Strategieorientierte Unternehmensführung mit Hilfe der Balanced Scorecard als Controlling-Instrument in Industriebetrieben der Zukunft
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Rafael Degner
- Abgabedatum: Juli 2000
- Umfang: 83 Seiten
- Dateigröße: 459,0 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Universität Paderborn Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2953-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2953-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2953-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Degner, Rafael Juli 2000: Strategieorientierte Unternehmensführung mit Hilfe der Balanced Scorecard als Controlling-Instrument in Industriebetrieben der Zukunft, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Strategisches Controlling, Performance Measurement
In den Warenkorb
48,00 €
Diplomarbeit von Rafael Degner
Einleitung:
Die Veränderungsgeschwindigkeit mit der die Umweltfaktoren auf die Unternehmen einwirken, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, und dieses wird sich weiter fortsetzen. Für die Unternehmen und insbesondere für die Produktion, resultiert daraus ein großer Veränderungsbedarf.
Wissenschaftler und Ökonomen umschreiben das Phänomen mit dem Terminus Dynaxity. Das heißt: Gesellschaft und Wirtschaft entwickeln sich in immer dynamischeren und komplexeren Strukturen mit steigenden Wirkungszusammenhängen und Beziehungen zwischen den Elementen des gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Systems.
Der zukünftige Unternehmenserfolg hängt immer mehr von der Fähigkeit ab, relevante Informationen zu erkennen, zu beschaffen und effizient zu verarbeiten und für die Entscheidungsprozesse zu nutzen. Und dieses insbesondere aufgrund der sich abzeichnenden Informationsüberflutung, fortschreitender Globalisierung, Dezentralisierungstendenzen, Revolutionierung der Kommunikationsmöglichkeiten und das Eindringen des Internets in den Unternehmensalltag sind nur einige, der in diesem Zusammenhang zu nennenden Stichworte.
Hieraus wird ersichtlich, dass die Dynamik und Härte des Wettbewerbs, die Entwicklung der Weltmärkte und die steigende Erwartungshaltung der Kunden zu einer großen Herausforderung für die Unternehmen geworden sind. Kein Unternehmen kann künftig mit kleinen Produktmodifikationen und eher zufälligen Neuentwicklungen bestehen. Die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Verbesserung der Leistungsfähigkeit stellt heute somit die größte Herausforderung an die Unternehmen dar.
Der Prozess der kontinuierlichen Verbesserung muss jedoch durch eine geeignete Methodik und ein Messinstrumentarium unterstützt werden. Die Balanced Scorecard ist ein Konzept, das diese Entwicklungen aufgreift.
Gang der Untersuchung:
Im Rahmen dieser Arbeit wird die Möglichkeit der Strategieentwicklung im Produktionsbereich dargestellt.
In Kapitel 2 wird zunächst der Umfang und die Aufgabe von Produktionsstrategien dargestellt.
Kapitel 3 beschäftigt sich mit der strategischen Unternehmensführung. Es schließt sich eine Erläuterung des Controlling zur Unterstützung der Unternehmensführung, sowie die Neuausrichtung des Controllers an.
Das 4. Kapitel beschäftigt sich mit der Darstellung des Balanced Scorecard Ansatzes. Instrumente und Möglichkeiten zur Beeinflussung des Verhaltens der Akteure werden aufgezeigt, um ein Unternehmen langfristig an die sich verändernde Umwelt auszurichten.
Im 5. Kapitel wird anhand eines Musterunternehmens für einen Geschäftsbereich eine Balanced Scorecard entwickelt. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht der Produktionsbereich für den bis hinunter auf die Mitarbeiterebene Scorecards entwickelt werden.
Eine Bewertung des Balanced Scorecard Konzepts schließt sich in Kapitel 6 an.
Ein Fazit sowie ein Ausblick in Kapitel 7 beschließt die Ausarbeitung.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | III | |
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Tabellenverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Anstoß und Themenstellung | 1 |
| 1.2 | Vorgehensweise | 2 |
| 2. | Thematische Abgrenzung und Begriffsdefinitionen | 3 |
| 2.1 | Strategie und strategisches Denken | 3 |
| 2.2 | Gegenstand und Ziele einer Produktionsstrategie | 4 |
| 2.3 | Elemente einer Produktionsstrategie | 4 |
| 3. | Strategische Unternehmensführung | 5 |
| 3.1 | Zum Begriff der strategischen Unternehmensführung | 5 |
| 3.2 | Von der Finanzplanung zur strategischen Unternehmensführung | 6 |
| 3.2.1 | Finanzplanung | 6 |
| 3.2.2 | Langfristplanung | 6 |
| 3.2.3 | Strategische Planung | 7 |
| 3.2.4 | Strategische Unternehmensführung | 7 |
| 3.3 | Controlling zur Unterstützung der Unternehmensführung | 8 |
| 3.3.1 | Strategisches und operatives Controlling | 8 |
| 3.3.1.1 | Notwendigkeit und Inhalte des strategischen Controlling | 9 |
| 3.3.1.2 | Aufgaben des strategischen Controlling | 11 |
| 3.3.1.3 | Traditioneller Prozeß der strategischen Planung und Kontrolle | 12 |
| 3.4 | Neuausrichtung des Controlling | 16 |
| 3.4.1 | Traditionelle Kennzahlensysteme | 16 |
| 3.4.2 | Performance Measurement | 17 |
| 4. | Die Balanced Scorecard | 18 |
| 4.1 | Grundbotschaft der Balanced Scorecard | 18 |
| 4.1.1 | Kennzeichen der Balanced Scorecard | 19 |
| 4.1.2 | Verbindung der Vision mit operativen Maßgrößen | 20 |
| 4.1.3 | Allgemeines zur Kennzahlenwahl | 21 |
| 4.2 | Die vier Perspektiven | 22 |
| 4.2.1 | Fianzwirtschaftliche Perspektive | 23 |
| 4.2.1.1 | Wachstumsphase | 23 |
| 4.2.1.2 | Reifephase | 24 |
| 4.2.1.3 | Erntephase | 24 |
| 4.2.2 | Kundenperspektive | 24 |
| 4.2.2.1 | Kennzahlen | 25 |
| 4.2.2.2 | Leistungstreiber | 25 |
| 4.2.3 | Interne Prozeßperspektive | 25 |
| 4.2.3.1 | Der Innovationsprozeß | 26 |
| 4.2.3.2 | Der Betriebsprozeß | 26 |
| 4.2.3.3 | Der Serviceprozeß | 27 |
| 4.2.4 | Lern- und Entwicklungsperspektive | 27 |
| 4.2.4.1 | Mitarbeiterzufriedenheit | 28 |
| 4.2.4.2 | Mitarbeitertreue | 28 |
| 4.2.4.3 | Mitarbeiterproduktivität | 29 |
| 4.2.4.4 | Antriebskräfte für Lernen und Wachstum | 29 |
| 4.2.4.5 | Fehlende Kennzahlen | 29 |
| 4.3 | Verknüpfung von Kennzahlen zu einer Strategie | 29 |
| 4.3.1 | Ursache-Wirkungsbeziehungen | 30 |
| 4.3.2 | Leistungstreiber | 31 |
| 4.3.3 | Verknüpfung mit den Finanzen | 31 |
| 4.4 | Balanced Scorecard als strategischer Rahmen | 32 |
| 4.4.1 | Klärung und Herunterbrechen von Vision und Strategie | 33 |
| 4.4.2 | Kommunikation und Verbindung | 34 |
| 4.4.3 | Planung und Vorgaben | 36 |
| 4.4.4 | Verbesserung von strategischem Feedback und Lernen | 37 |
| 5. | Entwicklung einer Balanced Scorecard | 39 |
| 5.1 | Unternehmensprofil des Musterunternehmens | 39 |
| 5.2 | Kernprinzipien des Gesamtunternehmens | 39 |
| 5.3 | Scorecard der strategischen Geschäftseinheit | 40 |
| 5.3.1 | Formulierung von Zielen für die Perspektiven | 40 |
| 5.3.2 | Identifizierung und Analyse der Ursache-Wirkungsbeziehungen | 44 |
| 5.3.3 | Definition meßbarer Leistungsindikatoren | 46 |
| 5.3.4 | Vereinbarung von Zielvorgaben und Maßnahmen | 46 |
| 5.4 | Scorecard des Bereichs Produktion | 49 |
| 5.4.1 | Formulierung von Zielen für die Perspektiven | 50 |
| 5.4.2 | Identifizierung und Analyse der Ursache-Wirkungsbeziehungen | 52 |
| 5.4.3 | Definition meßbarer Leistungsindikatoren | 53 |
| 5.4.4 | Vereinbarung von Zielvorgaben und Maßnahmen | 56 |
| 5.5 | Scorecard für Abteilungen | 60 |
| 5.6 | Scorecard für Mitarbeiter | 62 |
| 6. | Beurteilung der Balanced Scorecard | 65 |
| 7. | Fazit und Ausblick | 67 |
| 8. | Quellenangaben | 69 |
| 8.1 | CD-Rom Quellen | 69 |
| 8.2 | Literaturquellen | 69 |
Das Ziel der Mitarbeiterproduktivität ist es die Arbeitsleistung ins Verhältnis zu den eingesetzten Arbeitskräften zu setzen. Der Ertrag pro Mitarbeiter zeigt an, welche Outputmenge jedem einzelnen Mitarbeiter zuzurechnen ist. Eine ideale Kennzahl der Mitarbeiterproduktivität ist der mitarbeiterbezogene Deckungsbeitrag, da er nicht nur die Leistung, sondern auch die Kosten berücksichtigt.96 4.2.4.4 Antriebskräfte für Lernen und Wachstum Die Kerngrößen: Mitarbeitertreue, Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterproduktivität reichen als Basis für ein Unternehmen nicht aus und werden unzureichend für das Unternehmen genutzt. Es gilt die treibenden Antriebskräfte (Befähiger) zu identifizieren. Kaplan/ Norton nennen hier Weiterbildung der Arbeitskräfte, Motivation, Ausrichtung am Unternehmensziel und Empowerment. 97 4.2.4.5 Fehlende Kennzahlen In den Unternehmen existieren kaum firmenspezifische und kundenorientierte Kennzahlen der Lern- und Entwicklungsperspektive, die Autoren Kaplan/ Norton kritisieren, daß diese für ein wirkungsvolles Managementsystem dringend erforderlich sind.98 4.3 Verknüpfung von Kennzahlen zu einer Strategie Die Balanced Scorecard soll mit Hilfe der vier Perspektiven die Unternehmensvision und die daraus abgeleitete Unternehmensstrategie abbilden, sie soll UrsacheWirkungsbeziehungen und neben nachlaufenden Indikatoren auch Leistungstreiber aufzeigen, sowie deren jeweilige Verknüpfung mit den finanziellen Zielen darstellen.99 [...]
Dieses führte zu der Erkenntnis, daß motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter einerseits sowie auch die ständige Anpassung und Weiterentwicklung der Produkte und Dienstleistungen für den zukünftigen Unternehmenserfolg und für die Erreichung der strategischen Ziele eine sehr große Bedeutung haben. Die Autoren Kaplan/ Norton sind der Auffassung, die Fähigkeit eines Unternehmens zur Erfüllung anspruchsvoller Vorgaben für Finanzielle-, Interne- und Kundenziele sind hauptsächlich von drei Faktoren abhängig: den Mitarbeitern, den ihnen zur Verfügung stehenden Systemen und der Ausrichtung der ganzen Organisation auf die Unternehmensziele. Anhand einer Hauptgruppe von mitarbeiterorientierten Kennzahlen: der Mitarbeiterzufriedenheit, der Mitarbeitertreue und der Mitarbeiterproduktivität gelingt es dem Unternehmen, Aufschlüsse darüber zu gewinnen, ob weitere Investitionen in Mitarbeiter oder in die technologische Infrastruktur nötig sind. Derartige Zukunftsinvestitionen werden im herkömmlichen Rechnungswesen orientierten Kennzahlensystemen als Periodenaufwand erfaßt, den es zu minimieren gilt.93 4.2.4.1 Mitarbeiterzufriedenheit Zufriedene Mitarbeiter sind in der heutigen Zeit eine wichtige Voraussetzung für die Ergebnissteigerung der Unternehmen. Die Leistungsanerkennung und die Übertragung von Verantwortung erhöhen die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Die Mitarbeiterzufriedenheit kann in den Unternehmen durch Umfragen gemessen werden.94 4.2.4.2 Mitarbeitertreue Einarbeitungskosten für neue Mitarbeiter sind in den Unternehmen zu einem großen Kostenfaktor geworden. Schwerwiegender als die Kosten trifft die Unternehmen aber der Verlust an Erfahrung und Wissen, die aufgrund der Fluktuation verlorengeht. Die Kennzahl durchschnittliche Firmenzugehörigkeit in Jahren ist eine Kennzahl zur Messung der Mitarbeitertreue.95 [...]
zeitgünstige Herstellung und Auslieferung der Produkte und Dienstleistungen entsprechend den Kundenwünschen (Target Costing).89 Im Betriebsprozeß existieren eine Menge von Kennzahlen, als strategische Meßgröße für die Prozeßzeit und die Prozeßqualität bietet sich die Kennzahl, Bearbeitungszeit zur Durchlaufzeit, an. Sie zeigt die Zeit auf, die das Produkt wertschöpfend oder nicht wertschöpfend (z.B. im Lager) verbringt. Eine Verschlechterung der Kennzahl verglichen mit mehreren Jahren zeigt auf Probleme im betrieblichen Ablauf hin. 4.2.3.3 Der Serviceprozeß Die letzte Stufe der Wertschöpfungskette stellt der Kundendienst dar. Er hat die Aufgabe, die Kundenerwartungen und Wünsche durch kundenorientierte Garantien und Wartungsarbeiten zu befriedigen. Um die Qualität, Kosten und Zeit der Kundendienstprozesse zu messen, können ähnliche Kennzahlen wie im internen Betriebsprozeß gebildet werden. Die Kennzahl Reaktionszeit auf Anfragen und Beschwerden liefert zum Beispiel Informationen über die Qualität des Kundendienstes.90 4.2.4 Lern- und Entwicklungsperspektive Die Aufgabe dieser Perspektive ist es, für die Verbesserung der anderen Perspektiven zu sorgen, dieses kann mit der Frage beschrieben werden: "Kann das Unternehmen durch Lernen und Innovation, Wachstum und zukünftige ökonomische Werte schaffen?"91 Der Erfolg einer Unternehmung beruht darauf, daß es sich permanent mit der Verbesserung der Kundenzufriedenheit und der internen Prozesse auseinandersetzt. "Wenn ein Unternehmen seinen gegenwärtigen relativen Leistungsstand auch nur erhalten will, muß es sich ständig verbessern."92 [...]
In den Warenkorb
48,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832429539
Arbeit zitieren:
Degner, Rafael Juli 2000: Strategieorientierte Unternehmensführung mit Hilfe der Balanced Scorecard als Controlling-Instrument in Industriebetrieben der Zukunft, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Strategisches Controlling, Performance Measurement



