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Strategische Entscheidungsprozesse deutscher Venture Capital-Gesellschaften unter besonderer Berücksichtigung der Selektionskriterien

Strategische Entscheidungsprozesse deutscher Venture Capital-Gesellschaften unter besonderer Berücksichtigung der Selektionskriterien
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jörn Herseth
  • Abgabedatum: Februar 2000
  • Umfang: 106 Seiten
  • Dateigröße: 783,5 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: International School of Management (ISM) Dortmund Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2172-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2172-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2172-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Herseth, Jörn Februar 2000: Strategische Entscheidungsprozesse deutscher Venture Capital-Gesellschaften unter besonderer Berücksichtigung der Selektionskriterien, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Entscheidungsmodell, Venture Capital, Risikokapital, Strategie, VC

Diplomarbeit von Jörn Herseth

Gang der Untersuchung:

Im ersten Teil der Arbeit soll zunächst die theoretische Einordnung von Venture Capital erfolgen, sowie dessen historische Entwicklung in Deutschland dargestellt werden.

Der VC-Markt funktioniert nur dann, wenn neben der Finanzierungsseite auch andere relevante Rahmenbedingungen für kapitalsuchende Unternehmen sowie Kapitalgeber gegeben sind. Daher sollen im zweiten Teil in Verbindung mit einem kurzen Marktüberblick zunächst die makroökonomischen Implikationen von VC in Deutschland erläutert werden, die auf Einflüsse für beide Parteien abzielen. Anschließend erfolgt eine Analyse der Rahmenbedingungen in bezug auf den Ist-Zustand, wobei mögliche Ansätze zur Verbesserung des Status Quo diesen Abschnitt ergänzend beschließen.

Kapitel 3 enthält daraufhin eine allgemeine Beschreibung der Marktteilnehmer im VC-Geschäft, die vor allem auf deren jeweilige Zielsetzungen ausgerichtet ist. Aufgrund der in dieser Arbeit erfolgten Konzentration auf die Venture Capital-Gesellschaften, sollen im folgenden Grundlagen der Finanzierungsseite aufgezeigt werden, die im weiteren durch anfängliche strategische Entscheidungsoptionen wie Organisation der Gesellschaft oder Art der künftigen Beteiligungsformen ergänzt werden.

Der folgende vierte Abschnitt gibt anschließend einen Überblick über die eigentlichen Entscheidungsprozesse im Rahmen der Geschäftstätigkeit, wobei in diesem Kapitel vor allem auf die strategischen Entscheidungsaufgaben eingegangen werden soll. Einleitend erfolgt dabei, gemäß des chronologischen Zeitablaufes, eine Analyse der Phasen der Investitionstätigkeit, sowie eine Betrachtung deren idealtypischer Merkmale. Die nachfolgende Behandlung der Prozesse von der Kapitaleinwerbung durch die Gesellschaft bis zur Veräußerung der Beteiligung, soll als Verständnisgrundlage für die Selektion potentieller Beteiligungen sowie die damit verbundenen Risikomaßnahmen dienen. Neben deren zunächst behandelter Auswahl steht am Ende dieses Abschnittes ein Überblick über die unterschiedlichen Wege zur Desinvestition der Beteiligung.

Kapitel 5 soll nun die eigentlichen Selektionskriterien bei der Investitionsentscheidung, d.h. den operativen Ansatz der Auswahl von Portfoliounternehmen, behandeln, nach denen eine Beteiligungsauswahl erfolgen kann, wobei neben dem klassischen Ansatz der Beteiligungswürdigkeitsprüfung auf Basis des Geschäftsplans ebenfalls subjektive Faktoren zur Sprache gebracht werden sollen. Abschließend soll mit einer Darstellung der Erfolgsmaße die Bedeutung der Selektion für den Geschäftserfolg von Venture Capital-Gesellschaften herausgestellt werden.

Der folgende sechste Abschnitt stellt die generell auftretenden Risiken von VC sowie insbesondere die der Selektion komprimiert heraus, und erläutert im Weiteren kurz mögliche Maßnahmen zur Vermeidung von Fehlschlägen.

Kapitel 7 behandelt unter Berücksichtigung der im Vorfeld behandelten Thematik den Ansatz für eine Modellentwicklung für die Selektion potentieller Portfoliounternehmen und enthält abschließend einen Ausblick für die Entwicklung von VC am deutschen Markt.

Inhaltsverzeichnis:

I. Inhaltsverzeichnis
1. GRUNDLAGEN 1
1.1 EINLEITUNG 1
1.1.1 Zielsetzung der Arbeit 1
1.1.2 Aufbau der Arbeit 1
1.1.3 Methodisches Vorgehen 3
1.2 EINORDNUNG VON VENTURE CAPITAL 3
1.3 DEFINITION UND EINORDNUNG VON VENTURE CAPITAL GESELLSCHAFTEN 4
1.3.1 Unternehmensbeteiligungsgesellschaften 5
1.3.2 Universalbeteiligungsgesellschaften 5
1.3.3 Öffentlich geförderte Kapitalbeteiligungsgesellschaften 5
1.3.4 Seed-, Start-Up- und Wachstumsbeteiligungsgesellschaften 6
1.4 GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG 6
2. RAHMENBEDINGUNGEN UND BEDEUTUNG VON VENTURE CAPITAL-AKTIVITÄTEN 9
2.1 MARKTÜBERBLICK 9
2.1.1 USA 9
2.1.2 Europa 10
2.1.3 Deutschland 10
2.2 MAKROÖKONOMISCHE ROLLE VON VC 11
2.3 ÖKONOMISCH-RECHTLICHER UND GESELLSCHAFTLICHER RAHMEN 14
2.3.1 Der Ist-Zustand 14
2.3.2 Verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten 15
2.3.3 Steuerbelastungen und kommunale Faktoren 16
2.3.4 Kapitalmarktstruktur 17
2.3.5 Mentalitätsproblematik 18
3. VC-BETEILIGTE UND FINANZIERUNGSCHARAKTERISTIKA 20
3.1 AKTEURE IM VC-GESCHÄFT 20
3.1.1 VC-Nehmer 20
3.1.2 VCG 21
3.1.3 Kapitalgeber 21
3.1.3.1 Kreditinstitute 22
3.1.3.2 Versicherungsgesellschaften 23
3.1.3.3 Pensionsfonds 23
3.1.3.4 Der Staat 23
3.1.3.5 Business Angels 24
3.1.3.6 Corporate Venture Capital 25
3.2 KRITERIEN VON VC-FINANZIERUNGEN 25
3.3 ORGANISATION VON VCG 27
3.3.1 Organe der VCG 28
3.3.2 Innere Organisation 28
3.4 AUSWAHL DES BETEILIGUNGSINSTRUMENTS 29
3.4.1 Direkte Beteiligung 29
3.4.2 Indirekte Beteiligung 30
4. ENTSCHEIDUNGSPROZESSE VON VCG 32
4.1 PHASEN DER INVESTITION 32
4.1.1 Early Stage-Finanzierung 33
4.1.1.1 Seed 33
4.1.1.2 Start Up 33
4.1.1.3 Expansion 33
4.1.2 Later Stage-Finanzierung 34
4.1.2.1 Bridge 34
4.1.2.2 MBO / MBI 34
4.2 ABLAUFANALYSE DES ENTSCHEIDUNGSPROZESSES 35
4.2.1 Fund Raising 36
4.2.2 Deal Flow 37
4.2.3 Beteiligungswürdigkeitsprüfung 37
4.2.4 Decision Making und Monitoring 38
4.2.5 Exit 38
4.3 PORTFOLIOPOLITIK VON VCG 39
4.4 DESINVESTITIONSPOLITIK VON VCG 40
4.4.1 Überlegungen im Vorfeld 41
4.4.2 Buy Back 41
4.4.3 Trade sale 42
4.4.4 Secondary Purchase 42
4.4.5 Going Public / IPO 43
4.4.6 Gründe für Exitprobleme 44
5. AUSWAHLKRITERIEN UND ERFOLGSMESSUNG 45
5.1 GROBPRÜFUNG UND VORAUSWAHL 45
5.2 DER BUSINESS PLAN ALS BASIS DER DETAILPRÜFUNG 46
5.2.1 Vorgehen 46
5.2.2 Allgemeiner Teil 47
5.2.3 Beschreibung des Unternehmens 48
5.2.4 Produktpalette 48
5.2.5 Marktüberblick und Wettbewerb 49
5.2.6 Marketingaspekte 49
5.2.7 Management 50
5.2.8 Finanzplan 50
5.3 FAKTOREN VON BESONDERER RELEVANZ 52
5.3.1 Die Bedeutung des Managements 52
5.3.2 Produkte und Märkte 53
5.3.3 Gründe für das Scheitern 55
5.4 ANSÄTZE ZUR ERFOLGSMESSUNG 55
5.4.1 Jahresabschlußkennzahlen 56
5.4.2 Markterfolgsmerkmale 56
5.4.3 Wachstumsmaße 56
5.4.4 Hybride Maße 56
5.4.5 Rentabilitätsmessung mittels Internem Zinsfuß 57
6. RISIKOMANAGEMENT DER VCG 58
6.1 THEORETISCHE EINORDNUNG DES RISIKOS 59
6.1.1 Unsystematisches Risiko 59
6.1.2 Systematisches Risiko 59
6.1.3 Probleme der theoretischen Einordnung für die VC-Praxis 60
6.2 MAßNAHMEN ZUM RISIKOMANAGEMENT 60
6.2.1 Überwachung der Portfolioselektion 60
6.2.2 Kompetenzregelungen 61
6.2.3 Selektion nach Unternehmensgröße 61
6.2.4 Investitionsobergrenzen 62
6.2.5 Spezialisierung 62
6.3 DIE PROBLEMATIK DER „GUTEN DEALS" 63
7. ANSATZ ZUR MODELLENTWICKLUNG UND AUSBLICK 64
7.1 ENTWICKLUNG EINES ANSATZES ZUR PORTFOLIOSELEKTION 64
7.1.1 Interne Dimension 65
7.1.2 Externe Dimension 65
7.2 ERGEBNIS UND AUSBLICK 65

Automatisiert erstellter Textauszug:

5.2.3 Beschreibung des Unternehmens Unabhängig vom Entwicklungsstand des Unternehmens enthält die Beschreibung des Geschäfts zunächst den Status Quo der Geschäftstätigkeit, wobei bei Neugründungen gegebenenfalls auf ein Pilotprojekt verwiesen werden kann. In diesem Zusammenhang erfolgt an dieser Stelle sowohl die Beschreibung der strategischen Ausrichtung sowie die Erläuterung der Zielsetzung.291 Das PU-Management sollte diesen Teil vor allem dazu nutzen, auf den Stand der Entwicklung sowie auf die Differenzierungsstrategie im Vergleich zum Wettbewerb einzugehen.292 Die VCG untersucht hierbei vor allem das Potential der Idee in bezug auf überdurchschnittliche Vermarktungschancen. Dies bedeutet vor allem, daß nicht jede neue und gegebenenfalls auch sinnvolle Idee unbedingt wirtschaftliches Ertragspotential besitzt. Bartlett293 nennt in diesem Zusammenhang das Beispiel eines Unterwasserkugelschreibers, der vielleicht als technische Innovation einzustufen, in seinen Vermarktungsmöglichkeiten jedoch als eher gering zu bewerten ist.294 Auch wird der Kapitalsuchende auf in diesem Abschnitt aufgeführte Erfahrungen innerhalb der Branche und die daraus abgeleiteten Zielsetzungen geprüft. Ein wenig überzeugendes sogenanntes Mission Statement295 wird häufig mit mangelndem Enthusiasmus in Verbindung gebracht, welches die VCG als mangelnde Identifikation mit der Unternehmung auslegen wird, die jedoch insbesondere in den ersten Jahren überlebenswichtig ist. 5.2.4 Produktpalette Neben der Praktikabilität der Geschäftsidee muß im Rahmen dieses Abschnitts neben den Potentialen der bestehenden Produkte ein strategisches Weiterentwicklungspotential zur Sprache gebracht werden. Die reine Verfolgung einer Nischenstrategie wird von VC-Managern als eher kritisch eingestuft. Wichtig ist daher vor allem der Verweis auf geplante Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und deren eventuelle Patentierbarkeit, sowie im weiteren Verlauf das Setzen sogenannter Milestones, welche das geplante Erreichen von Teilzielen im Zeitablauf des Planungshorizontes umfaßt. Kritisch sind in diesem Zusammenhang zu optimistische Selbsteinschätzungen zu beurteilen, da insbesondere erfahrene VC-Manager in der Branche bewandert sind und somit eine realistische Zielsetzung zu identifizieren wissen.296 [...]

VCG nutzt hingegen den BP als Bemessungsgrundlage für die Höhe der Beteiligung bzw. als Basis für die Beteiligungswürdigkeitsprüfung. Sidler283 verweist in ihren Ausführungen ausdrücklich auf die Bedeutung des BP nicht nur im Hinblick auf seinen sachlichen und fachlich Informationscharakter, sondern vielmehr auch als aufschlußgebendes Kriterium für die Managementqualitäten der Ersteller.284 Daher ist in diesem Punkt eine Hilfestellung externer Berater nur in bezug auf Formgebung und Umsetzung des Plan ratsam, um die durchaus positiv interpretierbaren Eigenheiten einer individualistischen Darstellung nicht zu vernachlässigen.285 Dieser Abschnitt soll daher nicht ausschließlich die Sichtweise der VCG, sondern ebenfalls die Motive und Überlegungen der Kapitalsuchenden darstellen. Durch diese Vorgehensweise soll im folgenden die Problematik der Differenzen zwischen den Zielsetzungen aufgezeigt werden. Die im folgenden beschriebenen Elemente stellen prinzipiell die im BP zu berücksichtigen Abschnitte dar. Wie bereits eingangs erwähnt hängt die Gewichtung und Ausformulierung der Aspekte höchst individuell von den Charakteristika des Geschäftstypes ab. Daher sollen nur diejenigen Bestandteile dargestellt werden, denen in der Literatur weitgehende Allgemeingültigkeit beigemessen wird. 5.2.2 Allgemeiner Teil Der allgemeine Teil beschreibt primär die generellen Inhalte und Zielsetzungen des Geschäftes. Im folgenden wird idealtypisch ein kurzer Überblick über den Inhalt des Plans gegeben werden, der u.a. die Produkte oder Dienstleistungen, sowie den Markt und die potentiellen Kunden beschreibt.286 Weiterhin ist es üblich, eine Kurzbeschreibung des Managements zu geben, sowie den aus dem folgenden Kontext kalkulierten Kapitalbedarf zu nennen.287 Aus Sicht des Kapitalsuchenden stellt die Einleitung das zunächst wichtigste Kernelement des BP dar, da die VC-Manager die weiteren Ausführungen meist als detailliertes Back-Up der in der Einleitung erfolgten Zusammenfassung verwenden.288 Ausdrücklich zu beachten ist ein verständlich präsentierter Informationsgehalt dieses Abschnitts, da die Ersteller zwar mit der Materie vertraut sind, eventuelle Finanzierungspartner jedoch neu mit dem Thema konfrontiert werden.289 Aufgrund der exponentiell gestiegenen Anfragen nach VC ist der VC-Manager nahezu gezwungen, eine erste Selektion bereits nach der Sichtung einer solch groben Informationsbasis zu treffen.290 [...]

In zahlreichen Veröffentlichungen wird immer wieder der Business Plan (BP)277 als eines der wichtigsten Elemente für die Auswahl eines PU genannt. Auch für den eher seltenen Fall, daß Gründer durch VCG ohne bereits erstellten BP ein Finanzierungsangebot erhalten, stellt dieser Schritt – ob mit oder ohne Kooperation durch eine VCG – immer einen essentiellen Bestandteil des Auswahlprozesses dar.278 Sinn des BP ist die Präsentation des Unternehmens, der Idee, und der geplanten Umsetzung unter Berücksichtigung aller relevanter mikro- und makroökonomischer Einflußfaktoren.279 Für den Kapitalsuchenden stellt ein aussagekräftiger BP den ersten Schritt zur weiteren Prüfung durch die VCG dar, für die jedoch der Business Plan nur ein Teil des Auswahlprozesses darstellt.280 5.2.1 Vorgehen Die diversen Formulierungsstrategien reichen von der kurzen, überblicksartigen Darstellung bis zur ausführlichen Darstellung unter Beifügung aller notwendigen Dokumente. Dabei ist zu beachten, daß ein genereller Leitfaden nicht die quantitative Gewichtung mehr oder minder wichtiger Teilbereiche für die individuellen Rahmenbedingungen jedes einzelnen potentiellen PU berücksichtigt.281 Neben seiner Eigenschaft als Verkaufsinstrument für die Verhandlungen mit den VCG dient der Business Plan zum anderen der Dokumentation der strategischen Zielsetzung für das PU-Management.282 Die [...]

Arbeit zitieren:
Herseth, Jörn Februar 2000: Strategische Entscheidungsprozesse deutscher Venture Capital-Gesellschaften unter besonderer Berücksichtigung der Selektionskriterien, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Entscheidungsmodell, Venture Capital, Risikokapital, Strategie, VC

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