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Strategien der Krisenkommunikation zur Vermeidung von Image- und Umsatzverlusten bei Produktschäden

Strategien der Krisenkommunikation zur Vermeidung von Image- und Umsatzverlusten bei Produktschäden
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Daniela Weißbeck
  • Abgabedatum: Februar 2003
  • Umfang: 213 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Worms Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6812-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6812-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6812-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Weißbeck, Daniela Februar 2003: Strategien der Krisenkommunikation zur Vermeidung von Image- und Umsatzverlusten bei Produktschäden, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Krise, Sabotage, Boykott, Public Relation

Diplomarbeit von Daniela Weißbeck

Zusammenfassung:

Fast täglich werden wir durch Nachrichten in Zeitungen, Fernsehen und Rundfunk mit Unternehmenskrisen konfrontiert. Es stellt sich die Frage, ob Ursachen, die diese Krisen hervorrufen, in den letzten Jahren in einem solchen Maß zugenommen haben, wie wir es durch eben diese Berichterstattung empfinden. Sicherlich haben Krisen durch Globalisierung, Zunahme von Naturkatastrophen, wachsenden technologischen Fortschritt und durch die Verschiebung gesellschaftlicher Werte, insbesondere in den Industriestaaten, zugenommen. Jedoch ist nicht nur ein Anstieg dieser Vorkommnisse zu verzeichnen. Durch den wachsenden Fortschritt im Bereich der Nachrichtenübermittlung werden immer schneller immer mehr Menschen erreicht. Krisennachrichten, speziell im Bereich der Konsumgüterindustrie, erregen in der Öffentlichkeit reges Interesse. Durch dieses verstärkte Interesse der Medien werden Unternehmungen zunehmend transparenter und immer stärker in ihrem Verhalten analysiert. Hierdurch geraten Unternehmungen zunehmend unter Druck, den Ansprüchen der Öffentlichkeit und dem hieraus entstehenden Informationsbedürfnis gerecht zu werden. Unternehmungen sehen sich verstärkt damit konfrontiert, daß diese Störfälle über die Medien an die Öffentlichkeit gelangen und somit die Verbraucher verunsichern. Hierdurch werden häufig schwerwiegende Krisen verursacht, die nicht selten existenzbedrohend für die jeweilige Unternehmung verlaufen.

Im Krisenfall, der an die Öffentlichkeit dringt, das Augenmerk auf die jeweilige Unternehmung richtet und das Vertrauen der Verbraucher in die Unternehmung nachhaltig beeinträchtigt, gibt es nur eine Möglichkeit für die Unternehmung: Sie muß das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückgewinnen. Dies kann nur über besondere Anstrengungen und ein ausgeklügeltes Konzept in der Öffentlichkeitsarbeit zum Erfolg führen.

Die Arbeit soll Anregungen zur Krisenbewältigung, aber auch zur Krisenprävention im Bereich interner und externer Unternehmenskommunikation geben. Jede Krise ist einzigartig, unberechenbar und im Verlauf nur schwer vorherzusagen. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, ein Patentrezept zur Krisenprävention oder Krisenbewältigung zu liefern. Unternehmungen sind in der heutigen Zeit jedoch gut beraten, sich, soweit wie möglich, mit Krisenszenarien auseinander zu setzen und sich darauf vorzubereiten. Mit dieser Arbeit werden mögliche Wege zum kommunikativen Umgang mit Stakeholdern bei Krisen, die durch Produktschäden entstehen, aufgezeigt.

Diese Arbeit ist in zwei Abschnitte unterteilt. In den Kapiteln zwei bis sechs wird zunächst auf die Begriffe Krise, Krisenmanagement, Umsatz sowie Image eingegangen und deren Zusammenhang dargestellt. Anschließend wird der Begriff Kommunikation definiert und Krisenkommunikation im Sinne dieser Arbeit eingegrenzt.

Im zweiten Teil rücken die einzelnen Krisenkommunikationsstrategien in den Vordergrund. Hierbei werden unterschiedliche Strategien vorgestellt und hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten überprüft. Zudem werden die jeweils einzusetzenden Instrumente dargestellt, analysiert und den einzelnen Zielgruppen zugeordnet. Dabei wird näher auf die Krisenarten Produktsabotage, Gerücht und Boykott eingegangen.

Abgerundet wird diese Arbeit durch drei Beispielen aus der Praxis. Diese werden anhand ihrer Kommunikationsstrategien im jeweiligen Krisenfall dargestellt und analysiert. Als Beispiel für Produktsabotagen wurde die Tylenol-Krise der Unternehmung Johnson & Johnson gewählt, da deren hervorragende Krisenkommunikation in der Literatur als Lehrbuchbeispiel zählt. Als Beispiel für einen durch ein Gerücht hervorgerufenen Produktschaden wurde ein Beispiel von Pepsi-Cola gewählt. Anhand der Versenkung der Ölplattform Brent Spar, dem Paradebeispiel eines Boykotts, wird eine weniger erfolgreiche Krisenkommunikation dargestellt, die zudem länderübergreifende Auswirkungen hatte.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis VII
1. Einleitung 1
2. Krisen 3
2.1 Definitionen und Merkmale von Krisen 3
2.2 Arten von Krisen 6
2.3 Krisenursachen 9
2.4 Zeitliche Zusammenhänge und Krisenverläufe 11
2.5 Krisenauswirkungen 14
3. Krisenmanagement 16
3.1 Definition und Bedeutung des Krisenmanagements 16
3.2 Aufgaben und Methoden des Krisenmanagements 18
3.3 Notfallszenarien und Krisenpläne 21
3.4 Organisation des Krisenmanagements 23
4. Zusammenhang zwischen Umsatz, Image und Krisen 26
4.1 Definitionen und Bedeutungen im Krisenfall 26
4.1.1 Umsatz 26
4.1.2 Image 28
4.2 Wahrnehmung und Reaktionen auf Krisen 30
4.2.1 Wahrnehmung und Verhalten der Unternehmung 31
4.2.2 Wahrnehmung und Verhalten der Öffentlichkeit 33
4.3 Zusammenhang von Umsatz, Image, Wahrnehmung und Reaktion 38
5. Kommunikation 40
5.1 Definition, Ziele und Aufgaben der (Unternehmens-)Kommunikation 40
5.2 Kommunikationsprozeß und Informationsfluß 43
5.3 Interne Kommunikation 44
5.4 Externe Kommunikation 47
5.4.1 Öffentlichkeitsarbeit 47
5.4.2 Medien. 50
6. Krisenkommunikation 54
6.1 Definition und Bedeutung der Krisenkommunikation 54
6.2 Vier-Stufen-Modell der Krisenkommunikation 58
6.3 Ziele der Krisenkommunikation in Zusammenhang mit Image und Umsatz 60
6.4 Stakeholder-Analyse im Rahmen des Krisenmanagements 63
6.4.1 Arten von Stakeholdern 65
6.4.2 Bestimmung der Stakeholder nach Wichtigkeit 65
6.5 Bedeutung der Medien 67
6.6 Planung und Strategiebildung in der Krisenkommunikation 69
6.6.1 Planung 69
6.6.2 Strategie 74
6.7 Durchführung 74
7. Strategien der Krisenkommunikation aufgrund von Produktschäden 79
7.1 Definition Produktschaden 79
7.2 Offensive und defensive Krisenkommunikationsstrategien 82
7.2.1 Offensive Krisenkommunikation 82
7.2.2 Defensive Krisenkommunikation 87
7.3 Kommunikationsstrategien nach dem Drei-Phasen-Modell 90
7.3.1 Kommunikation bei potentiellen und latenten Krisen 90
7.3.2 Kommunikation in der akuten Krise 96
7.3.3 Kommunikation nach der akuten Krise 101
7.4 Kommunikationsstrategien entsprechend der Interessen der Stakeholder 105
7.4.1 Interne Stakeholder 105
7.4.2 Externe Stakeholder 111
7.5 Kommunikation entsprechend der Art des Produktschadens 121
7.5.1 Produktsabotage 122
7.5.2 Gerüchte 127
7.5.3 Boykott 132
7.6 Krisenkommunikations- und Image-Kontrolle 138
8. Praxisbeispiele für die Anwendung von Krisenkommunikationsstrategien 148
8.1 Produktsabotage: Johnson & Johnson 148
8.1.1 Krisenverlauf 149
8.1.2 Darstellung der Kommunikationsstrategien 150
8.1.3 Auswirkungen auf Umsatz, Image und Existenz der Unternehmung 158
8.2 Gerücht: Pepsi Cola 160
8.2.1 Krisenverlauf 161
8.2.2 Darstellung der Kommunikationsstrategien 162
8.2.3 Auswirkungen auf Umsatz, Image und Existenz der Unternehmung 168
8.3 Boykott: Royal Dutch/Shell aus Sicht der Shell AG Deutschland 169
8.3.1 Krisenverlauf 170
8.3.2 Darstellung der Kommunikationsstrategien 172
8.3.3 Auswirkungen auf Umsatz, Image und Existenz der Unternehmung 182
9. Fazit 183
Anhangsverzeichnis 185
Literatur- und Quellenverzeichnis 186

Automatisiert erstellter Textauszug:

erreichen, werden Artikel für Lehr- und Lernmittel verfasst.1 Für die allgemeine Öffentlichkeit werden Filmdokumentationen aufgenommen, die Sachverhalte, Maßnahmen und Konsequenzen der Krise ausführlich darlegen. Besonders nach Produktkrisen ist die Durchführung von öffentlichen Interviews mit Vertretern der Unternehmung, Vertretern von Verbraucherschutzorganisationen und Experten unerlässlich.2 Zudem werden die Werbung und Verkaufsförderung genutzt, um Verbraucher wieder zum Produkt hinzuführen und Verpackungsveränderungen, Änderungen der Aufschriften, genauere Inhaltsangaben etc. zu publizieren.3 Als langfristige Maßnahmen sollten zum Beispiel Sponsoringaktionen durchgeführt werden. Empfehlenswert sind dafür gemeinnützige Organisationen, Stiftungen, religiöse Institutionen und wissenschaftliche Lehreinrichtungen.4 Für Investoren und Shareholder eignen sich Geschäfts- und Zwischenberichte, um über die Auswirkungen und Konsequenzen der Krise zu berichten.5 Wurde die Krise ausreichend aufgearbeitet und das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Unternehmung nimmt wieder zu, sollte eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit, folglich eine kontinuierliche symmetrische Kommunikation mit der Öffentlichkeit, die Krisenkommunikation ablösen. Das für die Krisenkommunikation gegründete Projektteam wird aufgelöst, beziehungsweise die Stabsstelle wendet sich neuen Aufgaben zu.6 In dieser Phase wird mit Hilfe von Medienanalysen und anderen qualitativen und quantitativen Methoden die Wirkung der Krisenkommunikation untersucht und der Imageschaden bestimmt.7 Dies wird in Kapitel 7.6 ausführlich dargestellt. [...]

genmaßnahmen informieren, die unternommen wurden und werden, damit solch ein Produktschaden nicht wieder eintreten kann. Als vierten Punkt sollte über jegliche Zusammenarbeit mit anderen Stakeholdern, wie Behörden, und deren Unterstützung berichtet werden, da dies zeigt, dass andere Gruppen mit dem Vorgehen der Unternehmung einverstanden sind.1 Die akute Krise ist in dieser Phase überwunden. Die neue Situation muss als Chance verstanden werden. Die Vorgehensweise und der Ablauf der Kommunikation während des Störfalls werden bewertet und Fehler analysiert. Außerdem wird der Ablauf der Kommunikation evaluiert.2 Die Unternehmung entschuldigt sich bei den Opfern und muss diese gegebenenfalls entschädigen.3 Innerhalb der Unternehmung werden Konsequenzen bezüglich Personal, Organisation, Produkt und Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen kommuniziert. Ziel ist es, das Vertrauen der Mitarbeiter und Verbraucher zurückzuerlangen, sowohl für die Unternehmung als auch für das Produkt. Des weiteren sollte überprüft werden, welche Innovationen und Verbesserungen an dem Produkt durchgeführt werden können, um einen erneuten Störfall zu vermeiden.4 Diese Veränderungen werden kommuniziert, damit die Verbraucher erkennen, dass das Produkt „sicher“ ist.5 Die Unternehmung hat viele Möglichkeiten, nach der Krise mit der Öffentlichkeit gezielt zu kommunizieren. Während dieser Phase ist es wichtig, die Krise beispielsweise mittels Broschüren, Zeitschriften und Zeitungsbeilagen kritisch aufzuarbeiten. Somit ist es möglich, Fragen, die von Lesern gestellt werden, zu beantworten und Beschwerden aufzugreifen. Mit Fachartikeln und Anzeigen in Fachzeitschriften werden bestimmte Zielgruppen erreicht. Bei Tagungen, Kongressen und Seminaren kann die Unternehmung Personen und Personengruppen ansprechen und sich mit ihnen mittels symmetrischer Kommunikation austauschen. Um Meinungsbildner zu [...]

eingestellt werden. Alle Kommunikationsinstrumente müssen aufeinander abgestimmt sein.2 Die wichtigste Kontrolle während der akuten Krise ist das Beobachten der Berichterstattung (Blitzmonitoring) jeglicher Medien. Dadurch wird einerseits ersichtlich, welche Zeitschriften über die Unternehmung und die Krise berichten. Durch Stellungnahmen kann direkt Einfluss darauf genommen werden.3 Andererseits ist es einfach und kostengünstig den Abdruckerfolg in Zeilen und Auflagehöhe zu ermitteln, den die Unternehmung nach einer Pressemitteilung oder -konferenz erreichte. Eine gezielte Betrachtung des Zeitungsinhalts und dessen Leser ermöglicht Erkenntnisse darüber, wer mit welchen Informationen erreicht wird und welche Meinungstrends dadurch publiziert werden. Somit kann die Kommunikation kontinuierlich bewertet und flexibel an die jeweilige Situation angepasst werden. Eine einzige Bewertung nach der akuten Krise ist ineffizient, da eine flexible Anpassung an die Informationsbedürfnisse der Stakeholder nicht mehr möglich ist.4 Die Kommunikation während des Störfalls ist für die Existenz der Unternehmung entscheidend. Inwieweit die Krise einen Imageschaden verursacht hat, kann durch Kurzbefragungen während der Krise und ausführlich nach der Krise analysiert werden.56 [...]

Arbeit zitieren:
Weißbeck, Daniela Februar 2003: Strategien der Krisenkommunikation zur Vermeidung von Image- und Umsatzverlusten bei Produktschäden, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Krise, Sabotage, Boykott, Public Relation

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