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Strategien zum Schutz vor Inflation in der Vermögensverwaltung

Strategien zum Schutz vor Inflation in der Vermögensverwaltung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ole Mörk
  • Abgabedatum: Dezember 2004
  • Umfang: 84 Seiten
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Köln Deutschland
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4383-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4383-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Mörk, Ole Dezember 2004: Strategien zum Schutz vor Inflation in der Vermögensverwaltung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Gold, Anleihen, Break-Even-Inflation, Asset-Klasse, TIPS

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Diplomarbeit von Ole Mörk

Zusammenfassung:

Geldwertverfall ist seit jeher eine Bedrohung für Vermögen. Über nominalen Vermögen wie Bargeldbeständen oder Obligationen schwebt stets das Damokles-Schwert der Inflation. Der Schutz des Vermögens vor realem Wertverlust ist deshalb eine der zentralen Aufgaben einer Vermögensverwaltung. Phasen der beschleunigten Inflation sind relativ selten – in den letzten 130 Jahren waren vier Phasen unterschiedlicher Dauer und Intensität zu beobachten. Vor dem Hintergrund erdrückender Staatsschulden westlicher Industrieländer und zukünftig weiter steigender Kosten durch überholte Sozialsysteme ist die Planung von Vermögensschutz-Maßnahmen aktuell und angebracht.

Diese Diplomarbeit hat den Anspruch, professionellen Vermögensverwaltern einen Überblick über relevante inflationsschützende Asset Klassen und deren Auswirkung auf Rendite und Risiko von Kundenportfolios zu geben. Dabei folgen auf den deskriptiven Teil dieser Arbeit konkrete Handlungsvorschläge.

Im ersten Teil dieser Arbeit erfolgt die genaue Auslegung und Definition der Grundbegriffe des Titels dieser Arbeit. Dabei wird das Thema Inflation als Grundthema, die Vermögensverwaltung als Anwendungsgebiet sowie Adressat dieser Arbeit und schließlich die Eingrenzung des betrachteten Kapitalmarktumfelds näher betrachtet.

Im darauf folgenden dritten Kapitel werden Asset Klassen identifiziert, welche nach Prüfung relevanter Pflichtvoraussetzungen zwei Bedingungen erfüllen. Erstens ist ihr Einsatz als Anlageprodukt in einer Vermögensverwaltung möglich und umsetzbar. Zweitens hat sich die Wertentwicklung der Asset Klasse in der Vergangenheit positiv als Schutz gegen Vermögensminderung durch Inflation herausgestellt und wird diesen Schutz mutmaßlich auch in der Zukunft leisten.

Eine genaue Betrachtung der identifizierten Asset Klassen folgt im vierten Kapitel, welches detailliert auf den Charakter der Investitionsmöglichkeit eingeht. Hierbei stehen das Marktumfeld, Anbieter, Nachfrager und die Preisbildung im Mittelpunkt. Zudem werden Portfolioeffekte dargestellt, welche sich bei der Beimischung der Anlageform in ein Investmentportfolio ergeben.

Im abschließenden fünften Teil werden die Ergebnisse zusammengefasst und bewertet. Hierbei werden die wichtigsten Erkenntnisse kondensiert und in bündiger Form zur praktischen Verwendung zur Verfügung gestellt. Zudem werden Alternativen und Erweiterungen dargestellt, welchen bisher kaum Beachtung geschenkt wurde, einer weiterführenden Betrachtung dennoch wert sind.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis 4
Tabellenverzeichnis 5
Abkürzungsverzeichnis 6
1. Einleitung 7
2. Begriffliche Grundlagen 9
2.1 Definition und Charakter von Inflation 9
2.2 Aufgaben und Ziele einer Vermögensverwaltung 13
2.2.1 Profil einer institutionellen Vermögensverwaltung 13
2.2.2 Typische Profile betreuter Kunden 15
2.3 Zeitliche Abgrenzung von Geldentwertungsphasen 16
3. Prüfung und Festlegung geeigneter Asset Klassen 18
3.1 Herleitung und Kurzbetrachtung von Anlagekategorien 18
3.2 Festlegung konkreter Auswahlkriterien 23
3.3 Prüfung der Asset Klassen nach Auswahlkriterien 25
3.3.1 Kundenkonsensfähigkeit 25
3.3.2 Handelbarkeit und Liquidität 26
3.3.3 Reale Durchschnittsrendite in Perioden hoher Inflation 27
3.3.4 Verlustpotential bei unterschätzter zukünftiger Inflation 29
4. Charakterisierung der ermittelten Asset Klassen 32
4.1 Gold 32
4.1.1 Charakter 32
4.1.2 Langfristige Preisentwicklung 33
4.1.3 Bestand und Förderungsmenge 35
4.1.4 Anbieter und Nachfrager 36
4.1.5 Investitionsmöglichkeiten 38
4.1.5.1 Physisches Gold 38
4.1.5.2 Goldkonto 39
4.1.5.3 Zertifikate 39
4.1.5.4 Goldminenaktien 40
4.1.6 Korrelationseigenschaften und Portfolioeffekte 42
4.2 Inflationsindexierte Anleihen 44
4.2.1 Mechanik 46
4.2.2 Handelsmotive der Markteilnehmer 48
4.2.2.1 Motive des Emittenten für die Ausgabe von ILBs 48
4.2.2.2 Motive des Investors für Kauf von ILBs 49
4.2.3 Betrachtung des Inflation Risk Premium 49
4.2.4 Einfluss von Steuern 56
4.2.5 Korrelationseigenschaften und Portfolioeffekte 59
4.3 CPI Future an der Chicago Mercantile Exchange 62
4.3.1 Mechanik 62
4.3.2 Anwendungsmöglichkeiten 63
4.4 Inflation Linked Swaps 64
4.4.1 Charakter 64
4.4.2 Mechanik 65
5. Bewertung und Umsetzung 67
5.1 Schlussbetrachtung Gold 67
5.2 Schlussbetrachtung inflationsindexierte Anleihen 68
5.3 Vorstellung von Alternativinvestments 69
Literaturverzeichnis 72

Automatisiert erstellter Textauszug:

banken verfügen die asiatischen Zentralbanken aber kaum über Goldreserven. Während Amerika bzw. viele europäische Länder partiell 50% ihrer Reserven in Gold halten, besitzen China, Japan oder Korea fast ausschließlich Devisen. Alleine China würde am Markt zwei Jahresproduktionen Gold nachfragen, wollte es das Portfoliogewicht des Edelmetalls auf 15% anheben.49 Im Zuge der letzten drei Jahre wurde zudem viel Gold von Goldminenbetreibern nachgefragt. Explorationsunternehmen haben in der Vergangenheit regelmäßig ihre zukünftige Förderung auf Termin verkauft. Diese sogenannten Hedging-Geschäfte haben für zusätzliches Angebot am Goldmarkt gesorgt und in den 90er Jahren mit zu einem stagnierenden Goldpreis beigetragen. Diese Short-Positionen werden nun (teilweise vor Ablauf der Absicherung) eingedeckt, so dass am Markt Gold gekauft werden muss. Dies kann allerdings als Einmaleffekt eingruppiert werden. Tabelle 4 gibt einen Überblick über die Nachfrage- und Angebotsstruktur der letzten drei Jahre. Die negative Zahl in der Zeile „Net producer hedging“ dokumentiert den beschriebenen Dehedging-Effekt. Angesichts eines steigenden Goldpreises ist auch ein Ansteigen der angebotenen Menge an Recycling-Gold nachvollziehbar. Insgesamt hat sich das jährliche Goldangebot in den betrachteten drei Jahren um circa 180 Tonnen erhöht. Im Gegensatz dazu hat sich die industrielle und private Nachfrage um circa 530 Tonnen verringert. Die Differenz von 659 Tonnen (2003) aus gesamtem Angebot zu Nachfrage beinhaltet hauptsächlich die Nachfrage institutioneller Investoren nach physischem Gold. Diese Restgröße ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen und ist als verstärktes Interesse professioneller Geldanleger zu deuten. [...]

16.100 t Gold ist in industrieller Verwendung, während 3.500 t in der Kategorie „Ungewisser Verbleib“ verbucht wird. Die restlichen 52.000 Tonnen existieren als Barren und Münzen und werden von offizieller Seite (30.000 t) und von privaten Investoren (22.000 t) gehalten. Der Goldbestand privater Investoren verteilt sich wiederum auf 16.300 t in Goldbarren und 5.700 t in Münzen auf.46 Ein Schaubild zur Verteilung der Goldbestände im Vergleich 1950 zu 2000 befindet sich im Anhang dieser Arbeit. Der private Goldbesitz teilt sich regional wie folgt auf: Europa 8.900 t, Nordamerika 3.400 t und Rest der Welt 9.700 t. Im Vergleich zur Verteilung des privaten Besitzes im Jahre 1950 legten die Bestände in Europa und Nordamerika um etwa 30% zu. Im Gegensatz dazu versiebenfachte sich der Bestand im Besitz des Rests der Welt, vor allem von Japan und anderer asiatischer Ländern. Für Deutschland wird ein privater Goldbesitz von 1.400 Tonnen geschätzt, wobei sich zusätzlich ein bedeutender Teil des der Schweiz zugerechneten Bestandes von 2.300 t in deutschem Eigentum befindet.47 [...]

Die bisher weltweit geförderte Menge Gold wird für das Jahr 2004 auf 152.000 Tonnen geschätzt.43 Würde man den gesamten Bestand an Gold zu einem Würfel formen, ergäbe dies einen Kubus mit der Kantenlänge von (lediglich) 20 Metern.44 Dies verdeutlicht sowohl die hohe Dichte, als auch die Knappheit des Edelmetalls. Jährlich werden etwa 2.500 Tonnen Gold gefördert. Die Fördermenge hat nach gängiger Meinung in den letzten fünf Jahren seinen Höhepunkt erreicht und wird nach aktuellen Schätzungen bis 2010 auf nur noch 2.000 Tonnen pro Jahr sinken. Minen in Lateinamerika, Südafrika, USA und Australien vereinen etwa die Hälfte der jährlichen Förderung. Weitere Vorkommen werden in Asien, Russland und Kanada exploriert.45 Betrachtet man den Verbleib der 142.600 Tonnen Gold, welche bis zum Jahr 2000 je gefördert wurden, kommt man zu folgendem Ergebnis. Fast die Hälfte allen Goldes wurde zu Schmuck verarbeitet (71.000 t). [...]

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Arbeit zitieren:
Mörk, Ole Dezember 2004: Strategien zum Schutz vor Inflation in der Vermögensverwaltung, Hamburg: Diplomica Verlag

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