung gewichen – sind zwar die meisten Unternehmen im Internet vertreten, die Zahl der Probleme und Fragen hat dennoch nicht abgenommen. Vielerorts werden die Möglichkeiten, die das Medium bietet nicht erkannt bzw. unterschätzt. So erschöpfen sich viele Websites in einem lediglich präsentierendem Charakter und verstoßen damit täglich gegen die Erwartungen, die von Nutzerseite an Inhalte im Internet gestellt werden. Gerade etablierte Markenunternehmen riskieren dadurch einen ständigen Imageverlust. Markenwerte, die mit hohem zeitlichen und monetären Aufwand geschaffen wurden, drohen durch Nachlässigkeit verloren zu gehen. Aber auch Unternehmen des sogenannten „neuen Marktes“ neigen vermehrt zu Fehlern, indem sich zu sehr dem Diktat des Mediums unterwerfen, ohne die Grundlagen einer identitätsorientierten Markenführung überhaupt zu kennen.

Der Inhalt dieser Arbeit ist die Darstellung der Grundlagen der strategischen Markenführung unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Internet und seiner Rahmenbedingungen und die Überführung dieser in konzeptionelle Ansätze für eine sinnvolle integrierte Markenstrategie.

Gang der Untersuchung:

Ausgehend von der Entwicklung des Markenbegriffs und dem aktuellen Verständnis der identitätsorientierten Markenführung werden im ersten Teil der Arbeit verhaltenswissenschaftliche Grundlagen wie das Involvementkonstrukt und darauf aufbauende Positionierungsmodelle erläutert. Danach erfolgt eine Auseinandersetzung mit dem Medium selbst. Dabei geht es vorrangig um die besonderen Merkmale des Mediums und die Analyse der Nutzerschaft hinsichtlich ihrer Zusammensetzung, ihrer Motive und Erwartungen. Die sich daraus ergebenden Anforderungen werden dann im letzten Teil unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der klassischen Markenführung in Handlungsempfehlungen für ein integriertes E-Branding übertragen.

Dabei ist die Arbeit nicht an der Untersuchung eines praktischen Beispiels festgemacht, sondern versucht vielmehr durch eine Betrachtung der theoretischen Grundlagen und eine Analyse aktueller empirischer Studien, dem Leser eine Art Checkliste in die Hand zu geben, anhand derer er seine spezielle Situation überprüfen kann. Somit eignet sich diese Arbeit u.a. auch für Kreative, um die Rahmenbedingungen kennenzulernen, innerhalb derer sie sich mit ihren gestalterischen Umsetzungen bewegen können.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung 3
1.3 Vorgehensweise 3
2. Marke 4
2.1 Markenentwicklung 4
2.2 Markenformen 4
2.3 Funktionen von Marken 6
2.4 Rahmenbedingungen 7
2.4.1 Veränderungen im Wettbewerb 7
2.4.2 Veränderungen des Marktes 8
2.4.3 Veränderungen auf Konsumentenseite 9
2.5 Die Entwicklung des Markenbegriffs 11
2.6 Die Markenidentität 14
2.7 Markenimage 16
2.8 Markenimage und Markenidentität 18
3. Markenführung 20
3.1 Begriff der Markenführung 20
3.2 Ziele der Markenführung 21
3.2.1 Der Markenwert 21
3.2.2 Markenbekanntheit 22
3.2.3 Aufbau eines Image 24
3.3 Instrumente der Markenführung 25
3.3.1 Kommunikation 25
3.3.2 Design 26
3.3.3 Verhalten 27
3.4 Positionierung der Marke 29
3.4.1 Normziele der Positionierung 30
Aktualität als Positionierungsziel 33
Sachorientierte Positionierung 34
Erlebnisorientierte Positionierung 35
Gemischte Positionierung 37
3.4.2 Positionierungsstrategien 38
Die Konzeption neuer Images 39
Die Stabilisierung bestehender Images 39
Die Erweiterung von Images 40
Die Löschung oder Überschreibung von einzelnen Imagedimensionen 40
4. Das Medium Internet 41
4.1 Entwicklung des Mediums 41
4.2 Anwendungen und Dienste des Internet 42
4.3 Besondere Merkmale des Mediums 43
4.3.1 Multimodalität 43
4.3.2 Interaktivität 44
4.3.3 Individualisierung 44
4.3.4 Vernetzung 45
Hypertext 45
Hypermedialität 46
Vernetzung mit anderen Netzen 47
Technologische Vernetzung 47
4.3.5 Unabhängigkeit von Raum und Zeit 48
4.4 Die Nutzerschaft 48
4.4.1 Entwicklung 48
4.4.2 Nutzungsintensität 49
4.4.3 Motive 49
4.4.4 Erwartungen 50
4.5 Besonderheiten der Markenführung 51
4.5.1 Von der Push- zur Pull-Kommunikation 51
4.5.2 Dialogmarketing im Digital Age 52
4.6 Generelle Anforderungen an Marken im Netz 53
4.6.1 Die Marke als Navigator 53
4.6.2 Funktionalität 54
4.6.3 Technikbewältigung 54
5. Umsetzung des E-Branding 55
5.1 Umsetzung von Bekanntmachung 55
5.1.1 Online-Werbung 55
Formen der Online-Werbung 56
Akzeptanz von Online-Werbung 57
5.1.2 Virale Kommunikation 58
5.1.3 PR 59
5.1.4 Grenzen des Internet 59
5.2 Umsetzung von Imageaufbau und –pflege 60
5.2.1 Name 60
5.2.2 Form 64
Struktur und Gestaltung 65
5.2.3 Technik 66
5.2.4 Inhalt 68
High-Involvement-Produkte 68
Low-Involvement-Produkte 69
5.2.5 Dialog 71
E-Mail 71
Communities 72
Newsgroups 74
5.2.6 Online Werbung 74
5.2.7 PR 76
5.2.8 Sponsoring 77
6. Zusammenfassendes Fazit 78
Darstellungsverzeichnis 81
Quellenverzeichnis 82

Automatisiert erstellter Textauszug:

Multimodalität Vor allem durch das WWW verfügt das Internet über Multimodalität, welche es möglich macht, mehrere Sinne des Rezipienten parallel anzusprechen. So können die Darstellungsformen Text, Audio, Bild und Film nebeneinander eingesetzt werden, was den Vorteil einer erhöhten und beschleunigten Gedächtniswirkung hat. Dadurch können komplexe Informationen leichter erfasst und verarbeitet w erden. 154 Allerdings ist Multimedia nicht a priori ein Garant für diese Vorteile. Empirische Untersuchungen zeigen immer wieder, dass es nur einen schmalen Grad zwischen den ergänzenden und den störendem Wirkungen bei Medienkombination gibt.155 Andere multimodale Medien wie Fernsehen, Kino und CD-Rom sind dem Internet wahrscheinlich sogar überlegen, da der Transfer komplexer multimedialer Inhalte auch stark von der auf Nutzerseite zur Verfügung stehenden Bandbreite abhängt und somit nicht immer optimal gewährleistet werden kann.156 [...]

Der Dienst, der am häufigsten im Internet genutzt wird, ist die E-Mail. Diese ermöglicht das zeitversetzte Versenden von elektronischen Nachrichten zwischen zwei oder mehreren Empfängern. Ein Vorteil entsteht durch die Möglichkeit, Dateien jeglicher Art und von unterschiedlichen Quellen an diese Nachrichten anzuhängen.150 An zweiter Stelle bei der Nutzung steht das schon erwähnte WWW, das durch seine graphisch aufgebaute Oberfläche auch technisch unversierten Nutzern ermöglicht durch einfache Mausklicks im Internet zu navigieren. Nötig ist dazu lediglich ein Browser 151, der Programmdateien in die Graphikoberfläche umwandelt. Diese Browserprogramme werden in der Regel kostenlos im Internet angeboten und können von dort heruntergeladen werden.152 Weitere Dienste und Anwendungen sind beispielsweise noch das File Transfer Protocol (FTP), das Usenet und das Internet Chat Relay (ICR). FTP ermöglicht die direkte Übertragung von Daten zwischen Computern, die in einem Netzwerk verbunden sind und hat besondere Relevanz für die Aktualisierung von Websites und die Übertragung von größeren Datenmengen. Der Dienst Usenet bietet die automatische Verteilung von Nachrichten über die verschiedenen Anwendergruppen (Newsgroups) und bildet somit die Grundlage für den Meinungsaustausch im Internet, der allerdings zeitversetzt stattfindet. Für den zeitgleichen Informationsaustausch wird hingegen der Dienst IRC benötigt.153 [...]

Der Beginn des gegenwärtigen Internets kann im Jahr 1998 gesehen werden, in dem, unterstützt durch die Liberalisierung der Telefonmärkte und den damit verbundenen fallenden Kosten, der technische und organisatorische Grundstein für die tägliche Nutzung gelegt wurde. Zu den maßgeblichen Neuerungen gehörten dabei z.B. höhere Bandbreiten (55.600 Kbit/s und höher) und die Absicherung kommerzieller Transaktionen.148 Dass aber aus dem 1960 gegründetem Forschungsnetz ARPA-Net, dem Verbund mehrerer Supercomputer unter der Leitung des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums, ein Medium für die Allgemeinheit werden konnte, verdankt das Internet zwei entscheidenden Entwicklungsschritten. Dazu zählt zum einen die Entwicklung des ersten flexiblen und fehlertoleranten Netzwerkprotokolls IP („Internet Protocol“), das den Datenverkehr bzw. –austausch zwischen den einzelnen Rechnern eines Netzes regelte. Dadurch wurde eine neue Qualität in der Datenübertragung erreicht, die zu einer steigenden Nachfrage nach Vernetzungen und dem Aufbau zivil genutzter Netzwerke führte. Den zweiten maßgeblichen Beitrag bildete die Entwicklung des World Wide Web (WWW) 1992, einer graphischen, hypertextbasierten Oberfläche, die das Handling sowohl auf Anbieter- als auch auf Nutzerseite erheblich erleichterte und die [...]

Arbeit zitieren:
Loose, Sascha Juni 2002: Strategische Markenführung von Online-Marken, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Markenidentität, E-Branding, Markenpositionierung, Markenbekanntheit, Involvement

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