Strategien der Euro-Umstellung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Andreas Krugiolka
- Abgabedatum: Juli 2001
- Umfang: 125 Seiten
- Dateigröße: 679,3 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Evangelische Fachhochschule Berlin (EFB) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4469-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4469-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4469-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Krugiolka, Andreas Juli 2001: Strategien der Euro-Umstellung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Euro-Umstellung, Software, Strategie, Währungsunion
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Diplomarbeit von Andreas Krugiolka
Gang der Untersuchung:
Betrachtungsgegenstand dieser Arbeit ist das Euro-Projekt, welches von einem Unternehmen selbst durchgeführt wird. Die einzelnen Kapitel dieser Diplomarbeit bauen aufeinander auf und führen zum Schwerpunkt dieser Arbeit hin, der in den Strategien zur Euro-Umstellung liegt.
Zunächst wird im Kapitel 2 auf die speziellen Anforderungen an das Projektmanagement eingegangen, die sich aus den Besonderheiten des Euro-Projektes ergeben. Im Rahmen der Projekt-Planung wird ein Vorgehensmodell zur Euro-Projektabwicklung vorgestellt. Des weiteren werden die Rollen innerhalb der Projekt-Organisation erläutert und die Aufgaben benannt. Resultierend aus der Betrachtung der Zusammenhänge der drei Größen Qualität, Kosten und Zeit werden weitere Projektmanagement-Disziplinen, wie Qualitäts-, Risk-, Change- und Konfigurations-Management, vorgestellt.
In Kapitel 3 werden die Auswirkungen der Euro-Einführung an einem Beispiel Unternehmen dargestellt. Mit der Beschreibung des EDV-Systems eines typischen Unternehmens soll ein gemeinsames Verständnis für die Auswirkungen geschaffen werden. Darauf aufbauend werden die Abhängigkeiten zwischen den Fachbereichen und damit die Betroffenheit des Unternehmens durch die Euro-Einführung aufgezeigt.
In Kapitel 4 werden Strategien für die zukünftige Durchführung von Euro-Projekten dargestellt. Der Schwerpunkt liegt in diesem Kapitel auf der Vorstellung unterschiedlicher Lösungsansätze, die mit der Analyse der Rahmenbedingungen beginnen, über die Diskussion zur Auswahl einer geeigneten Migrationsstrategie bis hin zu einer Strategie für den Roll-Out der geänderten Software führen. Durch die Zuordnung zu den einzelnen Phasen eines Vorgehensmodells wird es möglich, daß die Strategien als Leitfaden für eine Durchführung der Umstellung auf den Euro verwendet werden können.
Kapitel 5 enthält abschließende Betrachtungen. Es werden notwendige letzte Tätigkeiten aufgeführt, die nicht unterschätzt werden sollten.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINORDNUNG, ZIELSETZUNG UND AUFBAU DER ARBEIT | 9 |
| 1.1 | Thematische Einordnung | 10 |
| 1.2 | Blick auf die Projektarbeit | 12 |
| 1.2.1 | Software-Engineering | 13 |
| 1.2.2 | Phasenmodell | 14 |
| 1.3 | Beobachtungen zum Thema | 15 |
| 1.4 | Zielsetzung der Arbeit | 17 |
| 1.5 | Aufbau der Arbeit | 17 |
| 2. | PROJEKTMANAGEMENT | 19 |
| 2.1 | Projekt-Planung | 20 |
| 2.1.1 | Projekthandbuch | 21 |
| 2.1.2 | Vorgehensmodell | 21 |
| 2.1.3 | Projekt-Organisation | 22 |
| 2.1.3.1 | Projektauftraggeber | 23 |
| 2.1.3.2 | Projektlenkungsausschuß | 24 |
| 2.1.3.3 | Projektleiter | 24 |
| 2.1.3.4 | Team-Mitarbeiter | 26 |
| 2.2 | Qualität - Kosten - Zeit | 26 |
| 2.3 | Projektmanagement-Prozesse | 28 |
| 2.3.1 | Qualitäts-Management-Prozeß | 28 |
| 2.3.2 | Risk-Management-Prozeß | 29 |
| 2.3.2.1 | Risiko-Identifikation | 30 |
| 2.3.2.2 | Risiko-Analyse | 31 |
| 2.3.2.3 | Risiko-Behandlung | 31 |
| 2.3.2.4 | Contingency Plan | 32 |
| 2.3.3 | Change-Management-Prozeß | 32 |
| 2.3.4 | Konfigurations-Management-Prozeß | 33 |
| 2.4 | Methoden der Projektsteuerung | 35 |
| 2.4.1 | Milestone | 35 |
| 2.4.2 | Signpost | 36 |
| 2.4.3 | Key Activity | 36 |
| 2.4.4 | Selfassessment | 36 |
| 2.5 | Gestaltung des Euro-Projektes | 37 |
| 3. | AUSWIRKUNGEN DER EURO-EINFÜHRUNG IN EINEM UNTERNEHMEN | 38 |
| 3.1 | EDV im Unternehmen | 38 |
| 3.1.1 | Anwendungssoftware | 39 |
| 3.1.1.1 | Standardsoftware | 40 |
| 3.1.1.2 | Individualsoftware | 40 |
| 3.1.2 | Daten | 41 |
| 3.1.3 | Hardware | 41 |
| 3.2 | Ausgangslage im Unternehmen | 42 |
| 3.2.1 | Interne Schnittstellen | 44 |
| 3.2.2 | Externe Schnittstellen | 44 |
| 3.3 | Vorbereitung auf den Euro | 45 |
| 4. | STRATEGIEN | 47 |
| 4.1 | Strategie zur Analyse der Rahmenbedingungen | 48 |
| 4.1.1 | Zeitplan der Euro-Einführung | 48 |
| 4.1.2 | Vorgaben der EU zur Einführung des Euro | 49 |
| 4.1.2.1 | Vertragskontinuität | 50 |
| 4.1.2.2 | Regeln zur Berechnung des Euro | 50 |
| 4.1.2.2.1 | Rundungs-Regeln | 51 |
| 4.1.2.2.2 | Bilaterale Umrechnung | 51 |
| 4.1.3 | Rundungs-Probleme | 53 |
| 4.1.3.1 | Horizontale Rundungs-Differenzen | 53 |
| 4.1.3.2 | Vertikale Rundungs-Differenzen | 54 |
| 4.1.3.3 | Behandlung von Rundungs-Differenzen | 55 |
| 4.2 | Strategie zur Betroffenheits-Analyse | 56 |
| 4.2.1 | Softwareinventur und Detail-Analyse | 57 |
| 4.2.2 | Vorgehensweise | 58 |
| 4.2.2.1 | Inventur | 58 |
| 4.2.2.2 | Detail-Analyse | 59 |
| 4.2.3 | Tools | 60 |
| 4.2.4 | Dokumentation | 61 |
| 4.2.5 | Zeitaufwand | 62 |
| 4.2.6 | Maßnahmen | 63 |
| 4.3 | Migrationsstrategien | 64 |
| 4.3.1 | Big Bang | 65 |
| 4.3.2 | Phase by Phase | 67 |
| 4.3.3 | Umstellungszeitpunkt | 69 |
| 4.3.4 | Schlußfolgerungen | 69 |
| 4.4 | Strategie zur Umstellung der Software | 70 |
| 4.4.1 | Anwendungen | 71 |
| 4.4.1.1 | Quellcode | 72 |
| 4.4.1.2 | Schnittstellen | 73 |
| 4.4.2 | Datenbanken | 76 |
| 4.4.2.1 | Feldweise Konvertierung | 76 |
| 4.4.2.2 | IBM EURO Middleware Support | 76 |
| 4.5 | Test Strategie | 79 |
| 4.5.1 | Test-Planung | 79 |
| 4.5.2 | Test-Organisation | 80 |
| 4.5.3 | Zusammensetzung des Testteams | 81 |
| 4.5.3.1 | Testmanager | 81 |
| 4.5.3.2 | Testleiter | 82 |
| 4.5.3.3 | Testingenieure | 82 |
| 4.5.4 | Spezifikation | 83 |
| 4.5.5 | Testfall/Testdaten | 83 |
| 4.5.5.1 | Äquivalenzklassenmethode | 84 |
| 4.5.5.2 | Methode der Grenzwertanalyse | 84 |
| 4.5.5.3 | Intuitive Testfallmethode | 85 |
| 4.5.6 | BAU-Test | 85 |
| 4.5.6.1 | Modultest | 86 |
| 4.5.6.2 | Integrationstest | 86 |
| 4.5.6.3 | Systemtest | 87 |
| 4.5.7 | Euro-Testbedarf | 87 |
| 4.5.7.1 | Euro-Funktionstest | 87 |
| 4.5.7.2 | Test des Datenaustausches | 88 |
| 4.5.7.3 | Konvertierungs- und Integritätstest | 89 |
| 4.5.8 | End to End Test | 89 |
| 4.5.9 | Testdokumentation | 90 |
| 4.6 | Strategie für Cut-Over/Roll-Out | 92 |
| 4.6.1 | Erstellung der Roll-Out Dokumentation | 93 |
| 4.6.2 | Planung der Roll-Out Phase | 94 |
| 4.6.3 | Aufstellen des Roll-Out Planes | 94 |
| 4.6.4 | Wahl des Zeitpunktes der Durchführung | 96 |
| 5. | ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNGEN | 97 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 99 | |
| ANHANG 1 | 104 | |
| ANHANG 2 | 105 | |
| ANHANG 3 | 106 | |
| ANHANG 4 | 109 |
Während des Übergangszeitraumes (Doppelwährungsphase), in der sowohl der Euro als auch die D-Mark für Transaktionen verwendet werden, kann es notwendig sein, daß ein Unternehmen Euro-Beträge in D-Mark rückkonvertieren muß. Dies ist insbesondere der Fall, wenn ein Unternehmen zum Anfang der Doppelwährungsphase auf die neue Währung umgestellt hat. Die Abbildung 6 zeigt ein Umrechnungsbeispiel, in dem 500 DEM mit dem festen Umrechnungskurs von 1,95583 DEM/EUR einen Betrag von 255,65 EUR, bei Rundung auf zwei Dezimalstellen, ergeben. Bei einer Rückrechnung werden diese 255,65 EUR wieder in D-Mark durch Multiplikation mit dem Umrechnungskurs und der Anwendung der RundungsRegeln umgerechnet. Hierbei entsteht eine Rundungs-Differenz in der Höhe von 0,01 DEM, somit ergibt das Ergebnis einen neuen Wert von 500,01 DEM. Da in diesem Beispiel ein Pfennig hinzukommt, soll diese Rundungs-Differenz positiv genannt werden [OTTE99, S. 350]. Es kann der Fall eintreten, daß die Differenz „negativ“ ausfällt, d. h. daß durch das Runden ein Betrag vom Ausgangsbetrag fehlt. Dieser Effekt sei als negative Rundungs-Differenz bezeichnet. Möglich ist aber auch, daß bei einer Rückrechnung keine Rundungs-Differenz entsteht. [...]
Die Einführung des Euro läßt sich in drei Phasen einteilen. Grundlage ist der sogenannte Maastricht-Vertrag vom 1. November 1993, der die Einführung der gemeinsamen Währung in den Euro-Teilnehmerstaaten regelt. Die Phase 1 beinhaltet die Entscheidung des Europäischen Rates u. a. über die Teilnehmerstaaten und die Einrichtung der Europäischen Zentral Bank [OTTE99, S. 6]. Die Phase 2 hat am 01.01.1999 mit der unwiderruflichen Fixierung der Wechselkurse der einzelnen Währungen der Teilnehmerstaaten begonnen. Der Euro wird zu einer eigenständigen Währung. Somit ist es für Unternehmen möglich, Transaktionen national und grenzüberschreitend in Euro durchzuführen. Diese Phase soll maximal 3 Jahre dauern. Vom 01.01.1999 bis 31.12.2001 stellt sie den Übergangszeitraum dar, in dem der Grundsatz der Privatautonomie gem. Art. 6 Abs. 2 Euro-Einführungs-Verordnung „Kein Zwang – Keine Behinderung“ gilt. Während dieser Übergangsphase besteht Wahlfreiheit zwischen Euro und D-Mark für jede Unternehmung [OTTE99, S. 24]. Die Phase 3, die am 01.01.2002 beginnt, beinhaltet die Einführung des EuroBargeldes in Deutschland. Der Starttermin der Phase 3 stellt gleichzeitig für Unternehmen den Zeitpunkt dar, zu dem das Euro-Projekt erfolgreich abgeschlossen sein muß, d. h. daß die Unternehmen in der Lage sein müssen, alle Strategien der Euro-Umstellung Seite 48 von 123 [...]
Ziel dieser Arbeit ist es, Strategien der Euro-Umstellung zu charakterisieren. Unter Berücksichtigung der Übersichtlichkeit und besseren Verwendbarkeit dieser Arbeit werden die folgenden Strategien in einzelnen Kapiteln vorgestellt. Damit wird erreicht, daß es als Nachschlagewerk verwendet werden kann. Wie schon in den vorangegangenen Kapiteln dargelegt, hat die Einführung des Euro auf Unternehmen erhebliche strategische Auswirkungen, das gilt sowohl für Markt- als auch für Funktionalstrategien (Organisation, Vertrieb, IT, etc.) [LEMN98, S. 19]. Für die Entwicklung einer Strategie zur Durchführung eines Euro-Projektes sollen die Ausführungen in diesem Kapitel als Orientierungshilfe dienen, ohne jedoch Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Allerdings ist es empfehlenswert, die Erfahrungen aus den bereits durchgeführten EuroProjekten der IBM für eigene Überlegungen zur Strategiefindung zu nutzen. Für die nachfolgend aufgeführten Strategien liegt das Vorgehensmodell EuroPath der IBM zugrunde. Um die Schwerpunkte noch besser zu verdeutlichen, wurde bewußt geringfügig von der Phaseneinteilung des EuroPath abgewichen. [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832444693
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Krugiolka, Andreas Juli 2001: Strategien der Euro-Umstellung, Hamburg: Diplomica Verlag
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Euro-Umstellung, Software, Strategie, Währungsunion



