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Strategische Bedeutung von Lobbyarbeit im Spiegel der historischen Entwicklung der verkehrspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland

Handlungsmöglichkeiten für das Lobbying im Unternehmensinteresse der DB AG im Politikfeld Raumordnung

Strategische Bedeutung von Lobbyarbeit im Spiegel der historischen Entwicklung der  verkehrspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland
Über dieses Buch
  • Art: Dissertation / Doktorarbeit
  • Autor: Michael Hölzinger
  • Abgabedatum: Juni 2001
  • Umfang: 421 Seiten
  • Dateigröße: 6,3 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Trier Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6335-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6335-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6335-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hölzinger, Michael Juni 2001: Strategische Bedeutung von Lobbyarbeit im Spiegel der historischen Entwicklung der verkehrspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Lobbying, raumordnungspolitische Rahmenbedingungen, ADAC, Verbände, DB AG

Dissertation / Doktorarbeit von Michael Hölzinger

Zusammenfassung:

Die Eisenbahn entwickelte sich im 19. Jahrhundert zum bedeutendsten Landverkehrsträger mit überragender gesellschaftspolitischer Bedeutung. An der Schwelle zum 20. Jahrhundert war der ehemals starke Einfluss privater Eisenbahnunternehmen nur noch gering. Verstaatlichte Bahnen waren der Regelfall. Interessengruppen, die die Verstaatlichungspolitik Bismarcks gefördert hatten, wurden dafür belohnt. Das Staatsmonopol behinderte private Kleinbahnen und produzierte im System Schiene viele Transportkettenbrüche. Die politische Einflussnahme der verstaatlichten – später verreichlichten – Bahnen beschränkte sich auf defensive Maßnahmen mit der Zielsetzung, Besitzstände zu wahren. Die Vertreter des aufstrebenden Kfz nahmen offensiv auf die politische Spitze Einfluss, um ihre Ideen und Pläne (z. B. von einem gesamtdeutschen Autobahnnetz) voranzubringen. Trotz der Behinderung durch die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft wurde das Kfz immer populärer. Im Dritten Reich setzte die Naziregierung auf das Auto und ließ – mit maßgeblicher Unterstützung durch die Reichsbahn – den Grundstein für das deutsche Autobahnnetz legen. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb die dualistische Verkehrsmarktordnung bestehen. Auto- und straßenbauaffine Verbände erlangten immer größeren Einfluss auf die deutsche Verkehrspolitik. Die Behörde „Bundesbahn“ verhielt sich vergleichsweise passiv und setzte fast keine eigenen offensiven Akzente in wichtigen verkehrspolitischen Prozessen. Die Auto- und Straßenbaulobbyarbeit war sehr erfolgreich (Beispiele: Einführung der Kilometerpauschale, Zweckbindung des Mineralölsteueraufkommens für den Straßenbau). Verkehrspolitik gab es im Bereich des Güterverkehrs immer noch eine Schutzpolitik für die Schiene, die sich in zahlreichen Behinderungen für den gewerblichen Straßengüterverkehr ausdrückte. Erst mit den Arbeiten der Regierungskommission Bundesbahn gelang es Interessenvertretern der Eisenbahn, offensiv und aktiv an einem wichtigen verkehrspolitischen Prozess mitzuwirken. Kennzeichen der Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit von modernen Großunternehmen ist ihr dialogorientierter Charakter. Auf Seiten vieler Mitarbeiter der DB AG aber auch bei vielen politischen Entscheidern herrscht auch im Jahr 2001 noch „Bundesbahndenken“ vor. Dies führt beim Auftreten der DB AG im politischen Raum häufig zu Erschwernissen und Missverständnissen. Diese können mittel- und langfristig zu negativen Folgen für den Unternehmenserfolg der DB AG führen. Im Politikfeld Raumordnung finden sich zahlreiche Rahmenbedingungen, die sich auf die Wettbewerbsfähigkeit der DB AG nachteilig auswirken. Zwar gibt es raumordnerische Leitbilder und Zielsetzungen, die die Bevölkerungsentwicklung vor allem in die Nähe von Haltepunkten und Achsen des Schienenverkehrs steuern wollen. Die Umsetzung dieser Zielsetzungen mit Hilfe raumordnerischer Instrumente gelang in den letzten Jahrzehnten nur äußerst begrenzt. Darüber hinaus sind das Baugesetzbuch – im Zusammenwirken mit weiteren Rahmenbedingungen, wie z. B. der immer noch gültigen Reichsgaragenordnung – einseitig autoorientiert. Die Netz- bzw. Systemqualität der Verkehrsträger Straße und Schiene ist höchst unterschiedlich. Dies führt zu erheblichen Konsequenzen für die jeweilige politische Einflussnahme. Ziele der politischen Einflussnahme im Politikfeld Raumordnung sind (vor dem Hintergrund einer Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene, bzw. auf den Umweltverbund), die Zugangszeit für größere Teile der Bevölkerung zum System Schiene zu verringern und die Bevölkerungsdichte im Einzugsbereich von Zugangspunkten zum System Schiene zu erhöhen. Dies ist eine strategische Zielsetzung, die langfristig den wirtschaftlichen Erfolg von Schienenverkehrsunternehmen beeinflusst. Mit einem Lobbykonzept können die Maßnahmen in diesem Politikfeld systematisch geplant werden. In das entsprechende Konzept gehen Erkenntnisse aus der historischen Analyse der Entwicklung der verkehrspolitischen Rahmenbedingungen genauso ein wie die Ergebnisse einer Analyse im bahnpolitischen Umfeld, die von Oktober 2000 bis Januar 2001 durchgeführt wurde.

Inhaltsverzeichnis:

Teil 1: Einleitung und Methodik
1. Einleitung 13
2. Untersuchungsbereich und Zielsetzung der Arbeit 14
3. Methodik der Arbeit 15
3.1 Teil II – Historische Entwicklung der verkehrspolitischen Rahmenbedingungen 15
3.2 Teil III – Lobbyarbeit im politischen Prozess 15
3.3 Teil IV – Rahmenbedingungen und Handlungsoptionen im Politikfeld Raumordnung 16
3.4 Charakter dieser Arbeit 16
4. Hintergrund der durchgeführten Expertenbefragungen 17
4.1 Auswahl und Herleitung der Vorgehensweise 18
4.2 Strategie der Datenerhebung und –gewinnung 19
4.2.1 Literaturrecherche und qualitative Befragungen 19
4.2.2 Problemzentrierte Interviews als Spezialfall qualitativer Befragungen 20
4.2.3 Arbeitsthesen für den Gesprächsleitfaden zu Beginn der Befragungen 21
4.2.4 Entwicklung der Arbeitsthesen in der Interviewphase 23
4.2.5 Auswahl der Interviewpartner – Das Interviewsample 24
4.2.6 Praktische Erfahrungen während der Interviewführung 26
4.2.6.1 Kontaktaufnahme 27
4.2.6.2 Verlauf der Gespräche 27
4.2.6.3 Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse 27
Teil 2: Historische Entwicklung der verkehrspolitischen Rahmenbedingungen
5. Epoche I (von den Anfängen bis 1840) 29
5.1 Vom Altertum bis zur Industriellen Revolution 29
5.2 Ausgangslage 30
5.2.1 Politische Situation in Deutschland 30
5.2.2 Erste Eisenbahnen und ihre Folgen für die Transporteffizienz 31
5.3 Die frühen deutschen Eisenbahnen 32
5.4 Systembild, Leistungsangebot und Betrieb 32
5.4.1 Die ersten Betriebsformen 32
5.4.2 Die historischen Umwege 33
5.5 Die ersten „Eisenbahnlobbyisten” 34
5.5.1 Wegbereiter für die Eisenbahn in der Anfangszeit des Schienenverkehrs 34
5.5.2 . und die Widerstände in der öffentlichen Meinung 38
6. Epoche II (1840 bis 1880) 38
6.1 Weiter fortschreitende Erschließung Deutschlands mit der Eisenbahn 38
6.1.1 Ursachen 38
6.1.2 Auswirkungen 39
6.2 Volkswirtschaftliche Bedeutung des Eisenbahnbaus 40
6.2.1 Wirtschaftsfaktor Eisenbahn 40
6.2.2 Missstände im Eisenbahnwesen 40
6.3 Systembild, Leistungsangebot und Betrieb der Eisenbahn 41
6.3.1 Konkurrenzfähigkeit gegenüber den anderen Verkehrsträgern 41
6.3.2 Weiterentwicklung von Technik und Betriebsformen 41
6.4 Zunehmende Unterschiede zwischen Staatsinteresse und Interesse der privaten Eisenbahnbetreiber – Die Reichseisenbahnfrage 42
6.4.1 Eisenbahnpolitik Bismarcks 42
6.4.1.1 Bestrebungen hin zu einer einheitlichen Eisenbahn in Deutschland 42
6.4.1.2 Das Reichseisenbahnamt 43
6.4.2 Bedeutung militärischer Aspekte 44
6.4.3 Die ersten Schritte auf dem Weg zur verstaatlichten Eisenbahn 45
6.4.3.1 Reichseisenbahngesetzentwurf vom März 1874 45
6.4.3.2 Der „Vorläufige Entwurf eines Reichseisenbahngesetzes“ vom April 1875 46
6.4.3.3 Das Gesetz, die Übertragung der Eigentums- und sonstigen Rechte des Staates an das Deutsche Reich vom Juni 1876 46
6.4.3.4 Der Reichseisenbahngesetzentwurf vom Mai 1879 47
6.4.4 Bestimmende Faktoren, Hintergründe, Motivation und Interessenkonstellationen der Eisenbahnpolitik Bismarcks 47
6.4.4.1 Auswirkungen des Eisenbahnbooms auf das Systembild und die Kundenqualität 47
6.4.4.2 Interessengruppen und ihr Einfluss auf das Eisenbahnwesen 48
6.4.4.3 Interessenkonstellationen bei Verstaatlichung der preußischen Privatbahnen 49
7. Epoche III (Glanzzeit der Länderbahnen – Anfänge des motorisierten Straßenverkehrs 1880 bis 1920) 50
7.1 Fortführung der Verstaatlichung der Eisenbahnen 50
7.1.1 Auswirkungen des Wettbewerbs zwischen privaten Eisenbahngesellschaften 50
7.1.1.1 Versuche, den Wettbewerb im Eisenbahnwesen zu fördern 50
7.1.1.2 Verlauf und Folgen der Verstaatlichung der preußischen Privatbahnen 51
7.1.2 Das Prinzip der gemeinwirtschaftlichen Verkehrsbedienung und die ersten Versuche seiner Umsetzung im Eisenbahnwesen 52
7.1.3 Einfluss von Interessengruppen auf das Tarifsystem der Reichsbahn 53
7.1.3.1 Ausnahmetarife 53
7.1.3.2 Lobbying von Wirtschaftsverbänden im Kaiserreich 54
7.2 Systembild, Leistungsangebot und Betrieb der Eisenbahn 55
7.2.1 Fernbahnbau und Zweigleisigkeit 55
7.2.2 Weiterentwicklung von Technik und Betrieb 55
7.2.3 Nebenbahnen 56
7.2.4 Gesetzliche Grundlagen für den Bau und den Betrieb von Kleinbahnen 58
7.2.4.1 Eisenbahnbetrieb in der Zeit vor dem Preußischen Kleinbahngesetz 58
7.2.4.2 Das Preußische Kleinbahngesetz von 1892 59
7.2.4.3 Betrieb der Kleinbahnen 60
7.3 Volkswirtschaftliche Bedeutung und gesellschaftliches Ansehen der Eisenbahn 62
7.3.1 Wirtschaftliche Bedeutung der Eisenbahn 62
7.3.2 Erschließungsfunktion der Eisenbahn 62
7.3.3 Bedeutung der Eisenbahn für den Staatshaushalt 63
7.4 Die Anfänge des motorisierten Straßenverkehrs 64
7.4.1 Die ersten Kraftfahrzeuge 64
7.4.2 Straßenbau im 18. Jahrhundert 64
7.4.3 Entwicklung des motorisierten Straßenverkehrs 66
7.4.3.1 Ausgangslage zu Beginn des 19. Jahrhunderts 66
7.4.3.2 Das Ansehen des Automobils in der öffentlichen Meinung 66
7.4.3.3 Erste Versuche, den Straßenbau anzukurbeln 67
7.4.4 Entwicklung der Kfz-Besteuerung 67
7.4.4.1 Anfänge und erste Formen der Besteuerung 67
7.4.4.2 Luxusumsatzsteuer 68
7.4.4.3 Einfluss von Interessengruppen auf die Besteuerung von Kraftfahrzeugen 68
7.4.5 Exkurs: Bedeutung des Automobils in den Vereinigten Staaten um 1920 69
8. Epoche IV (1920 bis 1933) 69
8.1 Bedeutende Entwicklungen im Verkehrswesen 69
8.1.1 Verreichlichung der Eisenbahnen 69
8.1.2 Aufkommende Konkurrenz durch den Kraftwagen und Trennung in Nah- und Fernverkehr 71
8.1.2.1 Entwicklung der Verkehrsverhältnisse im Personenverkehr 71
8.1.2.2 Wirtschaftliche Entwicklung der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft 71
8.1.3 Entwicklung der Verkehrspolitik – Verkehrsträger im Wettbewerb 73
8.1.3.1 Die Anfänge des Straßengüterverkehrs 73
8.1.3.2 Beginnender Strukturwandel im Verkehrsbereich 73
8.1.4 Reaktionen der DRG auf die Konkurrenz im Güterverkehr 74
8.1.4.1 1924 - Der Deutschland-Vertrag 74
8.1.4.2 1931 - 3. Brüningsche Notverordnung 76
8.1.4.3 1931 - Der Schenker-Vertrag 77
8.2 Die DRG 78
8.2.1 Die Gründung des Unternehmens 78
8.2.2 Rechtsstellung und Grundsätze der Geschäftsführung 79
8.2.3 Die Deutsche Reichsbahn als Reparationsobjekt 80
8.3 Volkswirtschaftliche Bedeutung der Verkehrsträger 81
8.3.1 Dualistische Verkehrsmarktordnung 81
8.3.2 Eisenbahn 82
8.3.2.1 Systembild, Leistungsangebot und Betrieb 82
8.3.2.2 Politische Behandlung der Eisenbahn 83
8.3.3 Der Kraftwagen setzt sich allmählich durch 84
8.3.3.1 Güterverkehr 84
8.3.3.2 Personenverkehr 84
8.4 Systembild des motorisierten Straßenverkehrs und Ausbau des Straßennetzes 85
8.4.1 Entstehung erster (Ausbau-)Pläne für das deutsche Straßennetz 85
8.4.1.1 Tätigkeitsbereich der ersten autoaffinen Verbände 85
8.4.1.2 Lobby- und Überzeugungsarbeit der Hafraba 86
8.4.1.3 Beurteilung der Hafraba-Aktivitäten durch die Automobilverbände 88
8.4.1.4 Beurteilung der Hafraba-Aktivitäten durch die Deutsche Reichsbahn 89
8.4.2 Entwicklung von Richtlinien für den Straßenbau 89
9. Epoche V (Die Herrschaftszeit der Nazis) 90
9.1 Elemente einer neuen Verkehrspolitik 90
9.1.1 Entwicklung verkehrspolitischer Rahmenbedingungen 90
9.1.1.1 Güterverkehr 90
9.1.1.2 Personenverkehr 91
9.1.2 Veränderung im Eisenbahnwesen 91
9.1.2.1 Die Reparationsleistungen 91
9.1.2.2 Die Reichsbahn unter dem zunehmenden Einfluss der Nationalsozialisten 92
9.1.2.3 Einflussnahme der Nationalsozialisten auf die Reichsbahnorganisation 93
9.1.2.4 Neugestaltung der Länderkompetenzen im Eisenbahnwesen 94
9.1.3 Reichsbahn und Straßenbaupolitik 94
9.1.3.1 Konzepte und Entwicklungslinien 94
9.1.3.2 Organisation und Betrieb des Unternehmens „Reichsautobahnen” 96
9.1.3.3 Finanzierung, Organisations- und Personalverflechtung 97
9.1.4 Bedeutung der Verkehrsträger im nationalsozialistischen Regime 99
9.1.5 Entwicklung des Schienenwegebaus und des Schienenbetriebs 100
9.2 Bedeutung der Verkehrsträger als Wirtschaftsfaktor 100
9.2.1 Deutsche Reichsbahn 100
9.2.1.1 Reichsbahn als Instrument des Staates 100
9.2.1.2 Entwicklung der Wirtschaftlichkeit der Reichsbahn 101
9.2.2 Automobil und Straßenbau 102
9.2.2.1 Reichsautobahn und Arbeitsplätze 102
9.2.2.2 Weitere Auswirkungen des Baus der Reichsautobahnen 102
9.2.2.3 Regelung der Trägerschaft im übrigen Straßenwesen 103
9.2.2.4 Der KdF-Wagen 104
9.3 Militärische Bedeutung der Verkehrsträger 105
9.3.1 Eisenbahn 105
9.3.2 Straßen- bzw. Autobahnbau 106
10. Epoche VI: Von der Nachkriegszeit bis zur Bahnreform 1994 107
10.1 Die Straße und Schiene nach dem 2. Weltkrieg 107
10.1.1 Der Weg von der Reichsbahn zur Bundesbahn 107
10.1.2 Startbedingungen der Verkehrsträger in der Wiederaufbauphase 108
10.1.2.1 Zustand des Schienennetzes und der Schienenbetriebsmittel – Bedeutung der Eisenbahn unmittelbar nach dem Krieg 108
10.1.2.2 Beseitigung der Kriegsschäden am Schienennetz und an den Betriebsmitteln 109
10.1.2.3 Rechtsstellung der Bundesbahn und Grundsätze der Geschäftsführung 111
10.1.3 Grundsätze und Ziele in den Regierungserklärungen 113
10.2 Gesellschaftliche Entwicklung in den 50er und 60er Jahren 113
10.2.1 Struktureffekt auf dem Gütermarkt 113
10.3 Verkehrspolitik des Bundes aus Sicht der Autolobby: Aktives Einwirken oder passive Zurkenntnisnahme? 114
10.3.1 Beurteilung der Verkehrspolitik durch die Autolobby in der Nachkriegszeit 114
10.3.2 Beispiel: Diskussion über die Einführung von Geschwindigkeitsbeschränkungen, Verkehrssicherheit und Straßenbau 115
10.3.3 Analyse von Einflussnameversuchen auf die Finanz- und die Verkehrspolitik 118
10.3.3.1 Beispiel: Einführung einer Kilometerpauschale 118
10.3.3.2 Beispiel: Einführung der Zweckbindung des Mineralölsteueraufkommens für den Straßenbau 1960 121
10.3.4 Straßennetzausbau und Verkehrswachstum 125
10.3.5 Einflussnahme des ADAC auf die Verkehrspolitik in Deutschland 127
10.3.5.1 Der ADAC als Interessengruppe im Verkehrsbereich 127
10.3.5.2 Verkehrspolitische Interessenlagen und Positionen des ADAC im Nachkriegsdeutschland 129
10.3.6 Verkehrspolitische Positionen und Einflüsse anderer Verbände 131
10.3.6.1 Deutsche Bauindustrie 131
10.3.6.2 Mineralölwirtschaftsverband 133
10.3.6.3 Bundesverband der Deutschen Industrie 134
10.3.6.4 Deutsche Strassenliga - Vereinigung zur Förderung des Straßen- und Verkehrswesens e.V. 136
10.3.6.5 Verband der Importeure von Kraftfahrzeugen e.V. (VDIK) 137
10.3.6.6 Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) 138
10.3.7 Einschätzung des Einflussnahmepotenzials der Interessengruppen im Bereich „Automobil und Straßenbau” 139
10.4 Entwicklung des Schienenverkehrs 141
10.4.1 Eisenbahn 141
10.4.1.1 Netzentwicklung 141
10.4.1.2 Systembild, Leistungsangebot und Betrieb 144
10.5 Verkehrspolitik aus Sicht der Bundesbahn: Aktives Einwirken oder passive Zurkenntnisnahme? 144
10.5.1 Beurteilung der Verkehrspolitik durch die Bundesbahn 144
10.5.1.1 Stellung der Länder zur Bundesbahn 145
10.5.1.2 Gemeinwirtschaftliche Verkehrsbedienung 146
10.5.1.3 Zukunftsperspektiven der Bundesbahn 146
10.5.2 Hintergründe und Einflussfaktoren für die zurückhaltende Lobbyarbeit der Deutschen Bundesbahn 147
10.5.2.1 aus verkehrswissenschaftlicher Sicht 147
10.5.2.2 aus Sicht des bahnpolitischen Umfelds und langjähriger Mitarbeiter der DB 148
10.5.2.3 Zusammenfassung und Beurteilung der Einschätzungen 154
10.5.3 Diskussion über die Sanierung der Deutschen Bundesbahn 155
10.5.3.1 Wichtigste Vorschläge und Überblick 155
10.5.3.2 Beispiel: Leber-Plan 156
10.5.3.3 Beispiel: Interessenlage und Einflüsse im Vorfeld der Bahnreform von 1994 158
11. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen 163
11.1 Geschichtlicher Abriss 163
11.2 Charakteristiken der Lobbyarbeit der Verkehrsträger 164
11.2.1 Eisenbahn 164
11.2.2 Straßenverkehr 165
11.2.3 Resümee von Teil II 166
Teil 3: Lobbyarbeit im politischen Prozess
12. Lobbyarbeit – Grundlegende Definitionen und Erläuterungen 170
12.1 Einleitung 170
12.1.1 Einordnung in die bearbeitete Themenstellung 170
12.1.2 Das Phänomen Lobbying 170
12.1.2.1 Historie des Begriffes 170
12.1.2.2 Definitionen 170
12.1.3 Wer macht Lobbying? 172
12.1.3.1 Politische Akteure 172
12.1.3.2 Zielgruppen von Lobbying 173
12.1.3.3 Zeitpunkt der Einflussnahmeversuche beim politischen Lobbying: Das Beispiel der Phasen der Aufstellung des Bundeshaushaltes 174
13. Lobbyarbeit im politischen Prozess 177
13.1 Der politische Entscheidungsprozess 177
13.1.1 Das politologische Dreieck – institutionelle Ansatzpunkte für Lobbyarbeit 177
13.1.2 Der politische Formenzyklus 180
13.1.3 Rahmenbedingungen für das Lobbying im politischen Prozess in der Bundesrepublik Deutschland 184
13.1.3.1 Verfassungsrechtliche Grundlagen 184
13.1.3.2 Regelungen der Geschäftsordnungen 185
13.2 Politikprozesse auf Ebene der Städte und Gemeinden 187
13.2.1 Städte und Gemeinden als politische Ebene 187
13.2.2 Politische Akteure auf Ebene der Städte und Gemeinden 188
14. Parameter der Einflussnahme auf politische Prozesse 190
14.1 Merkmale von Lobbyarbeit 190
14.1.1 Interdisziplinärer Charakter 190
14.1.2 Der politische Markt 191
14.1.3 Pflege von Kontakten und Kooperationen 192
14.1.4 Wahrnehmung des Verhaltens der Deutschen Bahn AG im Hinblick auf die systematische Pflege und die Ausgestaltung von Kontakten im politischen Umfeld 193
14.1.5 Spielregeln des Lobbying 197
14.1.6 Professionalisierung 198
14.1.7 Bedeutung und Funktionen von Beziehungsnetzwerken 198
14.1.7.1 Internes Netzwerk 198
14.1.7.2 Externes Netzwerk 198
14.1.7.3 Transparenz 199
14.1.7.4 Strategischer Frühwarncharakter 200
14.1.8 Die Bedeutung der „internen Lobby” 200
14.2 Arten und Instrumente von Lobbyarbeit 200
14.2.1 Inhouse-Lobbying vs. Lobbying-Consulting 200
14.2.2 Agenda-Setting 201
14.2.3 Parlamentarische Abende 202
14.2.4 Information 202
15. Lobbying - Kommunikationsform moderner Großunternehmen 202
15.1 Die Deutsche Bahn AG als modernes „quasi-öffentliches” Unternehmen 202
15.1.1 Der Begriff des „quasi-öffentlichen“ Unternehmens 202
15.1.2 Das Leitbild der konsensorientierten Unternehmensführung 203
15.2 Kommunikationsprinzipien im Lobbying moderner Großunternehmen 205
15.2.1 Kommunikation und Reputation 205
15.2.2 Externe Kommunikation 206
15.2.3 Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit politischer Akteure 211
15.3 Kommunikationsverhalten von Verbandsfunktionären in der Praxis 212
15.4 Einschätzung des Kommunikationsverhaltens der Deutschen Bahn AG im bahnpolitischen Umfeld: Mögliche Einflussgrößen 213
15.4.1 Einschätzungen auf regionaler und kommunaler Politikebene 213
15.4.2 Einschätzung auf Landesebene 215
15.4.3 Einschätzung auf Bundesebene 218
15.4.4 Selbsteinschätzung durch Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG 221
15.4.5 Zusammenfassung und Bewertung 223
16. Zusammenfassung 225
Teil 4: Handlungsoptionen im Politikfeld Raumordnung
17. Das Politikfeld Raumordnung und seine Bedeutung für den Verkehrsbereich 226
17.1 Das Politikfeld „Raumordnung” 226
17.1.1 Einleitung 226
17.1.2 Bedeutung raumordnungspolitischer Rahmenbedingungen für den Verkehrsbereich 227
17.1.2.1 Bedeutung des Verkehrsbereiches für die Stadtentwicklung und den Städtebau 227
17.1.2.2 Raumwirkungen der Verkehrsträger Straße und Schiene 229
17.1.3 Umweltwirkungen der Verkehrsträger 229
17.1.3.1 Kriterien für Nachhaltigkeit im Verkehr und in der Raumentwicklung 229
17.1.3.2 Energieverbrauch und CO2-Emissionen 233
17.1.3.3 Exkurs: Umweltwirkungen des Teilverkehrssystems Luftverkehr und Eisenbahn 236
17.1.3.4 Verkehrsfläche und Anteil des Verkehrs an der Siedlungsfläche 239
17.2 Grundlagen der Raumordnung in Deutschland 243
17.2.1 Überblick über die gesetzlichen Planungsgrundlagen 243
17.2.2 Raumordnungsgesetz 243
17.2.2.1 Erfordernisse der Raumordnung 243
17.2.2.2 Raumordnungsverordnung 245
17.2.2.3 Ebenen und Instrumente der Raumplanung in Deutschland 245
17.2.3 Baugesetzbuch 246
17.2.3.1 Baugesetzbuch zu Beginn des 20. Jahrhunderts 246
17.2.3.2 Baunutzungsverordnung (BauNVO) 247
17.2.3.3 Ist das Baurecht autoorientiert? Überreste der Reichsgaragenordnung im deutschen Baurecht und ihre Auswirkung auf den Flächenverbrauch in Wohngebieten 249
17.3 Entwicklungslinien in Stadt- und Raumplanung 251
17.3.1 Städtebauliche Leitbilder 251
17.3.1.1 Die Gartenstadt 251
17.3.1.2 Trennung der Funktionen und Nutzungen 253
17.3.1.3 Städtebauliche Prinzipien und Tendenzen im Nationalsozialismus 254
17.3.2 Entwicklungen in der Stadt-, Raum- und Verkehrsplanung vor dem Hintergrund der Suburbanisierung 255
17.3.2.1 Verlauf der Suburbanisierung (alte Bundesländer) 255
17.3.2.2 Kennzeichen und Auswirkungen der Suburbanisierung 257
17.3.2.3 Ursachen der Suburbanisierung 258
17.3.2.4 Zusammenhänge zwischen disperser Siedlungsstruktur, Verkehr und Umwelt 259
17.3.2.5 Suburbanisierungsprozesse im Rahmen der Darstellung von Siedlungsstrukturtypen 261
17.3.3 Der steigende Motorisierungsgrad und seine Auswirkungen auf die Raumplanung 262
17.3.3.1 Bedeutungswandel des Automobils in der Stadt- und Raumplanung 262
17.3.3.2 Ursachen für den Bedeutungszuwachs des Kfz nach dem Zweiten Weltkrieg 264
17.4 Bedeutung der Verkehrsträger Straße und Schiene in der Raumplanung 267
17.4.1 Einflussgrößen auf die Berücksichtigung des Straßenbaus in der Raumplanung 267
17.4.2 Verkehrsträgerneutrale Infrastrukturpolitik? Beurteilung durch das bahnpolitische Umfeld und Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG 268
17.4.2.1 Einschätzung durch Wirtschaftsverbände und den ADAC 269
17.4.2.2 Einschätzungen durch bahnaffine politische Akteure 271
17.4.2.3 Einschätzung durch Mitarbeiter von Verwaltungen 274
17.4.2.4 Einschätzungen durch Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG 276
17.4.2.5 Zusammenfassung und Bewertung 276
18. Infrastrukturelle Rahmenbedingungen des Wettbewerbs zwischen Straße und Schiene 279
18.1 Planung der Straßeninfrastruktur in der Bundesrepublik Deutschland 279
18.1.1 Planungsebenen und Verwaltungen 279
18.1.2 Planungsinstrumente 280
18.1.3 Die Planfeststellung beim Straßenbau 282
18.1.4 Ergänzende Planungsinstrumente 282
18.1.5 Widmung nach Straßenrecht 283
18.1.6 Gestaltung des Straßennetzes 284
18.1.7 Die Straßenbaulast 286
18.2 Planung von Schienenstrecken 289
18.2.1 Planungsebenen 289
18.2.2 Die Planfeststellung beim Bau von Betriebsanlagen der Deutschen Bahn AG und von anderen Eisenbahnen 289
18.2.3 Widmung von Schienenverkehrsanlagen 291
18.2.4 Gestaltung des Schienennetzes 291
18.2.4.1 Struktur des Schienennetzes und des Schienenverkehrsangebotes 291
18.2.4.2 Strategie „Netz 21” 296
18.2.4.3 Elektrifizierung des Schienennetzes – Vergleich mit der Schweiz 297
18.3 Vergleich der Verkehrsnetze von Schiene und Straße 299
18.3.1 Prinzipielle Bedeutung von Verkehrsnetzen 299
18.3.2 Quantitativer Vergleich 300
18.3.3 Qualitativer Vergleich 302
18.3.4 Vergleich der Ausbauplanungen des Autobahnnetzes und des elektrifizierten Schienennetzes in den 60er Jahren 304
18.4 Finanzierung und Planung der Verkehrswege 306
18.4.1 Finanzierung der Straßen des Bundes 306
18.4.2 Planung der Bundesfernstraßen 306
18.4.2.1 Systematik der Bundesverkehrswegeplanung 306
18.4.2.2 Einflussnahmemöglichkeiten auf die Bundesverkehrswegeplanung 308
18.4.2.3 Ausblick auf den Bundesverkehrswegeplan 2003 309
18.4.3 Straßenbau in den Kommunen 310
18.4.3.1 Finanzielle Förderung des kommunalen Verkehrswegebaus bis zum Steueränderungsgesetz 1966 310
18.4.3.2 Förderung nach 1966 311
18.4.3.3 Das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) 312
18.4.4 Finanzierung der Schienenwege des Bundes 313
19. Willensbildungsprozesse und Akteure in der Bauleitplanung 313
19.1 Planung auf der Ebene der Städte und Gemeinden 313
19.1.1 Die Bauleitplanung 313
19.1.2 Politische Akteure im Prozess der Bauleitplanung 314
19.1.3 Zusammenwirken mit höheren Planungsebenen 317
19.1.4 Bedeutung der Bauleitplanung 318
19.1.4.1 Bauleitplanung als Raumordnung auf der untersten Planungsebene 318
19.1.4.2 Zusammenhänge zwischen der Baulandentwicklung und der Nutzung des Schienenverkehrs 319
19.1.5 Beurteilung des Erschließungsrechts im Hinblick auf die Anbindung von Baugebieten an öffentliche Verkehrsmittel 322
19.2 Rahmenbedingungen für die Beeinflussung raumordnungspolitischer Prozesse im Interesse des Schienenverkehrs 322
19.2.1 Stellenwert lokaler Präsenz für die Lobbyarbeit auf den unteren Politikebenen: Einschätzungen im bahnpolitischen Umfeld 323
19.2.2 Stellenwert der Nachhaltigen Entwicklung in der Raumordnung und in der politischen Praxis 327
19.2.2.1 Grundzüge nachhaltiger Raumordnung 327
19.2.2.2 Einschätzungen im bahnpolitischen Umfeld 328
19.2.3 Schlüsselakteure für die raumordnungspolitische Lobbyarbeit am Beispiel des Straßen- und Schienenbaus: Einschätzungen im bahnpolitischen Umfeld 331
20. Siedlungsstrukturentwicklung und ihre Auswirkungen auf den Verkehrsbereich 337
20.1 Einflussgrößen auf die Entwicklung der Siedlungsstruktur 337
20.1.1 Einflüsse der Baulandpreise: Bodenrentenmodell 337
20.1.1.1 Grundzüge und Hintergrund des Modells 337
20.1.1.2 Auswirkung der Qualität des Verkehrssystems auf Wohnstandortwahlentscheidungen 339
20.2 Raumordnungskonzepte und ihre Umsetzung in der Praxis 341
20.2.1 Das Konzept der zentralen Orte 341
20.2.1.1 Grundelemente des Modells 341
20.2.1.2 Praktische Umsetzung und Bedeutung 341
20.2.2 Das Entwicklungsachsenkonzept 343
20.2.2.1 Das Modell 343
20.2.2.2 Das Modell in der Praxis: Siedlungsstrukturentwicklung in den Einzugsgebieten von Schienenverkehrshaltepunkten und entlang von Entwicklungsachsen 345
20.2.3 Wirksamkeit der Entwicklungsachsen in der Praxis 350
20.2.3.1 Gesetzliche Regelungen und kommunale Entwicklung 350
20.2.3.2 Umsetzung landes- oder regionalplanerischer Zielsetzungen in der Bauleitplanung: Beurteilung von Einflussgrößen im bahnpolitischen Umfeld 353
20.3 Bedeutung von Bahnhöfen und Haltepunkten für die Siedlungsentwicklung 354
20.4 Der Erschließungsbegriff 354
20.4.1 in der Theorie 354
20.4.2 in der Praxis der Erschließung von Bauland 356
20.4.3 Einschätzungen der verkehrlichen Erschließung von Bauland in der Praxis im bahnpolitischen Umfeld 357
20.4.3.1 Statements der Gesprächspartner aus dem Bereich „Wirtschaft” 357
20.4.3.2 Statements der Gesprächspartner aus dem Bereich „Verwaltung” 359
20.4.3.3 Statements der Vertreter aus dem Bereich „bahnaffine Verbände” 362
20.4.3.4 Statements von Mitarbeitern der DB AG 365
20.4.3.5 Zusammenfassung und Bewertung 366
20.5 Umlagefähigkeit der Kosten für Wege zu Haltepunkten des Schienenverkehrs außerhalb von ausgewiesenen Bauland 369
20.5.1 Derzeitige Vorschriften über die Erhebung des Erschließungsbeitrages 369
20.5.2 Änderungsvorschlag 371
21. Anforderungen an Handlungsoptionen zur Beeinflussung raumordnungspolitischer Rahmenbedingungen im Interesse von Schienenverkehrsunternehmen 371
21.1 Der Kern: Prozessdarstellung 372
21.2 Harte Faktoren 376
21.2.1 Organisation 376
21.2.2 Unternehmenskonzept 376
21.2.3 Präsenz auf allen politischen Ebenen und in allen relevanten Arenen 377
21.3 Weiche Faktoren 377
21.3.1 Dialogorientiertes Kommunikationsverhalten 378
21.3.2 Systematische Pflege von Beziehungsnetzwerken 378
21.3.3 Kooperation 379
21.3.4 Positive Grundeinstellung zum eigenen Verkehrsmittel 379
21.3.5 Offensives Eintreten für die Stärken des eigenen Verkehrsmittels 380
21.4 Exkurs: Strategische Öffentlichkeitsarbeit in der Automobilindustrie 380
21.4.1 Zielsetzung 380
21.4.2 Kritik am Automobil und an den Automobilherstellern 381
21.4.3 Reaktion: Strategische Öffentlichkeitsarbeit 382
21.5 Handlungsoptionen 383
21.6 Motivation für verstärktes Engagement im Politikfeld Raumordnung 385
Teil 5: Schluss
22. Zusammenfassung und Ausblick 387
Anhang 393
Lebenslauf 396
Verzeichnis der Abbildungen 397
Verzeichnis der Tabellen 398
Abkürzungsverzeichnis 399
Literaturverzeichnis 406

Automatisiert erstellter Textauszug:

14.1.7.1 Internes Netzwerk Das Vorhandensein eines speziellen Beziehungsnetzwerks stellt die Voraussetzung für politisches Lobbying dar. Notwendig für die Schaffung eines solchen Beziehungsgeflechts sind eine langfristig angelegte Strategie und langfristige Investitionen. Diese sind im Allgemeinen nicht materieller Art. Inwieweit ein solches Netzwerk genutzt wird, hängt sehr häufig von mehreren Faktoren ab. Bei ihnen handelt es sich zum einen um die Persönlichkeit des Vorsitzenden des Vorstands und seiner übrigen Mitglieder sowie zum anderen um die Eignung der Struktur des Unternehmens, die für das Lobbying notwendige Energie sowohl innen als auch außen zu nutzen.127 Für Inhouse-Lobbyisten leiten sich im Rahmen des direkten (des politischen) Lobbying daraus mehrere Folgerungen ab. Sie sollten nach Möglichkeit Zugriff auf alle Hierarchieebenen innerhalb der Organisation haben und alle internen Entscheidungsstufen erreichen können. Dann ist es ihnen möglich, effizient konkrete Informationen, die für das Lobbying benötigt werden, zu beschaffen. Denn durch dieses interne persönliche Beziehungsnetzwerk ist eine Möglichkeit vorhanden, direkt externe Entscheidungsträger mit Informationen zu versorgen, um Entscheidungen im Unternehmensinteresse zu beeinflussen. 128 14.1.7.2 Externes Netzwerk Ein intaktes Geflecht von externen persönlichen und institutionellen Beziehungen stellt eine weitere wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Lobbying dar. Im Rahmen der [...]

Teil 3: Lobbyarbeit im politischen Prozess Planung einer Lobbystrategie sollte man Kriterien berücksichtigen, die für eine erfolgversprechende Karriereplanung sinnvoll sind: Informelle Netzwerke sollten nicht erst geknüpft werden, wenn man sie kurzfristig benötigt. Sie sind von langer Hand zu planen. Dann können sie genutzt werden, wenn man sie benötigt. Strategisch ist dies jedoch nur schwer messbar, weil man nur schätzen kann, wer in den verschiedenen Stadien seiner Karriere welche Position einnehmen wird. Durch den vorausschauenden Aufbau eines Beziehungsnetzwerkes kommt eine bestimmte strategische Grundhaltung zum Ausdruck. 129 Große Unternehmen, Verbände oder Lobby-Consulting-Büros bemühen sich daher um die Anstellung von ehemaligen Politikern, die aus ihrer aktiven Zeit über ein großes persönliches Beziehungsnetzwerk verfügen.130 Die Art und die Festigkeit der Beziehungen zu den Ansprechpartnern im Rahmen des Lobbyprozesses spielen eine entscheidende Rolle, denn nur eine individuelle Vorgehensweise öffnet Türen. Dies ist jedoch eine essentielle Voraussetzung, um die Chancen eines Einflussnahmeversuches deutlich zu erhöhen. Zur Vorbereitung individueller Dialoge mit Ansprechpartnern in der politischen Administration können aber auch Massenaktionen nützlich sein. Beispielsweise kann das Herantreten an die gesamte Fraktion einer im Bundestag vertretenen Partei dann sinnvoll sein, wenn es darum geht, den Nährboden für die individuelle Kontaktaufnahmen zu bereiten.131 [...]

14.1.7.3 Transparenz Interessengruppen ist im Regelfall an der Transparenz ihrer Einflussnahmeversuche wenig gelegen. Dies gilt im Bereich des politischen Lobbying meist solange, wie die eigenen Forderungen im Rahmen formeller und informeller Gespräche, Beratung oder sonstiger Kontakte im Rahmen des vorhandenen Beziehungsnetzwerks gegenüber den Zielgruppen in der relevanten Politikbereichen durchgesetzt werden können. Lobbyakteure haben in diesem Falle nicht kein Interesse daran, dass die Öffentlichkeit über die Art und Weise, wie Lobbyarbeit betrieben wird, informiert wird. Im Vordergrund steht vielmehr, das eigene Image in der Öffentlichkeit sowie das Verständnis für die eigenen Forderungen zu erhöhen. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang die häufige Berichterstattung in den Medien, die zum Ziel haben soll, sachlich zu informieren und das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit zu befriedigen.132 Dadurch kommt es nämlich oft zu einer Kollision mit den Zielen der Interessengruppe. Eine Offenlegung persönlicher Kontakte wurde von Lobbyisten auf Bundesebene aber weder einheitlich positiv noch negativ beurteilt wurde.133 [...]

Arbeit zitieren:
Hölzinger, Michael Juni 2001: Strategische Bedeutung von Lobbyarbeit im Spiegel der historischen Entwicklung der verkehrspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Lobbying, raumordnungspolitische Rahmenbedingungen, ADAC, Verbände, DB AG

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