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Strategien der Programmplanung am Beispiel von Pro Sieben, Sat. 1 und RTL

Strategien der Programmplanung am Beispiel von Pro Sieben, Sat. 1 und RTL
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Dennis Holzgreve
  • Abgabedatum: Juni 2003
  • Umfang: 92 Seiten
  • Dateigröße: 4,1 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: COLOGNE BUSINESS SCHOOL - International Campus Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7357-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7357-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7357-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Holzgreve, Dennis Juni 2003: Strategien der Programmplanung am Beispiel von Pro Sieben, Sat. 1 und RTL, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Audience Flow, Programmschema, Privatfernsehen, Lead-in, Stripping

Bachelorarbeit von Dennis Holzgreve

Zusammenfassung:

Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, welche programmplanerischen Strategien von privaten TV-Anbietern eingesetzt werden, um möglichst hohe Zuschauerresonanzen zu erzeugen?

Je nach angestrebtem Ziel existieren drei große Gruppen: Strategien zur Maximierung des 'Audience Flows', konkurrenzorientierte Strategien und Strategien zur Förderung von Rezeptionsgewohnheiten. Zusammen mit dem Image und dem Profil eines Senders beeinflussen sie in erheblichem Maße die Sehbeteiligung einzelner Sendungen bzw. längerer Programmstrecken.

Die Funktionsweise der Strategien wird im Einzelnen erläutert. Neben einer deskriptiven Erarbeitung des Themenkomplex 'Programmplanung' wird im anschließenden praktischen Teil beispielhaft untersucht, welche Strategien bei den drei größten deutschen Privatsendern Pro Sieben, Sat.1 und RTL konkret zur Anwendung kommen. Zu diesem Zweck wurde ein bestimmter Wochentag ausgewählt, welcher das Spektrum der zuvor erläuterten Strategien möglichst vielfältig repräsentiert. Die Belegungen der einzelnen Sendeplätze an diesem Tag werden untersucht und begründet. Es wird der Versuch unternommen, zu erklären, warum Sendungen in einen bestimmten räumlichen Kontext gebracht wurden oder welche Rolle das Konkurrenzprogramm für eine Sendeplatzbelegung gespielt hat. Anhand der tatsächlich erzielten Sehbeteiligung der drei Sender wird die Erfolgswahrscheinlichkeit einzelner Strategien auf den Prüfstand gestellt. Es wird analysiert welche Faktoren zu Erfolg oder Misserfolg der ausgestrahlten Sendungen beigetragen haben. Abschließend soll erklärt werden, warum einer der drei Sender im Untersuchungszeitraum die besten Ergebnisse erzielen konnte.

Die Relevanz der Arbeit ergibt sich aus der Kombination von theoretischer Fundierung und praktischer Untersuchung. Erarbeitetes Wissen wird in einer realen Umgebung sowohl vertieft als auch überprüft. Die Verbindung aus Theorie und Praxis soll zu einem insgesamt besseren Verständnis der Planung von TV-Programmen führen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis i
1. Einleitung 1
2. Werbefinanziertes Fernsehen 6
2.1 Kommerzielles Fernsehen in Deutschland 6
2.2 Zielsetzungen 8
2.3 Duale Markstruktur 9
2.4 Positionierung 12
3. Das Programm 16
3.1 Planung von TV-Programmen 16
3.2 Teilfunktionen der Programmplanung 18
3.2.1 Programmbeschaffung und -entwicklung 19
3.2.2 Programmschemaplanung und - besetzung 22
3.2.3 Image- und Promotionplanung 23
3.3 Das Programmschema 27
3.4 Dayparts 33
3.5 Strategien zum Aufbau eines Programmschemas 37
3.5.1 Förderung von Rezeptionsgewohnheiten 37
3.5.1.1 Stripping 37
3.5.1.2 Wöchentliche Ausstrahlung 39
3.5.2 Maximierung des Audience Flows 40
3.5.2.1 Audience Flow 40
3.5.2.2 Lead-in 43
3.5.2.3 Lead-off 45
3.5.2.4 Lead-out 46
3.5.2.5 Hammocking 47
3.5.2.6 Blocking 48
3.5.2.7 Theming 50
3.5.3 Konkurrenzorientierte Strategien 51
3.5.3.1 Counterprogramming - Kontrastprogramm 52
3.5.3.2 Blunting 53
3.5.3.3 Avoidance 56
4. Beispielhafte Untersuchung der Programme von Pro Sieben, Sat.1 und RTL 57
4.1 Vorabend 59
4.2 Haupt- und Spätabend 65
5. Schlussbetrachtung 75
6. Literaturverzeichnis I
Eidesstattliche Erklärung V

Automatisiert erstellter Textauszug:

aus und stellen Orientierungspunkte im Programmdickicht dar.138 Die einzelnen Sendungen geben dem Publikum die Chance das Programmschema und Profil eines TV-Programms zu verinnerlichen. Die Möglichkeit, dass einzelne Programmangebote einem falschen Anbieter zugeordnet werden, wird auf diese Weise verringert. Ähnlich wie beim täglichen Stripping wird angestrebt, dass die Rezeption bestimmter Formate gewohnheitsmäßig erfolgt und ein Stammpublikum aufgebaut werden kann. Es wurde allerdings festgestellt, dass die Programmbindung proportional zur Häufigkeit der Ausstrahlungen steigt, also in der Regel bei wöchentlichem Rhythmus nicht die Intensität 'gestrippter' Programme erreicht.139 Gute Voraussetzungen zur Schaffung eines Kernpublikums weisen wiederum fiktionale Serien mit Fortsetzungscharakter auf. Gelingt die Identifikation mit den wiederkehrenden Elementen einer Serie, wie beispielsweise der Grundstimmung oder den Charakteren, wollen die Zuschauer im Idealfall die Geschichte weiterverfolgen, weswegen sie in der Folgewoche einschalten.140 zum gleichen Zeitpunkt beim gleichen Sender wieder [...]

ausgeprägtes Durchhaltevermögen lebenswichtig, weil es Zeit braucht bis Programmstrukturen verinnerlichen Programmangebote gewöhnen. Ein gutes Beispiel für eine schwierige Anfangsphase ist 'Gute Zeiten, schlechte Zeiten'. Die 'Daily Soap' setzte sich trotz schlechter Presse durch und ist heute ein sehr erfolgreiches Programm bei RTL.130 Die höchsten Programmbindungsraten erzielen fiktionale Serien aus dem Bereich 'Familien und Beziehungsfilme', zu denen auch die 'Daily Soaps' gehören.131 Die hohe Bindung wird vor allem durch zwei Faktoren erreicht. Zum einen setzen sich die Handlungsstränge bei 'Daily Soaps' endlos über alle ausgestrahlten Episoden fort, im Gegensatz zu Serien bei denen pro Folge eine abgeschlossene Geschichte präsentiert wird. Zum anderen verfügen diese Formate in besonderer Weise über wiederkehrende Schauplätze und Charaktere. Diese Gleichförmigkeit begünstigt eine Stereotypenbildung, so dass eine Identifikation des Zuschauers mit der Sendung nach wenigen [...]

Das oben beschriebene Zuschauerverhalten findet u.a. Eingang in die 'Strategien zur Förderung von Rezeptionsgewohnheiten'. Der Tagesablauf der meisten Menschen ist relativ strukturiert, d.h. die Zeiten an denen diese das Haus verlassen, Pause machen, heimkehren, schlafen gehen usw. sind zumindest werktäglich nahezu fix. Der Mensch lebt nach Gewohnheiten und entwickelt diese bei weitem nicht nur auf beruflicher Ebene. Auch standardmäßige Erledigungen, regelmäßige Treffen oder ausgeübte Hobbys werden von vielen in einen mehr oder weniger festen 'Stundenplan' integriert. Die Zeiträume in denen der Fernseher eingeschaltet ist, unterliegen ebenfalls oft bestimmten Gewohnheiten. An dieser Stelle setzen die TV-Anbieter an, indem sie versuchen neue, speziell auf ihre eigenen Programmangebote ausgerichtete, Gewohnheiten zu etablieren.126 [...]

Arbeit zitieren:
Holzgreve, Dennis Juni 2003: Strategien der Programmplanung am Beispiel von Pro Sieben, Sat. 1 und RTL, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Audience Flow, Programmschema, Privatfernsehen, Lead-in, Stripping

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